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Veröffentlicht am 06.07.2019

Man hätte mehr draus machen können...

Ich werde fliegen
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Inhalt:
Lucy Adler verbringt ihre Zeit am liebsten auf dem Basketballplatz. Sie ist anders als die anderen Mädchen, denn ihr Aussehen ist nicht das wichtigste für sie. Was niemand weiß ist, dass Lucy schon ...

Inhalt:
Lucy Adler verbringt ihre Zeit am liebsten auf dem Basketballplatz. Sie ist anders als die anderen Mädchen, denn ihr Aussehen ist nicht das wichtigste für sie. Was niemand weiß ist, dass Lucy schon ewig in ihren besten Freund Percy verliebt ist. Doch Percy wählt immer die nächstbeste Schulschönheit, wenn ihm nach Liebe zumute ist, egal wie nah er und Lucy sich beim Basketball oder ihren Gesprächen über Philosophie kommen. Er scheint also genau auf den Typ Mädchen zu stehen, der Lucy nie sein wollte. Gibt es einen Weg für sie in Percys Herz?

Meine Meinung:
Das Cover des Buches gefällt mir richtig gut. Besonders gefällt mir, dass die verwendeten Farben auch in der Geschichte eine Rolle spielen.

Die Protagonistin Lucy ist 17 Jahre, mag das Chaos und ihre Leidenschaft ist das Basketball spielen. Sie ist damit kein typischer weiblicher Buchcharakter und das gefällt mir unglaublich gut. Sie legt nicht sonderlich viel wert auf ihr Äußeres, was sie irgendwie sympathisch macht. Percy ist cool, ruhig, unnahbar und glaubt nicht an die Liebe. Ich fand ihn nicht sonderlich sympathisch. An vielen Stellen war sein Verhalten, meiner Meinung nach, nicht in Ordnung.

Das Buch befasst sich mit Themen wie Kunst, Feminismus und dem Erwachsenwerden. Aber auch Klischees und Stereotypen spielen eine Rolle. Zudem spielt Freiheit eine wichtige Rolle und natürlich werden auch Liebe und Freundschaft thematisiert.

Der Schreibstil von Dana Czapnik war in Ordnung, teilweise etwas anstrengend. Anfangs hatte ich wirklich Probleme in die Geschichte reinzukommen. Erst die letzten 160 Seiten war ich richtig drin. Besonders gestört haben mich auch die sehr langen Kapitel. Sehr gut fand ich jedoch wie zeitgetreu und authentisch das New York der 90er-Jahre dargestellt wurde. Auch wie Lucy die Stadt und ihre Umwelt wahrnimmt wurde wirklich gut rübergebracht. Sehr gut gefallen hat mir auch das Gespräch zwischen Lucy und ihrer Mutter. Aus der Geschichte insgesamt hätte man aber mehr rausholen können.

Fazit:
„Ich werde fliegen“ ist eine interessante Geschichte über eine junge Frau, die anders ist als andere Mädchen. Jedoch hätte man mehr aus der Geschichte machen können und kürzere Kapitel wären angenehmer gewesen.

Veröffentlicht am 18.06.2019

Sie sind so gegensätzlich und doch perfekt füreinander...

The Opposite of You
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Inhalt:
Als Vera Delane mit geplatzten Träumen in ihre Heimatstadt zurückkehrt, macht sie sich mit einem Food-Truck selbstständig. Dieser steht jedoch genau gegenüber des „Lilou“ – dem angesagtesten Restaurant ...

Inhalt:
Als Vera Delane mit geplatzten Träumen in ihre Heimatstadt zurückkehrt, macht sie sich mit einem Food-Truck selbstständig. Dieser steht jedoch genau gegenüber des „Lilou“ – dem angesagtesten Restaurant der ganzen Stadt. Küchenchef ist dort der der berühmte Killian Quinn. Er ist genau der Typ Mann, den Vera nie wieder an sich heranlassen will. Als Killian „Foodie“ und seine attraktive Besitzerin entdeckt, ist er zwar aufgrund der Konkurrenz wenig begeistert, jedoch von Vera als Köchin fasziniert. Diese lässt sich aber von Killian definitiv nicht einschüchtern und so fliegen schon bald die Fetzen zwischen den beiden…

Meine Meinung:
Das Cover des Buches gefällt mir unglaublich gut. Das Cover-Model sieht genauso attraktiv aus, wie Killian in dem Buch beschrieben ist.

Die Hauptcharaktere Vera und Killian könnten nicht unterschiedlicher sein. Und dennoch sind sie füreinander bestimmt. Vera ist mir von Beginn an sympathisch gewesen. In ihrer Vergangenheit wurde sie gebrochen und trotzdem tritt sie als eine starke Frau auf. Killian ist mit seinem arroganten und launischen Auftreten nicht direkt sympathisch. Dies ändert sich jedoch, sobald man merkt, dass er Vera helfen will und die beiden sich näherkommen. So kommt nämlich seine weiche Seite zum Vorschein. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Leidenschaft von Vera und Killian das Kochen ist. In vielen anderen Romanen ist die Leidenschaft der Protagonisten die Musik oder Sport. Kochen war deshalb mal etwas ganz anderes und hat mir gut gefallen.

Der Roman behandelt durchaus auch ernste Themen, denn es geht um Gewalt in Beziehungen und um Krankheit. Weitere Themen sind Träume, Freundschaft, Familie und Vergangenheit. Es geht zudem um Stärke und darum sich nicht klein machen zu lassen.

Der erste Teil des Buches konnte mich leider nicht wirklich packen. Die Handlung plätscherte so dahin und es passierte kaum etwas außer den Neckereien zwischen Killian und Vera. Die Geschichte hätte deshalb meiner Meinung nach anfangs schneller voranschreiten können. Besser wurde es ab einem emotionalen Gespräch zwischen Vera und ihrem Dad. Als Veras Ex-Freund auftauchte, konnte mich das Buch dann richtig fesseln.

Der Schreibstil von Rachel Higginson war für mich in Ordnung, ließ sich aber leider nicht so flüssig lesen, wie viele andere Bücher. An manchen Stellen wurde die Autorin jedoch sehr poetisch und das hat mir richtig gut gefallen. Leider war die Geschichte nur aus der Sicht von Vera geschrieben. Oft habe ich mir die Sichtweise von Killian gewünscht, auch wenn er sehr offen gegenüber Vera war und seine Gedanken geäußert hat. In einigen Szenen hätte ich einfach gern direkter seine Gedanken und Gefühle erfahren wie z.B. als er wegen einer Kritik sehr zerstört ist.

Fazit:
„The Opposite of You“ ist ein guter Auftakt der Reihe, besitzt jedoch auch seine Schwächen. Der Schreibstil war leider auch nicht so flüssig zu lesen wie der manch anderen Autoren/Autorinnen.

Veröffentlicht am 16.06.2019

Ganz ok für einen Young Adult-Roman

Her mit dem schönen Leben
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Inhalt:
Elisa, Nelly, Felicitas, Philipp und Julius haben endlich ihr Abi in der Tasche. Nun wollen sie alle vor allem eins: Weit weg von den Eltern. So kommt es, dass alle fünf in Hamburg auf der „Ersten ...

Inhalt:
Elisa, Nelly, Felicitas, Philipp und Julius haben endlich ihr Abi in der Tasche. Nun wollen sie alle vor allem eins: Weit weg von den Eltern. So kommt es, dass alle fünf in Hamburg auf der „Ersten Liebe“ - einem Hausboot - in einer WG landen. Zum ersten Mal spüren sie dort, was Freiheit bedeutet. Jedoch kommen mit der großen Freiheit auch zu bewältigende Probleme auf sie zu…

Meine Meinung:
Das Cover des Buches gefällt mir richtig gut. Es ist für einen Young Adult-Roman angemessen und passt wirklich gut zur Geschichte.

Die Hauptcharaktere Elisa, Nelly, Felicitas, Philipp und Julius sind sehr unterschiedliche Menschen. Sie sind mir alle auf die ein oder andere Weise sympathisch. Mit Elisa konnte ich mich recht gut identifizieren, da sie ebenso wie ich bodenständig ist, viel lernt und sich viele Gedanken macht. Felicitas bewundere ich für ihre Verwandlung von eingeschüchterten Mädchen zur selbstbewussten jungen Frau. Philipp ist sehr höflich und hilfsbereit. Julius ist manchmal sehr eigen und verlangt genaue Beschreibungen, um sich Dinge besonders gut vorstellen zu können. Und Nelly lässt ihr Leben einfach auf sich zukommen, anstatt sich zu viele Gedanken zu machen. Bei den Nebencharakteren wusste ich vor allem Claas zu schätzen. Er ist ein älterer Herr und der Besitzer der „Ersten Liebe“. Es kümmert ihn nicht was andere von ihm halten und das macht ihn sympathisch.

Gefallen hat mir an dieser Geschichte der Zusammenhalt in der WG. Gut fand ich auch, dass die Hauptcharaktere Schritt für Schritt erwachsener geworden sind und aus ihren Fehlern lernen.

Ansonsten fand ich die Geschichte leider nicht wirklich überzeugend. Die Entwicklung der Charaktere war zwar interessant, jedoch war die Geschichte nicht packend genug erzählt. Der Schreibstil und die Erzählweise von Steffi von Wolff haben mir leider nicht gefallen. Oft wusste ich in Gesprächen leider nicht, wer gerade zu Wort kommt. Außerdem war die Sprache und das Verhalten der Hauptcharaktere oft noch sehr kindlich, obwohl sie alle über 18 Jahre alt sind.

Fazit:
„Her mit dem schönen Leben“ konnte mich nur teilweise überzeugen. Der Schreibstil hat mir leider nicht gefallen und die Hauptprotagonisten waren oft noch zu kindlich.

Veröffentlicht am 09.08.2021

Achtung: Mehr spirituell als wissenschaftlich!

Frauenblut
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Klappentext
Love your cycle
Wie gut kennst du deinen Zyklus und deinen Körper? Siehst du deine Periode als allmonatliches Übel? Sind PMS und Schmerzen für dich normal? Das muss nicht sein! Denn Beschwerden ...

Klappentext
Love your cycle
Wie gut kennst du deinen Zyklus und deinen Körper? Siehst du deine Periode als allmonatliches Übel? Sind PMS und Schmerzen für dich normal? Das muss nicht sein! Denn Beschwerden gehören eigentlich nicht zur Menstruation und sollten nicht einfach still ertragen werden. Dieses Buch stellt eine Vielzahl ganzheitlicher Heilmittel für die Menstruation vor, um dich dabei zu unterstützen, wieder selbst für deine Zyklusgesundheit zu sorgen.

Meine Meinung
Das Cover des Buches ist gelungen. Es wurde sehr treffend zur Thematik des Buches gestaltet.

Der Einstieg in das Buch ist mir leider nicht so leicht gefallen. Es ist zwar gut und schön, dass auf geschichtliche Hintergründe und Mythen eingegangen wird, jedoch fand ich die Thematik zu sehr in die Länge gezogen. Zudem war ich sehr überrascht wie spirituell und esoterisch das Buch ist. Darauf war ich überhaupt nicht vorbereitet.

Schon besser gefallen haben mir die sich anschließenden Ausführungen zu Anatomie und Hormonen. Es wurde bezüglich dieser Themen ein guter Überblick geschaffen, der sich auch gut zum Nachlesen eignet. Sehr gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin im Buch hervorhebt, dass jede Menstruation individuell ist und nicht in Normen gepresst werden kann. Das ist so wichtig, denn nicht selten fühlen sich Menstruierende unsicher, wenn ihre Menstruation von der scheinbaren Regel abweicht.

Im Anschluss wurden die verschiedenen Phasen des Zyklus wurden sehr anschaulich und wissenschaftlich dargestellt. Daran anknüpfend wurde jedoch die Energetik des Zyklus thematisiert. Dieses Kapitel war unfassbar spirituell und damit kann ich leider nichts anfangen.

Auch im weiteren Verlauf des Buches ist die Betrachtungsweise sehr spirituell und esoterisch. Ich bin für sowas leider nicht offen und habe mich deshalb auch oft durch die Seiten quälen müssen. Ich mag es einfach lieber wissenschaftlich und finde es schade, das man aufgrund des Klappentextes nicht erahnen kann wie spirituell das Buch ist.

Kritisieren muss ich auch die einseitige und starre Betrachtung von hormoneller Verhütung. Es ist okay gegen hormonelle Verhütung zu sein, aber in ein derartiges Buch gehört meiner Meinung nach eine kontroverse Diskussion des Themas, anstatt das ganze einfach nur zu verteufeln.

Der letzte Abschnitt des Buches behandelt das Thema Monatspflege und hat mir mit Abstand am besten am ganzen Buch gefallen. Die verschiedenen Menstruationsprodukte und ihre Geschichte fand ich wirklich interessant. Super fand ich auch, dass auf das Menstruationstabu in der Werbung eingegangen wird. In der Hinsicht muss noch einiges getan werden. Gut gefallen hat mir auch, dass alternative Menstruationsprodukte samt ihren Vor- und Nachteilen kurz vorgestellt wurden.

Wütend gemacht hat mich persönlich das Nachwort. Es handelt sich dabei um eine Zukunftsvision der Autorin in Form einer kurzen Geschichte. In dem Gespräch werden unter anderem herkömmliche Menstruationsartikel belächelt und die Pille verteufelt. Eine derartig unsachliche Darstellung gehört meiner Meinung nach nicht in einen Ratgeber. Und vor allem nicht nachdem im vorherigen Kapitel eigentlich ausgedrückt wurde, dass jeder die Menstruationsartikel nutzen soll, mit denen man sich am wohlsten fühlst.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr sachlich, für mich persönlich oft zu nüchtern und überladen. Manchmal wirkte es so als möchte die Autorin zwanghaft viele Informationen in einen Satz packen. Aufgelockert wurde der Fließtext durch Merkkästchen, kleine Hinweise und Fragen zur Selbstreflexion. Das hat mir sehr gut gefallen. Schade fand ich, dass die Autorin im Buch sehr auf ihre eigene Position fixiert ist anstatt die Themen kontrovers darzustellen. Oft hatte ich das Gefühl Manuela Kloibhofer möchte dem Leser den „richtigen“ Weg aufzwingen.

Fazit
„Frauenblut: Ein Ratgeber für die Menstruation“ hat mich trotz einiger interessanter Informationen leider enttäuscht. Das Buch ist mehr spirituell und esoterisch als wissenschaftlich. Dafür bin ich einfach nicht offen, für andere mag das aber vielleicht genau das Richtige sein.

Veröffentlicht am 03.08.2020

Konnte mich leider nicht überzeugen...

Finding Back to Us
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Klappentext
Als Callie nach langer Zeit in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist der Erste, dem sie dort begegnet, ausgerechnet Keith. Keith, der den Autounfall verursachte, bei dem ihr Vater starb. Keith, ...

Klappentext
Als Callie nach langer Zeit in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist der Erste, dem sie dort begegnet, ausgerechnet Keith. Keith, der den Autounfall verursachte, bei dem ihr Vater starb. Keith, den sie nie mehr wiedersehen wollte. Sofort flammen der Schmerz und die Wut von damals wieder auf. Aber auch ein gefährliches Prickeln, das Callie völlig verwirrt. Denn Keith ist nicht nur die Person, die sie am meisten hasst. Er ist auch ihr Stiefbruder ...

Meine Meinung
Das Cover des Buches gefällt mir gut.

Die Hauptcharaktere des Buches sind Callie Robertson und Keith Blackwood. Callie ist eine entschlossene junge Frau, die aber vor lauter Wut und Hast verpasst richtig um ihren Vater zu trauern. Ihr Medizinstudium gefällt ihr nicht und dennoch ändert sie an ihrer Situation nichts, weil sie eine Verpflichtung spürt das Studium durchzuziehen. Keith ist ehemaliger Soldat und der Stiefbruder von Callie. Ich kann gar nicht so viel zu ihm sagen, da ich ihn als sehr blassen Charakter empfunden habe. Leider waren mir Callie und Keith nicht wirklich sympathisch und ich habe keinen richtigen Zugang zu den beiden und ihrer Geschichte gefunden. Dafür fand ich Parker total sympathisch. Er ist super witzig und ein toller Freund für Callie.

Der Schreibstil von Bianca Iosivoni ist sehr angenehm. Leider muss ich aber zugeben, dass die Geschichte mich nicht wirklich überzeugen konnte. Die Gefühle der Protagonisten sind meistens gar nicht so richtig bei mir angekommen. Die Anziehung zwischen Callie und Keith war zwar spürbar, aber irgendwie hat es mir die richtige Liebesgeschichte gefehlt. „Finding Back to Us“ hat nicht das Herzklopfen ausgelöst, das ein guter New Adult-Roman bei mir hervorruft. Stattdessen hatte ich das Gefühl, dass es zu viel Nebenhandlung gibt und habe das Buch demnach auch teilweise als langatmig empfunden. Die Geschichte von Callie und Keith war ganz nett zu lesen, hat mich aber leider nicht wirklich mitgerissen. Man merkt beim Lesen, das „Finding Back to Us“ nur eine Neuauflage ist und Bianca Iosivoni dieses Buch in ihren Anfangsjahren als Autorin geschrieben hat. Ich weiß, dass Bianca Iosivoni das besser kann! Alle anderen Bücher von ihr mochte ich sehr gerne.

Fazit
„Finding Back to Us“ ist eine ganz nette New Adult-Geschichte, die mich aber leider nicht wirklich überzeugen konnte. Die Charaktere waren mir zu blass, die Gefühle sind nicht bei mir angekommen und irgendwie hat man es verpasst eine richtige Liebesgeschichte zu schreiben.