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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.06.2025

Gutes und zeitgemäßes Thema, aber die Umsetzung griff bei mir nicht

Die Liste
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Ich war durch Zufall auf das Buch gestoßen und die Geschichte reizte mich, allerdings hatte ich Mühe da reinzukommen, soviele Personen und irgendwie sprang der Funke nicht wirklich über. Die Geschichte ...

Ich war durch Zufall auf das Buch gestoßen und die Geschichte reizte mich, allerdings hatte ich Mühe da reinzukommen, soviele Personen und irgendwie sprang der Funke nicht wirklich über. Die Geschichte beginnt sehr spannend, als Michaels Name, wenn auch verkehrt geschrieben, kurz vor der Hochzeit mit Ola, auf einer Liste im Internet auftaucht, auf der es um sexuelle Belästigung geht. Klingt spannend, aber dann kommen schier tausende von Internetbegriffen, die ich teilweise nachsehen musste. Man nenne mich alt. :) Aber auch die vielen Personen machen das Lesen nicht leichter. Und dann zieht sich die Story wiklich hin, da hätten es auch gerne etwas weniger Seiten sein dürfen. Ich habe es ausgelesen, aber mich durchgequält. Ist aber nur meine Meinung. :) Mich konnte die Story nicht "catchen". Leider...spoilern möchte ich hier nicht- natürlich beteuert Michael seine Unschuld, da die Hochzeit vor der Tür steht und Ola will ihm gerne glauben, zweifelt aber plötzlich...dennoch nicht packend.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Leider kommt der dritte Teil für mich nicht an die beiden anderen heran...

Die Schwester des Serienkillers
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Ich hatte mich sehr auf den letzten Teil dieser Reihe gefreut, muss aber leider gestehen, dass mir schon der Einstieg etwas schwerfiel.

Anna Price ist glücklich verheiratet mit Ross, Lehrerin an einer ...

Ich hatte mich sehr auf den letzten Teil dieser Reihe gefreut, muss aber leider gestehen, dass mir schon der Einstieg etwas schwerfiel.

Anna Price ist glücklich verheiratet mit Ross, Lehrerin an einer teuren Privatschule und just an dem Tag, als sie ihre Bewertungen als Lehrerin bekommen soll, steht ein Detective in der Tür und sagt ihr, dass man ihren Bruder Henry wegen mehrfachen Mordes sucht. Anna, die eine schreckliche Kindheit durchmachen musste, nebst kleinem Bruder, bis beide ins Heim kamen, hat ihren Bruder 20 Jahre lang nicht gesehen. Ihre Wege trennten sich, als sie als Jugendliche das Heim verließ. Aufgrund der schrecklichen Kindheitserlebnisse und seiner Außenseiterstellung im Kinderheim Finley Hall, den Henry war eher introvertiert, während Anna gleich eine Freundin in Kirsty findet, traut ihm Anna nun auch durchaus Morde an Frauen zu, die durchaus als bestialisch zu bezeichnen sind und bei denen immer Rätsel eine Rolle spielen. Diese Nachricht, dass ihr Bruder ein Serienmörder sein könnte, trifft Anna so sehr, dass sie zur Arbeit fährt, aber auf einem Zebrastreifen fast ein Kind übersieht, aussteigt, es anblafft und an den Schultern packt. Das passiert auf dem Zebrastreifen bei der Schule, wird gefilmt und verbreitet sich auch sofort überall. Anna muss zum Rektor. Kurze Anmerkung: Im Buch befindet sich ein steter Übersetzungsfehler, denn eine Schule hat keinen Direktor, sondern einen Rektor. So- da die Schule eben sehr renommiert ist, wird Anna gleich mal für einige Tage suspendiert, weil sich Eltern etc. sofort beschweren, man um den Ruf der Schule fürchtet. Hierbei: Das war mir dann doch zu unglaubwürdig, denn ich weiß das von meinem Mann, der Lehrer ist, so ein Vorfall würde gemeinsam mit Eltern, Rektor, Schulelternrat besprochen werden- aber ist kein Grund für eine Suspendierung! Anna hat das Kind weder angefahren noch verletzt, sondern nur überreagiert. Kann passieren, könnte nur zu einem Tadel führen. Den wahren Grund für den Aussetzer nennt sie dem Rektor auch natürlich nicht.

So- jetzt hat sie Zeit, sich mit dem Detective auf die Suche nach Henry zu begeben, denn dieser könnte es auch auf sie abgesehen haben und es geht um ein bestimmtes Datum, denn er mordet immer an bestimmten Daten. Dieses rückt näher. Anna erinnert sich an das Spiel "Die Jagd", welches sie und Henry immer spielten, wie eine Schnitzeljagd. Allerdings entgleitet das Spiel, als Anna mehr Zeit mit Kirsty als mit Henry verbringt und wird rauer. Anna will nicht mehr spielen. Jetzt muss sie das aber wieder und eben da verlor die Handlung an Pep.

Während ich besonders bei Band 2 nicht aufhören konnte zu lesen- "Jenny, die Tochter des Serienkillers"- kämpfte ich mich hier durch die Seiten und fand vieles sehr unglaubwürdig. Anna hat ihren Bruder zuletzt als Kind gesehen, sodass sie meint, ihn nun nicht mehr erkennen zu können. Okay, ich habe keine Geschwister, aber mein Mann würde seine Geschwister sofort wiedererkennen und ich habe eine Tante über 25 Jahre nicht mehr gesehen, aber sofort wiedererkannt letztens. Das ist Blödsinn, sorry. Es sei denn, die betreffende Person hätte sich kosmetisch gesichtstechnisch komplett verändern lassen, also operativ. So glaubt Anna aber auch bald, dass ihr Ehemann, der Detective etc. Henry sein könnte. Und ich vermisste mal die tollen Twists und Wendungen aus den beiden Vorgängerbänden.

Ich gebe jedem Buch eine Chance und versuche es zu Ende zu lesen, aber hier überflog ich nur noch die letzten Seiten und hatte die Handlung fast schon so erwartet. Leider. Ich möchte nicht zuviel spoilern, aber das Annas Ehemann eine Affäre hat, war dann nicht wirklich interessant oder bewegend verpackt.

Und der Plot...nahm mich nicht mit.

Band 1 fand ich sehr gut, 2 am besten...wie gesagt, ich konnte nicht aufhören zu lesen. Vielleicht war bei der Autorin die Lust etwas raus für Band 3..., denn schreiben kann sie, aber hier wirkte alles lustlos konstruiert. Das ist aber nur meine Meinung und vielleicht vermag es andere zu fesseln. Für mich war alles zu ersichtlich und die Längen zuviel.


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Veröffentlicht am 26.09.2025

Furchtbare Verdrehung von Tatsachen, voller historischer Fehler und absolut nicht lesenswert!

Prinzessin Alice
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Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und nicht etwa, weil ich die Autorin der umfangreichsten und historisch fundierten deutschen Ausgabe einer zweibändigen Romanbiographie der Prinzessin Alice von ...

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und nicht etwa, weil ich die Autorin der umfangreichsten und historisch fundierten deutschen Ausgabe einer zweibändigen Romanbiographie der Prinzessin Alice von Griechenland bin, von der es den ersten Teil nun auch endlich auf dem englischen Buchmarkt gibt. Ich schätze auch die Biographie von Frau Feuerstein-Praßer über Alice, oder die leicht fiktive von Eva-Maria Bast, die zwar nur einen Ausschnitt aus Alices Leben aufzeigt, aber auch mein Buch als Recherche nennt. Danke dafür! Ich habe als Autorin durchaus Demut vor anderen AutorInnen, die sich historisch mit einer Persönlichkeit befassen. Auch Hugo Vickers sei hier genannt mit seiner fulminanten Biographie über Alice.

Aber was Frau Dische, die ich von anderen Büchern her sehr schätze, hier abgeliefert hat, ist, sorry, nicht die 20 Euro wert, wenn man wirklich etwas über die Frau erfahren möchte, die immer im Hintergrund stand. Ich muss da leider ehrlich sein. Wer Fiktion schätzt, der wird hier bedient. Die Fehler sind zahlreich, ich nenne nur ein paar:

Alice war keine Mountbatten, in dem Sinne, sondern eine geborene Prinzessin zu Battenberg, verheiratete Prinzessin von Griechenland. Als 1917 der englische König die Änderung des Nachnamens in Mounbatten anordnete, betraf dies nur die Familienmitglieder, die auch in England lebten- also Alices Eltern, denn ihr Vater diente wie ihre Brüder in der britischen Navy, eben die Brüder. Alice war nicht Prinzessin Mounbatten.

Alice wird so dargestellt, dass sie ihre Kinder nicht wirklich liebt, als man sich im Exil in St. Cloud bei Paris befindet- nur Cäcilie und Philip sollen ihre Lieblinge sein- das ist Unsinn. Sie nannte alle ihre Kinder "my treaures" und diese liebten ihre Mutter sehr. Das Verhältnis war sehr innig. Auch ihr Ehemann Andreas soll im Exil bereits bei seiner Geliebten leben. Auch Unsinn! Er verließ die Familie erst, als Alice in ein Sanatorium in der Schweiz verbracht wurde- gegen ihren Willen- beschlossen von der Mutter Viktoria und ihrem Ehemann.

In St. Cloud lebte man in einem Gartenhaus hinter der Villa der Schwägerin Marie, die bereitwillig alles bezahlte, die mittellose Familie unterstützte. Sie war eine sehr bekannte Psychoanalytkerin, befreundet mit Freud. Alice verzichtete auf Dienerschaft, um zu sparen und der Schwägerin nicht allzu sehr zur Last zu fallen. Das schildert Frau Dische falsch.

Das Kindermädchen soll Nina geheißen haben und Griechin gewesen sein. Die Nanny der Kinder hieß Cécil Nona Kerr, verheiratete Richards und war Engländerin, sie blieb der Familie ein Leben lang treu. Sie war eine von Alices besten Freundinnen.

Alix, die letzte Zarin, wurde in der Familie als Kind "Sunny" genannt, nicht mehr als Erwachsene, außer als Kosename von ihrem Ehemann. Man rief sie "Alicky" und sie lernte den Zarewitsch mit 12 Jahren kennen, nicht mit 13 Jahren.

Vom Tod der letzten Zarenfamilie, also ihrer Ermordung, erfuhr die Mutter Alices nicht beim Tee mit ihr, sondern die ehemalige Hofdame Isa von Buxhoeveden überbrachte die Nachricht. Sie war als erste im Haus in Jekaterinburg gewesen, nachdem die weißen Truppen zur Rettung der Zarenfamilie zu spät dort ankamen (13 Tage). Man sah den Keller, das Durcheinander in den Zimmern und die Sache war klar. Die Schwester der Zarin Elisabeth, Ella, starb mit anderen in einer Grube, die voller Wasser war, nachdem man eine Handgranate hineinschleuderte. Ella lebte noch kurze Zeit. Sie verdurstete nicht, wie Dische schreibt, sondern erlag ihren Verletzungen. Ihr Mann Sergei war kein Großfürst von Moskau, sondern Großfürst von Russland, Gouverneur von Moskau und wurde 1905 durch ein Bombenattentat getötet- Ella sammelte in einem Korb mit anderen seine Überreste ein und trat nicht einem Kloster bei (so Dische), sondern gründete selbst den ersten Frauengeführten Orden in Moskau.

Dische schreibt Alice habe mit ihrer Schwägerin in einem Palast zusammen gewohnt in Griechenland, das ist auch nicht korrekt. Sie lebte auf Mon Repos, einer Villa auf Korfu und nur kurz im Palast in Athen. Marie zog bald wieder nach Frankreich nach ihrer Heirat, bevorzugte Paris und Umgebung. Es gab kein gemeinsames Leben in Griechenland. Sie kam nur kurz nach Griechenland, damit die Familie das gemeinsame Kind sah.

Die Töchter fanden keine Ehemänner, weil sie mittelos waren- der Titel war nichts wert im Exil. Edwina Mounbatten, Alices Schwägerin, unterstützte die Mädchen, nahm sie auf Bälle mit in England etc..

Alice wurde bei einem Besuch in Darmstadt quasi entführt und in ein Sanatorium in der Schweiz verfrachtet. Das beschreibt Dische auch alles falsch.

Alice verkaufte nichts selbstgestricktes oder gehäkeltes auf dem Markt. Sie arbeitete in Frankreich im Exil in einem Laden names "Hellas" in Paris, der Dinge anbot, auch Spenden von Adeligen, wie Gemälde, die verkauft wurden, um Familien in Griechenland zu unterstützen. Die Prinzessin im Laden hob das Geschäft an.

Die Familie hatte in St. Cloud immer genug zu essen, lebte beschaulich, wenn auch im Kleinen. Zurückgezogen. Alice war einfach erschöpft. Sie hatte sich dafür eingesetzt, dass man ihren Ehemann im "Trial of the Six" nicht erschoss, hinrichtete, für seine Fahnenflucht, schrieb selbst an den Papst. Sie übersetzte später das Buch ihres Mannes darüber in Englische. Sie lebte nur für die Familie und, als man alles verlor, das Land verlassen musste, machte sie dies krank. Manisch depressiv, nicht schizophren.

Und so geht es weiter bei Dische. Auf 160 Seiten eine Verdrehung von historischen Fakten nach der anderen, Alice wird als bösartig zu ihren Kindern dargestellt, also zu den drei älteren Mädchen, sie benutzt "Four letter words"(Unsinn), als Kind soll sie geohrfeigt worden sein, wenn sie so etwas sagte, auch Blödsinn, denn ihre Mutter und ihr Vater schlugen nicht, auch die Nannies nicht. Und Alice war schon durch die Taubheit ein ruhiges liebes Kind....es gibt keine Quellen für Disches literarisches Machwerk, alles Fiktion und daher absolut nicht lesenswert, wenn man eben etwas über die wahre Alice lesen möchte. Wo Dische das alles her hat, um mit diesem Stoff 160 Seiten zu verschwenden, sei dahingestellt...wer fiktives schätzt, ein völlig falsches Bild von Alice haben möchte, wird bestens bedient.

Ich habe es in vier Stunden durchgelesen, weil ich wissen wollte, ob Dische nicht doch noch etwas wahres zu berichten hat- aber nein. Schade um das Geld!


Mehr zum Buch auf meinem youtube-Kanal "Esses literarischer Salon".

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