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Veröffentlicht am 01.05.2019

Bestialische Morde

DNA
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Vorne weg:

Ich liebe die Bücher von Yrsa Sigurdardóttir, und habe bisher alle gelesen, die auf Deutsch erschienen sind, außer eben diese Reihe.

Was mich von Anfang an sehr irritiert hat, ist, dass sich ...

Vorne weg:

Ich liebe die Bücher von Yrsa Sigurdardóttir, und habe bisher alle gelesen, die auf Deutsch erschienen sind, außer eben diese Reihe.

Was mich von Anfang an sehr irritiert hat, ist, dass sich entgegen zu anderen Islandkrimis und -thrillern nicht geduzt wurde. In Island ist es ja normal, dass sich wirklich jeder duzt, und das wird auch in den meisten Übersetzungen berücksichtigt, nur eben hier nicht. Das finde ich persönlich sehr schade.

Die Protagonisten:

Auf der einen Seite ist da Kommissar Huldar, der offensichtlich nicht ganz so begeistert davon ist, dass ihm die Leitung der Ermittlungen übertragen wurde.

Im krassen Gegensatz dazu steht die Kinderpsychologin Freyja, die Huldar durch ein kleines intimes Intermezzo kennt, und die alles andere als begeistert ist, dass ihn auf diesen Wege wiederzusehen.

Inhalt:

Besonders bestialische Morde an zwei augenscheinlich unschuldigen und wildfremden Frauen stellt die Kriminalpolizei in Reykjavik vor ein Rätsel.
Die kleine Margrét war unentdeckt Zeugin beim Mord an ihrer Mutter, und soll mit Hilfe von Freyja und ihren Kollegen zu einer Aussage gebracht werden.

Meine Meinung:

Die Geschichte ansich ist wirklich gut ausgearbeitet, hat aber meiner Meinung nach doch einige Längen. Ich hatte zu Beginn ein paar leichte Schwierigkeiten in die Geschichte hinein zu finden.
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt flüssig und fesselnd.

Bei den beiden Protagonisten bin ich mir jedoch noch nicht ganz schlüssig, wie ich sie einschätzen soll. Besonders die Figur des Kommissar Huldar finde ich auf der zwischenmenschlichen Ebene leicht grenzwertig.

Wo es mir am Anfang noch ein bisschen an Tempo fehlte, nimmt die Geschichte zum Ende hin hingegen noch einmal richtig Fahrt auf und überraschte mich mit einem Ausgang, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe. Das fand ich wirklich sehr stark erzählt.

Fazit:

Entgegen der bisherigen Bücher der Autorin, in denen auch immer ein bisschen Übersinnliches eine Rolle spielt, spielt dieser Aspekt diesmal keine Rolle. Das finde ich aber auch nicht schlimm, und es mindert ganz sicher nicht die Qualität der Handlung. Besonders die Art und Weise der Morde sticht hier heraus, etwas vergleichbares habe ich bisher noch nicht gelesen.

Alles in allem ein wirklich spannender Thriller. Ich bin gespannt, wie es mit der Reihe weitergeht.

Veröffentlicht am 09.04.2019

Solider Krimi

Gieriger Zorn
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Ich liebe britische Krimis und Thriller und bin da immer offen für neue Autoren und Geschichten. Der Plot von Gieriger Zorn hat mich direkt angesprochen und ich musste das Buch unbedingt Lesen.
Die Handlung ...

Ich liebe britische Krimis und Thriller und bin da immer offen für neue Autoren und Geschichten. Der Plot von Gieriger Zorn hat mich direkt angesprochen und ich musste das Buch unbedingt Lesen.
Die Handlung ist schnell erklärt: Ein besonders brutaler Killer greift ein Liebespärchen auf einem Parkplatz an; zuerst richtet er den Mann regelrecht hin und vergeht sich danach an der Frau, nicht ohne das er diese vorher mit drei Schüssen außer Gefecht setzt. Zeitgleich häufen sich in Sheffield eine Reihe von brutalen Einbrüchen. Handelt es sich bei dem Mörder und dem Einbrecher um ein und dieselbe Person???

DCI Matilda Darke leitet die Ermittlungen, ist selbst allerdings nach einem persönlichen Schicksalsschlag nicht auf der Höhe ihrer Kräfte.

Die Geschichte ansich ist interessant, man fragt sich, was ist das für ein Mensch, der seinen Opfern das antut? Der Schreibstil ist angenehm.
Was mich persönlich allerdings etwas stört ist die Aufmachung des Buches:Die Schrift ist relativ klein und ich empfinde die Kapitel teilweise etwas unübersichtlich. Das liegt allerdings nicht am Autor sondern viel mehr am Verlag.

Die Covergestaltung gefällt mir sehr gut, sie passt sehr gut zu der Umgebung der Handlung.

Obwohl mich die Geschichte ansich gut unterhalten hat, hat mir doch etwas gefehlt; der Funke wollte nicht so recht überspringen.

Fazit:

Ein solider britischer Kriminalroman mit interessanter Handlung.

Veröffentlicht am 02.04.2019

Überraschende Wendungen

Deine letzte Lüge
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Deine letzte Lüge ist ein Psychothriller, der in drei Teilen erzählt wird.

Die Handlung spielt insgesamt in einem Zeitraum von 10 Tagen rund um Weihnachten und Silvester. Im Mittelpunkt steht die Protagonistin ...

Deine letzte Lüge ist ein Psychothriller, der in drei Teilen erzählt wird.

Die Handlung spielt insgesamt in einem Zeitraum von 10 Tagen rund um Weihnachten und Silvester. Im Mittelpunkt steht die Protagonistin Anna, die innerhalb weniger Monate ihre beiden Elternteile verloren hat.

Mittlerweile selbst Mutter einer kleinen Tochter, jährt sich der "Todestag" ihrer Mutter nun zum ersten Mal. Und seltsame Ereignisse geschehen, die Anna an der Todesursache Suizid zweifeln lassen.

Sie wendet sich an die örtliche Polizei und Murray Mackenzie, pensionierter Detective in der Funktion eines Angestellten, nimmt sich der Sache an und beginnt inoffiziell zu ermitteln.

Die Person Murray ist sehr interessant, hat er doch eine Frau, die das Borderline Syndrom hat und selbst immer wieder stark Suizid gefährdet ist.

Die Geschichte wird auf mehreren Ebenen erzählt, einmal aus der Sicht der Protagonistin Anna, aus Sicht von Murray und dann ist da eine dritte Sichtweise, die dem Leser etwas verwirrt, da sie zwischen mehreren Personen zu wechseln scheint.

Die Geschichte hat mehrere überraschende Wendungen, was das Tempo meines Erachtens ein bisschen bremst.

Der Schreibstil ist klar und verständlich, ansich ist es leicht der Handlung zu folgen. Generell ist die Geschichte auch spannend, nur mir persönlich hat ein bisschen das gewisse Etwas gefehlt, was ich aber ehrlicherweise auch nicht genauer benennen kann. Das Tempo hätte auch etwas höher sein können.

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei Deine letzte Lüge um einen unterhaltsamen Thriller, den man relativ schnell durchgelesen hat.

Veröffentlicht am 04.03.2019

Flugpioniere

Das Geheimnis der roten Schatulle
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Das Geheimnis der roten Schatulle ist nach Nacht über Frost Hollow Hall das zweite Buch der Autorin, dass im Thienemann - Esslinger - Verlag erschienen ist und das ich gelesen habe. Es hat mir auch wieder ...

Das Geheimnis der roten Schatulle ist nach Nacht über Frost Hollow Hall das zweite Buch der Autorin, dass im Thienemann - Esslinger - Verlag erschienen ist und das ich gelesen habe. Es hat mir auch wieder gut gefallen, allerdings kommt es an Nacht über Frost Hollow Hall nicht heran.

Die Geschichte um die junge Taschendiebin Elster (Elsa) ist im Jahr 1783 angesiedelt und spinnt eine fiktive Handlung rund um den ersten Ballonflug, den die Brüder Montgolfier zu verantworten hatten.

Der Schreibstil ist flüssig, die Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich zügig lesen. Die Protagonistin Elsa erzählt die Geschichte in der Vergangenheitsform, was sehr angenehm zu lesen ist.

Der Spannungsbogen baut sich kontinuierlich auf und bis zum Schluss kommt der Leser nicht darauf, dass es nicht um die Papiere geht, die sich in der Titel gebenden roten Schatulle befinden, sondern es damit etwas ganz anderes auf sich hat.

Die Geschichte war insgesamt echt nett, allerdings ist diesmal nicht so der Funke übergesprungen, wie es beim Erstlingswerk der Autorin noch der Fall gewesen ist.

Nichts desto trotz kann ich das Buch jedem empfehlen, der gerne Kinder - und Jugendbücher liest.

Veröffentlicht am 26.02.2019

leichte, lockere Untehaltung zum Abschalten

Love Letters From New York
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Vorne weg:

Love Letters from New York ist der erste sogenannte Rockstar - Roman, den ich gelesen habe. Ich gebe zu, ich war schon etwas skeptisch, weil ich sonst ja Bücher mit anderen Handlungen lese, ...

Vorne weg:

Love Letters from New York ist der erste sogenannte Rockstar - Roman, den ich gelesen habe. Ich gebe zu, ich war schon etwas skeptisch, weil ich sonst ja Bücher mit anderen Handlungen lese, fand aber die Anfrage der Autorin so nett, dass die Neugier geweckt war.

Zum Buch:

Die Geschichte wird aus der Sicht von drei Personen erzählt, Matt, Frida und Steffi. Letztere war mir von Beginn an unsympathisch, die beiden anderen Charaktere mochte ich sehr gerne.

Die Handlung spielt im Jahr 2002, in dem Jahr war ich selber nur unwesentlich jünger (20 Jahre), als die Protagonisten, was mir die ganze Geschichte noch näher brachte, war ich in der Zeit doch extremer Fan von Hard Rock und Heavy Metal Musik und habe selber als Azubi im Krankenhaus gearbeitet.

Es hat großen Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen, man war direkt in der Handlung drin, sie ließ sich flüssig lesen, der Schreibstil ist angenehm.

Ich fühlte mich zeitweise zurückversetzt in meine frühen 20ger, was ich sehr schön fand.

Allerdings muss ich aus sagen, wer eher auf gehobene Unterhaltung steht, der ist bei diesem Buch falsch. Ich selber finde es aber auch mal schön, ein Buch zu lesen, wo ich nicht groß nachdenken kann, sondern mich einfach von der Handlung unterhalten lassen kann. Mir hat es wirklich gut gefallen.