Cover-Bild Die Frau, die frei sein wollte
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10,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Diana
  • Themenbereich: Belletristik - Biografischer Roman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 12.11.2018
  • ISBN: 9783453359284
Hera Lind

Die Frau, die frei sein wollte

Roman nach einer wahren Geschichte
Selma kommt Anfang der 1960er-Jahre als Gastarbeiterkind mit ihren Eltern und Geschwistern aus der Türkei nach Köln. Sie schwebt im siebten Himmel, als sie sich mit siebzehn mit ihrer großen Liebe Ismet verloben darf. Doch ein zufälliges Zusammentreffen mit Orhan wird ihr zum Verhängnis. Arglos steigt Selma in das Auto des ihr fast unbekannten Mannes – was dann passiert, ist ein einziger Albtraum. Sie verliert ihre Ehre und ihre Freiheit, und das Glück mit Ismet zerplatzt für immer. Sie gehört nun Orhan. Aber Selma gibt nicht auf...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2018

Schicksalhaft

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Selma, junge Türkin lebt in Deutschland in wohlhabender Familie, ihre Eltern leben modern aber die haben noch nicht ganz mit die türkische Kultur abgeschlossen. Das Mädchen ist glücklich verliebt in Ismet, ...

Selma, junge Türkin lebt in Deutschland in wohlhabender Familie, ihre Eltern leben modern aber die haben noch nicht ganz mit die türkische Kultur abgeschlossen. Das Mädchen ist glücklich verliebt in Ismet, gerade laufen die Vorbereitungen zu den großen traditionellen türkische Hochzeit als Selma macht der größte Fehler in ihr Leben. Sie steigt freiwillig in Orhans Auto, der nutzt das und entfürt Selma zu seinen Eltern Wohnung, dort macht sie zu Sklavin, Gewalt, Brutalität, Demutigüngen bis zum Zwangsheirat alles das erlebt Selma aber sie gibt nicht auf....


Schreckliche Geschichte und fast kaum zu glauben dass das alles noch in heutigen Zeiten kann passieren, am meisten hätte mich die Gleichgültigkeit von Selmas Eltern betroffen, die haben gar nicht reagiert auf das ganze, wie kann Mutter eigene Tochter so überlassen, sie hat das gesehen wie Selma lebt und wie unglücklich ist... kaum vorstellbar....

Sehr gut hat mir gefallen dass das ganze mit die türkischen Traditionen so gut erklärt ist, die ganze Gefühlswelt von Selma und warum sie hat so lange gebraucht sich zum befreien.

Der Schreibstil ist flüssig und einfach zum lesen und das ganze ist sehr realistisch und authentisch dargestellt.

Veröffentlicht am 17.11.2018

Authentisch

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Ein authentisches Buch, das auf Tatsachen beruht.



Selma ist glücklich: sie hat sich eben mit ihrer Jugendliebe verlobt und träumt von der großen Hochzeit in der Türkei. Doch dann wird sie von einem ...

Ein authentisches Buch, das auf Tatsachen beruht.



Selma ist glücklich: sie hat sich eben mit ihrer Jugendliebe verlobt und träumt von der großen Hochzeit in der Türkei. Doch dann wird sie von einem anderen Türken entführt und in seiner Wohnung eingesperrt und entehrt. Selma ist erst 17 und traut sich nicht, sich zu wehren. So muss sie jahrelang seine Grausamkeiten ertragen und hat keine Chance zur Flucht. Erst als sie eine Tochter hat ist sie bereit, für diese zu kämpfen.



Ein starkes Buch, das sehr aufrüttelnd wirkt. Wer rechnet denn im 21. Jahrhundert noch damit, dass Frauen, so behandelt werden? Zu Beginn hätte ich beinahe aufgehört zu lesen, das Buch war einfach zu grausam, die Protagonistin tat mir so leid. Doch dann wurde es immer spannender und Selma begann sich zu wehren. Sehr schön war immer zu sehen, wie gut die Familien zusammenhalten. Ich habe auch eine türkische Kollegin, bei ihr ist das genauso. Sehr authentisch also alles.



Ich mag die Reihe von Hera Lind mit den wahren Geschichten sehr gerne. Nie hat man das Gefühl, dass man nur eine Story liest. Es steckt viel Herzblut in ihren Erzählungen und das liest man mit jeder Seite mit.



Sehr gut ist auch dargestellt, warum Selma sich nicht wehrt, wie sie das Ehrgefühl ihrer Kultur daran hindert und dass wir westlich erzogenen Menschen das schlecht verstehen können. Nach der Lektüre von „Die Frau, die frei sein wollte“ versteht man das Handeln dieser Menschen sehr viel besser.



Ich freue mich schon auf den nächsten Band und bin gespannt, wessen Geschichte sie dann aufgreift.

Veröffentlicht am 24.06.2023

Selma will frei sein

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Selma, ein türkisches Gastarbeitermädchen kommt in den 60iger Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie ist gut in der Schule und glücklich verliebt in Ismet einen jungen Landsmann, die beiden wollen ...

Selma, ein türkisches Gastarbeitermädchen kommt in den 60iger Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie ist gut in der Schule und glücklich verliebt in Ismet einen jungen Landsmann, die beiden wollen heiraten, doch dazu wird es nicht kommen. Doch dann kommt Orhan, er nutzt ihre Gutgläubigkeit aus, entführt und missbraucht sie.... und Ismet ist für alle Zeit für sie verloren. Ein wahrer Albtraum beginnt... Orhan ist brutal, ein jahrelanges Martyrium beginnt. Schläge und Erniedrigungen sind an der Tagesordnung, das hört auch nach Geburt der gemeinsamen Tochter nicht auf... Doch Selma gibt nicht auf, und endlich kann sie zusammen mit der kleinen Elif fliehen.... Doch es ist nicht leicht, aber sie schafft es, trotz einiger Schicksalsschläge ein glückliches selbst bestimmtes Leben zu führen. Wie ihr das gelungen ist, davon erzählt dieses Buch, das auf einer wahren Begebenheit beruht.

Fazit und Meinung: Eine dramtische Geschichte, die sehr emotional und aufwühlend ist, was muss Selma alles ertragen und erleiden, bis sie so leben kann, wie sie möchte. Es gibt verschiedene Erzählstränge, auch aus der Vergangenheit, das hilft die Situation besser zu verstehen. Beeidndruckend ist der Zusammenhalt in dieser (Selmas) Familie. Selma ist Türkin, das hat aber mit der Gewalterfahrung weniger zu tun, die gibt es in allen Gesellschaftsschichten. Mich hat beeindruckt, wie Selma es geschafft hat .... eine toughe und tapfere Frau ---- von mir gibt es gute 4 Sterne für dieses Buch.

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Veröffentlicht am 10.02.2019

Dieses Buch macht Mut

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Die 17jährige Selma ist glücklich mit ihrem Verlobten Ismet und freut sich auf die baldige Heirat. Doch eines Tages passiert etwas Schreckliches. Sie wird von Orhan entführt, verliert dadurch ihre Ehre ...

Die 17jährige Selma ist glücklich mit ihrem Verlobten Ismet und freut sich auf die baldige Heirat. Doch eines Tages passiert etwas Schreckliches. Sie wird von Orhan entführt, verliert dadurch ihre Ehre und muss von nun an bei ihm bleiben. Aber Selma lässt sich nicht unterkriegen.


Hera Lind war mir bisher nur von ihren Unterhaltungsromanen bekannt. Dieses Buch unterscheidet sich sehr davon. Die Autorin hat ein sehr ernstes Thema aufgegriffen und erzählt uns die grausame und wahre Geschichte einer jungen Türkin. Schonungslos und schockierend. Einfach unvorstellbar!  


Das Buch liest sich zwar leicht, lässt den Leser aber nur als Beobachter an der Geschichte teilhaben. Die Autorin hält uns mit ihrem fast nüchternen Schreibstil auf Distanz und das ist gut so, denn mehr würde man wohl nicht ertragen. Der Gedanke daran, dass es sich um eine reale Begebenheit handelt, ist schon schlimm genug und kaum auszuhalten. Interessant sind vor allem die Ausführungen, was Religion und Gebräuche betrifft, denn obwohl Selma in einer eher modern denkenden Familie aufgewachsen ist, wird sich hier dann doch wieder auf "alte Traditionen" besonnen. Was für eine Scheinheiligkeit! Für Selma ist dies der Beginn eines jahrelangen Martyriums, bei dem sie kaum Hilfe aus der Familie bekommt. Sie wird ständig psychisch und physisch gebrochen und lebt in permanenter Angst. Umso erstaunlicher ist ihre Kraft und Willensstärke. Wieviel Mut muss eine Frau haben, dies auszuhalten? In all seiner Grausamkeit gibt uns die Geschichte aber auch ein wenig Hoffnung. Denn Selma hat sich befreit und ich hoffe, dass sie jetzt ein Leben ohne Angst führen kann.

Veröffentlicht am 03.12.2018

Die Frau, die frei sein wollte

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Die Frau, die frei sein wollte, von Hera Lind

Cover:
Hier kommt gut das gehetzte und angstvolle Gefühl der Protagonistin rüber.

Inhalt:
Selma kommt Anfang der 1960er Jahre als Gastarbeiterkind mit ...

Die Frau, die frei sein wollte, von Hera Lind

Cover:
Hier kommt gut das gehetzte und angstvolle Gefühl der Protagonistin rüber.

Inhalt:
Selma kommt Anfang der 1960er Jahre als Gastarbeiterkind mit ihrer Familie nach Deutschland.
Sie und ihre Familie lebt sich schnell ein, wenn auch der Balanceakt zwischen heimatlicher Kultur und deutscher Lebensweise immer zu spüren ist.
Alles könnte4 so gut verlaufen, wäre da nicht Orhan!
Ein Mann (Türke) der in türkischen Denkweisen verhaftet bleibt und Selma besitzen will.
Er entführt Selma quasi und für sie beginnt ein jahrelanger Höllentripp.

Meine Meinung:
Eine Geschichte die ich mit Entsetzen und Gänsehaut gelesen habe.
Meine Gedanken fuhren Achterbahn:
Es ist so unglaublich was Selma erduldet hat, und immer wieder kommt der Gedanke, warum hat sie sich nicht gewehrt, warum niemandem anvertraut?
Aber dann kommt immer wieder Ansatzweise das Verstehen: sie ist in ihrer Denkweise und ihrem erzogenen Rollenverhalten gefangen.
Wie oft geht es uns nicht selber so: wir wollen ganz anders sein und handeln und schaffen es einfach nicht.

Trotzdem finde ich einfach Widersprüche, die wir uns mit westlichen Denkweisen vermutlich nicht erklären können.
Selma betont immer wieder, wie sehr die Familie zusammenhält, z.B. keine alleinerziehende Frau steht alleine da, aber dann wird eine junge Frau, sofort verstoßen, nur weil sie schwanger ist??

Auf jedenfall ist dies eine Lebensgeschichte bei der man wirklich kaum glauben kann, dass Selma sich daraus wie der Phönix aus der Asche erhebt und immer stärker und selbstbewusster wird.
Das Happy End am Schluss ist irgendwie unglaublich.

Der Schreibstil hat mir nicht so gefallen.
Hier wird kunterbunt durch die Jahre gesprungen. Zwar steht am Beginn der einzelnen Kapitel immer die Jahreszahl, aber es war schon schwierig zu überlegen was war jetzt 1979, 1988,1972, 2013 dann doch wieder 1985.
Und dies mehr als 50 mal, das finde ich unnötig und total verwirrend.
Auch ein inhaltlicher Widerspruch hat mich kurzzeitig sehr verwirrt.

Autorin:
Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

Mein Fazit:
Selma durchlebt einen jahrelangen Höllentripp, ein Martyrium das ich mir nicht vorstellen kann.
Doch sie erhebt sich Phönix aus der Asche und wird stark und selbstbewusst.

Es wird zwar im Buch darauf hingewiesen, dass dies kein rein türkisches Problem ist, aber die Verflechtungen hier sind eben nun mal mit dieser mir so völlig fremden Kultur und Denkweise.
Von mir 4 Sterne.