Licht gegen Dunkelheit
When Shadows Darken the SunÜber „When Shadows darken the Sun“ habe ich so viel gelesen und gesehen, dass ich natürlich mehr als neugierig auf dieses Buch war.
Zuallererst möchte ich allerdings das wirklich fantastische Buchcover ...
Über „When Shadows darken the Sun“ habe ich so viel gelesen und gesehen, dass ich natürlich mehr als neugierig auf dieses Buch war.
Zuallererst möchte ich allerdings das wirklich fantastische Buchcover mit einer grandiosen, hochwertigen Verarbeitung und einem genauso wunderschönen Farbschnitt erwähnen. Allein das war den Kauf des Buches schon fast wert.
Das Wort fast bezieht sich allerdings dann auf die Geschichte selbst.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und detailreich. Dadurch fiel es mir nicht ganz so schwer, mir die Gegensätze von Schatten und Licht vorzustellen. Dennoch habe ich eine ganze Weile gebraucht, um überhaupt in die Geschichte reinzukommen.
Erzählt wird die Geschichte dabei aus der Perspektive der beiden Hauptfiguren Cass und Nox, wodurch man ihre Handlungen, Gedanken und Gefühle besser nachvollziehen konnte. Aber gerade mit den Charakteren bin ich irgendwie überhaupt nicht warm geworden. Ich weiß nicht genau, woran es lag, doch irgendwie fehlte mir da etwas. Ich habe sie die ganze Zeit nur aus der Entfernung betrachten können und da hapert es dann auch schon.
Die Grundidee mit dem Tag- und Nachthof fand ich total interessant - unterschiedliche Lebensweisen und hell gegen dunkel - definitiv faszinierend. Dass diese zwei unterschiedlichen Höfe dann auch noch in einem Turnier gegeneinander antreten müssen, hörte sich ebenfalls absolut spannend an.
Doch die Umsetzung hat mich dann doch irgendwie enttäuscht.
Fast das gesamte Buch dreht sich hauptsächlich um die Gedanken von Cass und Nox und wie sie Gefühle füreinander entwickeln. Im Grunde finde ich so eine anbahnende Liebesgeschichte immer wunderschön und unverzichtbar, jedoch zog sich die Geschichte dadurch unnötig in die Länge. Ich hätte eher innerhalb des Turniers damit gerechnet, aber dieses besagte Turnier fand erst im letzten Viertel des Buches überhaupt statt und bekam einfach zu wenig Aufmerksamkeit.
Auch hätte ich mir mehr Worldbuilding gewünscht.
Das Ende kam dann sehr plötzlich und wirklich mittendrin, was durchaus neugierig auf den zweiten Teil macht. Vielleicht bekommt das Turnier ja dann noch mehr Aufmerksamkeit. Ich bin aber noch unentschlossen, ob ich die Fortsetzung überhaupt lesen werde. Ich tendiere aber eher zu ja, da ich hoffe, dass diese vielleicht umso besser wird.
Fazit: Der Auftakt der Reihe um die Tag-und-Nacht-Spiele hat sich leider nur wenig um das Turnier gedreht und zog sich teilweise sehr zäh in die Länge. Die Charaktere waren für mich nicht wirklich greifbar. Ich bin dann doch irgendwie enttäuscht. Von mir gibt es daher gute 3 bis 3,5 Sterne.