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Veröffentlicht am 09.03.2026

Wenn starke Frauen die Vergangenheit hinter sich lassen, um der Zukunft Raum zu geben

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Spiegel Bestseller-Autorin Gabriella Engelmann legt mit „Der Duft des Strandhafers“ den zweiten Band ihrer Dilogie rund um die Bücherfrauen von Listland vor.

Das Cover hat einen tollen Wiedererkennungseffekt ...

Spiegel Bestseller-Autorin Gabriella Engelmann legt mit „Der Duft des Strandhafers“ den zweiten Band ihrer Dilogie rund um die Bücherfrauen von Listland vor.

Das Cover hat einen tollen Wiedererkennungseffekt zum ersten Band. Ebenso überzeugend ist die hochwertige Haptik des Buches. Mit der Bank im Vordergrund, die den Blick aufs Meer garantiert, und seinen zarten Pastelltönen, lädt das Titelbild zum Träumen, Nachdenken und Innehalten ein.

Journalistin Anna März kehrt auf Bitten Fenja Lorenzens nach Listland auf Sylt zurück. Fenja möchte unbedingt das Verschwinden ihrer Schwester Martje aus dem Jahr 1958 aufklären. Doch was geschah in dieser Sturmnacht wirklich? Und weiß Fenja mehr über Martjes Verschwinden, als sie zugeben möchte? Schon bald folgt Anna Spuren in der Vergangenheit, die nicht nur ein Geheimnis ans Tageslicht bringen. Und dann ist da auch noch Annas eigenes Privatleben, in dem sie sich insgeheim wünscht, dass Fenjas Sohn Eric eine Rolle spielt.

Meinem Empfinden nach sollte man den ersten Band gelesen haben um den Geschehnissen in Band 2 gut folgen zu können. Manches Handeln wird sonst nicht so gut nachvollziehbar und deutlich sein. Hilfreich fand ich – wie bereits im ersten Band – das Personenregister, das in Vergangenheit und Gegenwart aufgeteilt ist.

Auch dieser Band ist auf zwei Zeitebenen geschrieben. Zusätzlich nimmt man die unterschiedlichen Perspektiven der Hauptprotagonistinnen ein. So taucht man als Leser noch tiefer in die Gedanken- und Gefühlswelt der Figuren ein. Diese haben dramatische Schicksale zu bewältigen und man leidet mit den Charakteren mit. Die Kombination aus viel Gefühl und Tiefgang hinterlässt dabei einen bleibenden Eindruck und trägt zur fesselnden Unterhaltung bei.

Gabriella Engelmann versteht es durch ihren lebendigen, flüssig zu lesenden Schreibstil und die bildhaften Beschreibungen den Leser direkt in die zauberhafte Inselwelt von Sylt, Amrum und Föhr zu entführen. Man meint den Titelgebenden Duft des Strandhafers zu riechen und das Plätschern des Meeres zu hören.

Die bewegende und durchaus dramatische Familiensaga erhält mit „Der Duft des Strandhafers“ einen schönen und runden Abschluss. Berührt haben mich dabei besonders die starken Frauen, die auf so unterschiedliche Weise, aber im wahrsten Sinne des Wortes, die Bücherfrauen von Listland wurden. Deshalb eine Leseemfpehlung für alle, die das wunderbare Inselflair mögen, dabei ein packendes Familiengeheimnis lüften möchten und starke Frauen zu schätzen wissen.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

fesselnder Kriminalroman mit psychologischer Tiefe zum Miträtseln

Wem du traust
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Der Kriminalroman „Wem du traust“ von Petra Johann ist für mich das erste Buch der Autorin.

Das düstere Haus mit einem einzeln beleuchteten Fenster, darüber der sich wölbende schwarze Himmel, stimmt auf ...

Der Kriminalroman „Wem du traust“ von Petra Johann ist für mich das erste Buch der Autorin.

Das düstere Haus mit einem einzeln beleuchteten Fenster, darüber der sich wölbende schwarze Himmel, stimmt auf den bedrückenden Inhalt des Kriminalromans ein. Mit der Aussage „Wem du traust“ wird man im Verlauf des Buches nicht nur einmal konfrontiert und ist deshalb ein sehr gelungener Titel. Durch die gelbe Schrift fällt dieser in Verbindung mit der ebenfalls gelben Coverumrandung vor dem dunklen Hintergrund sofort ins Auge.

Sofia ist eine nicht ganz so gewöhnliche Teenagerin. Mit ihrer alleinerziehenden Mutter Susanne lebt sie seit kurzem zusammen mit deren neuen Freund in einer tollen Wohnung. Eva, die beste Freundin Susannes, und enge Vertraute Sofias hingegen lebt mit ihrem Mann Daniel und dem gemeinsamen Sohn in einem Haus. Nach einem Babysitterjob bei Eva und Daniels Sohn kehrt Sofia nicht in die Wohnung zurück, obwohl Daniel sie eigentlich nach Hause gebracht hat. Als schließlich auch noch Sofias Pullover mit ihren Blutspuren auftaucht, drängt immer mehr die Frage in den Vordergrund: sagt Daniel die Wahrheit?

Von Beginn an war ich durch die wechselnden Perspektiven kombiniert mit einem ruhigen, aber spannenden Erzählstil im Buch gefangen. Hierzu trug auch die psychologische Tiefe bei. Sehr authentisch gelingen der Autorin die Zeichnung von Freundschaft und Vertrauen aber auch der verschiedenen familiären Konflikte. Dabei sind die Figuren sehr glaubwürdig und in ihrer Unterschiedlichkeit prägnant. Das Miträtseln machte mir auch dadurch große Freude, dass man als Leser zunehmend in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonisten eintauchen konnte und der zunächst einfach aussehende Fall an erstaunlicher Komplexität gewann. Für anhaltende Spannung sorgte darüber hinaus die dichte Atmosphäre, die zudem eine gewisse Beklemmung auslöste. Im Mittelteil des Buches gab es leider einzelne Längen, was insgesamt allerdings nicht schwer ins Gewicht fiel. Das Ende war für mich überraschend und bespielte noch einmal die komplette Klaviatur der Gefühle.

Für mich ein fesselnder Kriminalroman mit psychologischer Tiefe, der zum Miträtseln und Nachdenken einlud und den ich sehr gerne gelesen habe. Deshalb empfehle ich ihn ebenso gerne weiter.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

frühlingshaftes romantisches Erwachen – nicht nur für die Blumen

Ein Zuhause im Frühling
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Spiegel Bestseller-Autorin Julie Caplin legt mit „Ein Zuhause im Frühling“ den gelungenen Auftaktroman zu ihrer romantischen neuen Country-Escapes-Reihe vor.

Ella, eine Londoner Illustratorin, treibt ...

Spiegel Bestseller-Autorin Julie Caplin legt mit „Ein Zuhause im Frühling“ den gelungenen Auftaktroman zu ihrer romantischen neuen Country-Escapes-Reihe vor.

Ella, eine Londoner Illustratorin, treibt es in das kleine Dorf Wilsgrave. Hier soll sie für ein halbes Jahr das Haus ihrer Patentante Magda hüten. Das verschlafene Nest scheint Ella genau das richtige zu sein, denn sie sucht Ruhe, Abstand zu ihrem Partner und ihrem bisherigen Leben. Außerdem hofft sie, hier ihre künstlerische Krise zu überwinden. Doch ihre Eltern jubeln ihr Tess, eine schwarze Labradorhündin unter, um die sie sich kümmern muss und die sie ganz schön auf Trab hält. Und dann sind da noch die charmanten Dorfbewohner und ihre vielfältigen Aktivitäten. Schon entwickelt sich die Auszeit ganz schön anders, als Ella sich das vorgestellt hatte.

Wunderbar einfühlsam zeichnet Julie Caplin nicht nur den kleinen Ort Wilsgrave und seine Umgebung. Auch die Figuren berühren einen sofort. Ob brummig wie Devon, fröhlich wie Bets oder zurückhaltend wie Ella – die Charaktere sind einzigartig und es macht große Freude sie in ihrer Entwicklung zu begleiten. Warmherzig und voller Zuneigung lernt man auch die Dorfbewohner kennen, die teils etwas exzentrisch sind. Doch für alle steht die Gemeinschaft im Vordergrund und so ist dieses Buch auch eine Hymne auf die englische Countryside und seine liebenswerten Bewohner.

Bereits nach den ersten Seiten ist man vom wundervollen Schreibstil der Autorin gefangen und mitten in der Geschichte, so dass man das Buch kaum mehr aus der Hand legen möchte. Klar ist natürlich, dass Ellas Geschichte ein gutes Ende findet, aber der Weg dorthin ist von tiefen und ehrlichen Gefühlen gesäumt. Diese versteht Julie Caplin meisterlich zu transportieren. Der humorvolle Ton, der im Buch mitschwingt, zaubert dem Leser dabei immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Absolut verliebenswert ist zudem Tess, die schwarze Hündin, die nicht nur Hunde- und Tierliebhaber sofort in ihr Herz schließen.

Das Cover passt hervorragend zum Buch. Die Bank, samt karierter blauer Decke, lädt zum Sitzen und Verweilen ein. Gesäumt von hübschen frühlingshaften Blumen, die romantisch geschwungene Schrift mit dem im Buch wichtigen schwarzen Hund garniert, ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild. Der Rotton des Buches bildet dazu einen schönen Hintergrund und einen echten Blickfang.

„Ein Zuhause im Frühling“ ist ein wahrer Wohlfühlroman mit Happy-End-Garantie, der einem von der ersten Seite ein Lächeln ins Gesicht und Freude ins Herz zeichnet. Frühlingshaft romantisch erwachen hier nicht nur die Blumen, sondern auch die authentisch gezeichneten Figuren zu neuem Leben.
Absolut empfehlenswert! Ich freue mich schon sehr auf den Nachfolgeband und eine weitere Reise ins zauberhafte Wilsgrave.

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Veröffentlicht am 31.01.2026

Hunter B. Holmes – ein Garant für zauberhafte Beschreibungen, tolle Charaktere, humorvollen britischen Flair und spannende Ermittlungen

Hunter B. Holmes - Mord in der besten Gesellschaft
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„Hunter B. Holmes - Mord in der besten Gesellschaft“ ist der dritte Band der Reihe rund um den britischen Detective Hunter B. Holmes von Autor Wolf September. Alle Bücher lassen sich problemlos unabhängig ...

„Hunter B. Holmes - Mord in der besten Gesellschaft“ ist der dritte Band der Reihe rund um den britischen Detective Hunter B. Holmes von Autor Wolf September. Alle Bücher lassen sich problemlos unabhängig voneinander lesen. Große Freude macht es allerdings, die Entwicklungen der Figuren von Beginn an zu verfolgen.

Das Cover wirkt durch die Dunkelheit und Schatten mit einzelnen diffusen Lichtquellen geheimnisvoll. Es lässt einen – auch wegen der Bücher – an eine Bibliothek oder einen gediegenen englischen Herrenclub denken. Liest man dazu den Titel „Mord in der besten Gesellschaft“ sowie den Klappentext, passt das Ambiente hervorragend.
Sehr gekonnt finde ich, dass mit Lupe, Fingerabdruck und Hunter B. Holmes-Schriftzug sofort der Wiedererkennungswert zur Reihe gegeben ist.

Ein Mann wird in einem Gentlemen‘s Club ermordet aufgefunden. Die ersten Verdächtigen lassen nicht lange auf sich warten. Doch ist der Mörder wirklich in der Gruppe von Geschäftspartnern zu suchen, die auf den ersten Blick nicht viel mit dem Toten gemein hatten? Hunter und sein Partner David müssen sich durch viele Geheimnisse arbeiten, die sie unter anderem in die Kreise der besten Gesellschaft Londons führen.

Dies ist nach „Mord unter dem Weihnachtsbaum“ mein zweites Buch mit Hunter und der weiteren „Stammbesetzung“. Von der ersten Seite an hatte ich ein Gefühl des Heimkommens. Alle Figuren waren herrlich vertraut und dabei einzigartig, so dass ich voller Freude ihre privaten wie beruflichen Entwicklungen verfolgte. Die detaillierten und authentischen Charakterisierungen wecken den Wunsch persönlich mit den Handelnden zu agieren. Dabei sind die Figuren selbst teilweise sehr unterschiedlich und die Reibungen sowie der Respekt untereinander, die nicht nur in den humorvollen Dialogen deutlich werden, sind einfach wunderbar.

Wolf September versteht es meisterlich eine faszinierende Mischung aus Romantik, Spannung und Humor zu kreieren. Abgerundet wird das Ganze zudem mit zauberhaftem britischem Flair. Der bildhafte Schreibstil und die abwechslungsreiche Sprache lassen den Lesenden tief ins Geschehen eintauchen. Gefesselt – in mörderischer wie auch romantischer Hinsicht – macht es große Freude, die spannenden und vielschichtigen Ermittlungen zu verfolgen. Bis zum Schluss ergeben sich überraschende Wendungen, die in einer gekonnten und schlüssigen Auflösung enden.

Als typisch für den Autor möchte ich bezeichnen, wie liebevoll Wolf September jeden Handlungsstrang und jedes Details zu einem Abschluss bringt. So bleibt man als Leser am Ende mit einem wohligen und zufriedenen Gefühl zurück und freut sich bereits auf den nächsten Band der Reihe.

Für diesen wunderbaren, absolut gelungenen und „runden“ Cosy Crime vergebe ich sehr gerne 5 Sterne. Verbunden mit aufrichtigem Respekt gegenüber dem Autor und Selfpublisher Wolf September, dessen Freude an und die Liebe zu seinen Figuren und Büchern deutlich spürbar ist.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

wunderbarer Abschluss der Bergpraxis-Reihe

Liebesglück in der Bergpraxis
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"Liebesglück in der Bergpraxis" lautet der Titel des dritten Bandes der Bergpraxis-Reihe. Autorin Jana Lukas gelingt mit diesem Buch ein wunderbarer Abschluss ihrer im Allgäu spielenden Trilogie.

Schön ...

"Liebesglück in der Bergpraxis" lautet der Titel des dritten Bandes der Bergpraxis-Reihe. Autorin Jana Lukas gelingt mit diesem Buch ein wunderbarer Abschluss ihrer im Allgäu spielenden Trilogie.

Schön ist, dass jeder der drei Teile einzeln gelesen werden kann. Doch das größte Lesevergnügen bietet ganz sicher, alle drei Bände in der angedachten Reihenfolge zu lesen. Als Reihen-Kenner sind einem die Figuren bereits sehr ans Herz gewachsen und am Ende sagt man wehmütig Servus.

Mila, eigentlich Versorgungsassistentin in der Bergpraxis, sieht sich einer ungeahnten Herausforderungen gegenüber. Ihr Freund Jonas benötigt nach einem Unfall Hilfe für sich, aber vor allem auch für seinen Hof. Gewähren kann sie ihm diese grundsätzlich, denn Mila ist selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen. Doch eigentlich ist es genau das, was sie nie wollte: Bäuerin sein. Um Jonas zu helfen springt sie jedoch über ihren Schatten. Und ganz langsam kommen sich Mila und Jonas näher. Doch dann taucht ein Anwalt aus München auf, der alle Träume Milas wahr werden lassen könnte.

Nachdem man im zweiten Band als Leser eher eine Abneigung gegen die kratzbürstige Mila gewonnen hat, vollbringt Jana Lukas mit diesem Buch den Dreh, hinter die Fassade Milas zu blicken. Und hier offenbart sich eine freundliche, selbstbewusste und sympathische Frau, die Freundschaften hoch schätzt und ihre Liebsten vor Verletzungen schützen möchte. Die Zeichnungen der Charaktere gelingt Jana Lukas in gewohnt tiefgreifender und authentischer Art. Dabei fliegen die Seiten des Romans nur so dahin und man fiebert als Lesender auf dem Weg zum Ende mit. Auch die Figuren aus den Vorgängerromanen erhalten Platz im Geschehen und es macht Freude, auch deren Weiterentwicklungen am Rande miterleben zu dürfen.

Ein wundervoller und der Reihe würdiger Abschlussroman, der wirklich lesenswert ist. Der Abschied vom idyllischen Waldkirch fällt ebenso schwer wie der von seinen liebevollen und einzigartigen Bewohnern.

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