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Marie2406

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2025

Unmöglich aus der Hand zu legen

Unbeugsam wie die See
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Schon das erste Buch der Autorin hat mich total in seinen Bann gezogen und auch hier war es so.
Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe es an einem Tag durchgelesen.
Die 4 Hauptcharaktere ...

Schon das erste Buch der Autorin hat mich total in seinen Bann gezogen und auch hier war es so.
Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe es an einem Tag durchgelesen.
Die 4 Hauptcharaktere und ihre Verbindung zueinander sind unglaublich spannend, wenn auch an der ein oder anderen Stelle, ab der Hälfte des Buches zu erraten. Was für mich die Geschichte aber nicht schlechter macht, den andere Wendungen, vor allem die im Epilog habe ich nicht erwartet.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, sie beschreibt die Umgebung und die Frauen sehr eingängig, sodass man sich die Bilder und die Umgebung sehr gut vorstellen kann. Vor allem die Transformation durch das Wasser und auch die Haut, vor allem bei Lucy sind toll beschrieben.
Auch die zwei Zeitstränge in denen die Geschichte spielt und die damit verbundenen geschichtlichen Zusammenhänge und wie mit den Frauen früher umgegangen wurde wird eindrücklich geschildert.
Insgesamt hat mich das Buch auf einer emotionalen und menschlichen Ebene total abgeholt. Es hinterlässt einen Eindruck und gibt einige Anstöße zum nachdenken über das was man zu wissen glaubt.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Anders, beeindruckend, tiefgründig

Yellowface
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Yellowface ist nach Babel das zweite Buch der Autorin, dass ich gelesen habe und was soll ich sagen, es ist einfach fesselnd, mitreißend und auf eine sehr komplexe weise tiefgründig.
Eigentlich wollte ...

Yellowface ist nach Babel das zweite Buch der Autorin, dass ich gelesen habe und was soll ich sagen, es ist einfach fesselnd, mitreißend und auf eine sehr komplexe weise tiefgründig.
Eigentlich wollte ich die Protagonistin nicht mögen, wo sie doch einen Manuskriptentwurf stiehlt von einer Freundin, die gerade verstorben ist und ich finde es nach wie vor verwerflich.
Aber was sich daraus dann entwickelt, aufgrund der Lüge, dem Verlagswesen und der Personen die dort etwas zu sagen haben, den ganzen Meinungen in Social Media ist wirklich eine beeindruckendes Bild mit so viel Menschlichkeit, dass man am Ende nicht drum herum kommt, dass Juniper einem leid tut.
Ihr Kampf dann doch das richtige zu tun und ihre innerlichen Monologe, wie schnell man von Menschen fallen gelassen wird und wie rachsüchtig wieder andere sein können ist einfach nur verstörend und doch so real, dass es einem fast Angst macht.
Der Schreibstil ist wieder wunderschön und Rebecca F. Kuang geht mit so viel Gefühl an dieses schwierige Thema, denn es geht viel um Minderheiten, hier speziell die chinesische, und das Verhältnis und die Meinungen über diejenige Gruppe von Menschen die man nicht kennt. Es wird viel mit Vorurteilen gespielt und ein lebendiges Bild unserer heutigen Gesellschaft gemalt.
Dieses Buch wird auf jeden Fall noch eine Weile in meinem Kopf herumschwirren und beweist mir, dass ich diese Autorin unbedingt weiterhin auf meiner Wunschliste behalten muss.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Eine tolle Hilfe für mehr Mut im Leben

Gönn dir einen Mutausbruch!
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Im Nachwort dieses Buch fasst Heike Abidi die wichtigste Information dieses Buches sehr schön zusammen: „ Mut bedeutet nicht, niemals Angst zu haben, sondern sich den Situationen, vor denen wir uns fürchten, ...

Im Nachwort dieses Buch fasst Heike Abidi die wichtigste Information dieses Buches sehr schön zusammen: „ Mut bedeutet nicht, niemals Angst zu haben, sondern sich den Situationen, vor denen wir uns fürchten, dennoch zu stellen.“
So ist es und dieses Buch ist eine tolle Hilfestellung und Motivation dies zu tun.
Beide Autorinnen geben viele tolle Tipps zum umsetzen, aber auch Beispiele aus allen Lebensbereichen, so dass sich jede in diesen Worten wieder finden kann, egal ob man Angst vor Tieren hat, nicht gern Auto fährt, Lampenfieber hat oder was es nicht noch alles für Situationen gibt, die wir eigentlich gern vermeiden.
Mich hat dieses Buch total abgeholt und durch den tollen, sehr gut harmonierenden, Schreibstil von Ursi und Heike ist es ein Genuss zu lesen und sich gleichzeitig mit jedem Kapitel etwas mutiger und besser zu fühlen.
Sicher braucht es etwas die Tipps umzusetzen, aber sie sind meistens einfach und man muss sich dann nur trauen, was nicht immer so leicht ist, aber dieses Buch und dass mal wieder nachlesen oder erinnern an Textpassagen wird dabei helfen.
Für mich eine klare Empfehlung an jede Frau, die auch gern öfter mal einen Mutausbruch haben möchte.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Episch, mitreißend, emotional und grausam

Bury Our Bones in the Midnight Soil
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Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an absolut gefesselt, manchmal aus Neugierde ob die jeweilige Frau es schafft ihr Leben so zu leben wie sie es sich wünscht und manchmal aus Abscheu, weil ich ...

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an absolut gefesselt, manchmal aus Neugierde ob die jeweilige Frau es schafft ihr Leben so zu leben wie sie es sich wünscht und manchmal aus Abscheu, weil ich die Bösartigkeiten hinter mir lassen wollte.
Die Geschichte wird aus den 3 Perspektiven von Lotti, Sabine und Alice erzählt. Alle drei sind Töchter ihrer Zeit und passen nicht wirklich rein, sie allen werden auf die ein oder andere Art Vampire und ihre Schicksale sind miteinander verbunden.
Die Geschichte wird auf eine interessante und wunderschöne Art beschrieben, die einen mit nimmt an die Orte, an denen sie spielt ohne diese zu ausgiebig zu beschreiben. Das Augenmerk liegt eher auf der Beschreibung der Menschen, ihr Aussehen, aber ihre Charaktere.
Man bekommt nur schrittweise über die Funktionsweise des Vampirismus in diesem Buch was von einigen gängigen Mythen abweicht, andere aber durchaus bestätigt und es ist auf jeden Fall ein Buch, dass Vampire nicht zu rein schönen Wesen macht. Sie sind hier oft grausame Monster ohne Gewissen, aber es gibt auch die, die sich ihre Menschlichkeit bewahrt haben. Diese Mischung macht das Buch zusammen mit den 3 Perspektiven so lebendig, spannend und absolut unmöglich aus der Hand zu legen, wenn man einmal angefangen hat.
Diese Geschichte hat so viele Wahrheiten in sich und auch Mahnungen was das miteinander angeht, dass es sicher noch einen langen Nachhall haben wird und auf jeden Fall eines der besten Bücher ist die ich dieses Jahr gelesen habe.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Ein spannendes, emotionales und ergreifendes Buch

Wie Blätter im Sturm
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Eigentlich wollte ich gar nicht mehr unbedingt Romane über den zweiten Weltkrieg lesen, aber dieses Buch hörte sich so spannend an und ich weiß was für eine tolle Autorin Anja Lehmann ist, dass ich doch ...

Eigentlich wollte ich gar nicht mehr unbedingt Romane über den zweiten Weltkrieg lesen, aber dieses Buch hörte sich so spannend an und ich weiß was für eine tolle Autorin Anja Lehmann ist, dass ich doch nicht widerstehen konnte…und ist es so gut wie erwartet? Besser! Dieses Buch gehört jetzt schon zu meinen absoluten Highlights in diesem Jahr. Fast unmöglich aus der Hand zu legen verfolgt man die Wege der 5 Hauptpersonen und teilweise der Menschen um sie herum durch diesen Krieg. Man wird immer wieder geschockt von der Grausamkeit und emotional berührt von der Menschlichkeit, denn beides liegt unglaublich dicht beieinander. Nicht immer ist der Wehrmachtssoldat ein mordendes Monster, nicht immer die englische Besitzerin eines Gestüts auch das was sie vorgibt zu sein, das junge Mädchen das Lehrerin werden möchte ist nicht so blauäugig, wie alle denken und mutiger als viele glauben würden und manchmal wird der junge Mann, der sich in die falsche Person verliebt hat, ein Monster.
Dieses Buch, wenn natürlich auch fiktional, zeigt sehr gut auf das es Licht in dunklen Zeiten gibt und selten eine Person zu jeder Zeit nur gut oder böse ist. Aber auch das so etwas nie wieder passieren darf und das auf eine Art und Weise, die auf allen Seiten hell und dunkel zulässt. Natürlich findet man die Kämpfe und vor allem die Gestapo verabscheuungswürdig, bei allem was dort getan wird, aber dann gibt es Frank, der schnell erkennt, dass er einen Fehler gemacht hat in die Wehrmacht zu gehen und trotz allem versucht ein guter Mensch zu sein, ohne selber zu sterben. Oder auch Gregor, der versucht einer jüdischen Familie zu helfen, obwohl sein Vater bei der Gestapo ist.
Die Beschreibung dessen, wie sich die Résistance gewehrt hat, ist nicht angenehm und ob man sich so verhalten muss, wie die Angreifer und was es aus diesen Männern gemacht hat? Sei mal offen gelassen. Im Krieg gibt es einfach keine Gewinner, aber es gibt Menschen, die nicht Blind folgen und an denen sollte man sich ein Beispiel nehmen, immer.
Ich bin nun so frei den letzten Satz des Buches zu zitieren, denn am Ende genau dieser Geschichte kann man wohl kaum besser enden und ich empfehle jedem dieses Buch zu lesen!
„Das Leben war nicht immer einfach und schön, aber doch unbezahlbar wertvoll.“

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