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Veröffentlicht am 11.08.2018

Ein unglaublich süßes und berührendes Kinderbuch

Sieben Minuten nach Mitternacht
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Wie jede Nacht , wenn es Sieben Minuten nach Mitternacht ist, klopft das Monster an Conors Scheibe. Es ist uralt, weise – und sein einziger Freund. Seine Mutter ist an Krebs erkrankt und Conor wird von ...

Wie jede Nacht , wenn es Sieben Minuten nach Mitternacht ist, klopft das Monster an Conors Scheibe. Es ist uralt, weise – und sein einziger Freund. Seine Mutter ist an Krebs erkrankt und Conor wird von Albträumen geplagt. Und nun ist es an der Zeit Geschichten zu erzählten...

Ich muss sagen, ich hatte nicht viele Erwartungen. Hauptsächlich bin ich wegen dem Film auf das Buch gestoßen und dieser hat mich schon angesprochen. Außerdem kenne ich mich noch nicht so in dem Genre Kinderbücher aus – was ich nun definitiv ändern werde.

Der erste Satz: „Das Monster tauchte kurz nach Mitternacht auf. Wie das bei Monstern eben üblich ist.“

Der Einstig hat mich schon zum Lachen gebracht. Conor ist total jung, verhält sich in manchen Situationen aber wie ein Jugendlicher, was darauf schließen lässt, dass er lernt sich um sich selbst zu kümmern. Er durchgeht im Laufe der Geschichte eine kleine Charakterentwicklung und das hat mir sehr gefallen. Obwohl er noch ein Kind ist, merkt man schnell, dass er trotzdem sehr stark ist und sich selbstständig durchs Leben kämpft. Er wird in der Schule gemobbt - nur weil seine Mutter Krebs hat. So lernt man auch seine schwache Seite kennen.
Als Leser wird man durch die unterschiedlichsten Gefühle geführt und der Autor hat es durch seinen Schreibstil geschafft, dass dadurch die ein oder andere Träne vergossen wird!
Also sollte man auf jeden Fall Taschentücher griffbereit haben!

Neben dem unglaublich süßen Cover gibt es auch kleinere und größere Illustrationen, die in schwarz-weiß gehalten sind und mich auch begeistern konnten. So hat man beispielsweise auch das Monster gezeichnet und konnte sich ein genaues Bild davon machen. Obwohl ich mir manchmal gewünscht hätte, dass der Illustrator etwas Farbe benutzen könnte, war es ein schöner Zeichenstil, der auch Erwachsene ansprechen kann!

Man begleitet Conor also durch seinen Alltag, wobei nachts auf einmal ein uraltes Monster auftaucht, welches aus der Baumsorte Eibe besteht. Es ist anfangs etwas komisch, wie das Monster auftritt, aber nach einer Zeit gewöhnt man sich daran und ich habe es schon ins Herz geschlossen.

Anders als gedacht ist es nicht nur eine süße Geschichte, sondern auch etwas, was zum Nachdenken anregt und auch viele Gefühle erweckt. Es ist mal eine ganz andere Geschichte, um einen Jungen mit einer großen Angst und seiner krebskranken Mutter. Darüber hinaus auch von Wut und Schmerz. Das Monster schafft es, dass sich Conor mit seinen Gefühlen auseinandersetzen muss und dabei kommen die Gefühle so laut und unausweichlich rüber, dass man echt schon einmal zu einem Taschentuch greifen muss!
Ich finde, Patrick Ness hat hier ein wundervolles Kinderbuch geschaffen, welches man definitiv auch als Erwachsener lesen kann!
Es ist liebevoll, traurig und zugleich aber auch lehrsam, dass ich es jedem ans Herz legen würde, dieses wundervolle Buch zu lesen!

Ich habe mir den Trailer zum Film angesehen, aber ich denke, dass es nicht ganz an das Buch rankommen wird. Trotzdem werde ich ihn mir natürlich auch anschauen :)

Fazit: Dies ist ein unglaublich emotionales Buch über Schmerz, Trauer, Liebe und dem Gefühl alles zu verlieren. Conor muss seinem Albtraum stellen und der Autor hat es so elegant verpackt, dass man einfach nach Taschentüchern greifen muss! Auch die Illustrationen sind einfach nur wunderschön. Das schreit ja nur nach 5 von 5 Sternen :)

Veröffentlicht am 19.07.2018

Voller Magie, Spannung, Intrigen und Geheimnissen!

Caraval
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Scarlett sehnt sich seit ihrer Kindheit danach vor ihren gewalttätigen Vater fliehen zu können und am magischen Spiel Caraval beizutreten. Als sie zusammen mit ihrer Schwester und dem mysteriösen Julian ...

Scarlett sehnt sich seit ihrer Kindheit danach vor ihren gewalttätigen Vater fliehen zu können und am magischen Spiel Caraval beizutreten. Als sie zusammen mit ihrer Schwester und dem mysteriösen Julian beitreten darf, erfüllen sich ihre Träume. Doch ist Caraval wirklich das, was es zu sein scheint und das, was Scarlett erhofft?

Ich muss sagen, dass ich von dem Buch etwas total anderes erwartet habe. Da ich schon beispielsweise die die Bücher "Die Auswahl" oder "Feuer und Flut" gelesen habe, habe ich gedacht, dass mehr etwas in die Richtung geschrieben wurde. Also, dass es ums blanke überleben geht. Doch dem ist nicht so.

Kommen wir zuerst zum Cover. Es passt gut zum Spiel und ist sehr mysteriös. Auch finde ich, dass es etwas magisches an sich hat und ich hoffe sehr, dass dies im zweiten Band erhalten bleibt.
Die Geschichte wurde in mehrere Teile unterteilt und am Anfang der Geschichte gibt es eine kleine Karte, die ein bisschen dazu beiträgt zu wissen, wo sich Scarlett gerade befindet. Außerdem gab es auch eine Art Briefverkehr zwischen Scarlett und dem Meister vom Spiel Caraval Legend über mehrere Jahre. Da hatte man schon einen gewissen Vorgeschmack, wie sehr sich die Schwestern wünschten, Caraval näher kennenzulernen.
Der Weltenaufbau wurde gut beschrieben. So wusste man bereits auf den ersten Seiten, dass Scarlett und ihre Schwester sich auf der Insel Trisda befinden und es für sie so gut wie unmöglich ist, davon zu verschwinden. Scarlett hat jedoch einen Verlobten abseits der Insel, in dem sie ihre ganze Hoffnung steckt.

Die Hauptprotagonistin Scarlett konnte ich nicht sofort einschätzen. Ich wusste jedoch sehr schnell, dass sie ihre Schwester Donatella über alles liebt und auch wenn sie eine starke Persönlichkeit hat, steckt ein Stück Naivität in ihr.
Donatella mochte ich hingegen nicht so gerne, was vielleicht daran lag, dass man sie erst spät richtig kennenlernt. Sie kommt sehr selbstsüchtig rüber und ziemlich arrogant.
Auch den mysteriösen Julian lernt man Stück für Stück kennen. Bei ihn wusste ich lange nicht, was für ein Spiel er treibt, aber dennoch mochte ich ihn sehr. Er versteckt viele Geheimnisse und zeigt wenige Gefühle. Auch eine kleine Liebesgeschichte ist vorhanden, die meiner Meinung nicht unbedingt hätte sein müssen, aber da sie auch recht wenig Platz einnimmt, dennoch nicht schlimm ist.

Das Spiel an sich war einfach grandios! Der Anfang war stark und auch wenn man etwas irritiert ist, hat man doch das Gefühl, dass man ständig weiterlesen möchte, denn es passiert immer etwas. Spannung ist die gesamte Geschichte über vorhanden und auch wenn sie im Hauptteil etwas zusammensackt, sticht sie dennoch gegen Ende sehr heraus. Besonders da fangen die Verstrickungen erst richtig an und man musste öfters etliche Sätze noch einmal lesen, weil ich nicht ganz glauben konnte, was sich da abspielte. Es gibt viele Aneinanderreihungen von Plottwists, was dafür spricht, dass dieses Buch definitiv sehr gut durchstrukturiert ist.
Die Autorin hat die Geschichte meisterhaft aufgelöst und an sich ist es wirklich ein Meisterwerk, welches viel Magie und Taktik gefordert hat. Hier ein großes Lob an die Autorin Stephanie Garber für dieses grandiose Buch, welches dem Hype definitiv wert ist.
Auf den weiten Band warte ich sehnsüchtig, denn die Geschichte endet mit einem vielversprechenden Kapitel, welches einen nur so auf heißen Kohlen sitzen lässt. Da werde ich bestimmt eine der ersten Personen sein, die sich beim Erscheinungsdatum den zweiten Band "Legendery" direkt schnappen und es genauso wie auch den ersten Band innerhalb eines Tages durchlesen!

Fazit: Wie man bereits sieht, bin ich begeistert von diesem Buch. Die Autorin hat ein Meisterwerk voller Intrigen, Spannung, Geheimnissen und Magie gezaubert, welches alle Fantasyfans begeistern wird. Besonders die Auflösung mochte ich sehr. Von mir gibt es ganz klar 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Eine spannende und aufklärende Geschichte rund um Rassismus

Dear Martin
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Justyce McAllister ist einer der besten in seiner Klasse und Anwärter auf einen Studienplatz in Yale. Doch dann wird er ohne Grund verhaftet – weil er schwarz ist. Er lebt im Jahr 2017 in der USA. So beginnt ...

Justyce McAllister ist einer der besten in seiner Klasse und Anwärter auf einen Studienplatz in Yale. Doch dann wird er ohne Grund verhaftet – weil er schwarz ist. Er lebt im Jahr 2017 in der USA. So beginnt er ein Projekt, in dem er Martin Luther King Briefe schreibt und gegen den Rassismus kämpft.

Bereits als ich den Klappentext gelesen habe, war ich voller Erwartungen. Ich habe noch kein Buch in dieser Richtung gelesen und somit war ich sehr neugierig. Zwei bekannte Autoren haben dieses Buch auch schon gelesen; John Green und Angie Thomas.

Kommen wir zuerst zum Cover. Es ist sehr schön gestaltet. Die Schrift und der abgebildete Junge verlaufen schön in einander. Die Sätze von John Green und Angie Thomas müssen meiner Meinung nach nicht unbedingt auf dem Cover zu sehen sein, aber es stört mich auch nicht besonders.
Das Buch wird in Kapiteln aus der Sicht von Justyce und den Briefen, die er an Martin Luther King schreibt, aufgebaut. Dabei erscheinen diese immer recht unregelmäßig und meistens hinter einem emotionalen Ereignis.
Der Schreibstil von Nic Stone lässt sich leicht lesen und passt sehr zum Protagonisten. Denn er ist jugendlich und geht trotzdem sehr ernst mit der Situation um.

Den Hauptprotagonisten Justyce McAllister mochte ich auf Anhieb, denn er ist ein sehr ruhiger Charakter, der aber trotzdem das Bedürfnis verspürt. etwas gegen diese Rassenteilung zu machen. Man begleitet ihn durch verschiedene Situationen, auf die er meiner Meinung nach verständlich reagiert und ihn somit auch sympathisch macht. Er durchgeht auch eine kleine Charakterentwicklung, die ich gerne mochte, wobei ihn auch sein kleines Projekt hingebracht hat. Neben guten Momenten gibt es aber auch etliche traurige Momente und Schicksalsschläge.

Neben Justyce gibt es dann auch noch seinen besten Freund Manny, den ich sehr mochte, was besonders an seiner lustigen Art lag. Auch einen anderen Charakter lernt man kennen. Es ist Sarah-Jane, welche hier meistens als SJ bezeichnet wird. Sie ist eine gute Freundin von Justyce und wirft oft Sätze in den Raum, die einen sehr zum Nahdenken anregen und ich konnte diese zu hundert Prozent unterstützen.

Kommen wir nun zur Handlung. Man merkt schon, dass ich regelrecht begeistert bin von dieser Geschichte. Die Autorin hat es geschafft mit simplen Alltagssituationen zu beschreiben, wie erschreckend real noch der Rassismus vorhanden ist. Und dieses Buch spielt im Jahre 2017. Man lernt Personen kennen, die der ganzen Feindlichkeit gegen Menschen mit einer anderen Hautfarbe nicht in die Augen sehen wollen und einfach ignorieren, aber auch Charaktere, die sowohl positives, als auch negatives vollbringen. Neben dem Hauptthema "Rassismus" kommt auch die Liebe nicht zu kurz, was alles erstaunlicherweise auf knapp 250 Seiten gepasst hat. Die ganze Handlung erstreckt sich über ein Jahr. Bereits der Anfang hat mich gefesselt und an Spannung hat es definitiv nicht gefehlt! Die Briefe an Martin Luther King sind ziemlich wie ein Tagebucheintrag aufgebaut und er schreibt sich die Seele vom Leib. Auch wirkt es, als würde er zu einem alten Freund schreiben, den er sehr respektiert.
Mich hat diese realistische Geschichte sehr berührt und auch Emotionen geweckt, wie Trauer, Freude oder Wut.

Fazit: Es ist ein realistisches Buch, welches gut mit dem heutigen Rassismus umgeht und auch viele Emotionen weckt. Von mir gibt es glatte 5 von 5 Sternen und ich kann es nur jedem empfehlen!

Veröffentlicht am 12.05.2018

Ein würdiges Finale!

Das Reich der sieben Höfe − Sterne und Schwerter
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Obwohl Rhys Feyres Seelenverwandter ist, kehrt sie zum Tamlins Hof zurück, um ihn auszuspionieren. Dieser hat sich mit Hybern verbündet, doch möchte er nur den Krieg. Feyre muss vorsichtig sein, denn falls ...

Obwohl Rhys Feyres Seelenverwandter ist, kehrt sie zum Tamlins Hof zurück, um ihn auszuspionieren. Dieser hat sich mit Hybern verbündet, doch möchte er nur den Krieg. Feyre muss vorsichtig sein, denn falls ihre Verbindung zu Rhys entdeckt würde, steht nicht nur ihre Liebe, sondern auch die Zukunft von Prythian auf dem Spiel...

Dies ist der dritte Teil der Trilogie!

Das Cover ist mal wieder wunderschön und auch der Schreibstil konnte mich voll mitreißen. Irgendwie schafft es die Autorin immer wieder, dass man weiterlesen möchte – auch wenn es ziemlich viele Seiten hat. Man vermutet, dass es viele Längen werden wird, aber dem ist trotz weniger Kleinigkeiten nicht so. Die Details wirken nicht zu überhäuft und ich konnte mich fast schon fallen lassen..

Nachdem Feyre mir im zweiten Band nicht ganz so gut gefallen hat, konnte sie mich hier voll überzeugen. Sie hat im Laufe der Trilogie eine riesige Charakterentwicklung vollzogen und ich muss schon sagen, dass sie mir hier am meisten ans Herz gewachsen ist. Ihre Stärke hat sie nicht abgelegt, aber sie hat auch wieder etwas Lebendiges in sich, was mich oft zum Lachen gebracht hat. Auch andere Emotionen liegen nicht fern, denn manchmal hat mich die Autorin so gepackt, dass ich ihre Handlungen total nachvollziehen konnte und sehr mit ihr gefühlt habe. Das macht Feyre definitiv zu einen meiner liebsten Charakteren.

Auch Rhys spielt mal wieder eine entscheidende Rolle – als ihr Seelengefährte. Ich muss gestehen – ich kann total nachvollziehen, warum es einen so großen Fanclub von ihm gibt – und ich bin kurz davor auch einzutreten. Er ist definitiv einer der besten männlichen Charaktere, die es gibt und das Herz schmilzt fast schon weg, wenn man von ihm ließt. Er ist nicht der typische Bad Boy, von dem man immer liest und ich denke, jeder wünscht sich einen Rhys an seiner Seite :)

Aber trotz der vielen Romantik, welche ja auch schon im zweiten Teil stark ausgeprägt war, und auch hier wieder vorhanden ist, wird die Haupthandlung natürlich weitergeführt. Spannung war definitiv vorhanden und das Finale konnte sich sehen lassen. Es wirkte trotz der vielen Wendungen nicht vollgequetscht und ich wollte am liebsten die ganze Nacht weiterlesen! Die Welt rund um Prychian lernt man auch besser kennen, da man nun auch die Höfe besser kennenlernt! Das hat mich sehr gefreut und gleichzeitig wollte ich noch mehr lesen!

Auch andere Charaktere lernte man besser kennen und neue Personen statteten einen Besuch ab. Einige lernte ich zu hassen, andere habe ich ins Herz geschlossen. Auch lernte man Kleinigkeiten von bestimmten Personen kennen, die zwar nicht besonders wichtig sind, aber trotzdem der ganzen Geschichte einen gewissen Schliff gaben. Dabei wurde ich das ein oder andere mal stark überrascht. Viele Gefühle fanden einen Platz in diesem Buch, so auch Verletzlichkeit und die Liebe alles für deine Familie zu tun. Das stand sehr im Vordergrund und war an der ein oder anderen Stelle sehe emotional.

Fazit: Es ist ein spannendes Finale, welches mich total überzeugen konnte! Emotionen waren vorhanden und ich denke, mit der Auflösung kann man zufrieden sein. Die Charaktere waren auch wieder sehr gut ausgearbeitet und ich verlange nach mehr von dieser Welt. Auch bin ich gespannt, ob der Film an das Buch heranreichen kann. Von mir bekommt die Geschichte 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 05.04.2018

Ein würdiges Finale

Der Glanz der Dunkelheit
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Lia reist in ihr Heimatland Morrighan zurück, um ihr zur Hilfe zu eilen. Doch sie lässt schweren Herzens Rafe zurück, welcher sie heiraten wollte. Die Zukunft ist ungewiss, denn was wird passieren, wenn ...

Lia reist in ihr Heimatland Morrighan zurück, um ihr zur Hilfe zu eilen. Doch sie lässt schweren Herzens Rafe zurück, welcher sie heiraten wollte. Die Zukunft ist ungewiss, denn was wird passieren, wenn Lia gegen den Komizar in den Krieg ziehen muss und wie wird sie Frieden über die Länder bringen?

Da dies nun das Finale von der Reihe ist, war ich sehr neugierig. Denn vom dritten Teil war ich eher enttäuscht, da er sehr langatmig war, dennoch war ich optimistisch, dass dieses Buch spannend werden könnte.

Kommen wir zuerst zum Cover. Es passt sehr gut zur Reihe und auch wenn es nicht das Schönste von ihnen ist, mag ich es sehr gerne. Die Geschichte und der Kampf werden sehr schön verdeutlicht, denn wenn man etwas genauer schaut, erkennt man im Hintergrund mehrere Soldaten. Auch der Schreibstil hat mich nicht im Stich gelassen. Er hat sich während der Bücher verändert und wurde immer hochgestochener. Das mochte ich ganz gerne. Auch die kleinen Texte von Morrighans, Venda und Gaudrel fehlten nicht. Es ist schön sie zu lesen und ich würde mich sehr über ein eigenes Buch, welches nur diese Texte beinhaltet, freuen.

Auch die Sichten von Rafe und Kaden sind wieder aufgetaucht. Zwar nicht sonderlich ausführlich, aber es war schön wieder mehr von ihnen zu hören. Ich hege gemischte Gefühle für die beiden. Nach dem dritten Band war ich mir ziemlich sicher, dass Kaden mit Lia zusammen kommt, aber beim ersten und zweiten Teil mochte ich Rafe lieber. Inzwischen mag ich beide gerne. Dazu ein großes Lob an die Autorin, dass sie mir die beiden Männer so sympathisch gemacht hat.

Auch Lia zeigt wieder ihre starke Seite. Sie ist definitiv eine sehr sympathische und starke Frau. Das beweiset sie auch in diesem Buch, denn die Begegnung mit den Komizar hinterlässt Spuren. Sie hat sich auch drastisch weiter entwickelt, denn obwohl sie dennoch an der ein oder anderen Stelle naiv ist, ist sie nicht mehr das kleine Mädchen, welches sich vor der Hochzeit fürchtet und flüchtet. Sie ist zu einer stolzen Frau herangewachsen - und mit ihr auch die anderen Charaktere. So hat sich Pauline auch stark entwickelt - und das habe nicht nur ich bemerkt.

Auch war ich gespannt, wie die ganze Dreiecksbeziehung aufgelöst wird. Die Autorin spannt uns damit etwas auf die Folter und anfangs war ich schon ziemlich skeptisch, aber das Ende hat mir dann doch gut gefallen. Zwar hätte ich es mir etwas anders gewünscht, aber ich denke, jeder kann wenigstens ansatzweise zufrieden damit sein.

Der finale Kampf hat mir auch sehr gefallen. Es gab alles, was man sich nur wünschen konnte. Spannung, Intrigen und Geheimnisse. Ziemlich brutal war es auch, was mich keineswegs gestört hat. Zwar bleibt die Liebe und das Drama hier auf der Strecke - anders als in den vorherigen Bänden. Das kann den ein oder anderen vielleicht stören, aber meiner Meinung nach hat es auch sehr zur Stimmung gepasst . Wer den dritten Teil ziemlich schwach fand, wird hier genau das finden, das dort leider gefehlt hat. Denn da ich den vorherigen Band eher langweilig fand, ist hier nun das komplette Gegenteil der Fall.

Fazit: Es ist ein würdiges Finale, was die meisten bestimmt zufrieden stellen wird. Spannung, Geheimnisse und auch die Brutalität haben hier nicht gefehlt. Auch die Charaktere waren mir hier wieder sehr sympathisch und lebendig.