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Veröffentlicht am 14.01.2026

Wie im Märchen

Fading In Deep Waters
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Vickys großer Traum ist die Seefahrt. Deshalb ist sie glücklich, auf der Sapient Seiler als Segellehrerin arbeiten zu dürfen und an den nautischen Vorlesungen teilnehmen zu dürfen.
Dabei begegnet sie Jakob. ...

Vickys großer Traum ist die Seefahrt. Deshalb ist sie glücklich, auf der Sapient Seiler als Segellehrerin arbeiten zu dürfen und an den nautischen Vorlesungen teilnehmen zu dürfen.
Dabei begegnet sie Jakob. Mit seinem intensiven Blick mustert er Vicky regelmäßig.
Die beiden kommen sich langsam näher, doch beide verbergen etwas voreinander.

„Fading in Deep Waters“ ist der dritte Teil der „Deep Waters“-Reihe von Julia Hausburg.
Auch hier fällt wieder das schöne Cover und der tolle Farbschnitt auf.

Julia Hausburg erzählt alle drei Bücher im selben Zeitabschnitt. So begegnet man hier nicht nur Vicky und Jakob, sondern auch den Protagonisten der vorherigen Bände.

Der Roman wird wieder aus den Perspektiven der Hauptcharaktere erzählt. 
Beide sind völlig unterschiedlich - Vicky, eine bodenständige, junge Frau, die sich ihren Erfolg hart erarbeiten muss und Jakob, der aus einer etwas anderen Welt kommt.

Ich muss zugeben, dass dieser Teil der für mich schwächste war. Ich fand die Geschichte um Jakob etwas zu weit hergeholt. Dafür, dass diese Bücher Gegenwartsromane sind, ist mir seine Position im wahrsten Sinne etwas zu märchenhaft.
Was mir wirklich gut gefallen hat, ist die Tatsache, wie die Autorin die Gefühlswelt der beiden beschrieben hat. Hier kann man intensiv mitfühlen, wie Zweifel gesät werden, Selbstvertrauen ins Wanken kommt, freudige Momente geschehen und der Sturz in den Abgrund erfolgt.
Auch die zaghafte Annäherung der beiden hat mir gefallen. Es war nicht zu stürmisch, sondern vorsichtig.
Besonders Vickys vorsichtige Art und ihre Vorgeschichte sind sehr feinfühlig erzählt.

Highlight ist für mich immer wieder die Beschreibung des Lebens auf See. Die segelnde Uni mit all ihrem Luxus ist doch etwas Besonderes, was mich in allen Büchern von der ersten Seite an gefesselt hat.

Alles in allem kann ich diesen Roman und damit die ganze Reihe nur empfehlen für all jene, die Liebesgeschichten und die Seefahrt mögen!

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Flexibel gestaltetes Kinderbuch

Mandalu, was sagst denn du?
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Das Mandalu ist ein kleines Märchentier und auf Entdeckungstour im Wald. Geschickt fragt es, wer hier so wohnt und bekommt erklärende Antworten.

„Mandalu, was sagst denn du?“ Ist ein Kinderbuch von Birgit ...

Das Mandalu ist ein kleines Märchentier und auf Entdeckungstour im Wald. Geschickt fragt es, wer hier so wohnt und bekommt erklärende Antworten.

„Mandalu, was sagst denn du?“ Ist ein Kinderbuch von Birgit Fuchs, illustriert von Sabrina Kuhls.

Das Buch enthält die Altersempfehlung von 2-8 Jahren.
Das Mandalu ist niedlich gestaltet und findet mit seinem Aussehen sofort Anklang bei seinen kleinen Lesern. Da es keiner typischen Tierart entspricht, finde ich es umso schöner, weil es die Fantasie besser anregt.

Wir befinden uns gerade am Anfang des Bücherlesens und gehören damit zur jüngsten Leseempfehlung.
Aufgefallen ist beim Lesen und Durchblättern, dass das Buch für die Jüngsten noch etwas zu lang ist. Auch finden wir es etwas dunkel in der Gestaltung.
Die Reime sind liebevoll und kindgerecht. Lediglich bei einem Tier hätte ich mir den alltäglichen Begriff gewünscht, denn das Wort „Amphib“ ist für ein Kleinkind doch schwer zu verstehen und auszusprechen.

Was ich sehr schön finde ist, dass man das Buch zum Vorlesen, selber lesen, aber auch als Art Theaterstück nutzen kann. Damit ist es vielseitig einsetzbar und in allen angegebenen Altersklassen wunderbar anwendbar.
Von uns gibt es vier Sterne.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Weihnachten mal wann anders

Weihnachtszauber im November
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Als Maikes Vater eine folgenschwere Diagnose bekommt, entscheiden sie und ihre Familie ein vorgezogenes und damit letztes Weihnachtsfest mit ihrem Vater zu begehen. So macht sich Maike auf in ihre alte ...

Als Maikes Vater eine folgenschwere Diagnose bekommt, entscheiden sie und ihre Familie ein vorgezogenes und damit letztes Weihnachtsfest mit ihrem Vater zu begehen. So macht sich Maike auf in ihre alte Heimat, um bei ihren Eltern mit Familie und Freunden Weihnachten im November zu feiern.

„Weihnachtszauber im November“ ist Band 2 von Nele Jantzens „Weihnachtszauber“-Reihe.
Ich kenne bereits sämtliche Romane, die die Autorin unter diesem Pseudonym geschrieben hat und auch hier ist sie ihrem Schreibstil treu geblieben.
Nele Jantzen hat auch hier wieder eine besondere familiäre Atmosphäre geschaffen. Das Hauptthema ist hierbei Weihnachten und auch die Geschichte um Maike und den Nachbar ihrer Eltern, Robert. Doch ich empfand den roten Faden des Romans, die Erkrankung von Jürgen Hinrichs, auch etwas als harten Tobak. Die Gegensätze hier waren sehr groß und so hat mich die Geschichte auch sehr nachdenklich gemacht. Für mich war das starke Element dieser Geschichte das Ehepaar Hinrichs. Ihr offener Umgang mit der Krankheit und ihrer Folgen wirkte beeindruckend und überaus geerdet.
Das Verhalten ihrer Kinder und Enkel fand ich dagegen manchmal nicht sehr treffend. Maike war für mich dabei hin und wieder sehr farblos. Sie bemühte sich um alles, steckte oft zurück und kam nicht wirklich aus sich raus, außer im Beisein ihrer besten Freundin.
Am schlimmsten war das Verhalten von Brittas und Maikes Bruder.
Sehr gut gefallen hat mir die Inselatmosphäre und die Verträumtheit der dunklen Jahreszeit. Das kam hierbei wirklich gut rüber, auch was den Zusammenhalt der Inselbewohner betrifft.
Aber auch wenns hier um das Weihnachtsfest ging, bin ich beim Lesen trotzdem nicht so richtig in Weihnachtsstimmung gekommen. Dazu fehlte mir leider das gewisse Etwas.

Fazit: Eine etwas andere Geschichte mit weihnachtlichem Background, die auch sehr zum Nachdenken anregt. Für alle Liebhaber von Küstenromanen und Nele Jantzen-Fans ist dieser Roman wieder mal ein Muss!

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Herausforderungen im Dorfladen

Der Dorfladen - Wie das Schicksal spielt
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Es ist viel passiert bei der Familie Haller aus dem Dingelbacher Dorfladen. Während Frieda nun ihr Glück am Bochumer Schauspielhaus sucht und Ida auf dem Weg zum Abitur ist, steht Herta vor einer ganz ...

Es ist viel passiert bei der Familie Haller aus dem Dingelbacher Dorfladen. Während Frieda nun ihr Glück am Bochumer Schauspielhaus sucht und Ida auf dem Weg zum Abitur ist, steht Herta vor einer ganz anderen Herausforderung. Doch jede der drei Schwestern hat ihre persönlichen Steine, die ihren jeweiligen Weg kreuzen.
Auch bei den anderen Bewohnern Dingelbachs wird es nicht langweilig. Ilse Goldstein muss sich privat als auch beruflich mit vielen Hürden auseinandersetzen und auch der Bürgermeister muss umdenken.

„Der Dorfladen - Wie das Schicksal spielt“ ist der dritte Teil der „Der Dorfladen“-Saga von Anne Jacobs, die bereits mit „Die Tuchvilla“-Reihe und „Das Gutshaus“-Reihe sehr erfolgreich war.
Ich hatte mit den ersten zwei Bänden so meine Probleme, weil ich mir mehr Inhalt über den Dorfladen selber gewünscht habe. Doch jetzt bei dem dritten Teil habe ich mich davon verabschiedet und meine Erwartungen nicht auf den Laden beschränkt sondern auf den ganzen Ort erweitert. Vor diesem Hintergrund hat mir dieses Buch sehr viel Spaß gemacht.
Die drei Haller-Töchter könnten nicht unterschiedlicher sein und so lernt man in diesem Band diese unterschiedlichen Eigenschaften erst so richtig kennen. Das hat mir sehr gut gefallen, da Frieda und Ida der damaligen Zeit selbstbewusst voraus sind, während Herta wiederum das Weltbild der damaligen Zeit erfüllen will.
Spannend fand ich vor allem die Erzählungen über das Leben auf dem Schützhof. Das war ein wirkliches Auf und Ab und ich gebe zu, mit dem Verlauf hätte ich nicht gerechnet.
Auch der Handlungsstrang über Farbikbesitzerin Ilse Goldstein hat mir gefallen. Ich habe ihre Haltung, ihren Bruder betreffend, das ganze Buch über bewundert und wünsche mir bis heute ihre Gelassenheit. Auch sie zählt, wie Ida und Frieda, in die Welt der moderneren Frauen.
Was mir wieder etwas negativ aufgefallen ist, sind die vielen verschiedenen Charaktere, über die berichtet wird. Da gilt für mich eher die Weisheit „Weniger ist mehr“.
Auch das Ende hat mir, vor dem Hintergrund, dass es eine Trilogie sein soll, nicht zugesagt. Es gibt hierbei eine Menge Cliffhanger, sodass ich mir vorstellen könnte, dass es noch einen weiteren Band geben wird.

Alles in allem war dieser Teil für mich der beste Teil und deswegen kann ich allen Fans von Anne Jacobs diese Reihe auch empfehlen. Um diesen Teil jedoch verstehen zu können, empfehle ich die Vorgängerbände auch zu lesen.
Die Leser, die gerne historische Romane lesen und selbstbewusste Frauen in solchen Romanen mögen, sind hier auch absolut richtig!

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Die Geschichte hinter dem Ohrwurm

White Christmas – Das Lied der weißen Weihnacht
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Irving Berlin und das Weihnachtsfest sind eng miteinander verbunden. Es hat bereits mehrfach großen Einfluss auf sein Leben genommen und ohne es zu ahnen, wird es ihm auch einmal die Frau seines Lebens ...

Irving Berlin und das Weihnachtsfest sind eng miteinander verbunden. Es hat bereits mehrfach großen Einfluss auf sein Leben genommen und ohne es zu ahnen, wird es ihm auch einmal die Frau seines Lebens schenken. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg, den zu nehmen es sich lohnt, denn am Ende trifft er auf die „Weiße Weihnacht“.

„White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht“ von Michelle Marly beschreibt die Liebesgeschichte Irving Berlins und seiner Frau, die bis ins hohe Alter hält. Gleichzeitig beschreibt es aber auch die Entstehungsgeschichte eines der bekanntesten internationalen Weihnachtslieder - „I’m dreaming of a white Christmas“. Hört man diese Zeile, hat man automatisch die Stimme von Bing Crosby im Ohr. Doch die Weichen für den Erfolg des Liedes stellte sein Komponist, Irving Berlin.

Das Buch zeichnet sich bereits durch sein liebevolles Cover im Stil der 1920er/1930er Jahre aus.
Es gibt mehrere zeitliche Handlungsstränge, die zwischen den 20er und den 30er Jahren wechseln, was ich am Anfang irritierend fand, da mir die Zusammenhänge erst später so richtig klar wurden.
Irvings und Ellins Liebe ist durch eine lange Phase des Zögerns gezeichnet. Hier werden wieder einmal die Unterschiede zwischen den einzelnen Reichtumsschichten, aber auch zwischen den Religionen aufgezeigt.
Spannend fand ich dennoch die Konstellation von Ellins Familie, die trotz allem der Meinung war, über alles erhaben zu sein. Ich fand Ellin am Anfang auch sehr selbstbewusst, was mit der Zeit immer mehr kippte und in Unsicherheit aufgrund gesellschaftlicher Normen überging.
Irving dagegen war mir ein bisschen zu farblos und unscheinbar, dennoch ergänzte sich das Paar gut. 
Die Handlung an sich war interessant, aber aufgrund der Zeitsprünge und der ellenlangen Beschreibung der Entwicklung der Liebesgeschichte ein wenig zähflüssig.
Die Geschichte des Liedes ging am Ende zwar ein bisschen unter, aber die Menschen dahin sind dennoch beeindruckend, wenn man sich auch mal außerhalb des Romans informiert.

Fazit: Ein toller historischer Roman, basierend auf wahren Ereignissen. Wer solche Romane mag und vor allem Weihnachten mag, der ist hier richtig.

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