Wenn Gefühle wieder laut werden
Der kleine Funke und das große LeuchtenMan sitzt da, blättert rein und denkt erst noch, ach komm, das wird jetzt so ein nettes kleines Bilderbuch. Und dann erwischt es einen plötzlich komplett.
Zwischen den Seiten steckt so viel Gefühl, dass ...
Man sitzt da, blättert rein und denkt erst noch, ach komm, das wird jetzt so ein nettes kleines Bilderbuch. Und dann erwischt es einen plötzlich komplett.
Zwischen den Seiten steckt so viel Gefühl, dass man fast vergisst, wie leise das Ganze eigentlich erzählt wird. Kein großes Drama, kein lautes Tamtam. Eher so ein sanfter Stoß mitten ins Herz, der sagt, hey, wann hast du eigentlich aufgehört, Dinge richtig zu fühlen.
Dieser Vater, der irgendwie funktioniert, aber nicht mehr wirklich lebt, hat mich mehr abgeholt, als ich zugeben will. Und die Tochter, die einfach mit offenen Augen durchs Leben geht, wirkt wie so ein kleiner Spiegel, der einem ganz unverschämt zeigt, was man selbst verloren hat.
Die Illustrationen tragen das Ganze richtig stark. Die sind nicht einfach hübsch, die erzählen mit. Man bleibt hängen, schaut nochmal hin und merkt, wie sich die Stimmung von Seite zu Seite verändert.
Zwischendurch dachte ich kurz, ja okay, ein bisschen mehr Tempo hätte nicht geschadet. Aber ehrlich, genau diese Ruhe ist wahrscheinlich das, was das Buch so besonders macht.
Am Ende bleibt dieses warme Gefühl. Und so ein leiser Gedanke im Kopf, dass man vielleicht wieder anfangen sollte, ein bisschen lauter zu leben. Nicht perfekt, aber echt.