Profilbild von belli4charlotte

belli4charlotte

Lesejury Star
offline

belli4charlotte ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit belli4charlotte über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2026

Herzerwärmend

The Iced Caramel Coffee Agreement
0

The Iced Caramel Coffee Agreement hat mich sofort wieder in dieses kleine britische Städtchen gezogen, das sich inzwischen fast wie ein zweites Zuhause anfühlt. Lower Whilby hat einfach dieses besondere ...

The Iced Caramel Coffee Agreement hat mich sofort wieder in dieses kleine britische Städtchen gezogen, das sich inzwischen fast wie ein zweites Zuhause anfühlt. Lower Whilby hat einfach dieses besondere Etwas – gemütlich, ein bisschen chaotisch, voller Menschen, die man gernhaben muss.

Im Mittelpunkt stehen diesmal Nore und Dex, und die beiden haben mich komplett erwischt. Nore mit ihrem großen Herzen, ihrem ständigen Funktionieren und den leisen Zweifeln, die man nur merkt, wenn man genau hinschaut. Und Dex, der so viel mehr ist als der typische Musiker-Love-Interest: verletzlich, überfordert, aber gleichzeitig so aufmerksam und gut.

Was ich an ihrer Geschichte liebe, ist diese stille, ehrliche Art, wie sie sich gegenseitig Halt geben. Keine großen Dramen, keine überzogenen Gesten – nur zwei Menschen, die sich langsam trauen, wieder sie selbst zu sein. Die kleinen Szenen am See, die Wortgefechte, die Mutproben, die Festivalvorbereitungen… das alles hat so viel Herz und Leichtigkeit, dass ich beim Lesen ständig lächeln musste.

Kyra Groh schafft es einfach, ernste Themen wie Selbstwert, Erwartungen und familiären Druck so einzubauen, dass sie berühren, ohne die Geschichte schwer zu machen. Ihr Schreibstil ist warm, humorvoll und gleichzeitig so präzise, dass man sich in jeder Emotion wiederfindet.

Und ja – das Cover ist wieder ein kleines Highlight. Verspielt, cozy, perfekt für die Reihe.

Mein Fazit:
Ein Buch, das wärmt, ohne kitschig zu werden. Eine Liebesgeschichte, die sich verdient anfühlt. Charaktere, die bleiben. Für mich sogar noch stärker als Band 1 – und das sagt einiges. Absolute Empfehlung für alle, die Geschichten lieben, die gleichzeitig leicht und tief sind.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2026

Verdrehte Märchenwelt

Deadly Ever After – Blut und Schnee
0

Schon nach wenigen Seiten hatte ich dieses herrliche Gefühl, in eine Welt zu stolpern, die man eigentlich kennt – nur um festzustellen, dass hier alles verdrehter, düsterer und faszinierender ist, als ...

Schon nach wenigen Seiten hatte ich dieses herrliche Gefühl, in eine Welt zu stolpern, die man eigentlich kennt – nur um festzustellen, dass hier alles verdrehter, düsterer und faszinierender ist, als jedes klassische Märchen es je war. Die Orgel‑Brüder schaffen es, vertraute Motive neu zu denken und ihnen eine Schärfe zu verleihen, die mich durchgehend begeistert hat.

Im Zentrum steht Tristan, der magielose Neffe des tapferen Schneiders – und für mich der emotionale Anker der Geschichte. Seine Verletzlichkeit, sein Mut und sein stiller Trotz machen ihn zu einer Figur, die man sofort begleitet, ohne sich umzudrehen. Die Reisegruppe, die ihn unterstützt, ist ein kleines Highlight für sich: eine resolute Metzgerin, eine alte Witwe, eine treue Hündin und ein Froschkönig, der mit seiner Mischung aus Witz und Wehmut immer wieder mitten ins Herz trifft.

Die größte Überraschung aber ist die weiße Kaiserin, eine Schneewittchen‑Interpretation, die jede Sanftheit abgelegt hat. Kalt, machtvoll, kompromisslos – und gerade deshalb unglaublich faszinierend.

Was mich besonders überzeugt hat, ist die Art, wie die Autoren mit Märchen spielen. Es gibt unzählige Anspielungen, aber nie wirken sie wie ein Gimmick. Alles fügt sich organisch in eine Welt, die nach dem berühmten „… und wenn sie nicht gestorben sind“ weiterlebt – nur viel brutaler, vielschichtiger und moralisch grauer. Ein klassisches Gut und Böse existiert hier nicht, und genau das macht die Geschichte so spannend.

Der Schreibstil ist klar, flüssig und voller Energie. Die wechselnden Perspektiven sorgen dafür, dass man tief in die Figuren eintaucht, und die Mischung aus düsterer Atmosphäre, Action und feinem Humor funktioniert erstaunlich gut. Besonders das letzte Drittel hat mich komplett abgeholt – rasant, emotional und mit Wendungen, die wirklich sitzen.

Fazit:
Eine packende, düstere und gleichzeitig hoffnungsvolle Märchenadaption, die bekannte Figuren neu erfindet und eine Welt erschafft, in der man sich sofort verliert. Für mich ein echtes Highlight – 5 von 5 Sternen und eine klare Empfehlung für alle, die Märchen lieben, aber bereit sind, sie in einem völlig neuen Licht zu sehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.05.2026

Gefühlvoll und mit Herz

Versprich mir, dass du tanzt
0

Es gibt Bücher, die einen nicht einfach nur begleiten, sondern sich wie ein feiner Riss durchs Herz ziehen – leise, aber spürbar. Versprich mir, dass du tanzt gehört für mich genau in diese Kategorie. ...

Es gibt Bücher, die einen nicht einfach nur begleiten, sondern sich wie ein feiner Riss durchs Herz ziehen – leise, aber spürbar. Versprich mir, dass du tanzt gehört für mich genau in diese Kategorie. Schon die ersten Seiten haben mich tief getroffen: Lily an Adams Bett, die letzten gemeinsamen Stunden, dieses stille, unausweichliche Abschiednehmen. Man spürt jede Nuance ihrer Liebe, jede Angst, jedes Festhalten. Und genau dort beginnt eine Geschichte, die nicht nur traurig ist, sondern voller Leben, Erinnerung und unausgesprochener Wahrheiten.

Was mich besonders bewegt hat, ist Lilys innerer Kampf. Ein Jahr nach Adams Tod steht sie immer noch im Schatten ihrer Trauer, und doch ist da dieses Versprechen, das wie ein leiser Ruf in ihr nachhallt: Finde Josh. Bring Frieden in das, was damals zerbrochen ist.
Dass ausgerechnet Josh – ihr Jugendfreund, ihre erste heimliche Liebe, der Junge, der ihr Herz schon kannte, bevor sie selbst wusste, wie man es schützt – der Schlüssel zu Adams letztem Wunsch sein soll, macht die Geschichte so intensiv.

Die Rückblenden sind wie kleine Fenster in Lilys Vergangenheit. Man sieht zwei Kinder unter einem alten Ahornbaum, zwei Teenager, die sich umeinander drehen, ohne sich je ganz zu trauen. Und später zwei Erwachsene, die an einem einzigen Abend alles verlieren, was sie hätten sein können. Diese Mischung aus Nähe, Verletzung und unausgesprochener Sehnsucht hat mich durchgehend berührt.

Als Lily Josh schließlich in der schottischen Einsamkeit findet, ist nichts romantisch oder versöhnlich – im Gegenteil. Da stehen zwei Menschen voreinander, die beide Wunden tragen, die nie richtig verheilt sind. Und genau das macht ihre Begegnungen so glaubwürdig. Die Spannung zwischen ihnen ist nicht nur romantisch, sondern emotional roh, manchmal schmerzhaft, manchmal zärtlich, immer echt.

Dani Atkins schafft es, Drama und Gefühl so auszubalancieren, dass es nie überladen wirkt. Jede Wendung trifft, jede Enthüllung fügt ein weiteres Puzzleteil hinzu. Und obwohl ich manche Entwicklungen geahnt habe, hat mich die Wahrheit über den Abend vor Lilys Hochzeit trotzdem eiskalt erwischt.

Der Roman erzählt von Liebe – aber nicht nur der romantischen. Sondern auch von der Liebe, die bleibt, wenn jemand geht. Von der Liebe, die man nie ganz vergisst. Und von der Liebe, die man sich selbst wieder zugestehen muss.

Für mich war dieses Buch ein emotionaler Volltreffer: warm, schmerzhaft, hoffnungsvoll. Ein Roman, der zeigt, dass Abschied und Neuanfang manchmal Hand in Hand gehen.

Ganz klare 5 von 5 Sternen.
Ein Buch, das nachhallt – und das man nicht so schnell wieder aus dem Herzen bekommt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2026

Perfekter Reihenauftakt

Love is like a Thunderbolt
0

Love is like a Thunderbolt hat mich von der ersten Begegnung an erwischt – nicht mit einem Insta‑Love‑Moment, sondern mit diesem Gefühl, in eine Welt zu stolpern, die gleichzeitig funkelnd, verletzlich ...

Love is like a Thunderbolt hat mich von der ersten Begegnung an erwischt – nicht mit einem Insta‑Love‑Moment, sondern mit diesem Gefühl, in eine Welt zu stolpern, die gleichzeitig funkelnd, verletzlich und voller Herzschlagmomente ist. Ich hatte Cheerleading nie als so komplexen, fordernden und emotionalen Sport auf dem Schirm, aber hier wird er mit so viel Leidenschaft, Wissen und Respekt erzählt, dass ich völlig darin aufgegangen bin.

Elli und Riven haben mich sofort für sich gewonnen. Zwei Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten, beide mit Narben, die sie nicht laut aussprechen, und doch mit einer Anziehung, die sich langsam, glaubwürdig und unglaublich zart entfaltet. Ich mochte besonders, dass nicht beide gleichzeitig „fallen“, sondern dass dieses vorsichtige Herantasten Raum bekommt. Dadurch wirkt ihre Beziehung echt – und berührend.

Das College‑Setting war für mich ein kleines Highlight. Diese Sporthochschule, in der Herkunft keine Rolle spielt, sondern Können, Disziplin und Teamgeist, schafft eine Atmosphäre, die man selten so liest. Die Vielfalt der Figuren, die unterschiedlichen Hintergründe, die kleinen und großen Geheimnisse – all das ergibt ein lebendiges, glaubwürdiges Miteinander. Besonders Ellis Roommates und Rivens Freunde haben mich überrascht: warmherzig, loyal, manchmal chaotisch, aber immer mit Bedeutung für die Handlung. Man spürt, dass diese Reihe langfristig angelegt ist und viele dieser Stimmen noch lauter werden.

Was mich komplett überzeugt hat, war die Mischung aus Sportsromance und Suspense. Die Briefe, die unterschwellige Bedrohung, die Andeutungen, die sich erst spät zusammenfügen – das alles sorgt für einen Sog, der bis zur letzten Seite anhält. Und dieses Ende… ich war wirklich nicht darauf vorbereitet.

Gleichzeitig scheut das Buch nicht vor ernsten Themen zurück: häusliche Gewalt, psychische Belastung, Leistungsdruck, familiäre Abgründe. Diese Schwere wird sensibel, aber nicht beschönigend erzählt und gibt der Geschichte Tiefe, die lange nachhallt.

Und dann der Schreibstil. Warm, emotional, bildhaft, aber nie überladen – genau die Art von Erzählstimme, in die man sich verliebt und die man sofort wiedererkennt. Ich habe mich darin verloren.

Fazit:
Für mich ist Love is like a Thunderbolt ein echtes Herzensbuch. Spannend, gefühlvoll, atmosphärisch und getragen von Figuren, die man nicht mehr loslässt. Eine perfekte Mischung aus Romantik, Sport und dunklen Geheimnissen – und ein Auftakt, der Lust auf die gesamte Reihe macht. Absolute Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2026

Ein Buch, das sich leise ins Herz schleicht

Ein Kater für zwei Herzen
0

Manchmal begegnet einem eine Geschichte, die nicht laut sein muss, um einen vollständig einzunehmen. Ein Kater für zwei Herzen ist genau so ein Buch – sanft, warm, charmant und voller kleiner Momente, ...

Manchmal begegnet einem eine Geschichte, die nicht laut sein muss, um einen vollständig einzunehmen. Ein Kater für zwei Herzen ist genau so ein Buch – sanft, warm, charmant und voller kleiner Momente, die sich wie ein heimliches Lächeln anfühlen.

Lina und Lukas könnten unterschiedlicher kaum sein: Chaos trifft auf Struktur, Bauchgefühl auf Logik, Herz auf Verstand. Und doch entsteht zwischen ihnen etwas, das sich so echt, so zart und so unaufgeregt entwickelt, dass man beim Lesen fast vergisst zu blinzeln. Besonders Lukas’ behutsame Veränderung hat mich tief berührt – dieses vorsichtige Öffnen, das leise Zulassen von Nähe, das Sich‑Einlassen, obwohl es Angst macht.

Und dann ist da natürlich Kater Karlo alias Picasso – der wahre Star der Geschichte.
Er ist nicht nur Bindeglied, sondern Funken, Katalysator, Chaosstifter und heimlicher Kuppler. Seine Szenen haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht, manchmal sogar zu Tränen gerührt. Dieses kleine Fellknäuel trägt so viel Herz in sich, dass man ihn am liebsten selbst adoptieren würde.

Was mich vollkommen überzeugt hat, ist das Slow‑Burn‑Gefühl, das sich so natürlich entfaltet. Kein künstliches Drama, kein überstürztes Verlieben – stattdessen ein glaubwürdiges, warmes Zusammenwachsen zweier Menschen, die eigentlich gar nicht zusammenpassen sollten. Und genau deshalb so gut funktionieren.

Die wechselnden Perspektiven – Lina, Lukas und hin und wieder Karlo – machen die Geschichte lebendig, witzig und überraschend tiefgründig. Dazu kommen Nebenfiguren, die nicht nur Randerscheinungen sind, sondern das Buch mit Leben, Humor und Herz füllen. Und das Setting? Ein einziges Wohlfühlnest, das sich über die Jahreszeiten hinweg immer wieder neu anfühlt.

Zum Schluss noch ein Wort zum Cover: ein echtes Schmuckstück. Liebevoll gestaltet, detailreich, atmosphärisch – ein Buch, das man nicht nur lesen, sondern besitzen möchte.

Mein Fazit:
Ein warmherziger, cozy Liebesroman voller Charme, Witz und Gefühl. Perfekt für alle, die Geschichten lieben, die nicht schreien, sondern flüstern – und dabei direkt ins Herz treffen. Ein Must‑Read für Katzenliebhaber, Romantikfans und alle, die sich nach einem Buch sehnen, das wie eine Umarmung wirkt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere