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Veröffentlicht am 18.01.2026

Ein Trauerredner wird zum Ermittler

Über die Toten nur Gutes
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Mads Madsen ist glücklich mit seinem Leben - er lebt in Schleswig-Holstein ein ruhiges Leben, arbeitet als Trauerredner und wird für seine zuvorkommende, einfühlsame Art geschätzt. Eines Abends gehen merkwürdige ...

Mads Madsen ist glücklich mit seinem Leben - er lebt in Schleswig-Holstein ein ruhiges Leben, arbeitet als Trauerredner und wird für seine zuvorkommende, einfühlsame Art geschätzt. Eines Abends gehen merkwürdige Dinge in seinem Umfeld vor und er findet eine geheimnisvolle Nachricht. Am nächste Tag erfährt er, dass ein alter Jugendfreund, der vor Jahren plötzlich aus einem Leben verschwunden ist, und mit dem er seitdem keinen Kontakt mehr hatte, gestorben ist. Mads will bei seinem Begräbnis die Trauerrede halten und beginnt sich mit dem Leben seines ehemaligen Kumpels zu beschäftigen. Das gefällt nicht jedem, denn im Leben von gab es Geheimnisse und unschöne Wahrheiten, die vielleicht auch mit seinem Tod zu tun haben könnten. Mads beginnt selbstständig zu ermitteln und gerät schon bald in einen Strudel von Ereignissen, die schließlich auch in selbst in Gefahr bringen.

Ein Trauerredner als Ermittler - eine geniale Idee. Die Figur des Mads Madsen ist toll herausgearbeitet und sehr sympathisch, die Storyline durchweg aufregend und die Auflösung schlüssig. Ein tolles Buch - spannend mit einer gehörigen Prise Humor..

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Die Geschichte der Antike aus einem anderen Blickwinkel

Eine unerzählte Geschichte der Antike
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Jeder hat in der Schule im Geschichtsunterricht etwas über verschiedene Epochen der Antike gelernt. Über das römische Reich, die griechischen Stadtstaaten Athen und Sparta, das Alte Ägypten oder Persien. ...

Jeder hat in der Schule im Geschichtsunterricht etwas über verschiedene Epochen der Antike gelernt. Über das römische Reich, die griechischen Stadtstaaten Athen und Sparta, das Alte Ägypten oder Persien. Dabei hat man in erster Linie die Sichtweise der überlieferten Sichtweise auf die entsprechende Reiche und Epochen aus dem zentralen Blickwinkel der antiken Metropolen selbst eingenommen - klar, denn das ist der Blickwinkel der gängigen Geschichtsforschung und -schreibung. Für diesen Blickwinkel gibt es eine scheinbar unerschöpflich umfangreiche Quellenlage.

In "Eine unerzählte Geschichte der Antike" verdreht der Autor Owen Rees nun für verschiedenste antike Reiche und Metropolen diesen Blickwinkel. Er betrachtet die Antike auf Basis der weitaus schlechteren Quellenlage, aber trotzdem wissenschaftlich fundiert, aus dem Blick der am Rande der Reiche liegenden Landstriche und Städte und gibt dabei interessante Einblicke in das Leben weit abseits der Metropolen. Hochinteressant zu lesen, wie am Rande der antiken Reiche gelebt wurde, wie der Kontakt und die hierarchische Stellung verschiedener "Standorte am Rande" waren, und wie stark (oder auch nicht stark) die Bindungen der "Randgebiete" an die zentrale Macht waren.

Das Buch bietet dem interessierten Leser umfangreiche Einblicke, setzt aber einige erweiterte Grundkenntnisse über die geschichtlichen Zusammenhänge voraus. Ist der Leser mit diesem Themenkomplex nicht zumindest ein wenig vertraut, wird es ihm schwer fallen, die Inhalte vollumfänglich zu verstehen und einzuordnen.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Auch im dritten Teil der Serie begegnet der Leser wieder vielen unfassbaren Kreaturen

Anwälte und andere Monster
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Der Monsteranwalt Daniel Becker bekommt es auch im dritten Teil der "Monsteranwalt-Serie" wieder mit einer Vielzahl unglaublicher Kreaturen zu tun. So persönlich waren die Auseinandersetzungen mit dem ...

Der Monsteranwalt Daniel Becker bekommt es auch im dritten Teil der "Monsteranwalt-Serie" wieder mit einer Vielzahl unglaublicher Kreaturen zu tun. So persönlich waren die Auseinandersetzungen mit dem Übernatürlichen jedoch noch nie, denn nicht nur sein Ruf als Monsteranwalt eilt ihm voraus (wodurch er zum Rechts-Vertreter eines dicken, nackten Amor-Verschnitts wird), sondern auch seine "Erfolge" bei der Eliminierung übersinnlicher Geschöpfe in der jüngsten Vergangenheit. So wird der Monsteranwalt selbst zur Zielscheibe eines extrem gefährlichen Hexenmeisters, der ihm mit Hilfe seines Hexenzirkels nach dem Leben trachtet. Und nicht nur ihm, sondern auch anderen Personen und Geschöpfen, die ihm lieb und teuer sind. Der Showdown scheint unvermeidlich...

Das dritte Buch der "Monsteranwalt-Reihe" ist im Vergleich zu den beiden Vorgängern ungleich brutaler, chaotischer und stellenweise etwas drüber. Trotzdem besticht auch dieser Band mit einer großen Portion Humor und hintergründiger Schläue. "Anwälte und andere Monster" ist sehr unterhaltsam und für Leser, die Humor. gepaart mit einer gehöriger Portion Fantasy mit Elementen eines Horrorthrillers mögen, äußerst lesenswert.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Wir sind alle Wissenschaftler

Das Heureka-Prinzip
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Der Autor Chad Orzel möchte mit seinem Buch "Das Heureka-Prinzip" aufzeigen, dass wissenschaftliche Arbeits- und Forschungsmethoden gar nicht so kompliziert und abgehoben sind wie man häufig glaubt. Jeder ...

Der Autor Chad Orzel möchte mit seinem Buch "Das Heureka-Prinzip" aufzeigen, dass wissenschaftliche Arbeits- und Forschungsmethoden gar nicht so kompliziert und abgehoben sind wie man häufig glaubt. Jeder Mensch wendet im Alltag mehrfach täglich wissenschaftliche Arbeitsmethoden an ohne sich darüber im Klaren zu sein.

Wenn Menschen in ihrem Alltag etwas interessant finden und es beobachten, denken sie anschließend über das Beobachtete nach und ziehen bestenfalls Schlüsse daraus. Hat man dann interessante Schlüsse gezogen, überprüft man diese gerne, indem man weitere Beobachtungen macht, die die eigenen Schlüsse bestätigen oder widerlegen. Oftmals spricht man dann im Folgenden mit anderen Menschen über die eigenen Beobachtungen, die Schlüsse und die bestätigenden/widerlegenden Beobachtungen und tauscht sich mit Interessierten aus.

All diese Verhaltensweisen (Beobachten, Nachdenken, Bewerten, Überprüfen, Berichten, Diskutieren) sind bereits wissenschaftliche Forschungsmethoden in Anwendung, nur dass sie auf alltägliche Begebenheiten angewendet werden und nicht auf z.B. hochkomplizierte physikalische Prozesse. Doch egal ob Briefmarkensammeln, Kreuzworträtsel, Teamarbeit oder Sport - die Parallelen zu wissenschaftlicher Arbeit wie Astronomie und Biologie sind eindeutig erkennbar und werden von dem Autor in diesem Buch anschaulich ausgebreitet.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Spannender Krimi inklusive Reise in die Vergangenheit

Miss Emily und die Schatten der Vergangenheit
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Emily Tremaine ist eine emanzipierte Frau, die selbstbewusst ihr Leben meistert und Diskussionen um die Rechte von Frauen nicht aus dem Weg geht. Damit eckt sie im männerdominierten England des beginnenden ...

Emily Tremaine ist eine emanzipierte Frau, die selbstbewusst ihr Leben meistert und Diskussionen um die Rechte von Frauen nicht aus dem Weg geht. Damit eckt sie im männerdominierten England des beginnenden 20. Jahrhunderts natürlich an und wird von ihrer traditionsbewussten Mutter aus London ins ländliche Cornwall auf das Landgut ihres Onkels "abgeschoben".
Dort ist es zwar ruhiger, aber die quirlige Emily weiß sich beschäftigen und ihren Onkel mit ihren für Frauen in dieser Zeit nicht schicklichen "Abenteuern" zu beunruhigen.
Kurz vor dem Weihnachtsfest muss Emily diesmal jedoch im traditionellen "Sinne" funktionieren - das englische Königspaar hat seinen Besuch auf dem Sitz der Tremaines angekündigt und soll gebührend empfangen werden.
Plötzlich geschehen einige merkwürdige Dinge und Unfälle. Als auch noch ein Toter hinzukommt ist es mit der Ruhe und Beschaulichkeit endgültig vorbei. Emily beginnt sich die Sache gemeinsam mit dem Vikar der örtlichen Kirchengemeinde näher anzusehen und deckt dabei ein unglaubliches Familiengeheimnis auf.
Die Autorin Rebecca Michelle nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise in die Vergangenheit und spielt dabei geschickt mit bekannten Klischees um die englische Gesellschaft des beginnenden 20. Jahrhunderts. Die Story weist zwischenzeitlich einige Längen auf, ist aber sehr lesenswert geschrieben und für die Leser, die historische Krimis mögen, sehr zu empfehlen.

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