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Veröffentlicht am 17.04.2026

Starke Mädchen und magische Fortsetzung mit kleinen Schwächen

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
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„Cassandra Morgan – Die magische Flöte“ ist eine gelungene Fortsetzung, die insgesamt sehr gut gefallen hat. Besonders positiv ist, dass wieder starke Mädchen im Mittelpunkt stehen, die mutig handeln, ...

„Cassandra Morgan – Die magische Flöte“ ist eine gelungene Fortsetzung, die insgesamt sehr gut gefallen hat. Besonders positiv ist, dass wieder starke Mädchen im Mittelpunkt stehen, die mutig handeln, zusammenhalten und eigene Wege gehen. Die Geschichte bleibt dabei kindgerecht, spannend und gut verständlich.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, sodass gut in die Handlung eingetaucht werden kann. Allerdings gab es einige Wiederholungen in den Abläufen, wodurch sich bestimmte Muster ähnlich angefühlt haben und die Spannung teilweise etwas abgeschwächt wurde.

Sehr schön ist, dass neue Wörter gelernt werden konnten, was das Lesen zusätzlich bereichert hat. Die Figuren wirken authentisch und sympathisch, was besonders in einem Kinderbuch sehr gut gelungen ist.

Etwas schwierig war gelegentlich der Lesefluss bei den Briefen mit verschnörkelter Schrift, die nicht immer leicht zu lesen waren.

Insgesamt bleibt ein sehr positiver Eindruck, auch wenn sich die Handlung an manchen Stellen etwas wiederholt.

Fazit & Empfehlung:
Liebevoll erzählte Fortsetzung mit starken Figuren und schöner Botschaft. Kleine Wiederholungen mindern den Lesespaß nur leicht.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Wenn das Leben still neu beginnt

Zugvögel wie wir
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„Zugvögel wie wir“ ist ein sehr ruhiger, atmosphärischer Roman, der mich besonders durch seine emotionale Ehrlichkeit überzeugt hat. Eva steht an einem Punkt im Leben, an dem vieles abgeschlossen scheint ...

„Zugvögel wie wir“ ist ein sehr ruhiger, atmosphärischer Roman, der mich besonders durch seine emotionale Ehrlichkeit überzeugt hat. Eva steht an einem Punkt im Leben, an dem vieles abgeschlossen scheint oder verloren gegangen ist. Ihre spontane Reise wird dabei weniger zu einem äußeren Abenteuer, sondern vielmehr zu einem inneren Prozess.

Mir hat besonders gefallen, dass die Geschichte ohne große Dramatik auskommt. Alles entwickelt sich langsam, nachvollziehbar und sehr realistisch. Genau das macht Evas Veränderung glaubwürdig.

Der Schreibstil ist angenehm ruhig und sehr bildhaft. Man spürt die Natur, die Bewegung und gleichzeitig Evas innere Unsicherheit. Dadurch entsteht eine dichte, aber leise Atmosphäre.

Die Figuren wirken insgesamt sehr authentisch. Besonders Eva ist gut gezeichnet. Die Tochterfigur war für mich emotional nicht immer leicht greifbar, wirkt aber dennoch realistisch in ihrer Haltung.

Fazit: Empfehlenswert für Leser*innen, die ruhige, tiefgehende Geschichten über Selbstfindung mögen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Ein mutiges Buch über Grenzen, Macht und Selbstbehauptung

Hazel sagt Nein
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Hazel sagt Nein hat mich bereits mit seinem modernen, frischen Cover angesprochen, das gut zu einer Geschichte über das Erwachsenwerden passt. Im Mittelpunkt steht Hazel, achtzehn Jahre alt, kurz vor dem ...

Hazel sagt Nein hat mich bereits mit seinem modernen, frischen Cover angesprochen, das gut zu einer Geschichte über das Erwachsenwerden passt. Im Mittelpunkt steht Hazel, achtzehn Jahre alt, kurz vor dem Schulabschluss und an einem Wendepunkt ihres Lebens. Zwischen Zukunftsfragen, Selbstständigkeit und familiären Veränderungen wird sie mit einem schweren Grenzübertritt durch eine Autoritätsperson konfrontiert – und reagiert instinktiv, indem sie Nein sagt. Diese Entscheidung verändert alles.

Die Geschichte wird konsequent aus Hazels Perspektive erzählt, was sie sehr nahbar und eindringlich macht. Besonders gelungen fand ich, wie realistisch dargestellt wird, was ein solcher Einschnitt nach sich zieht: innerlich, im familiären Umfeld und im sozialen Miteinander. Der Prozess des Nein-Sagens und darüber zu sprechen wird sensibel, ehrlich und im richtigen Tempo erzählt. Trotz der Schwere des Themas gibt es immer wieder leise, warme und auch humorvolle Momente, die der Geschichte Raum zum Atmen geben, ohne etwas zu verharmlosen.

Der Schreibstil ist klar, flüssig und gut verständlich. Gefühle, Unsicherheiten und innere Konflikte werden nachvollziehbar dargestellt, ohne ins Überdramatische zu kippen. Auch die Figuren wirken authentisch und stimmig – sowohl Hazel als auch die Nebenfiguren mit ihren unterschiedlichen Reaktionen und Perspektiven.

Für mich ist dieses Buch besonders wichtig, weil es ein hochrelevantes Thema aufgreift und Machtgefälle klar benennt. Es macht Mut, Grenzen zu setzen, laut zu werden und nicht zu schweigen – eine Botschaft, die gerade für junge Menschen von großer Bedeutung ist.

Fazit:
Hazel sagt Nein ist ein bewegendes, sensibles und starkes Buch, das lange nachwirkt. Es erzählt eine belastende Geschichte mit viel Feingefühl, Klarheit und Haltung. Ein Roman, der Gespräche anstößt, Mut macht und den ich Leser:innen aller Altersgruppen sehr ans Herz lege.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Atmosphärisch und nachhallend

Fünf Tage im Licht
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„Fünf Tage im Licht“ ist für mich deutlich mehr gewesen als ein leichter Sommerroman. Ich hatte zunächst mit einer emotionalen Urlaubsgeschichte gerechnet, stattdessen entwickelt sich das Hörbuch ruhig, ...

„Fünf Tage im Licht“ ist für mich deutlich mehr gewesen als ein leichter Sommerroman. Ich hatte zunächst mit einer emotionalen Urlaubsgeschichte gerechnet, stattdessen entwickelt sich das Hörbuch ruhig, intensiv und sehr themenorientiert.

Besonders gelungen fand ich die Auseinandersetzung mit Kunst, Feminismus, Mutterschaft und der Frage, wie weibliche Selbstbestimmung eigentlich aussehen kann. Die Atmosphäre der griechischen Insel wurde dabei sehr eindringlich beschrieben – man spürt förmlich die Hitze und dieses unterschwellige Gefühl, dass sich zwischen den Figuren etwas verändert.

Der Einstieg fiel mir allerdings nicht ganz leicht. Ich habe etwas gebraucht, um eine emotionale Verbindung zu den Figuren aufzubauen, und auch die Handlung entfaltet sich eher langsam. Gerade deshalb wirkt das Ende aber sehr rund und stimmig.

Henriette Schreurs hat das Hörbuch angenehm ruhig gelesen und die Stimmung gut transportiert. Einige kunstbezogene Gedanken hätte ich persönlich trotzdem gern noch einmal nachlesen können, weshalb ich mir vorstellen kann, dass das Buch als Print ebenfalls sehr stark wirkt.

Ein ruhiger, atmosphärischer Roman mit vielen spannenden Themen und mehr Tiefe, als ich erwartet hatte.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Ein notwendiger Roman über Macht, Einsamkeit und weibliche Solidarität

Die Liebeshungrigen
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„Die Liebeshungrigen“ von Karin Tuil ist ein eindringlicher Roman, der sich mit harten, aber hochaktuellen Themen auseinandersetzt. Im Zentrum steht Macht und ihr Missbrauch – ein Thema, das erschreckend ...

„Die Liebeshungrigen“ von Karin Tuil ist ein eindringlicher Roman, der sich mit harten, aber hochaktuellen Themen auseinandersetzt. Im Zentrum steht Macht und ihr Missbrauch – ein Thema, das erschreckend zeitlos ist und auch heute noch, etwa in der Filmbranche, große Relevanz hat. Der Roman zeigt eindrucksvoll, wie Macht nicht nur andere verletzt, sondern auch vereinsamt und die Selbstwahrnehmung verzerrt, besonders bei selbstzentrierten Persönlichkeiten, die für eine Gemeinschaft schwer tragbar sind.

Karin Tuil schreibt klug, präzise und mit viel psychologischem Feingefühl. Ihre Sprache ist durchzogen von Weisheit und Denkanstößen, die lange nachwirken. Besonders stark fand ich die Darstellung weiblicher Solidarität: Frauen, die zusammenhalten, sich gegenseitig stärken und einander Raum geben. Diese Aspekte verleihen dem Roman eine klare feministische Haltung, ohne belehrend zu wirken.

Die Entwicklung der weiblichen Figur ist glaubwürdig und berührend. An manchen Stellen hätte das Buch etwas kürzer sein können, doch gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass diese Themen genau diese Zeit brauchen – man muss sie aushalten dürfen. Das Ende ist schlüssig und rund. Ein wichtiges Buch, das zum Nachdenken anregt und Lust auf mehr von der Autorin macht.

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