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Veröffentlicht am 07.05.2019

Mäßig spannend und teilweise unlogisch

Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. (Golden Cage 1)
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Klappentext:
Faye und Jack sind das absolute Traumpaar. Sie haben das erfolgreichste Unternehmen Stockholms aufgebaut, wohnen in einem luxuriösen Apartment und sind umgeben von den Reichen und Schönen. ...

Klappentext:
Faye und Jack sind das absolute Traumpaar. Sie haben das erfolgreichste Unternehmen Stockholms aufgebaut, wohnen in einem luxuriösen Apartment und sind umgeben von den Reichen und Schönen. Die gemeinsame Tochter Julienne ist die Krönung ihres Glücks.
Doch der Schein trügt. Fayes Leben dreht sich nur noch um den verzweifelten Versuch, Jack zu gefallen. Seine Verachtung ist in jeder seiner Gesten spürbar. Was verbirgt ihr einst liebevoller Mann vor ihr? Als Jack und Julienne von einem Bootstrip nicht zurückkehren und die Polizei eine Blutlache im Apartment entdeckt, fällt der Verdacht schnell auf Jack. Hat er seine eigene Tochter ermordet? Nichts in Fayes Leben ist mehr so, wie sie es kannte ...

Meine Meinung:
In Fayes Leben dreht sich alles darum Jack zu gefallen. Obwohl sie sehr schlau ist (sie hat das Unternehmen mit aufgebaut), benimmt sie sich ihm gegenüber wie ein unterwürfiges und dummes Weibchen. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass sie das aus Berechnung tut, sondern wirklich so einfältig ist. Ich konnte mich kein bisschen mit ihr identifizieren. Ehrlich gesagt, stieg eine gewisse Verachtung in mir Faye gegenüber auf.

Dann werden Rückblenden aus ihrem früheren Leben erzählt, wie sie Jack kennen lernte und sich deshalb von Victor trennte. Was man dort von ihr erfuhr, deckt sich überhaupt nicht mit der Verhaltensweise, die sie in der Gegenwart an den Tag legt und ich habe mich wirklich gefragt, was das alles soll.

Ab der Mitte des „Thrillers“ wird es einigermaßen spannend, entwickelt sich aber in eine ganz andere Richtung, wie ich geahnt hätte. Daraus leitete ich dann eine andere Vermutung ab, die sich am Ende dann tatsächlich bestätigte.
Übrigens passt der Klappentext überhaupt nicht zu der wirklichen Handlung!

Ich kenne und liebe die Krimireihe um Erika Falck und Patrik Hedström.(habe bisher drei Krimis aus der Reihe gelesen) und werde auch sicher aus dieser Reihe weitere Bücher der Autorin lesen. Aber ob ich einen weiteren Thriller von ihr lesen würde, glaube ich fast nicht.

Fazit: Kein wirklicher Thriller mit einer unlogischen und nervigen Protagonistin.

Veröffentlicht am 28.01.2018

Die menschenverachtenden Methoden der Schleuser

In eisiger Nacht
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In eisiger Nacht ist der vierte Band mit Detective Max Wolfe.
In diesem Band geht es um illegale Einwanderer und die unmenschlichen Handlungsweisen der Schleuser.
Mitten in Chinatown/London wird ein Laster ...

In eisiger Nacht ist der vierte Band mit Detective Max Wolfe.
In diesem Band geht es um illegale Einwanderer und die unmenschlichen Handlungsweisen der Schleuser.
Mitten in Chinatown/London wird ein Laster mit 11 erfrorenen Frauen gefunden, die zwölfte ist noch am Leben und von der dreizehnten fehlt jede Spur.

Der Prolog hat mich total mitgenommen. Es war entsetzlich zu lesen wie die Frauen langsam aber sicher qualvoll in dem Laster erfroren sind, lediglich Hana ist noch am Leben, als die Polizei den Laster entdeckt.

Detective Max Wolfe und seine schwangere Kollegin Edie nehmen die Ermittlungen unter der Leitung von DCI Whitestone auf, die sie in sogenannte Clubs, Bordelle und in Flüchtlingslager führen.

Das Privatleben von Max Wolfe kommt in diesem Band für meinen Geschmack etwas zu kurz, seine kleine Tochter Scout und ihr Hund Stan werden nur am Rande erwähnt. Dabei sind gerade diese Abschnitte meist sehr amüsant und lockern das ernste Thema etwas auf.

Da bis auf den spannenden emotionalen Prolog die ganze Handlung aus der Sicht von Max Wolfe geschrieben ist, bleiben alle anderen Protagonisten leider recht blass und man kann als Leser keinen rechten Bezug zu Ihnen aufbauen, sodass man auch nicht mit ihnen mitleiden oder sie wirklich verstehen kann. Das nimmt der Handlung sehr viel an Substanz weg, das finde ich sehr schade.

Was mich auch schon an den Vorgängerromanen gestört hat, wiederholt Tony Parsons leider mit sturer Regelmäßigkeit wieder: Die Polizisten gehen nicht logisch und umsichtig vor, sondern bringen sich immer wieder in gefährliche Situationen, die man als Leser nicht nachvollziehen kann. Das frustriert mich schon ein bisschen.
Die Auflösung hat mich dennoch überrascht und war relativ logisch.

Fazit: Die immer gleichen Fehler in den kopflosen Ermittlungen, der an sich spannenden und aktuellen Themen, verderben mir die Lust am Lesen dieser Krimiserie.

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Veröffentlicht am 13.12.2017

Nicht ganz so gut wie die Vorgänger

Taste of Love - Mit Sehnsucht verfeinert
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Hailey kehrt nach Boston zurück - die Stadt und auch ihren Verlobten Scott hatte sie vor 3 Jahren ziemlich abrupt verlassen. Doch nun hat sie ein verlockendes Angebot erhalten, in Boston als Souchefin ...

Hailey kehrt nach Boston zurück - die Stadt und auch ihren Verlobten Scott hatte sie vor 3 Jahren ziemlich abrupt verlassen. Doch nun hat sie ein verlockendes Angebot erhalten, in Boston als Souchefin arbeiten zu können. Prompt trifft sie bei der Neueröffnung des Restaurants auf ihren Ex-Verlobten Scott, den sie niemals wieder sehen wollte. Doch prompt erwachen erneut Gefühle für ihren herzlosen Ex, die sie mühsam zu unterdrücken versucht.

Meine Meinung:
Ich hatte mich sehr auf Band 4 der Reihe Taste of Love gefreut. Ich habe bereits Teil 1 und Teil 3 gelesen, die mir beide gut gefallen hatten, Teil 3 (Zart verführt) sogar sehr gut.

Leider reicht Band 4 nicht ganz an die anderen Romane heran. Im ersten Drittel des Buches war ich von Hailey ziemlich genervt, die in einer Tour Scott für alles Negative in ihrem Leben verantwortlich machte und immerzu trotzig war und ausgerastet ist. Scott dagegen war die Liebenswürdigkeit in Person und ich habe mich natürlich gefragt, was Scott so schlimmes getan haben kann, dass er das verdient hat.

Der zweite Teil war dann etwas entspannter, die beiden haben sich allmählich angenähert. Am Schönsten fand ich, dass immer mal wieder in dem Buch die alten Bekannten aus den vorherigen Teilen auftauchten (Andrew & Brooke, Nick & Claire, Adam & Liz), da fühlte ich mich richtig heimisch.

Im dritten Teil erfuhr man dann allmählich, warum Hailey und Scott sich entzweit hatten. Leider war das ein wenig unplausibel, da immer hervorgehoben wurde, dass sie ein Herz und eine Seele in den vorherigen 7 Jahren waren und sich blind verstanden und dann soll das, was damals passiert war, daran schuld sein? Das war mir doch ein wenig zu unwahrscheinlich..
Auf jeden Fall will ich aber den mir noch fehlenden zweiten Teil der Reihe lesen.

Fazit: Mit dem Charme, den die anderen Bücher der Reihe Taste of Love haben, kann der vierte Teil "Mit Sehnsucht verfeinert" leider nicht ganz mithalten.

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Veröffentlicht am 31.10.2017

Stark angefangen, aber leider auch stark nachgelassen

Im Traum kannst du nicht lügen
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Die 18jährige Maja steht vor Gericht. Sie soll auf ihre beste Freundin und ihren Freund geschossen haben. Doch hat sie das wirklich getan und wenn ja, warum?

Das Buch beginnt da, wo andere Bücher enden. ...

Die 18jährige Maja steht vor Gericht. Sie soll auf ihre beste Freundin und ihren Freund geschossen haben. Doch hat sie das wirklich getan und wenn ja, warum?

Das Buch beginnt da, wo andere Bücher enden.
Die Geschichte wird aus Majas Sicht geschildert. Ich fand den Anfang sehr interessant, in welchen Maja mit Zynismus über ihren Lehrer Christer, ihre Mutter, ihre beste Freundin Amanda und ihren Freund Sebastian erzählt. Die Darstellung ihres Anwalts und dessen Gefolge, denen sie wenig schmeichelhafte Spitznamen gibt (z.B. Pfannkuchen), fand ich sehr unterhaltend, ebenso wie die Schilderung ihres Gefängnisaufenthaltes.

In der zweiten Hälfte erzählt Maja aus der Vergangenheit, wie sie Sebastian kennenlernte und wie sich die Situation immer mehr zuspitzte. Da hier aber immer nur Majas Sicht zum Tragen kommt, blieben die anderen Personen für mich unnahbar. Manche Handlungen der Personen konnte ich daher nicht richtig nachvollziehen und auch Sebastian blieb mir fremd, trotz der relativ ausführlichen Beschreibung seiner Situation. Seltsam fand ich auch, dass Maja am Anfang ihre Mutter sehr negativ darstellte, obwohl sie im Verlauf der Geschichte dann doch relativ wie eine normale fürsorgliche Mutter rüberkam.
Außerdem zog sich im Mittelteil die Geschichte ziemlich.

Im letzten Drittel erfährt man dann wie es zu der Tat kommen konnte und es gab auch noch eine Überraschung, aber auch hier war für mich nicht alles nachvollziehbar.
Die Autorin selbst hat Jura studiert und arbeitet seit einigen Jahren bei der Europäischen Kommission in Brüssel. Sie kennt sich also aus mit dem Stoff. Trotzdem ließ mich das Urteil etwas ratlos zurück. Am Ende hätte ich mir gewünscht, noch etwas mehr über Majas Zukunft zu erfahren.

Fazit: Trotz der außergewöhnlichen Erzählweise schaffte es das Buch nicht, mich bis zum Ende in seinen Bann zu ziehen.

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  • Figuren
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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 12.06.2017

Das Spiel mit der Realität

Der Brief
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Die Journalistin Marie lebt glücklich mit ihrer Partnerin Johanna in Hamburg, als sie eines Tages ein merkwürdiger Brief ihrer früheren Schulfreundin Christine erreicht. Seltsam ist, dass der Brief an ...

Die Journalistin Marie lebt glücklich mit ihrer Partnerin Johanna in Hamburg, als sie eines Tages ein merkwürdiger Brief ihrer früheren Schulfreundin Christine erreicht. Seltsam ist, dass der Brief an eine Adresse in Paris adressiert ist und dennoch den Weg zu Marie in Hamburg gefunden hat. Noch merkwürdiger ist, dass Marie in dem Brief mit Vincent verheiratet ist und angeblich schwer krank gewesen ist.
Als weitere mysteriöse Briefe auftauchen, sieht sich Marie genötigt, der Sache auf den Grund zu gehen und reist nach Paris.
Das Cover ist ein echter Hingucker, es zeigt links Hamburg und auf der rechten Seite Paris und zwei Frauen, die sich entgegen laufen. Das passt hervorragend zum Inhalt des Buches.

Der Roman hat mich am Anfang wirklich sehr begeistert, die Geschichte ist neuartig und mysteriös und wird aus der Sicht von Marie geschildert.
Doch bereits im Mittelteil war ich nicht mehr ganz so zufrieden mit dem Verlauf des Plots, die Figuren sind mir zu oberflächlich, und es wirkt wie eine Aneinanderreihung der Ereignisse ohne tiefere Details. Mir fehlte vor allem das Gefühl bzw. die Zerrissenheit von Marie, die sowohl Johanna als auch Vincent liebt. War sie bei dem einen, war ihr der andere egal. Vor allem Vincent kam dabei viel zu kurz.
Die Schilderungen über die Sehenswürdigkeiten und die Viertel der Stadt Paris haben mir wiederum sehr gut gefallen, da es mich an meinen schönen Urlaub in der Metropole erinnert hat.
Mit dem offenen Ende kann ich leben, auch wenn ich kein Fan davon bin. Ich hätte mir schon ein paar Erklärungen dazu gewünscht. Wer keine offenen Enden mag, sollte die Finger von dem Buch lassen.

Fazit: Interessantes Thema, aus dem man mehr hätte machen können.