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Veröffentlicht am 14.03.2018

Dämonische Rache

Killer City
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Thornhill geht nach Chicago, da er glaubt in dieser Stadt mit seinen Vorlieben unentdeckt zu bleiben. Dort öffnet in wenigen Tagen die Weltausstellung, die so viele Fremde anlocken wird, dass er sicher ...

Thornhill geht nach Chicago, da er glaubt in dieser Stadt mit seinen Vorlieben unentdeckt zu bleiben. Dort öffnet in wenigen Tagen die Weltausstellung, die so viele Fremde anlocken wird, dass er sicher in den Mengen untertauchen kann. Außerdem ist diese Stadt so voll von kriminellen Objekten, weshalb er davon ausgeht, dass sie niemand vermissen wird. Kaum ist er in seinem Hotel angekommen, beginnt er auch schon mit dem Morden. Um in einer eigentlich nur unangenehmen Situation nicht entdeckt zu werden, müssen direkt zwei Menschen sterben. Auch sonst dreht sich bei ihm im Umgang mit anderen Personen gedanklich alles um sein Messer, und wie er diejenigen wohl töten könnte. Sehr schnell erfährt man auch, welcher Dämon ihn zu diesen Taten treibt. Die Abschnitte aus seiner Vergangenheit erklären uns auch einige seiner Beweggründe.

Vom Jäger zum Gejagten

Leider läuft es in Chicago für Thornhill schon bald aus dem Ruder. Zum einen tötet er Leute, die nicht den Vorgaben seines Dämons entsprechen, denn es war ausgemacht, dass er keine Unschuldigen und vor allem keine Kinder tötet. Aber schon am Anfang hält er sich nicht daran und redet es sich selbst gegenüber schön. Hat er vorher viele Jahre erfolgreich gemordet, klappt plötzlich nichts mehr und er wird sogar verhaftet. Nachdem er fliehen kann, wird es für ihn noch schlimmer, denn er begegnet einem Geist. Diese Person müsste eigentlich seit vielen Jahren tot sein. Von nun an beginnt für Thornhill ein Alptraum, denn jetzt ist er plötzlich das Opfer. Er wird von Unbekannten verfolgt, gejagt, gefoltert und fast getötet, kann sich aber ein paarmal befreien. Dabei bestätigt sich, dass der Geist noch sehr lebendig ist. Thornhill hat nur noch im Sinn diesen endlich zu töten, aber das Schicksal hat erst eine andere Aufgabe für ihn vorgesehen.

Fazit

Der Stil ist, wie nicht anders zu erwarten, wieder sehr flüssig, fesselnd und angenehm zu lesen. Ich fand die Story gut, aber nicht überragend. Es fängt sehr spannend an und man ist wirklich erpicht darauf weiter zu lesen. Die Mitte ist mir persönlich etwas zu lang und zu Gewalttätig, was aber auch an meinem Büchergeschmack liegen kann, ich lese gerne Thriller, muss aber nicht die ganze Folter im Detail haben. Das letzte Drittel gefällt mir wieder besser, und mit dem Ende bin ich auch sehr zufrieden, da es noch etwas Raum für Spekulationen gibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Action
  • Atmosphäre
  • Handlung
Veröffentlicht am 19.04.2020

Eine ganz seichte Urlaubslektüre

Mord in Barcelona
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Kommissar Soler muss in einem Mordfall ermitteln, der anscheinend nur wenige Anhaltspunkte für Verdächtige bietet. Zuerst ist auch noch völlig unklar, wer die Tote, in einem fremden Grab, überhaupt ist. ...

Kommissar Soler muss in einem Mordfall ermitteln, der anscheinend nur wenige Anhaltspunkte für Verdächtige bietet. Zuerst ist auch noch völlig unklar, wer die Tote, in einem fremden Grab, überhaupt ist. Das heißt für Soler und seine Kollegen jede Menge langwierige Suche nach Hinweisen. Als dann plötzlich der vermeintliche Sohn des Opfers auftaucht, ist sich Kommissar Soler nicht sicher, was er ihm glauben soll. Gleichzeitig, und ohne Wissen von Soler, fängt seine Schwester, Montse Soler, auf eigene Faust, und im Auftrag ihrer Mutter, Nachforschungen anzustellen.
Montse Soler schließt Bekanntschaft mit dem Sohn des Opfers, um an Hinweise zu gelangen. Dadurch gerät sie immer mehr in einen Gewissenskonflikt, denn dieser ist netter, als sie wahrhaben möchte. Gleichzeitig sammelt Ihr Bruder, Kommissar Soler, immer Teile des Puzzles, wodurch der Sohn der Toten aber auch immer mehr in den Fokus der Ermittler rückt. Dann tauchen noch mehr Verdachtsmomente auf, wodurch sich die Frage stellt, wer nun für was verantwortlich zu machen ist.

Fazit

Das Buch ist leicht zu lesen und für meinen Geschmack hat es zu wenig Schwung. Als leichte Entspannungs- und Urlaubslektüre ist es auf jeden Fall zu empfehlen. Ich finde den Kommissar zu träge und unkreativ. Sicher, solche gibt es auch, und sie kommen auch zum Ziel, aber mir ist das zu seicht. Seine Schwester, Montse, gefällt mir aber sehr gut. Ohne sie wäre der Kommissar wohl aufgeschmissen. Ich würde das Buch nie für mich kaufen, wüsste aber einige Leserfreunde, die genau so etwas gerne lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzähltstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 29.01.2020

Erinnerungen und Lügen

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
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Eine junge Frau wird in ihrem Haus überfallen und ermordet. Einige Spuren am Tatort lassen eine Verbindung zu einem Serienmörder aus Dänemark vermuten, weshalb Therese Hjalmarsson, auch Tess genannt, zugezogen ...

Eine junge Frau wird in ihrem Haus überfallen und ermordet. Einige Spuren am Tatort lassen eine Verbindung zu einem Serienmörder aus Dänemark vermuten, weshalb Therese Hjalmarsson, auch Tess genannt, zugezogen wird. Sie hat sich mittlerweile einen Namen bei der Aufklärung von sogenannten Cold Cases gemacht. Während Tess mit ihrer Kollegin versucht, eine Verbindung zwischen den Fällen herzustellen, tauchen neue Spuren auf. Bei einem weiteren brutalen Überfall auf eine junge Frau, scheint es endlich einen handfesten Hinweis zu geben. Hat der Valby-Mann nun seinen ersten Fehler begangen?

Erinnerungen und Lügen

Dieser vermeintliche Fehler wirft ein ganz neues Licht auf die Fälle. Tess versucht nun eine Verbindung zwischen den Morden in Dänemark und Schweden und der Vermissten Annika herzustellen. Nun wartet eine Menge Geduldsarbeit auf die Ermittler. Alle alten Zeugen und Betroffenen müssen befragt werden. In dem ganzen Durcheinander schalten sich die Medien auch noch ein. Für Tess und ihr Team wird es immer schwerer Wahrheit, schlechte Erinnerungen und Lügen auseinander zu halten. Von den einen Befragten bekommt sie neue Hinweise, von den Anderen wird sie beschimpft. Als sich dann auch noch der Profiler von den Ermittlungen zurückzieht, gerät alles aus den Fugen. Und plötzlich ist Tess selber in großer Gefahr.

Fazit

Das Buch ist flüssig zu lesen, wird für meinen Geschmack aber gegen Ende etwas zu seicht. Es gibt wirklich genug Hinweise und Spuren, aber ich finde die Lösungen dann doch etwas zu banal. Mich haben auch einige Verknüpfungen am Ende nicht wirklich zufrieden gestellt. Andererseits ist es ein durchaus unterhaltsames Buch, dass für mich aber eher zu Krimi zählen würde. Für einen Thriller war es mir nicht spannend genug.

  • Einzelne Kategorien
  • Spannung
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 08.11.2019

Ermittlungen auf isländisch?

Verborgen im Gletscher
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Obwohl Kommissar Konrad in Rente ist, lässt ihn ein alter Fall nicht los. Als dann nach vielen Jahren endlich die Leiche des Vermissten in einem Gletscher gefunden wird, beginnt Konrad doch noch mal zu ...

Obwohl Kommissar Konrad in Rente ist, lässt ihn ein alter Fall nicht los. Als dann nach vielen Jahren endlich die Leiche des Vermissten in einem Gletscher gefunden wird, beginnt Konrad doch noch mal zu ermitteln. Der damalige Hauptverdächtige rückt direkt wieder in den Fokus der Ermittler, aber Konrad war damals nicht zu hundert Prozent von seiner Schuld überzeugt, und ist es heute immer noch nicht. Leider trägt der Verdächtige durch keine Aussage dazu bei, seine Unschuld zu beweisen.
Konrad lässt sich zwar nicht darauf ein, wieder in den Dienst zu treten, aber die Schwester eines anderen Opfers bittet Konrad um Hilfe. Es gibt eigentlich keinerlei Zusammenhang zwischen der Leiche aus dem Gletscher und dem Unfall mit Fahrerflucht Jahre später, aber Konrad möchte der verzweifelten Schwester diesen Gefallen gerne tun und ermittelt auf eigene Faust.

Fazit

Mir hat das Buch vor allem die erste Hälfte wirklich gut gefallen. Ich hatte zwar am Anfang etwas Schwierigkeiten mit den isländischen Namen, aber man liest sich rein. Ich fand es interessant den Rentner Konrad dabei zu begleiten, wie er in einem dreißig Jahre alten Fall Erkundigungen einholt. Die zweite Hälfte des Buches wurde mir dann etwas zu verworren. Es tauchten zu plötzlich zu viele neue Personen auf, da konnte ich nicht immer folgen. Trotzdem finde ich das Buch im Ganzen in Ordnung, es ist für jemanden, der es lieber nicht zu spannend, und alles, was mit den Opfern zu tun hat, nicht zu ausführlich mag, bestens geeignet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Stimmung
  • Figuren