Ein Roman um Vielfalt und Tiefe von Freundschaften und die Tragik hinter jeder Flucht
KnallkrebseChristian Mitzenmacher hat in meinen Augen einen sensationellen Debütroman hingelegt. Die Geschichte dreht sich zu Beginn um die drei Hauptprotagonisten Tom, Laura und Farid. Tom übernimmt die Patenschaft ...
Christian Mitzenmacher hat in meinen Augen einen sensationellen Debütroman hingelegt. Die Geschichte dreht sich zu Beginn um die drei Hauptprotagonisten Tom, Laura und Farid. Tom übernimmt die Patenschaft für den minderjährigen Flüchtling Farid. Seine Freundin Laura und die beiden werden ein eingespieltes Trio, das viele gemeinsame Unternehmungen in München macht. Das großartige an diesem Roman sind dabei viel Wortwitz und die Dialoge, die sehr authentisch erscheinen und manchmal eben auch ausbleiben, wenn einem die Worte einfach fehlen. Schwerpunkte des Romans sind die Themen Freundschaft und Flucht. Was macht eine Freundschaft aus? Wieso sind Freundschaften oftmals so unterschiedlich, und wie tief ist eine Verbundenheit zwischen Menschen? Unter welchen Umständen Farid geflohen ist und was er auf seiner Flucht alles erlebt hat, erfährt der Leser nur teilweise.
Ich habe bei diesem Buch gelacht, vor Betroffenheit geschluckt, viel eigenes Verhalten hinterfragt und oft geschmunzelt. Die sehr kurzweiligen und intensiven Dialoge haben dieses Buch unwahrscheinlich bereichert. Die Geschichte hinterlässt offene Fragen, aber in meinen Augen beantwortet das Leben nun einmal nicht immer alle Fragen, nur weil wir das wünschen. Von daher von mir eine absolute Leseempfehlung!