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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.01.2026

Ein vielschichtiger Thriller

Belladonnas
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Belladonnas beginnt mit einem faszinierenden Blick auf die grelle Welt der Influencer und eine junge Frau, die immer tiefer in diese Scheinrealität hineingleitet. Julie nimmt das Leben ihrer verstorbenen ...

Belladonnas beginnt mit einem faszinierenden Blick auf die grelle Welt der Influencer und eine junge Frau, die immer tiefer in diese Scheinrealität hineingleitet. Julie nimmt das Leben ihrer verstorbenen Zwillingsschwester Chloe an – ein Schritt, der zunächst wie ein Versuch wirkt, wieder Kontrolle über ihr eigenes Leben zu gewinnen. Doch je weiter sie in Chloes Rolle hineinrutscht, desto mehr verschwimmt, wer sie eigentlich ist.

Der Einstieg hat mir richtig gut gefallen: atmosphärisch, leicht unheimlich und mit einem subtilen Sog, der zeigt, wie verführerisch Social Media sein kann. Nach und nach beobachtet man, wie Julie sich verändert, wie sie sich immer stärker an Online-Bestätigung klammert und ihre eigene Identität zugunsten einer perfekten Fassade aufgibt. Das Buch hält uns gnadenlos vor Augen, wie manipulierbar Menschen sind und wie schnell Abhängigkeit entstehen kann.

Im weiteren Verlauf nimmt die Geschichte jedoch eine sehr skurrile, fast schon abgedrehte Wendung. Eine Art sektenhafter Kult, der Einfluss auf Julie gewinnt, Gehirnwäsche, Kontrolle – all das ist zwar interessant angelegt, wurde mir aber irgendwann zu viel. Ich hatte relativ früh eine Vermutung, in welche Richtung es gehen könnte, und genau das ist dann auch eingetreten, was für mich etwas Spannung genommen hat.

Insgesamt ein vielschichtiges, gesellschaftskritisches Buch mit starkem Beginn, das sich zum Ende hin aber in eine Richtung entwickelt hat, die mich nicht mehr überzeugt hat.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Leider nichts für mich

Station 22. Wo bist du sicher?
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Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht – vor allem, weil die Geschichte in einer Psychiatrie spielt. Dieses Setting klang für mich nach einer intensiven, spannenden Atmosphäre.
Der Einstieg ...

Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht – vor allem, weil die Geschichte in einer Psychiatrie spielt. Dieses Setting klang für mich nach einer intensiven, spannenden Atmosphäre.
Der Einstieg fiel mir jedoch schwer. Auch später wollte der Funke nicht so recht überspringen: Die Handlung blieb sehr ruhig, teilweise langatmig, und auch die Story um die vermissten Frauen konnte mich nicht wirklich fesseln.

Mit der Protagonistin Ida bin ich ebenfalls nicht richtig warm geworden. Sie blieb mir bis zum Schluss eher fremd, was das Mitfiebern erschwert hat. Auch wirkte die Handlung für mich stellenweise etwas wirr und nicht immer stimmig. Das Ende hat mich zwar überrascht, konnte die Schwächen für mich aber nicht ausgleichen.

Sehr gelungen fand ich das Cover – atmosphärisch, schön gestaltet und perfekt passend zur Geschichte. Ein echter Hingucker im Regal!

Insgesamt war der Thriller für mich leider eher zäh und nicht so spannend, wie ich es mir gewünscht hätte.
Schade – von mir gibt’s nur 2/5⭐

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Konnte mich nicht überzeugen

The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot.
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Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht: eine hochmoderne Immobilie, die fast schon mitdenken kann, und zwei Frauen, deren Geschichten sich über unterschiedliche Zeitebenen verweben. Das klang ...

Der Klappentext hat mich sofort neugierig gemacht: eine hochmoderne Immobilie, die fast schon mitdenken kann, und zwei Frauen, deren Geschichten sich über unterschiedliche Zeitebenen verweben. Das klang nach einem packenden Psychothriller ganz nach meinem Geschmack.

Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen. Es gab sehr viele Längen, in denen kaum Spannung aufkam. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass die Handlung auf der Stelle tritt, und das hat mich ehrlich gesagt beim Lesen eher frustriert. Auch der Plottwist, auf den ich gehofft hatte, war eher schwach. Ich hatte schon die ganze Zeit eine Vermutung, und da vorher einfach zu viel preisgegeben wurde, war die „große Enthüllung“ für mich keine echte Überraschung. Das Ende konnte mich zwar nochmal kurz überraschen, aber so richtig mitreißen leider nicht.

Was mir gefallen hat, war der Erzählstil. Der Wechsel zwischen den Perspektiven damals und heute hat für Abwechslung gesorgt, und sprachlich war es durchaus interessant umgesetzt. Trotzdem blieb für mich das Gefühl, dass viel Potenzial verschenkt wurde. Besonders Emma wirkte in der damaligen Erzählperspektive sehr naiv, und die über 200 Regeln, die das Haus vorschreibt, fand ich einfach unrealistisch.

Unterm Strich bleibt eine spannende Idee mit vielversprechendem Setting, die mich in der Umsetzung aber nicht überzeugen konnte.

2/5⭐️

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