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Veröffentlicht am 15.12.2023

Interessante Geschichte, jedoch unsympathische Hauptfigur und zu kleinteilige Darstellung

Familienzwist
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Der Roman bietet interessante Einblicke in eine Familie und in die jüngere Geschichte Deutschlands


Inhaltlich ist der Roman interessant. Zuerst wegen des Aufbaus. In jedem Kapitel wechselt die Perspektive ...

Der Roman bietet interessante Einblicke in eine Familie und in die jüngere Geschichte Deutschlands


Inhaltlich ist der Roman interessant. Zuerst wegen des Aufbaus. In jedem Kapitel wechselt die Perspektive zu einer anderen Person. Man lernt sie deshalb intensiver kennen oder man kann durch den Perspektivenwechsel eine Sache aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Zudem hat die Geschichte eine Vielzahl von Personen, deren Lebensverläufe sich unterscheiden, obwohl sie aus derselben Familie kommen; die im Leben an unterschiedlichen Punkten stehen. So ergeben sich viele Themen und der Roman wird dadurch abwechslungsreich. Als Drittes bietet die Geschichte interessante und informative Einblicke in die jüngere Geschichte Deutschlands. Es wurde Verschiedenes ausgesprochen, was im Zusammenhang mit der Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands vielleicht vergessen wurde. So kann es die Perspektive erweitern und etwas Verständnis für das Gegenüber im anderen Landesteil schaffen. Das ist eigentlich das zentrale Thema des Romans nach meiner Auffassung, während der Klappentext leider eine andere Erwartung weckt. Man erwartet das Familientreffen und das Familiengeheimnis zu einem frühen Zeitpunkt.
Tatsächlich kommt es erst gegen Ende des Romans dazu und es fehlen sowohl Auswirkungen dieses Ereignisses auf die Familie sowie eine Erklärung, inwieweit das Familiengeheimnis vorher die Familie beeinflusst hatte. Allerdings wurden meiner Erwartung aufgrund des Klappentexts entsprechend die Vorbehalte in den Köpfen ausführlich dargestellt und so haben sich meine Erwartungen an den Roman doch erfüllt, wenn auch auf andere Weise. Die Hauptfigur Lukas war mir jedoch sehr unsympathisch. Er wirkte auf mich recht kindlich mit seiner Besessenheit von Coke zero und dass er im Kinderzimmer lebt. Andererseits spricht er bestimmend und rügt seine Mutter wie ein kleines Kind. Er sieht sich selbst gern in der Rolle des Retters und bewertet seinen Erfolg zu hoch (erst Familienretter, dann perspektivisch Weltenretter). An Beziehungsproblemen hat er keinerlei Schuld, sondern die Klimaaktivisten haben seiner Freundin das Gehirn gewaschen. Seine Äußerungen zum aktuellen politischen Geschehen waren zu umfangreich, auch wenn er in der Geschichte ein Politikwissenschaftsstudent ist. Das meiste davon war zu wenig in die Geschichte eingebettet. Auch gefiel mir die Sprache des Romans nicht. Die Wortwahl fand ich etwas altmodisch und geschraubt und die Darstellung zu kleinteilig, verloren in unnötigen Details. Zudem ist dem Lektorat zu viel durchgegangen.

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Veröffentlicht am 05.04.2024

Das erste Happy End, bei dem ich erbrechen wollte

Halb verliebt ist voll daneben
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Inhalt (Klappentext):

"Sarah Sargeant ist zurück. Halb verliebt und voll genial.

Wir küssten uns, bis wir aufhören mussten, um nach Luft zu schnappen, grinsten einander an, und mich überkam das Bedürfnis, ...

Inhalt (Klappentext):

"Sarah Sargeant ist zurück. Halb verliebt und voll genial.

Wir küssten uns, bis wir aufhören mussten, um nach Luft zu schnappen, grinsten einander an, und mich überkam das Bedürfnis, etwas unglaublich Intellektuelles von mir zu geben. "Habe ich schon erwähnt, dass ich hoffnungslos in dich verliebt bin?"

Sarah hat ihn endlich gefunden: den perfekten Mann fürs Leben. Und sie lebten glücklich bis... Nein, so geht die Geschichte leider nicht weiter. Denn als sie beruflich nach L.A. muss, wird aus der bis über beide Ohren verliebten Sarah plötzlich eine durchgedrehte Furie, und das alles nur wegen eines Fotos von Simons Exfreundin in einer anzüglichen Yogapose. Oder liegt es vielleicht auch an der heißen Sexszene, die sie mit dem hübschesten Mann auf Erden drehen muss? Es hilft alles nichts: Zweimal halb verliebt ist auch keine Lösung und Sarah muss sich entscheiden: Who`s perfect?"

Bewertung:

Ich fand die Geschichte genauso wenig stimmig wie den Klappentext. Denn sie lebten eben doch glücklich bis... Sarah eifersüchtig wurde. Ein paar Monate lief die Beziehung mit Simon wunderbar und dann ging sie, wie der erste Absatz bereits verrät, "den Bach runter". Aus dem ersten Band kennt man die Hauptfigur Sarah bereits als quirlig, impulsiv, sehr emotional. Im zweiten Band wird zu Anfang klar, dass sie eine Drama Queen ist, die total ausflippt, weil ihr Freund noch ein aufreizendes Foto seiner Ex im Terminkalender hat. Ich fand das alles ziemlich überzogen und mir ging es auf den Wecker, wie sich Sarah ständig selbst runtermacht, um dann kurz darauf von anderen hochgelobt zu werden. Sie findet sich fett und schwabbelig, aber die schönsten Männer fliegen auf sie. Sie hält ihre Schauspielerei für lächerlich, dennoch kriegt sie dafür Komplimente von den größten Regisseuren (am Ende sogar von Peter Jackson). Die letzten paar Seiten (wo es um die Feier ging), fand ich wenig erträglich. Die Handlung war mir zu durcheinander, zu unglaubwürdig, zu überstürzt. Ein fortwährendes, teils sinnloses Hin und Her. Ich mochte die Figuren nicht. Sarah, die ständig auf Komplimentefang ist und ihr "schlechtes Selbstbewußtsein" betont bescheiden zur Schau stellt. Die Personen, bei denen das Äußere in der Regel auch den Charakter spiegelt; die meist entweder extrem attraktiv oder extrem unattraktiv sind. Oberflächlicher geht es kaum. Die vielen britischen Promis, auf die die Autorin Bezug nimmt; mit denen ich nichts anfangen konnte, weswegen ich viele Witze und Vergleiche überhaupt nicht verstanden habe. Zugegeben ist die Sprache kreativ; es gibt viele ungewöhnliche, überraschende, teils auch unterhaltsame Vergleiche und Bilder. Es wird allerdings viel vor Überraschung gekeucht, so wie im Vorgängerband viel vor Überraschung gestöhnt wurde. Keuchen, stöhnen, ächzen und deren Synonyme sind Lieblingswörter der Autorin. Die Handlung hat Tempo; es ist nicht alles (aber vieles schon) vorhersehbar. Der Roman liest sich flüssig. Bis kurz vor Schluss konnte ich zudem ein gewissen Interesse aufbringen, daher vergebe ich für dieses Buch 2,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Es war mir zu wenig dran an diesem Ebook, in dem es eigentlich um die Marsianer geht

Der Mars Survival Guide
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Ich hatte einen Text von Andy Weir im Internet gehört, The Egg, und war beeindruckt gewesen. Daher habe ich mir diesen Text als Leseprobe heruntergeladen. Das Ebook hat 54 Seiten. Davon entfallen 5,5 auf ...

Ich hatte einen Text von Andy Weir im Internet gehört, The Egg, und war beeindruckt gewesen. Daher habe ich mir diesen Text als Leseprobe heruntergeladen. Das Ebook hat 54 Seiten. Davon entfallen 5,5 auf den auf den Cover angekündigten Survival Guide. Was ich etwas mau fand, rein umfänglich. Ergänzt wurde mit einer Leseprobe von "Der Marsianer", einem Autoren-Interview und einem Realitätscheck für den Marsianer. Ja, passt inhaltlich. Entsprach aber nicht meinen Erwartungen. Der Survival Guide ist ganz nett, aber nicht zwingend lesenswert als Ergänzung zum Marsianer. Er vermittelt einen kurzen Eindruck von der Schreibe des Autoren; seinen Stil konnte ich in der Leseprobe vom Marsianer wiederfinden: Dem Leser, auch wenn er nicht direkt angesprochen wird, wird die Sachlage erklärt wie ein Statusbericht; es werden Fakten oder Einschätzungen aufs Derbe pointiert ausgedrückt ("ich bin im Arsch"); Fakten und Handlungen stehen im Vordergrund (klar: im Survival Guide gibt es keine Figuren). Ich denke zwar, dass mich Andy Weir neugierig auf den Marsianer gemacht hat. Dem Survival Guide möchte ich aber nicht mehr als 2 Sterne geben; für mehr war mir zu wenig dran.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Der Schreibstil ist überhaupt nicht meins

DOORS - Der Beginn
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Ich finde die Idee der Buchreihe mit den Zeit-Raum-Portalen und der Antwort auf die Frage "was wäre wenn?" zwar nicht neu, aber dennoch interessant. Allerdings halte ich die Umsetzung für schlecht. Nach ...

Ich finde die Idee der Buchreihe mit den Zeit-Raum-Portalen und der Antwort auf die Frage "was wäre wenn?" zwar nicht neu, aber dennoch interessant. Allerdings halte ich die Umsetzung für schlecht. Nach meiner Meinung fehlt dem Autor der Blick fürs Wesentliche. Er erzählt nicht, sondern er beschreibt wie ein Regisseur oder Maler. Mich als Leserin haben die vielen Details gestört und wenn sich ein Dreitagebaart kurz in einer Sonnenbrille spiegelt, mag dies ein kreativer Kunstgriff sein, welcher trotzdem nichts für die Story getan hat. Ich hätte mir gewünscht, dass öfter ein schlichtes Pronomen verwendet worden wäre statt eines weiteren beschreibenden Substantivs. Wenn ich lese, dass jemand Mitte 40 ist, dann ist "Mittvierziger" in den meisten Fällen dennoch kein gutes Synonym für dessen Namen. Erst nach mehr als 20 Seiten wird der Stil etwas lockerer und weniger ausführlich. Spannung oder sonstige Gefühlsregungen werden trotzdem zwischen irrelevanten Angaben und Schilderungen zerrieben. Inhaltlich fand ich es etwas viel, dass jede der sechs Personen ein Geheimnis/ eine vorgeschützte Identität haben sollte. So scheint der Inhalt genauso wie die Darstellung überladen zu sein. Ich bin mir sicher, dass ich die weitere Geschichte, egal in welcher Form, nicht lesen möchte, und gebe dem Text 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Locker geschriebene Einleitung zum Anschlußroman. Die männliche Hauptfigur war mir total unsympathisch.

Was für ein Arsch! - Gleich und anders verliebt sich gern
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Den Titel dieser Kurzgeschichte hatte ich rein auf das Thema Enemies to Lovers bezogen und war dann etwas überrascht, als es für den männlichen Part (Björn Bengt Becker, 43) zunächst um die Reize des weiblichen ...

Den Titel dieser Kurzgeschichte hatte ich rein auf das Thema Enemies to Lovers bezogen und war dann etwas überrascht, als es für den männlichen Part (Björn Bengt Becker, 43) zunächst um die Reize des weiblichen Parts (Louisa Stein, 28) ging. Er fährt sie fast vom Fahrrad und das Zweite, was ihm dazu einfällt, ist, dass er ihren Arsch phantastisch findet. Der Typ war mir von Anfang an unsympathisch, auch wenn seine Schwägerin meint: Du bist doch gar nicht so! Ich kann mir schwer vorstellen, dass im Anschlußroman aus dieser Kröte ein Prinz werden soll. Für mich gibt es keine Entschuldigung für seine Haltung zu Frauen. Lässt sie sich auf ihn ein, kann sie nicht die Richtige sein; er will die Scheuen erobern. Sein Prinzip auf sich selbst anzuwenden und es damit zu prüfen kommt ihm nicht in den Sinn. Geschrieben ist der Text locker und frisch. Allerdings kam mir das Ganze nicht wie eine Kurzgeschichte vor. Es war eher eine Einleitung, denn es fehlte eine Form von Abschluss. 2 Sterne von mir.

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