Wehret den Anfängen
Tomorrow Land
„Tomorrow Land“ vom Autorenduo Peer Martin und Antonia Michaelis zeichnet eine fiktionales Zukunftsbild. Die dargestellte Welt wirkt erschreckend realistisch, und leider kann ich sie sich nur zu gut ...
„Tomorrow Land“ vom Autorenduo Peer Martin und Antonia Michaelis zeichnet eine fiktionales Zukunftsbild. Die dargestellte Welt wirkt erschreckend realistisch, und leider kann ich sie sich nur zu gut als mögliches Zukunftsszenario vorstellen. Es ist eine spannende Fluchtgeschichte und noch so viel mehr.
Erzählt wird die Geschichte von Hannes, der aus einem autoritären Regime flieht, nachdem ein Sturm die Mauern seines Gefängnisses zerstört. Auf seiner Flucht bekommt er Hilfe von Moa, einem nigerianischen Flüchtling. Doch das Sicherheitssystem ist beiden auf den Fersen. Das Mädchen Anna-Greta, von beiden Prinzessin genannt, ist die Tochter des obersten Sicherheitschef, sie bieten den beiden erst mal Unterschlupf, bevor sie sich mit den beiden auf den Weg nach Norwegen macht. Weitere Regimegegner schließen sich der kleinen Gruppe an.
Die Autoren greifen Themen auf, die bereits heute schon brandaktuell sind. Es geht um Widerstand und Zivilcourage in einem autoritären System, der derzeitige Rechtsruck lässt grüßen!!!, um die Ausgrenzung von Flüchtlingen, um Umweltzerstörung und die Klimakatastrophe. Die Autoren wollen mit ihrem Werk aufmerksam machen: Leute lasst es nicht so weit kommen. Wehret den Anfängen. Man kann wirklich nur hoffen, dass so eine Zukunft niemals eintreffen wird. Wann wacht die Menschheit auf. Diese Partei, die die Demokratie aushebeln will und der so viele folgen, macht mir schon jetzt Angst. Einziger Kritikpunkt, mit wurde das Ganze zu hektisch abgehandelt, es fehlte die Tiefe. Eine wirkliche Verbindung zu den Protagonisten konnte ich nicht aufbauen.
Fazit: „Tomorrow Land“ ein Buch das aufrüttelt und nachdenklich macht.