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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2019

Eine toll recherchierte Reise ins 19. Jahrhundert

Die Räuberbraut
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Vor Kurzem habe ich „Der Hexenjäger“ von Astrid Fritz gelesen und war sowohl vom Schreibstil, als auch von der Geschichte sehr begeistert. Daraufhin habe ich mich sehr schnell für ein weiteres Werk der ...

Vor Kurzem habe ich „Der Hexenjäger“ von Astrid Fritz gelesen und war sowohl vom Schreibstil, als auch von der Geschichte sehr begeistert. Daraufhin habe ich mich sehr schnell für ein weiteres Werk der Autorin entschieden.

Im Mittelpunkt dieses Romans steht nun nicht der Schinderhannes, sondern die Frau an seiner Seite – Juliana Blasius. Auch in diesem Roman hat mich Astrid Fritz durch die hervorragende Recherche bzgl. der historischen Fakten überzeugt. Dies wird auch im Nachwort deutlich. Auch hier wird der Roman um ein sehr umfangreiches Glossar ergänzt, welches ich bei manchem Wort auch in Anspruch nehmen musste. Das gefällt mir aber sehr gut an diesem Werk – durch die Nutzung zeitgenössischer Ausdrücke gewinnt es meiner Meinung nach an Authenzität.

Der Leser findet sich sehr schnell in der ungeschminkten und teilweise für uns heute unglaublichen Realität des 19. Jahrhunderts wieder. Juliana gehört eben nicht zur privilegierten Schicht, sondern zieht mit ihrem Vater und den Schwestern durch die Gegend. Dabei lernt sie den Schinderhannes kennen und lieben. Mit der Heirat hat sie ihr Schicksal besiegelt. Der Ausbruch aus ihrem alten Dasein und Aufbruch in das vermeintliche Abenteuer entpuppt sich als ein unstetes Leben mit vielen Gefahren und Risiken. Das Leben als Räuberbraut fordert seinen Tribut – ein Leben als Vagabund, manchmal mehr schlecht als recht. Saufgelage der Männer, Plündereien, Abkehr ihrer Familie und im Laufe der Geschichte vermehrt auf der Flucht. Dieses Leben erträgt Juliana nur für Ihren Johannes, der auch ihr eine ehrliche und tiefe Liebe entgegen bringt.

Das Buch und ich brauchten ein wenig Anlaufzeit. Das lag z.B. daran, dass ich mich nicht direkt von Anfang an in Juliana hinein versetzen konnte. Aber auch die Geschichte an sich brauchte etwas Zeit ums in Rollen zu kommen. Es gibt eine Reihe von Randfiguren, das war mir zwischenzeitlich ehrlich gesagt etwas zu viel. Dennoch hat es Astrid Fritz verstanden, dass man stets den Überblick behält. Ab einem bestimmten Punkt war die Handlung allerdings fesselnd und mitreißend. Das Schicksal von Juliana ist ergreifend geschildert und endet erfreulicherweise nicht mit der Hinrichtung des Schinderhannes. Es gibt ein Leben danach, in welchem Juliana versucht mit sich ins Reine zu kommen. Dieser Teil hat mir persönlich fast am besten gefallen, dieser Part macht das ganze Buch „rund“.

Insgesamt ein tolles Werk mit interessanten und hervorragend recherchierten Einblicken in das Leben des 19. Jahrhunderts.

Herzlichen Dank an den Wunderlich Verlag für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 29.01.2019

Ein tolles Buch für Kinder, die das Genre Science Fiction bereits für sich entdeckt haben

Blätterrauschen
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Bei diesem Buch hat mich das Cover mit seiner Vielfalt und den bunten Farben sofort angesprochen. Ich gehöre ja zugegebener Maßen zu den „Cover-Greifern“, das Buch muss mir erstmal optisch auffallen. Von ...

Bei diesem Buch hat mich das Cover mit seiner Vielfalt und den bunten Farben sofort angesprochen. Ich gehöre ja zugegebener Maßen zu den „Cover-Greifern“, das Buch muss mir erstmal optisch auffallen. Von außen hätte ich es nicht vermutet, aber es handelt sich hier tatsächlich um einen Science-Fiction-Roman.

Die drei Kinder Oliver, Rosa und Iris verbindet eigentlich nichts – bis auf der Besuch eines Leseclubs in der Buchhandlung Blätterrauschen. Doch es sie sich versehen, stecken sie gemeinsam in einem Abenteuer der besonderen Art. Dadurch sehen sie sich irgendwann gezwungen, sich den anderen gegenüber zu öffnen und zu vertrauen. Denn unsere Helden sind nicht schörkellos und fehlerfrei. Ich fand es an diesem Buch sehr erfrischend, dass die Kinder doch irgendwie ihr Päckchen zu tragen haben und nicht in Ken und Barbie -Manier nahezu gottgleich und unfehlbar durch das Abenteuer gedüst sind. Das macht die Geschichte ein Stück weit realer.

Ohne zuviel von der Geschichte verraten zu wollen – es geht in erster Linie um Zeitreisen. Vor Ort ist dann jedoch die Bandbreite der zu bewältigenden Aufgaben relativ überschaubar, somit ist der Spannungsfaktor nicht besonders hoch. Man muss natürlich bedenken, dass das empfohlene Lesealter ab 10 Jahren angegeben ist. Im Hinblick darauf finde ich es auf jeden Fall erwähnenswert, dass im Buch immer mal wieder Begriffe erläutert werden. Diese Elemente hat die Autorin hervorragend eingebaut – es wirkt nicht aufgesetzt. Eine Person in dem Buch „spricht“ deutsch mit asiatischem Akzent- d.h. es ist wirklich sehr weit entfernt von gutem deutsch. Das lockert das Ganze schon auf, aber ich hätte darauf auch verzichten können. Aber das ist definitiv Geschmackssache, Kinder finden das sicher ganz lustig.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen – also absolut passend für die Zielgruppe. Die Kapitel sind schön kurz gehalten, damit sollten Kinder in dem Alter also überwiegend gut zurecht kommen. Ich würde dieses Buch jetzt allerdings nicht als Einsteigerbuch in das Genre SciFi und Zeitreisen sehen. Es ist für Kids schon noch recht abstrakt mit den Parallelwelten und dem Zeitsprung. Wenn sich ein Kind aber bereits für die Leserichtung begeistern konnte, so finde ich es eine tolle und erfrischende Alternative.

Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 28.01.2019

Dieses Buch macht nachdenklich - ist der Inhalt wirklich so weit weg?

Davor und Danach
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Wer mich etwas länger kennt weiß, dass ich einer bestimmten Spezies angehöre: umgangssprachlich auch als Cover-Lover bekannt, schleichen Vertreter dieser Gattung scheinbar tiefenentspannt durch eine Buchhandlung ...

Wer mich etwas länger kennt weiß, dass ich einer bestimmten Spezies angehöre: umgangssprachlich auch als Cover-Lover bekannt, schleichen Vertreter dieser Gattung scheinbar tiefenentspannt durch eine Buchhandlung um dann wie von magischer Hand geführt ein Buch anzupeilen (möglich aus bis zu 6-7m Entfernung, je nach Lichtverhältnissen), in die Hand zu nehmen und mit Begeisterung zu betrachten. Erst nach Bestehen dieser ersten optischen Prüfung widmet sich der gemeine Cover-Lover dem Klappentext. An diesem Punkt ist die Kaufentscheidung allerdings schon zu 50% gefallen. Augenzeugenberichte zufolge wurde in der Buchhandlung unseres Vertrauens am Samstag ein solches Exemplar gesichtet.

Das war ich.

So locker der Beginn meiner heutigen Rezi auch ist – das Buch „Davor und Danach“ ist das absolute Kontrastprogramm. Und genauer dieser Kontrast besteht auch zwischen Cover und Inhalt.

Das Buch spielt in einer Zeit nach 2049 – es müsste sogar noch eine ganze Ecke später sein. Im Buch befinden sich einige wenige diesbzgl. Hinweise, die aber keine ganz klare Aussage dazu treffen. Die Erde hat viele Probleme: Klimawandel, Wetterextreme, Überbevölkerung, …. Das Buch spielt sich zu 95% in den Gedanken der 14-jährigen Mhairi ab. Das ist zunächst mal eine Umstellung, ich habe mich aber schnell umgewöhnen können. Mhairi befindet sich allein auf der Flucht Richtung Norden, als sie einen stummen Jungen trifft. Direkt zu Anfang wird der Leser klar darauf eingeschossen, dass Mhairi schon viel mehr erlebt hat als die meisten anderen Teenies. Denn so schön und glitzernd das Cover ist – der Inhalt dieses Buches hat mit Glitter und Glamour nichts zu tun.

Überleben ist alles – das ist Mhairis Mantra. Es dauert eine geraume Zeit, bis der Leser weitere Einblicke in die gesellschaftlichen Strukturen bekommt. Da hätte ich mir etwas mehr gewünscht, da blitzt das Genre Dystopie leider etwas zu wenig durch. Die vorhandenen Ansätze finde ich allerdings sehr gut gewählt. Der Weg bis dahin war für mich als Leser stellenweise etwas lang – zwischenzeitlich fand ich die Gedankenfetzen etwas trocken. Aber dran bleiben lohnt sich.

Die Geschichte ist naturgemäß sehr beklemmend. Ich finde es hervorragend, dass die erschütternden Erlebnisse auf der Flucht größtenteils nur angerissen und nicht detailiert dargestellt werden – so passt es zu der gedanklichen Erzählwelt. Die schlimmsten Ereignisse bezeichnet Mhairi selbst als eingeschlossen in ihrer FESTUNG. Es werden keine detailierten Erlebnisberichte offenbart – zum Glück, denn dann hätte ich das Buch sicherlich abgebrochen.

Ich vermute das Werk wird die Gemüter spalten – denn es ist in meinen Augen wie gesagt keine astreine Dystopie. Dafür ist zu wenig Handlung (im eigentlichen Sinne) enthalten. Gut gefallen haben mir die inneren Dialoge Mhairis mit ihrem Papa. Das waren die Stellen, an denen ich eine Verbindung zu Mhairi aufbauen konnte. Ansonsten habe ich – anders als man vermuten könnte – das Buch mit Interesse aber ohne große Emotion gelesen. Dafür habe ich mich – trotz der Erzählperspektive – Mhairi nicht nah genug gefühlt. Vielleicht, weil die Geschichte so unwirklich erscheint – was sie im Hinblick auf die aktuellen Ereignisse aber vielleicht gar nicht ist.

Achtung – jetzt kommen mal klitzekleine Spoiler:

Das Ende fand ich etwas dick aufgetragen, da tummeln sich plötzlich eine Liebesgeschichte und geradezu heroisches Handeln dreier Personen. Das wirkte auf mich etwas überladen und hat mir auch nicht gut gefallen – ein leiseres Ende hätte aus meiner Sicht besser gepasst. Aber das ist sicher Geschmackssache.

Fazit: Auch wenn ich einige Kritikpunkte hatte – das Buch ist auf jeden Fall lesenswert. Auf diese Geschichte muss man sich einfach mal einlassen. Das Buch regt zum Nachdenken an und gewährt einen erschreckenden Ausblick auf eine mögliche Zukunft.

Veröffentlicht am 27.01.2019

Beeindruckende geschichtliche Recherche, die Familiengeschichte könnte etwas mehr Tiefe vertragen

Die Schwestern vom Ku'damm: Jahre des Aufbaus
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Berlin in der Nachkriegszeit – die Stadt liegt in Trümmern. Die Schwestern Rike, Silvie und Florentine, sowie die 2. Ehefrau des Vaters finden Unterschlupf in einer kleinen Wohnung und arbeiten als Trümmerfrauen.

Dieses ...

Berlin in der Nachkriegszeit – die Stadt liegt in Trümmern. Die Schwestern Rike, Silvie und Florentine, sowie die 2. Ehefrau des Vaters finden Unterschlupf in einer kleinen Wohnung und arbeiten als Trümmerfrauen.

Dieses Buch wird aus der Perspektive der ältesten Thalheim-Schwester Rike erzählt. Sie und ihre Schwestern wuchsen privilegiert als Kinder des Kaufhaus-Inhabers Friedrich Thalheim in einer schönen Stadtvilla auf. Dieser Zeitabschnitt wird lediglich in der Erinnerung von Rike angerissen. Die eigentliche Geschichte beginnt mit Ende des 2. Weltkriegs und der Besatzung durch die Sowjets. Das Buch ist prall gefüllt mit gut recherchiertem Hintergrundwissen hinsichtlich der damaligen Verhältnisse. Übrigens wird das Ganze noch ergänzt durch eine Zusammenstellung einiger wichtigen historischen Fakten aus der Zeit, welche als Anhang beigefügt ist. In diese Zeittafel habe ich diverse Male beim Lesen geschaut. Vieles wußte ich nicht/nicht mehr, daher finde ich derartige Glossars immer gut.

Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass das Hauptaugenmerk eben auf jenen historischen Daten und Randinformationen liegt. Dabei gerät die Geschichte rund um die Thalheim-Schwestern manchmal etwas in den Hintergrund. Zwar ist die Story permanent präsent, aber nicht vollkommen im Fokus. Daher fand ich die Entwicklung zwar interessant, konnte aber nicht vollumfänglich mitfühlen. Das ist natürlich Geschmackssache, aber mehr Einblicke in Rikes Gefühlswelt und mehr Szenentiefen hier und da hätte ich persönlich besser gefunden. Denn eigentlich empfinde ich sie als sehr starke Persönlichkeit, wenngleich das an der ein oder anderen Stelle mehr in den Vordergrund gekonnt hätte. Insgesamt hat mir die erste Hälfte des Buches mehr zugesagt, als der Rest. Man war einfach näher „am Geschehen“, während sich in der 2. Hälfte sehr viel um Sylvies Auftritte und einige italienische Bekanntschaften drehte.

Der Schreibstil ist klasse und lud mich zum schmökern ein. Man fühlt stets die umfangreiche Recherchearbeit der Autorin. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen – es bietet einige interessante Einblicke in das Leben der sog. Trümmerfrauen und die Zeit der Besatzung. Abschließend vielen Dank an den Rowohlt/Wunderlich Verlag für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 26.01.2019

Spannender Aufbau, von Band 2 erhoffe ich mir noch mehr

Heliopolis (Band 1) - Magie aus ewigem Sand
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Wer auf Instagram aktiv ist und gern Fantasy liest, kommt an Heliopolis momentan einfach kaum vorbei. Also zog es auch mich schnellstens in die Buchhandlung meines Vertrauens. Heliopolis Band 1 steht ...

Wer auf Instagram aktiv ist und gern Fantasy liest, kommt an Heliopolis momentan einfach kaum vorbei. Also zog es auch mich schnellstens in die Buchhandlung meines Vertrauens. Heliopolis Band 1 steht seit Juli 2018 in den Buchläden, Teil 2 ist seit Kurzem (Januar 2019) im Handel erhältlich.

Die Idee ist bestechend - zwei Welten und eine Besonderheit rund um Hailey und Akasha. Um spoilerfrei zu bleiben, muss ich es bei dieser schwammigen Formulierung belassen. Der Verlagstext hält übrigens, was er verspricht "eine Welt voller Magie, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint". Stefanie Hasse hat eine Welt mit zahlreichen Elementen erschaffen, die man gedanklich erstmal sortieren und zusammenhalten muss. So beginnt das Buch in Heliopolis mit seinen 8 Häusern, den verschiedenen Gaben, Sitten und Gebräuchen. Dort ist Akasha als Prinzessin aufgewachsen.

Hailey hingegen stammt aus Summit/Arizona und führt ein vermeintlich normales Leben. Der Wechsel zwischen Hailey (unsere Welt) und Akasha (Heliopolis) verläuft kapitelweise und ist daher sehr angenehm zu lesen.

Das Buch ist in 2 Teile gegliedert. Teil 1 erzeugte in meinem Kopf ziemlich viele Fragezeichen, aber ich wußte es wird irgendwann alles aufgeklärt. Daher habe ich diesen verhältnismäßig langen Weg auch recht unbeschadet überstanden. In Teil 2 folgen dann relativ schnell einige Enthüllungen, die jedoch auch zu einer (so habe ich es zumindest empfunden) Änderung des Schreibtempos führten. Das ist ja grundsätzlich nicht schlecht, aber: Vorsicht der nächste Abschnitt enthält jetzt mal einen kleinen Spoiler (nach dem 2. Strich kann man spolierfrei weiterlesen):

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Die häufigen Sprünge zwischen Täuschung und Realiät fand ich zum Einen etwas störend und irgendwann hat es mich ein wenig ermüdet. Da wäre für meinen Geschmack etwas weniger doch mehr gewesen. Denn mehr als einmal habe ich dann kurz nochmal zurückgelesen um mich zu vergewissern, dass ich gedanklich dem richtigen Pfad folge.

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Jetzt gehts spoilerfrei weiter :) Es ist keine Überraschung - auch eine Liebesgeschichte rankt sich um gewisse Charaktere. Mir hat außerordentlich gut gefallen, dass dieser Bereich relativ kurz gehalten wurde - ein bißchen ist gut, zuviel übertönt dann schnell die Haupthandlung. Das ist übrigens der einzige Grund, weshalb ich die Obsidian-Reihe abgebrochen habe.

Auf jeden Fall hat dieses Buch mir so gut gefallen, dass ich auf jeden Fall Band auch noch lesen werde - er ist bereits bestellt und die Rezension wird hier auch nicht lange auf sich warten lassen. Davon erhoffe mir noch eine Rückkehr nach Heliopolis, denn das Setting hat mir außerordentlich gute gefallen. Zudem möchte ich sehr gern wissen, in welche Richtung sich nun das familiäre Gebilde von Akasha bewegt - ich habe hier noch keine eindeutige Meinung und immer noch den schon zitierten Beschreibungstext vom Löwe Verlag im Kopf: "eine Welt voller Magie, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint".

Ein kurzes Wort noch zu den Charakteren. Die emotionale Zerrissenheit von Akasha konnte ich nur bedingt nachvollziehen - diesen plötzlichen Wandel empfinde ich etwas oberflächlich. Ansonsten ist sie eine angenehme Persönlichkeit. Ich kann alle übrigen Charaktere noch nicht ganz einsortieren, das macht es für mich allerdings auch spannend. Während des Lesens hatte ich mehrere Punkte, an denen mein Empfinden für Gut und Böse von der Story "gewechselt wurde". Ich bin daher total gespannt, was sich nun als richtig entpuppt.

Eigentlich finde ich es nicht unbedingt kriegsentscheidend für eine Rezension (denn da interessiert mich als Leser ja der Inhalt), aber hier darf man schon mal ein Wort zum Cover verlieren. Es ist - passend zum Thema - in sandigen Tönen mit goldfarbener Schrift gehalten. Also ein echter Hingucker.

Fazit: Kein Buch zum "eben mal nebenher"-Lesen, sonst ist man schnell mal gedanklich auf der falschen Fährte. Die Story ist superinteressant und ich freue mich schon auf Band 2.