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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2019

Es gab schon bessere Roman mit Scarpetta

Blut
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Kay Scarpetta ermittelt in eigener Sache. Während sie immer noch traumatisiert ist von dem Angriff einer Serienmörderin und dem Verrat und den Morden ihres Stellvertreters, wird sie nach Savannah gelockt, ...

Kay Scarpetta ermittelt in eigener Sache. Während sie immer noch traumatisiert ist von dem Angriff einer Serienmörderin und dem Verrat und den Morden ihres Stellvertreters, wird sie nach Savannah gelockt, um rätselhafte Morde in einem Hochsicherheitsgefängnis für Frauen zu untersuchen.
Patricia ist mit diesem Buch ein Spannungs-Thriller gelungen. Das Buch ist schon etwas älter (2011), und in dieser Zeit hat Cornwell noch sehr gut geschrieben. Ihre Sprache ist faszinierend, eine Mischung aus wissenschaftlicher Sprache, eine Sprache der Unterhaltungsliteratur und hochspannende Thrillersprache. Dieser permanente Wechsel der veschiedenen Sprachvariationen macht wirklich Lust das Buch zu lesen. Und so unterschiedlich wie die Sprachen sind auch die Personen des Buches. Kay Scarpetta ist analytisch, detailiert und abwartend, Marino ist ein Polterer mit ausgezeichnetem kriminalistischem Gespür, Benton, der Ehemann von Kay ebenfalls analytisch aber irgendwie farblos, und Lucy, die Nichte von Kay ist unangepasst, geheimnisvoll, störrisch, beratungsresistent – einfach wunderbar.
Für mich als Leserin ist es immer wieder ein Vergnügen Patricia Cornwell zu lesen, da viele Ebenen in mir angesprochen werden z.B. die feministische Seite, die Seite sich niemals unterkriegen zu lassen, aber manchmal auch die melancholische Ebene, das erworbene Wissen darum, dass die Welt eben nicht einfach nur gut ist, aber auch, dass man für seinen Erfolg und sein Glück selbst verantwortlich ist.
Das Buch erhält von mir 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 25.03.2019

War nicht mein Fall

Er ist wieder da
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Ich gebe zu, ich verstehe nicht den Hype, der um dieses Buch gemacht worden ist. Mich hat es jedenfalls nicht sehr begeistert.

Gut, die Idee an sich ist nicht schlecht. Aber ich denke, dass man aus dieser ...

Ich gebe zu, ich verstehe nicht den Hype, der um dieses Buch gemacht worden ist. Mich hat es jedenfalls nicht sehr begeistert.

Gut, die Idee an sich ist nicht schlecht. Aber ich denke, dass man aus dieser Idee hätte viel mehr machen können.
Einige Stellen des Buches waren auch ganz lustig, aber mich störten auch hier die Klischees.
Ich denke, dass ist der Hauptgrund, warum mir das Buch nicht so gut gefiel. Es werden zu viele Klischees benutzt, wie z.B. die Beschreibung der "alten Nazis".
Zu Gunsten des Buches möchte ich sagen, dass mir der Schriftstil gut gefallen hast. Auch die Personenbeschreibungen sind gelungen.
Von daher kann ich dem Buch 3 Sterne geben.

Veröffentlicht am 22.08.2017

etwas enttäuschend

Swing Time
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"Swing Time" von Zadie Smith ist das erste Buch, das ich von dieser Autorin lese.
Laut Klappentext sollte es um einen Roman von zwei Tänzerinnen handeln, die sich schon als Kinder kennengelernt hatten.
Es ...

"Swing Time" von Zadie Smith ist das erste Buch, das ich von dieser Autorin lese.
Laut Klappentext sollte es um einen Roman von zwei Tänzerinnen handeln, die sich schon als Kinder kennengelernt hatten.
Es werden in diesem Buch sehr viele Themen angesprochen, das Thema Tanz hat aber keinen großen Raum in diesem Buch. Was ich sehr vermisst habe.Dafür haben Frauenthemen, schwarze Frauenthemen, Leben als schwarze Frau in Großbritannien, Frauenleben in Afrika, Frauenleben im Islam, Rassismus, Popkultur etc. einen immens hohen Anteil an dem Buch. Und trotzdem ist es kein Buch für Frauen, kein Buch über Feminismus - dazu bezieht es einfach nicht genug Stellung oder geht nicht genug in die Tiefe.Dem ganzen Buch fehlt es an Struktur, manchmal plätschert es einfach nur so vor sich hin. Und als Leser fragt man sich oft: Und jetzt?Die Ich-Erzählerin berichtet, oft auch emotional, über 600 Seiten, aber sie entwickelt sich nicht. Viele andere Figuren entwickeln sich zwar, aber bei den meisten versteht der Leser die Entwicklung bzw. den Weg nicht.
Am Ende legt der Leser das Buch mit Bedauern beiseite: So viele gute Ideen - nicht zum Ende gebracht. So interessante Protagonisten - zuwenig Tiefe und Entwicklung. So viele gute Ansätze - viel zu viele, weniger wäre mehr gewesen. Und so viele kritische, meisterhaft beobachtete Situationen - nicht zu Ende betrachtet, keine Lösungsansätze.
Und ganz besonders schade ist, dass die Autorin mit einer wunderbaren Schriftsprache begnadet ist, und sich selbst in dieser außergewöhnlich bildhaften Sprache verzettelt.
Eigentlich kann man nur sagen: SCHADE .


Das Buch erhält von mir aufgrund der wunderschönen Sprache und der Bemühungen noch 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 18.07.2017

etwas enttäuschend

Swing Time
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"Swing Time" von Zadie Smith ist das erste Buch, das ich von dieser Autorin lese.
Laut Klappentext sollte es um einen Roman von zwei Tänzerinnen handeln, die sich schon als Kinder kennengelernt hatten.
Es ...

"Swing Time" von Zadie Smith ist das erste Buch, das ich von dieser Autorin lese.
Laut Klappentext sollte es um einen Roman von zwei Tänzerinnen handeln, die sich schon als Kinder kennengelernt hatten.
Es werden in diesem Buch sehr viele Themen angesprochen, das Thema Tanz hat aber keinen großen Raum in diesem Buch. Was ich sehr vermisst habe.Dafür haben Frauenthemen, schwarze Frauenthemen, Leben als schwarze Frau in Großbritannien, Frauenleben in Afrika, Frauenleben im Islam, Rassismus, Popkultur etc. einen immens hohen Anteil an dem Buch. Und trotzdem ist es kein Buch für Frauen, kein Buch über Feminismus - dazu bezieht es einfach nicht genug Stellung oder geht nicht genug in die Tiefe.Dem ganzen Buch fehlt es an Struktur, manchmal plätschert es einfach nur so vor sich hin. Und als Leser fragt man sich oft: Und jetzt?Die Ich-Erzählerin berichtet, oft auch emotional, über 600 Seiten, aber sie entwickelt sich nicht. Viele andere Figuren entwickeln sich zwar, aber bei den meisten versteht der Leser die Entwicklung bzw. den Weg nicht.
Am Ende legt der Leser das Buch mit Bedauern beiseite: So viele gute Ideen - nicht zum Ende gebracht. So interessante Protagonisten - zuwenig Tiefe und Entwicklung. So viele gute Ansätze - viel zu viele, weniger wäre mehr gewesen. Und so viele kritische, meisterhaft beobachtete Situationen - nicht zu Ende betrachtet, keine Lösungsansätze.
Und ganz besonders schade ist, dass die Autorin mit einer wunderbaren Schriftsprache begnadet ist, und sich selbst in dieser außergewöhnlich bildhaften Sprache verzettelt.
Eigentlich kann man nur sagen: SCHADE .


Das Buch erhält von mir aufgrund der wunderschönen Sprache und der Bemühungen noch 3 von 5 Sternen.