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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2026

kleines Mädchen ganz groß

Ninas Monster. Falsch geliefert
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Sind Monster die Beschützer oder müssen sie etwa selbst beschützt werden?
Kann man über seine eigenen Ängste überwinden?
In dieser Geschichte lernen die Kinder was es heißt über sich hinauszuwachsen und ...

Sind Monster die Beschützer oder müssen sie etwa selbst beschützt werden?
Kann man über seine eigenen Ängste überwinden?
In dieser Geschichte lernen die Kinder was es heißt über sich hinauszuwachsen und sich Mutig auch mal seinen Ängsten zu stellen. Wir lernen Nina kennen, die sich eigentlich ein großes, starkes Monster wünscht, das sie beschützt. Denn wer kennt das nicht: unangenehme Situationen in der Schule, ein unheimliches Haus oder ein Hund, der einem Respekt einflößt. Da hätte man doch gerne einen starken Freund an seiner Seite. Doch dann läuft alles anders als gedacht. Erst ist die Enttäuschung groß – aber genau hier beginnt eine wunderschöne Entwicklung. Denn manchmal steckt gerade in einer vermeintlichen Enttäuschung eine große Chance.
Besonders gefallen hat uns der Schreibstil. Die Geschichte ist wunderbar auf Augenhöhe mit Kindern erzählt. Man versteht ihre Gedanken, Sorgen und Ängste sofort. Gleichzeitig zeigt das Buch ganz behutsam, dass man über sich hinauswachsen kann, wenn man den Mut findet, sich seinen Ängsten zu stellen. Rückschläge gehören dazu – aber genau daraus wächst man. Die detailreichen schwarz-weiß Zeichnungen helfen den Kindern zusätzlich, sich die Szenen und die Monster gut vorzustellen. Da hat man großen Spaß daran, die Bilder genau zu betrachten.
Eine warmherzige Geschichte, die Kinder stärkt und uns Erwachsene den kindlichen Blick wieder spüren lässt.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

direkt ins Herz geschlichen

Vom Gespenst, das nicht allein sein wollte
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In diesem hübschen Bilderbuch lernen wir ein kleines Gespenst kennen, das große Angst vor dem Alleinsein hat. Doch statt sich damit abzufinden, fasst es Mut und macht sich auf die Suche nach Gesellschaft. ...

In diesem hübschen Bilderbuch lernen wir ein kleines Gespenst kennen, das große Angst vor dem Alleinsein hat. Doch statt sich damit abzufinden, fasst es Mut und macht sich auf die Suche nach Gesellschaft. Allein diese Botschaft ist doch einfach wundervoll: Man darf etwas verändern, wenn es sich nicht gut anfühlt. Beim gemeinsamen Lesen haben wir richtig mitgefühlt. Die kurzen, einfühlsamen Texte passen wunderbar zu den liebevoll gestalteten Illustrationen. Man sieht dem kleinen Gespenst seine Gefühle förmlich an – und das bei einer Figur, die ja eigentlich ganz schlicht ist. Das hat mich wirklich beeindruckt. Die Bilder sind detailreich, aber nicht überladen. Die Farbgebung ist angenehm: eher dunkel gehalten, aber nie zu düster, sondern warm und heimelig. Meine Enkel waren besonders gerührt von der Szene, in der das Gespenst schließlich einem anderen begegnet. Es wirkt immer so schwer, neue Freundschaften zu schließen – und doch kann es ganz einfach sein, wenn man offen und freundlich aufeinander zugeht. Die Geschichte zeigt aber auch, dass Rückschläge dazugehören, wenn man etwas verändern möchte. Aber sie macht Mut, dran zu bleiben und sich nicht entmutigen zu lassen.
Für uns ist das ein wunderbar warmherziges, tröstliches und stärkendes Buch für kleine (und große) Menschen.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Leseturbo anschalten!

Die Lese-Rakete
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„Die Lese-Rakete“ vom DUDEN-Verlag - ein Buch das gleich verschiedene Lesestufen beinhaltet - ist eine großartige Idee und dazu noch wunderbar umgesetzt. Als Erstleser ist man zu Beginn nicht überfordert, ...

„Die Lese-Rakete“ vom DUDEN-Verlag - ein Buch das gleich verschiedene Lesestufen beinhaltet - ist eine großartige Idee und dazu noch wunderbar umgesetzt. Als Erstleser ist man zu Beginn nicht überfordert, denn es startet ganz bewusst mit nur wenigen, kurzen Zeilen. Genau richtig, um Mut zu machen und die Freude am Lesen zu wecken. Schritt für Schritt wird der Schwierigkeitsgrad gesteigert – und das können die Kinder an der Raketenleiste am Seitenrand ganz genau mitverfolgen. Das motiviert ungemein! Meine Enkel fanden es herrlich, „eine Stufe weiterzufliegen“. Die große, gut lesbare Schrift und die farbige Silbenschreibweise sind dabei eine echte Unterstützung. Schwierige Wörter werden zusätzlich hervorgehoben – das gibt Sicherheit und hilft beim flüssigen Lesen.
Und die Geschichten? Oft richtig lustig! Es wurde geschmunzelt, gekichert und auch mal laut gelacht. Genau die Art von Humor, die Grundschulkinder lieben. Dazu kommen fröhliche, bunte Illustrationen zu jeder Geschichte, die das Gelesene wunderbar ergänzen. Für uns ist dieses Buch eine echte Lese-Motivation.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Alt genug – und wunderbar ehrlich

Alt genug
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Es ist für mich jedes Mal ein kleines Glück, ein neues Buch von Ildikó von Kürthy aufzuschlagen. Ich liebe ihren unverwechselbaren Ton – unterhaltsam, klug und selbst bei ernsten Themen immer mit einem ...

Es ist für mich jedes Mal ein kleines Glück, ein neues Buch von Ildikó von Kürthy aufzuschlagen. Ich liebe ihren unverwechselbaren Ton – unterhaltsam, klug und selbst bei ernsten Themen immer mit einem Augenzwinkern. Auch mit „Alt genug“ hat sie mich wieder mitten ins Herz getroffen, denn sie lässt uns darin sehr ehrlich an ihrem Leben teilhaben – an den schönen Momenten genauso wie an den herausfordernden. Das alles schreibt sie mit so viel Wärme und Offenheit, dass man sich beim Lesen sofort verbunden fühlt. Man nickt, lächelt, schluckt – und hält immer wieder inne. Besonders berührt hat mich, wie sie die Lebensmitte beschreibt: diese Mischung aus Gelassenheit und Zweifel, aus innerer Ruhe und neuen Fragen. Wir haben Fehler gemacht – ja. Aber wir haben daraus gelernt. Und genau das macht uns doch aus. Älter werden ist nicht immer leicht. Man muss Abschied nehmen, bewegende Momente aushalten und trotzdem die eigene Kraft bewahren. Wie oft dachte ich beim Lesen: Genau so ist es. Was ich so bewundere, ist die Balance zwischen Gefühl und Humor. Sie schafft es, ernste Themen leicht wirken zu lassen, ohne sie kleinzureden. Man fühlt sich verstanden, angenommen und ein kleines Stück weniger allein. Ganz nach dem Motto: Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Hat man einmal begonnen, möchte man das Buch kaum noch aus der Hand legen. Für mich ist es eine sehr besondere, ehrliche und kluge Auseinandersetzung mit einer wichtigen Lebensphase.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Gemeinsam stark

Keine Panik – wir stellen die Schule auf den Kopf
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Mika und ihre Freunde gehen auf eine Grundschule, die wirklich schon bessere Zeiten gesehen hat. Überall bröckelt es, vieles ist kaputt – und man merkt schnell, wie sehr Kinder und Lehrkräfte darunter ...

Mika und ihre Freunde gehen auf eine Grundschule, die wirklich schon bessere Zeiten gesehen hat. Überall bröckelt es, vieles ist kaputt – und man merkt schnell, wie sehr Kinder und Lehrkräfte darunter leiden. Doch dann kommt Frau Panic, die neue Hausmeisterin, und mit ihr weht ein ganz neuer Wind durch die Schule. Sie gibt den Kindern Mut, nicht alles einfach hinzunehmen. Und genau das hat uns so begeistert: Hier wird gezeigt, dass auch Kinder etwas bewegen können, wenn sie zusammenhalten.
Es geht direkt lebendig los, und dadurch, dass Mika selbst erzählt, ist man sofort mittendrin. Meine Enkel haben die Freundesgruppe ganz schnell ins Herz geschlossen. Frau Panic ist eine wunderbare Figur. So eine Hausmeisterin hätten meine Enkel auch gern an ihrer Schule und natürlich hat es ihnen der Schulgarten besonders angetan. Seitdem wird hier immer wieder darüber gesprochen, wie schön Unterricht draußen wäre – natürlich nur bei Sonnenschein. Was mir als Oma besonders wichtig ist: Das Buch endet gut. Ein Happy End gibt Kindern Hoffnung und zeigt ihnen, dass sich Einsatz lohnt. Gleichzeitig verschweigt die Geschichte nicht, dass es Rückschläge geben kann. Aber mit Kreativität, Zusammenhalt und einer Portion Mut lassen sich auch diese meistern. Ein großes Lob auch an die Gestaltung. Die vielen kleinen und großen Illustrationen machen das Lesen zu einem echten Erlebnis. Meine Enkel schauen sich die Bilder ganz genau an, achten auf Gesichtsausdrücke und Details. Besonders die Frisuren bei der Demonstration sorgten für großes Gelächter. Und ich mag die kräftigen Farben sehr – sie machen einfach gute Laune.
Ein Buch, das Mut macht – und das man immer wieder gern zur Hand nimmt.

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