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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.09.2025

hätte gerne schauriger sein dürfen

Verschließ jede Tür
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Mit Riley Sager und mir ist es so eine Sache: Es gibt Bücher, die finde ich grandios und solche, da komm ich einfach nicht ran. Ich mochte die Prämisse zu diesem Thriller und Potential für Grusel und Spannung ...

Mit Riley Sager und mir ist es so eine Sache: Es gibt Bücher, die finde ich grandios und solche, da komm ich einfach nicht ran. Ich mochte die Prämisse zu diesem Thriller und Potential für Grusel und Spannung war auf jeden Fall vorhanden. Aber für mein Empfinden, ist die Geschichte einfach nicht so richtig aus dem Knick gekommen.

Schon in dem Moment wo eine mittellose, alleinstehende Frau in ein exklusives Apartment-Haus als Wohnungssitterin einzieht, kann man sich ziemlich gewiss sein, welche Richtung die Handlung nimmt. Ist ja auch gar nicht schlimm, aber da man ja von Beginn weiß, worauf das hinauslaufen wird, hätte ich mir schon deutlich früher ein paar Schocker-Momente und Spannungsaufbau gewünscht. Die Geschichte plätscherte für mein Empfinden sehr lange sehr seicht dahin. Auch als Jules endlich anfängt Nachforschungen über das haus anzustellen, kommt trotz allem nicht so richtig Stimmung auf. Die Atmosphäre ist zwar angespannt, aber Jules kommt keine Sekunde auf die Idee, sich auch um sich selbst zu sorgen. Und da hakts bei dann irgendwie.

Das ungefähr letzte Drittel, als das Geheimnis des Hauses gelüftet wird war so cool und so stark, das hätte ich mir einfach für das gesamte Buch gewünscht. da wird es dann endlich schauerlich, abgründig und auch bisschen böse. Die Idee dahinter war einfach so dermaßen wild, so moralisch völlig verwerflich und aus der nüchternen Sicht des Täters so erstaunlich rational vorgetragen, dass ich da dann durchaus gecatcht war.

Mir wars einfach nicht temporeich genug, slow start ist ja ok, aber hier hätte mir die Geschichte schneller auf den Punkt kommen können. Zudem waren mit Jules und ihr Schicksal auch ziemlich gleichgültig. Ich brauche keine Sympathieträger in Geschichten, aber ich brauch irgendwas, was mich abholt. Wenn schon nicht der Plot, dann die Figuren. War hier leider nicht so der Fall.

Es war nicht schlecht und ich bin zügig durch das Buch gekommen. Das Hörbuch ist angenehm eingesprochen und ich hab wirklich gerne zugehört. Hat mich halt nur einfach nicht umgehauen, wie ich es von anderen Büchern des Autors kenne

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Potential ist da

Silver Elite
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Das Buch wirkt auf mich ein bisschen wie eine Kombination sehr erfolgreicher Bücher. Wir haben ein ähnlich dystopisches Setting wie bei Tribute von Panem, die Akademie und ihr Prüfungen erinnert an Divergent ...

Das Buch wirkt auf mich ein bisschen wie eine Kombination sehr erfolgreicher Bücher. Wir haben ein ähnlich dystopisches Setting wie bei Tribute von Panem, die Akademie und ihr Prüfungen erinnert an Divergent und die mentalen Fähigkeiten der Protagonistin haben was von Fourth Wing.
Mit den rebellischen Tendenzen und der Außenseiter-Position hat dieses Buch also alles, was die klassischen Elemente zum Erfolg für dystopische Fantasy sind.

Aber trotzdem fehlte dem Buch für mein Empfinden dieser Funke, den die anderen erfolgreichen Reihen bereits haben. Die Handlungsmuster der Protagonistin sind sehr vorhersehbar und auch die Identität von Wolf ist ehrlich gesagt sehr durchschaubar. Mir hätte hier eine überraschende Wendung gut gefallen.

Ähnlich wie Rebecca Yarros und Suzanne Collins scheut sich auch diese Autorin nicht, vermeintlich beliebte Figuren über den Jordan zu schicken oder mit den Sympathien des Lesers zu spielen, nur um diese Sympathie zu verraten. Mag ich, hab ich aber alles schon gesehen. Ich hätte mir hier irgendwas fernab der Erfolgsformel gewünscht, denn so ein bisschen fühlte es sich so an, als wäre hier eine Content-Checkliste abgearbeitet worden.

Die Spannung der verbotenen Liebesbeziehung war nicht schlecht, stiehlt aber allem anderen so ein bisschen die Show. Ich seh warum das Buch so im Hype ist, ganz ehrlich. Und ich finde auch, es hat Potential sich echt toll zu entwickeln. Aber dieser erste Band war mit zu glatt und berechenbar.

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Mal ein etwas anderer Fall

Mit kalter Hand
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Ich gestehe: irgendwie war ich am Anfang irritiert: ein vermeintlicher Selbstmord aus der Fetischszene und ein Pferdemord- komische Kombi, aber ok. Als sich dann aber der Pferdemord als Hauptfall in diesem ...

Ich gestehe: irgendwie war ich am Anfang irritiert: ein vermeintlicher Selbstmord aus der Fetischszene und ein Pferdemord- komische Kombi, aber ok. Als sich dann aber der Pferdemord als Hauptfall in diesem Band herausstellt, war ich überrascht. Einfach weil ich es so skurril fand, dass sich die Einheit für Extremdelikte mit sowas befasst. Und irgendwie hat es dadurch thematisch auch lange gedauert, bis mich dieser Band wirklich gecatcht hat.

Es gibt zwar noch einen zweiten Fall, aber der kommt eher gemächlich in die Gänge und stand daher für mich lange im Hintergrund. Ich fand auch die Täterperspektive dieses Mal eher abstrakt und distanziert, fast so als würde /so lange wie möglich offengelassen ob und wie diese überhaupt mit einem der Fälle in Verbindung steht.

Mein Highlight war hier ganz klar die Sektionsarbeit selbst. Bei Sabine Yao würde ich echt gerne mal Mäuschen spielen. Durch die Praktikantin im Sektionssaal bekommt auch der Leset viele schön, detaillierte Beschreibungen und ich finde das jedes Mal so spannend und interessant.

Am Ende kommt alles halbwegs stimmig zusammen, mir ging das gemessen am eher langsamen Erzähltempo zwar dann alles ein bisschen schnell, aber ok. Insgesamt für mich eher eines der schwächeren Bücher des Autors, aber nicht jeder Fall kann immer gleich spektakulär sein. Hat sich trotzdem angenehm lesen lassen.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Begegnungen im Café Torunka

Die Tage im Café Torunka
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Ähnlich wie schon in den anderen Büchern von Satoshi Yagisawa, die sich um die Buchhandlung Morisaki drehen, geht es auch in diesem Roman um besondere Begegnungen zwischen Menschen, die einander prägen, ...

Ähnlich wie schon in den anderen Büchern von Satoshi Yagisawa, die sich um die Buchhandlung Morisaki drehen, geht es auch in diesem Roman um besondere Begegnungen zwischen Menschen, die einander prägen, ihre Leben nachhaltig beeinflussen und einander tief im Herzen bewegen.

Der Autor bleibt sich in seinem Erzählstil treu und so besteht auch dieses Buch aus Einzelgeschichten, die sich in und um das Café abspielen. Ich muss sagen, dass ich dieses mal nicht die selbe Verbindung aufbauen konnte, wie bei der Buchhandlung. Denn obwohl es ein paar Kaffeeweisheiten/ Cafébezüge gab, rückte das ganze derart in den Hintergrund, dass es für die Handlung kaum eine Rolle spielte.

Ich fand auch den Ton der Geschichten eher melancholisch, es sind Geschichten von Schmerz und Reue, Wut und Bitterkeit. Es entsteht zwar immer auch etwas positives aus diesen Begegnungen, aber trotzdem drückten die Geschichten mir ziemlich aufs Gemüt. Vielleicht hat mich das Buch in der falschen Stimmung erwischt aber Stand jetzt würde ich auch keinen zweiten Leseanlauf starten, da mich dir Handlung auch sich einfach nicht erreicht hat.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Die Figuren waren gar nicht meins

I Know Where You Buried Your Husband
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Ich weiß nicht, was ich mir erwartet hatte, aber auf jeden Fall nicht diese Art von Geschichte. Beim Titel hab ich eher an bitterbösen, witzigen Cosy Crime gedacht. Vielleicht auch eine Art Aufstand verschmähter ...

Ich weiß nicht, was ich mir erwartet hatte, aber auf jeden Fall nicht diese Art von Geschichte. Beim Titel hab ich eher an bitterbösen, witzigen Cosy Crime gedacht. Vielleicht auch eine Art Aufstand verschmähter Ehefrauen oder so, Aber dieses Buch absolut nichts davon. Ich hab das Buch auch hauptsächlich deswegen zu Ende gelesen, weil ich bis zum Schluss auf ein paar befriedigende Antworten gehofft habe. Aber für mich wirkte das ganze eher unbefriedigend.

Ich fand die Idee hinter der Geschichte eigentlich ziemlich cool: eine Frauenfreundschaft die so stark ist, dass man gemeinsam eine Leiche verschwinden lassen würde. Und bis zu diesem Moment, wo das tatsächlich geschieht, war es eigentlich auch ziemlich interessant, aber dann geh alles vor die Hunde und die Geschichte wurde in meinen Augen echt anstrengend zu verfolgen.

Das Buch liest sich wie eine Aneinanderreihung toxischer Beziehungen und angespannter sozialer und familiärer Verhältnisse- wie ein Leitfaden, was man in Sachen Beziehung/Ehe/Kinder auf keinen Fall tun sollte. Alle Figuren sind super unsympathisch, teilweise richtig gehässig und die Verhaltensmuster teilweise null nachvollziehbar. Obwohl die Frauen jede auf ihre Art erfolgreich und gefestigt sind, werden sie doch immer wieder untergraben, als schwach hingestellt und zur sozialen Zielscheibe gemacht. Dieses Bashing ist irgendwie nicht so mein Ding und hat mich teilweise richtig wütend gemacht,

Man bekommt nur Ausschnitte/Schlaglichter aus dem Leben der 5 zentralen Figuren. Nichts davon reicht, um sich ein volles Bild zu machen und so bleiben sie alle eher unnahbar. Einige der Situationen habe ich als übermäßig gestellt empfunden. Das wirkte einfach nicht authentisch auf mich. Und was mich total irritiert hat ist, wer innerhalb dieser Geschichte und auch zum Ende hin als wahrer „Villain“ präsentiert wird. Das war teilweise zu gewollt, so als würde man eine eigenständige, zweite Geschichte innerhalb der Haupthandlung platzieren.

Ich fand's ok, aber so richtig überzeugt hat es mich nicht.

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