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Veröffentlicht am 08.01.2026

Ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht!

Lukas & Greta (Band 1) – Das Geheimnis der alten Villa
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Lukas war immer davon ausgegangen, dass er ein ganz normaler Junge sei. Er ist normal groß und hat eine normale Familie, er streitet sich ganz normal mit seiner kleinen Schwester, wohnt in einer normalen ...

Lukas war immer davon ausgegangen, dass er ein ganz normaler Junge sei. Er ist normal groß und hat eine normale Familie, er streitet sich ganz normal mit seiner kleinen Schwester, wohnt in einer normalen Wohnung und geht mit anderen normalen Kindern auf eine normale Schule. An ihm ist wirklich nichts ungewöhnlich – bis auf seine beiden Eckzähne, die wie bei seiner Mutter seltsam spitz aus den anderen Zähnen herausragen. Auch eine Zahnspange konnte daran nichts ändern. Sein Leben wird völlig auf den Kopf gestellt, als seine Eltern eines Tages einen Brief erhalten, in dem steht, dass sie die alte Villa seines Ururgroßvaters geerbt haben. Es sind sich schnell alle einig, dass sie das Erbe annehmen werden. So zieht Lukas mit seiner Familie in das riesige Anwesen am Stadtrand, kommt auf eine neue Schule und muss sich neue Freunde suchen. Schon nach kurzer Zeit freundet er sich mit seiner Mitschülerin Greta an, die ebenfalls nicht normal ist: Greta ist eine Nachfahrin von Rotkäppchen! Gibt es Märchen also wirklich? Doch dies ist nicht die einzige Frage, die Lukas sehr beschäftigt. Irgendetwas Rätselhaftes geht in seinem neuen Zuhause vor sich. Gemeinsam mit Greta geht er der Sache auf den Grund und entdeckt dabei etwas ganz Unglaubliches: Sein Ururgroßvater ist ein echter, lebendiger Vampir!

Die spanische Künstlerin Rocio Bonilla zählt zu meinen absoluten Lieblingsillustratorinnen, ich liebe einfach ihren unverwechselbaren, zuckersüßen Stil. Auf ihr erstes Kinderbuch für Erstlesende habe ich mich dementsprechend sehr gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Schon das Cover begeistert auf den ersten Blick und dahinter geht es ganz genauso weiter.

Rocio Bonilla hat hier einen wunderbaren Reihenauftakt geschaffen, der definitiv Lust auf mehr macht. Mit viel Witz und Charme erzählt sie die Geschichte aus der Sicht von Lukas – ein überaus sympathischer Junge, der eigentlich ganz normal ist. Wären da nicht seine spitzen Eckzähne. Als Leser
in ahnt man natürlich sehr schnell, was hinter Lukas’ ungewöhnlichen Beißerchen stecken könnte, sodass die Enthüllung nicht groß überraschend kommt. Dies tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch, im Gegenteil. Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen, langweilig wird es zu keiner Zeit. Die Handlung ist durchweg unterhaltsam und punktet neben ein bisschen Vampirgrusel und Märchen-Vibes auch mit liebevoll gezeichneten Charakteren sowie wichtigen Botschaften. So wird Kindern unter anderem gezeigt, wie wertvoll gute Freunde sind und dass es völlig okay ist, anders zu sein.

Zum ersten Selberlesen für Kinder ab 7 Jahren ist dieses Buch sehr gut geeignet. Die Kapitel sind schön kurz, die Schrift sehr groß und jede Doppelseite ist mit mindestens einer Zeichnung gespickt. Die Illustrationen von Rocio Bonilla sind wie gewohnt ein ganz besonderer Genuss. Mal farbenfroh, mal skizzenhaft in schwarz-weiß sorgen sie für eine schaurig-schöne Wohlfühlatmosphäre und zaubern einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Vor allem die Mimik der Figuren ist wie gewohnt ganz hinreißend anzusehen.

Fazit: „Lukas & Greta – Das Geheimnis der alten Villa“ ist eine spannende und lustige Grusel-Fantasygeschichte über Freundschaft, Familie und das Anderssein. Ein vielversprechender Auftakt einer neuen Reihe zum Selberlesen ab 7 Jahren. Ich bin begeistert von Rocio Bonillas neuem Werk, vor allem ihre Illustrationen finde ich mal wieder großartig. Auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Ein außergewöhnliches Leseerlebnis!

Lasse Langbein
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Als mir Lasse Langbein zum ersten Mal begegnete, stand für mich sehr schnell fest, dass ich ihn kennenlernen möchte. Schon allein das Cover hat mich direkt in den Bann gezogen, sieht es nicht toll aus? ...

Als mir Lasse Langbein zum ersten Mal begegnete, stand für mich sehr schnell fest, dass ich ihn kennenlernen möchte. Schon allein das Cover hat mich direkt in den Bann gezogen, sieht es nicht toll aus? Es war mein erstes Werk von Matthias Picard und sicherlich nicht mein letztes. Seine vorherigen beiden 3D-Abenteuer mit dem Taucher Jim Curious stehen mittlerweile auf meiner Wunschliste und werden ganz bestimmt demnächst noch bei mir einziehen.

Matthias Picard hat hier etwas ganz Besonderes geschaffen, eine einzigartige Mischung aus Bilderbuch und Comic mit 3D-Effekten. Gekonnt spielt der französische Künstler mit verschiedenen Perspektiven und Panelgrößen, kombiniert Fotografien mit gezeichneten Elementen und erzählt die Geschichte (fast) komplett ohne Worte und ausschließlich in schwarz-weiß. Dieses Buch lebt von seinen Bildern, die in wundersame Landschaften entführen und uns auf eine abenteuerliche Reise mitnehmen. Auf den ersten Blick mögen die Seiten etwas unspektakulär wirken – doch wenn man eine der beiden 3D-Brillen aufsetzt, die sich hinten im Buch befinden, erhalten die grauen, verschwommenen Bilder plötzlich Tiefe. Wie durch Zauberei hat man auf einmal imposante dreidimensionale Welten vor sich. Leider kann ich euch diesen Wow-Effekt hier nicht zeigen, aber ihr könnt mir glauben, es lohnt sich, nach diesem Buch zu greifen!

Es macht einfach total viel Spaß den schlaksigen Lasse Langbein auf seinem spannenden Abenteuer zu begleiten. Dieses dünne schwarze Strichmännchen macht seinem Namen alle Ehre und zeigt uns allein durch Körperhaltung, Blick und Ohren, was es gerade fühlt. Beginnen tut seine Expedition auf einer kleinen Insel, wo er einem geheimnisvollen schwarzen Faden in die Tiefen eines Höhlenlabyrinth folgt. Gemeinsam mit ihm durchwandert man dunkle Gänge und riesige Plizwälder, vorbei an Stalagmiten und Stalaktiten und Schwärmen von Fledermäusen. Man segelt mit einem Blütenschirmchen durch ein schweres Unwetter, entkommt nur haarscharf einem Blitzeinschlag, taucht in einen unterirdischen See hinab und trifft schließlich auf ein weißes Kaninchen, ein bisschen wie bei Alice im Wunderland. Witzigerweise gibt es auf der aufklappbaren Doppelseite am Ende sogar ein Buch von Lewis Carroll zu entdecken.

Man ertappt sich beim Betrachten der Bilder immer wieder dabei, wie man über die Seiten streicht und versucht, etwas zu erfüllen. Kindern ab 6 Jahren wird es sicherlich besonders viel Freude machen, die vielen verschiedenen Welten zu erkunden, aber auch als Erwachsener hat man seinen hellen Spaß daran und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Fazit: „Lasse Langbein“ ist eine fesselnde und faszinierende Reise durch eindrucksvolle 3D-Bilderwelten. Ein außergewöhnliches Leseerlebnis für Jung und Alt! Ich bin begeistert von diesem coolen, textlosen Bilderbuch-3D-Comic-Mix, ich kann es nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 01.01.2026

Ein wunderbarer Reihenauftakt!

Nelly Emberwing (1). Die verbotenen Wesen von Rustgate
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Im viktorianischen England gibt es eine Stadt namens Rustgate, durch die sich ein langer Riss zieh. Vor vielen Jahren brachen daraus magische Tierwesen hervor, doch mittlerweile ist der Riss zugeschüttet ...

Im viktorianischen England gibt es eine Stadt namens Rustgate, durch die sich ein langer Riss zieh. Vor vielen Jahren brachen daraus magische Tierwesen hervor, doch mittlerweile ist der Riss zugeschüttet und wird streng bewacht. Die seltsamen Kreaturen aber sind geblieben und werden erbittert von den Menschen gejagt. Die 14-jährige Nelly lebt in dieser Stadt. Aufgewachsen ist sie in einem Waisenhaus und nachdem sie jahrelang niemand adoptieren wollte, wird sie schließlich von einer reichen Adelsfamilie als Dienstmädchen eingestellt. Die Arbeit ist hart, doch Nelly ist trotz allem froh darüber, dass sie dem Heim endlich entkommen ist. Ihr Leben ändert sich schlagartig, als sie unerwartet als Zofe einspringen muss und ihre Herrin in den Sternenzirkus begleiten soll. Nelly ist ganz fasziniert von diesem Ort, allerdings wird sie dieser Besuch ihre Stellung kosten. Sie flüchtet in den Sternenzirkus, wo sie neue Arbeit findet und sich schnell richtig heimisch fühlt. Als eines Tages ein kleines drachenähnliches Wesen aus einem Ei schlüpft, ist es sofort um Nelly geschehen. Das kleine Kerlchen namens Camou schleicht sich sofort in ihr Herz. Ihre Freude könnte daher größer kaum sein, als sie damit betraut wird, Camou zu trainieren. Doch mit der Zeit erkennt Nelly, was wirklich hinter dem Zirkus steckt. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden gelingt ihr die Flucht, mit dem Ziel, den kleinen Camou dorthin zu bringen, wo er wirklich hingehört und endlich richtig frei sein kann.

Ich liebe die Bücher von Kira Gembri, mich hat noch kein Werk aus ihrer Feder enttäuschen können. Meine Erwartungen an ihre Fantasy-Reihe waren entsprechend hoch und was soll ich sagen, sie wurden komplett erfüllt! Schon das Cover, das uns der Tobias Goldschalt gezaubert hat, begeistert auf ersten Blick und dahinter geht es ganz genauso weiter.

Kira Gembri hat hier zauberhafte Welt erschaffen, eine faszinierende Mischung aus Fantasy und Viktorianisches Zeitalter mit Steampunk-Einschlag. Von Beginn an ist man ganz gebannt von der Kulisse und hat die Stadt Rustgate richtig vor Augen. Man riecht den Qualm der Fabrikschlote regelrecht, hört das Geklapper der Fuhrwerke und hat den besonderen Zirkusduft in der Nase. Die Stimmung ist durchweg absolut magisch und verströmt einen märchenhaft-düsteren Charme. Bereits auf den ersten Seiten wird deutlich, dass unsere 14-jährige Hauptfigur und Ich-Erzählerin Nelly kein leichtes Leben führt und schon einiges durchmachen musste. Ernste Themen wie soziale Ungleichheit, Ausgrenzung, Ausbeutung und Tierquälerei haben hier ihren Platz gefunden, gekonnt verpackt in einem fantastischen Abenteuer, das auch voller Freundschaft, Mut und Zusammenhalt steckt. Es macht einfach total viel Spaß, in diese Geschichte einzutauchen und unsere junge Heldin auf ihrem Weg zu begleiten. Nelly ist eine tolle Protagonistin – mutig, tapfer und empathisch. Man muss sie einfach gernhaben, fühlt und fiebert mit ihr mit und mag/kann mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Die Handlung ist durchweg spannend, stellenweise auch ziemlich witzig und überzeugt mit lauter liebevoll gezeichneten Charakteren, die man so schnell nicht vergisst. Vor allem das kleine knuffige Drachenwesen Camou ist ein Highlight, einfach zum Verlieben!

Die wunderschönen stimmungsvollen schwarz-weiß Zeichnungen von Tobias Goldschalt sind das Sahnehäubchen obendrauf und runden das Leseerlebnis perfekt ab. Am Ende würde man am liebsten sofort weiterlesen, allerdings heißt es da leider noch ein Weilchen warten. Denn der zweite Band wird voraussichtlich erst im Herbst 2026 erscheinen.

Fazit: Einen wunderbaren Reihenauftakt hat die Kira Gembri hier zur Papier zur Papier gebracht. „Nelly Emberwing. Die verbotenen Wesen von Rustgate“ ist eine fesselnde und unterhaltsame Geschichte ab 10 Jahren über eine starke Heldin und die Kraft der Freundschaft. Ein fantastisches Abenteuer voller Magie und Herz. Wenn ihr historische Fantasy mit leichtem Steampunk-Flair mögt, solltet ihr an diesem Buch nicht vorbeigehen. Ich jedenfalls bin begeistert und kann den zweiten Teil kaum erwarten. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 30.12.2025

So zauberhaft!

Kleine Hexe Nebel 3: Die Quelle der Geheimnisse
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Nebel ist immer noch auf der Suche nach der einstigen Dorfhexe Naia, von der sie sich Antworten über das Rätsel ihrer Herkunft erhofft. Doch Naia ist wie vom Erdboden verschluckt und hat kaum Spuren hinterlassen. ...

Nebel ist immer noch auf der Suche nach der einstigen Dorfhexe Naia, von der sie sich Antworten über das Rätsel ihrer Herkunft erhofft. Doch Naia ist wie vom Erdboden verschluckt und hat kaum Spuren hinterlassen. Aufgeben kommt für Nebel aber auf keinen Fall infrage. Als sie schließlich den entscheidenden Hinweis findet, macht sie sich sofort auf den Weg in den verbotenen Wald, begleitet von ihrem besten Freund Hugo und ihrem kleinen cleveren Schweinchen Hubert. Eine abenteuerliche und gefährliche Reise beginnt. Die Drei treffen auf hinterhältige Feen, bekommen es mit eisigen Temperaturen zu tun und müssen sich am Ende einer uralten Macht stellen. Ob sie Naia wohl finden und das Geheimnis um die kleine Hexe Nebel lüften werden?

Hierbei handelt es sich um den dritten Teil von „Kleine Hexe Nebel“, der direkt an die vorangegangenen Ereignisse anknüpft. Es empfiehlt sich daher, die zwei Vorgänger zu kennen.
Nachdem mir die ersten beiden Bände so viel Freude bereitet haben, konnte ich das nächste Abenteuer kaum erwarten und hach, was soll ich sagen, ich bin mal wieder ganz hin und weg! Schon das Cover ist wieder zum Verlieben und genauso ist auch die Geschichte dahinter.

Jérôme Pélissier und Carine Hinder haben hier einen weiteren entzückenden Hexencomic geschaffen, der Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Mit viel Liebe zum Detail entführt uns das Duo zurück in die magische Welt der kleinen Hexe Nebel. Bereits die ersten Seiten ziehen einen in den Bann und zaubern garantiert jedem ein Lächeln ins Gesicht. Nebel ist und bleibt eine bezaubernde Protagonistin, die man mit ihrer wunderbar kecken und dickköpfigen Art und ihrem unerschütterlichen Selbstbewusstsein einfach gernhaben muss. Mutig und entschlossen geht sie ihren Weg und zeigt uns, dass es sich lohnt, an sich selbst und seine Träume zu glauben und es nichts Wertvolleres im Leben gibt, als gute Freund*innen, auf die man sich immer verlassen kann. Es ist einfach wieder ein großer Spaß, diese kleine Möchtegernhexe und ihre zwei besten Freunde Hugo und Hubert auf ihrer Mission zu begleiten. Dass ihr treues kluges Schweinchen ihr dabei erneut ziemlich oft heimlich aus der Patsche hilft, merken sie und Hugo mal wieder gar nicht, was einen ständig zum Schmunzeln bringt. Langweilig wird auch diesmal zu keiner Zeit. Die Handlung sprüht nur so vor Situationskomik, Humor und Charme und hält einige Überraschungen bereit. Vor allem die Auflösung kommt ziemlich unerwartet daher, ich zumindest habe sie nicht vorhersehen können. Mehr dazu wird an dieser Stelle aber natürlich nicht verraten – was Nebels großes Geheimnis ist, müsst ihr schon selbst herausfinden.

Auch optisch ist dieser Band ein echtes Highlight. Die bunten und atmosphärischen Illustrationen des französischen Künstlerpaars sind einfach wieder herrlich anzusehen und so ausdrucksstark gezeichnet, dass Worte oft gar nicht vonnöten sind. Insgesamt ist der Text recht gering gehalten, sodass diese Reihe ideal zum Selberlesen für Kinder ab 8 Jahren geeignet ist.

Hinten im Buch gibt es dann noch ein paar interessante Einblicke in die Entstehungsgeschichte von Nebel, die einem diese Reihe nur noch sympathischer machen. Wie gut, dass mit diesem Band noch nicht Schluss ist. Eigentlich war ich ja davon ausgegangen, dass es sich bei dieser Reihe um eine Trilogie handelt, allerdings habe ich vorhin zu meiner großen Begeisterung entdeckt, dass es im Französischen bereits einen vierten Teil gibt. Hoffentlich wird auch dieser noch ins Deutsche übersetzt!

Fazit: Einen wundervollen dritten Band haben uns Jérôme Pélissier und Carine Hinder hier gezaubert. Auch „Kleine Hexe Nebel – Quelle der Geheimnisse“ ist ein zuckersüßer Wohlfühlcomic ab 8 Jahren mit lustigen Dialogen und liebenswerten Charakteren, die das Leserherz im Sturm eroberen. Spannend, überraschend, so schön illustriert und voller Fantasie und Herz. Ich habe auch diesen Band mit dem größten Vergnügen gelesen, ich liebe diese Reihe einfach. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Unterhaltsam, charmant und so schön illustriert!

Greenwood. Band 3
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Die Freunde des Samstagsclubs sind immer noch dabei, das große Geheimnis des vergifteten Kuchens zu lösen. Eigentlich möchte Honey, der Fuchs, lieber für die Schule lernen, aber der Rabe Fog und Basel, ...

Die Freunde des Samstagsclubs sind immer noch dabei, das große Geheimnis des vergifteten Kuchens zu lösen. Eigentlich möchte Honey, der Fuchs, lieber für die Schule lernen, aber der Rabe Fog und Basel, die Grille, können ihn schließlich dazu überreden, ihn in den Wald zu begleiten. Das Ziel: Die Brei-Apfelbäume, die mitten im Sumpf liegen. Denn dies ist der einzige Ort, wo man in Greenwood Kaugummi finden kann. Ihre Mission ist aber streng geheim! Die anderen Clubmitglieder dürfen davon nichts wissen, denn wenn zu viele mitmachen, gefährdet das die Ermittlungen. Dieser Meinung ist zumindest Fog. Dank ihrer Entdeckung können sie einige Verdächtige von ihrer Liste streichen, aber die Sache leibt weiter ziemlich verzwickt. Die Drei kommen ohne die Hilfe ihrer Freunde nicht weiter. Ob sie den Fall wohl gemeinsam lösen werden?

Hierbei handelt es sich um den dritten Teil der Greenwood-Serie, der nahtlos an die vorangegangenen Ereignisse anknüpft. Zum besseren Verständnis empfiehlt es sich daher, mit dem ersten Band zu starten.
Nachdem mir die zwei vorherigen Bände so gut gefallen haben, war ich voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer. Schon das Cover ist wieder der reinste Blickfang und passt perfekt zu seinen Vorgängern, obwohl auch dieses Mal ein anderer Zeichner am Werk war. Denn das ist das Besondere an dieser Reihe: In jedem Band erweckt ein anderer Künstler oder eine andere Künstlerin das Greenwood-Universum zum Leben und bringt seine oder ihre eigene Note ein. Nur die Enzyklopädie-Seiten, mit denen jeder Band gespickt ist, stammen von ein und demselben Illustrator: Giovanni Rigano, dem dieses Mal auch die Gestaltung der Geschichte anvertraut wurde. Und wie nicht anders zu erwarten war, überzeugt er auf ganzer Linie.

Optisch ist auch dieser Band ein echtes Highlight! Giovanni Riganos Illustrationen ähneln auf den ersten Blick sehr denen seiner beiden Vorgänger, besitzen gleichzeitig aber auch ihren ganz eigenen Charakter. Sein verspielter und atmosphärischer Stil ist einfach die ideale Wahl für diese Reihe. Sämtliche Panels strotzen nur so vor Detailliebe und schaffen durch die gedeckte, warme Kolorierung eine märchenhaft-magische Waldatmosphäre.

Auch inhaltlich weiß dieser Band zu begeistern. Mit seinen gut 48 Seiten mag er zwar ebenfalls recht kurz daherkommen, doch es steckt weitaus mehr darin als gedacht. Erneut entführt uns das französische Autorinnen-Duo Barbara Canepa und Anaïs Halard nach Greenwood - eine anthropomorphe Tierwelt, die vor allem für Fans von „Winnie Puuh“ oder „Der Wind in den Weiden“ ein wahrer Leckerbissen ist. Im Mittelpunkt stehen wieder die sechs Tierkinder des Samstagsclubs, die man bereits im ersten Band ins Herz geschlossen hat. Die weiteren Figuren werden jedoch nicht minder liebevoll beschrieben und sorgen mit ihren verschiedenen Eigenheiten für ein herrliches Lesevergnügen. Auch als erwachsener Leserin erfreut man sich an dem Humor, der niemals platt daherkommt, sondern unterhaltsam, charmant und mit viel Herz. Es macht einfach wieder Spaß, die Mitglieder des Samstagsclubs zu begleiten und mit ihnen mitzufiebern. Gemeinsam setzen sie weiter alles daran, das Rätsel um den vergifteten Kuchen zu lösen und zeigen uns dabei einmal mehr, dass Zusammenhalt stark macht und es nichts Wertvolleres im Leben gibt als gute Freunde, mit denen man durch dick und dünn gehen kann.
Ganz nebenbei vermittelt die Geschichte auch noch wundersames Wissen über die Natur. So erfährt man unter anderem mehr über die Tierspuren des Waldes oder welche Kräfte der Honig besitzt.

Die Geschichte endet recht abgeschlossen, lässt am Ende aber genügend Spielraum für eine weitere Fortsetzung. Auf Französisch ist gibt es sogar schon einen vierten Band, diesmal illustriert von Kerascoët. Die deutsche Übersetzt folgt voraussichtlich im Juni 2026 und ich freue mich schon sehr darauf!

Fazit: Mit viel Witz, Charme und einer Prise Spannung geht es mit dem Samstagclub in die nächste Runde. Auch der dritte Greenwood-Band besticht durch sein wunderschönes Artwork, seine liebenswerten Charaktere und lehrreichen Botschaften und zieht nicht nur Kinder in den Bann. Ein wunderbarer Wohlfühlcomic für alle ab 8 Jahren, die gerne in fantasievolle Welten eintauchen und die Natur und Abenteuer lieben. Ich bin nach wie vor begeistert von dieser süßen Graphic-Novel-Reihe und kann es kaum erwarten, weiterzulesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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