Profilbild von Tuppi

Tuppi

Lesejury Star
offline

Tuppi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Tuppi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2025

Lass sie und lass mich - jeder ist für sich selbst verantwortlich!

Die LET THEM Theorie
0

Das Buch beginnt mit der Geschichte der Autorin: sie war hochverschuldet, arbeitslos und hoffnungslos. Aus diesem Tief kam sie durch die 5-Sekunden-Regel, die sie eisern durchführte. Diese Regel betrifft ...

Das Buch beginnt mit der Geschichte der Autorin: sie war hochverschuldet, arbeitslos und hoffnungslos. Aus diesem Tief kam sie durch die 5-Sekunden-Regel, die sie eisern durchführte. Diese Regel betrifft die Optimierung von SICH SELBST. Aber trotzdem war sie nicht zufrieden, bis sie dann die Let them-Regel entdeckt. LASS SIE hilft Dir, die Erwartungen Deiner Mitmenschen nicht mehr an Deinen eigenen Erwartungen zu messen.

Die Let them-Theorie hilft Dir, Dich von den Erwartungen anderer zu distanzieren und Dein Glück selbst zu finden. Es ist nicht einfach, aber die Mühe lohnt sich! Jeder hat das Recht auf eigene Erfahrungen und Fehler! Andere Meinungen müssen nicht falsch sein - auch wenn man selbst es anders sieht.

Zwischendurch habe ich auch mit der Autorin gehadert. Manche beschriebenen Geschichten waren mir für diese Methode ungeeignet. Wenn man bei Freundschaften diese Methode immer anwendet, wird man irgendwann als desinteressiert gehalten. Denn wenn dem Gegenüber alles egal zu sein scheint, gibt es keine Basis. Dann bin ich vielleicht zufrieden mit mir selbst, aber allein und einsam. Dafür hatte die Autorin zwar eine Antwort, aber die schien mir nicht ganz schlüssig. Auch was die emotionalen Reaktionen betrifft: meiner Meinung nach sollte man darüber reden und Missverständnisse aus dem Weg räumen. Wer die Fehler immer bei anderen sucht und sich seiner Unfehlbarkeit sicher ist, ist selber egoistisch und narzisstisch…

Aber in einem hat sie definitiv recht: ich kann nicht ändern, was andere denken, sagen oder tun - warum also darüber ärgern?

Ich hatte Schwierigkeiten mit dem Buch und weiß nicht genau, wie ich es bewerten soll. Das Buch ist sehr amerikanisch und die Autorin hat viele ihrer Ratschläge durch andere Experten erhalten - also nur erhaltenes Wissen weitergegeben. Und irgendwie die wichtigen Themen nur angeschnitten und/oder keine brauchbaren Lösungen beschrieben und bei anderen Themen zu langwierig und meiner Meinung nach zu einseitig. Wollen wir in der Welt noch mehr Egoisten und Narzissten haben? Aus diesem Grund gebe ich dem Buch nur 2 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 04.04.2025

Interessante Story, träge umgesetzt.

Das Ministerium der Zeit
0

Eine junge Frau arbeitet im Ministerium für Expatriation. Ihr Auftrag ist es, sich um den Polarforscher Graham Gore zu kümmern. Der Mann kam aus dem Jahr 1847 und soll lernen, sich im 21. Jahrhundert zurecht ...

Eine junge Frau arbeitet im Ministerium für Expatriation. Ihr Auftrag ist es, sich um den Polarforscher Graham Gore zu kümmern. Der Mann kam aus dem Jahr 1847 und soll lernen, sich im 21. Jahrhundert zurecht zu finden…

Das Buch ist angenehm geschrieben und gut verständlich, auch wenn nicht klar war, was das Ministerium genau macht. Klar, es ist für Zeitreisen zuständig und erforscht die Folgen - aber ich habe früh vermutet, dass da noch mehr dahinter steckt, was aber niemand wissen sollte…

Die junge Mitarbeiterin (leider wurde bei ihr als einzigem Charakter kein Name genannt), war mir sympathisch, ebenso wie der Polarforscher und ihre Kollegin Simellia. Ihrer Chefin Adela habe ich aber von Anfang an misstraut.

Die ersten 50 Seiten haben mich gefesselt, aber dann wurde es langatmig und despektierlich. Als dann der Kollege Quentin verschwand, wurde ich wieder neugierig – auch, weil weitere kuriose Phänomene vorkamen. Aber so richtig begeistert hat mich das Buch nicht.

Gegen Ende wurde es sonderbar und ich fand das Geschehen paradox und unrealistisch. Das Ende fand ich unvollständig, es blieben noch Fragen offen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.11.2024

Bitte keine Experimente auf Kosten der Gesundheit machen!

Cool bleiben in den Wechseljahren
1

Das Buch beginnt mit der Funktion des Zyklus', dann werden die verschiedenen Hormone und ihre Wirkungen erklärt. Anschließend werden die Wechseljahre erklärt und die Beschwerden, die damit einhergehen ...

Das Buch beginnt mit der Funktion des Zyklus', dann werden die verschiedenen Hormone und ihre Wirkungen erklärt. Anschließend werden die Wechseljahre erklärt und die Beschwerden, die damit einhergehen können. Zum Schluss geht es dann ums Wohlbefinden.

Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den Fremdwörtern, aber das hat sich nach einigen Seiten gelegt.

Ein ausgeglichener Hormonhaushalt ist wichtig und sollte unbedingt kontrolliert werden. Ob dadurch wirklich alle Beschwerden verursacht werden, kann ich nicht beurteilen, da ich keine Ärztin bin. Die Autorin beschreibt die Hormonmangelprobleme sehr genau. Mit Hormongabe und Änderung des Lebensstils, sowie Gewichtsabnahme und Alkoholverzicht bestehen keine Probleme mehr. Wenn es so einfach wäre, dann würden aber bestimmt weniger Frauen damit kämpfen, oder? Ich befürchte, dass durch dieses Buch viele Frauen dazu verleitet werden, Östrogen und Testosteron einzunehmen, um den Beschwerden entgegen zu wirken - und das dürfte ohne ärztliche Begleitung der falsche Weg sein.

Ich tue mich schwer, das Buch zu bewerten. Bis zur Hälfte fand ich es ausgesprochen gut, da vieles sehr gut erklärt wird. Aber dann wurde es mir zu radikal. Viele Beschwerden können auch andere Ursachen als Östrogen- und Testosteronmangel haben. Gelenkbeschwerden, Schlafstörungen, Inkontinenz, Herzerkrankungen oder Haut-, Haar- und Knochengesundheit sollte man ernst nehmen und auf jeden Fall ärztlich abklären! Möglich, dass es sich dabei um Wechseljahrsbeschwerden handelt - aber nicht unbedingt gesichert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 15.11.2024

Hat nicht mein Humorzentrum erreicht

Eiertanz
0

Gina fuhr von Köln in die bayerische Provinz, um für ihre Chefin ein Testament zu suchen.

Den Schreibstil fand ich gewöhnungsbedürftig. Ich habe nicht wirklich verstanden, was die Autorin mitteilen wollte. ...

Gina fuhr von Köln in die bayerische Provinz, um für ihre Chefin ein Testament zu suchen.

Den Schreibstil fand ich gewöhnungsbedürftig. Ich habe nicht wirklich verstanden, was die Autorin mitteilen wollte. Gina war mit der Situation und den Bewohnern überfordert, hat aber trotzdem auch die Hilferufe aus der heimischen Firma gemeistert. Mit den bayerischen Redewendungen hatte ich keine Probleme, aber die sächsischen Touristen waren eine andere Herausforderung.

In der ländlichen Idylle hatte Gina nur schlechten Internetempfang, was aber kein Problem darstellte, wenn sie mit ihrer Chefin sprach, deren Freund abwimmelte oder mit einem Auftraggeber flirtete. Und vor Ort hatte sie mit einem übervollen Haus, einem vorlauten Papagei und besserwisserischen Einwohnern zu tun. Die Chefin möchte das Haus schnellstmöglich verkaufen, der Käufer es schnellstmöglich abreißen - aber Gina konnte das dafür benötigte Testament nicht finden.

Dann tauchte auch noch Ginas Freundin mit ihrem veganen Freund auf und mischten die Dorfgemeinschaft mit fleischlosen Essen und recycelten Dirndl aus Müllsäcken auf.

Ich weiß nicht wirklich, was ich von dem Buch halten soll. Es war extrem übertrieben und mitunter auch unlogisch. Das Ende passte zum Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2024

Habe etwas anderes erwartet…

Pommerenke
0

Das Buch beginnt etwas langatmig mit Billie, die eigentlich in den Flitterwochen sein sollte. Aber Branco wurde auf dem Weg nach Venedig zu einem Arbeitsauftrag gerufen, den er nicht ablehnen konnte. Also ...

Das Buch beginnt etwas langatmig mit Billie, die eigentlich in den Flitterwochen sein sollte. Aber Branco wurde auf dem Weg nach Venedig zu einem Arbeitsauftrag gerufen, den er nicht ablehnen konnte. Also fuhr Billie zurück nach Berlin. Dann traf sie sich im Gefängnis mit Heinrich Pommerenke. Sie möchte ein Buch über das Ungeheuer schreiben.

Ich hatte Schwierigkeiten, mit dem Buch warm zu werden. Richtig sympathisch wurde mir keiner der Charaktere und ich hatte Schwierigkeiten, den Sinn zu verstehen. Billie wollte Schriftstellerin werden und das Buch eigentlich mit künstlerischer Freiheit schreiben, aber da sie unbekannt war, musste es eine autorisierte Biografie werden.

Pommerenke begann seine Straftaten in der Nähe meiner Heimatstadt und weitete seine unzähligen Tatorte im gesamten süddeutschen Raum aus. Das war mit ein Grund, warum mich das Buch interessiert hat. Die "Bestie" ist hier in der Gegend bekannt und gehört fast schon zur Allgemeinbildung. Sonderbar fand ich, dass Billie aus ihrer Wohnung in Berlin so häufig und innerhalb kürzester Zeit ins Gefängnis nach Bruchsal (über 600 km Entfernung) kam. Künstlerische Freiheit gut und schön - aber True Crime widerspricht dem. Erst nach mehreren Besuchen wurde eine stundenlange Bahnfahrt erwähnt.

Erst auf S. 53 begann die Geschichte von Heinrich, wie er versuchte, in Karlsruhe heimisch zu werden. Aber nur kurz, dann ging es wieder um Billie, mit uninteressanten Details über ihr Leben. Pommerenke hatte wenig Einsatzzeit, was mir nicht gefiel. Und ständig Billies Sucht - sie hat gefühlt mehr Joints geraucht als irgendetwas anderes zu tun. Nach über 60 Seiten ging es dann endlich wieder mit Pommerenke weiter, wieder nur für einige Seiten…

Die Besuche im Gefängnis waren interessant. Pommerenke hielt sich für einen Helfer Gottes und hat seine Taten nicht bereut. Er ist wortgewandt und kann seine Gegenüber gut manipulieren. Und er sieht sich als Wanderprediger, ist größenwahnsinnig und jähzornig.

Billie plagten Alpträume und dann kamen noch Tagträume dazu. Sie konnte teilweise zwischen Wahn und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden.

Ich war mehrmals kurz davor, das Buch abzubrechen. Das Buch sollte Billie heißen und nicht Pommerenke - dann wäre ich von dem Buch nicht enttäuscht gewesen, weil ich es erst gar nicht gekauft hätte! Von den 400 Seiten waren nur 17 für Besuche bei Pommerenke im Gefängnis und 136 für Pommerenkes Biografie ausgefüllt. Also über die Hälfte betraf Billie.

Was Billie über Pommerenke geschrieben hat, war interessant. Seine Geschichte war gut dargestellt. Und auch wenn mir Billies Beiträge zu weit ausgeholt waren, war es zumindest erschreckend, wie sie die Geschichte mitgenommen und Pommerenkes Art beeinflusst hat. Sie wurde irre und hatte Halluzinationen. Das Ende fand ich sehr grotesk.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere