Cover-Bild Die Unvollkommenen
6,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - SciFi: Nahe Zukunft
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Science Fiction
  • Ersterscheinung: 28.06.2019
  • ISBN: 9783732573806
  • Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
Theresa Hannig

Die Unvollkommenen

Roman

Bundesrepublik Europa, 2057: Es herrscht Frieden in der Optimalwohlökonomie, einem lückenlosen Überwachungssystem, in dem mithilfe von Kameras, Linsen und Chips alles erfasst und gespeichert wird. Menschen und hochentwickelte Roboter sollen Seite an Seite leben. Störenfriede werden weggesperrt.

So auch die Systemkritikerin Lila. Als sie im Gefängnis aus einem künstlichen Koma erwacht, stellt sie fest, dass ihr schlimmster Albtraum wahr geworden ist: Die BEU wird von einer KI regiert. Samson Freitag wird als Gottkönig verehrt und erpresst von den Bürgern optimalkonformes Verhalten. Für Lila steht fest, dass sie Samsons Herrschaft und die Entmündigung der Menschen beenden muss. Ihr gelingt die Flucht, doch Samson spürt sie auf und bietet ihr einen Deal an, den Lila nicht ausschlagen kann ...

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2019

digitale neue Welt

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„Die Unvollkommenen“ ist die Fortsetzung von „Die Optimierer“, lässt sich aber auch gut lesen, ohne den Vorgängerband zu kennen, obwohl es an manchen Stellen durchaus mehr Sinn ergibt, wenn man das vorherige ...

„Die Unvollkommenen“ ist die Fortsetzung von „Die Optimierer“, lässt sich aber auch gut lesen, ohne den Vorgängerband zu kennen, obwohl es an manchen Stellen durchaus mehr Sinn ergibt, wenn man das vorherige Buch kennt.

2057 ist die Optimalwohlökonomie noch weiter entwickelt, und die Bundesrepublik Europa hat sich zu einem lückenlosen Überwachungssystem entwickelt. Menschen werden „integriert“, und leben mit hochentwickelten Robotern zusammen.
Wer das System kritisiert oder sich dagegen auflehnt, wird weggesperrt.

Lila, die eigentlich Paula Richter heißt, erwacht im Gefängnis aus der „Verwahrung“, einem künstlichen Koma. Entsetzt stellt sie fest, dass die BEU von einer KI regiert wird, und dieser als Gottheit verehrt wird.

Vom Schreibstil her lass sich das Buch sehr flüssig, und ich fand es interesannt, die Gedankenspiele, was wäre wenn vom Vorgängerband weitergesponnen zu lesen. Eine komplett digitalisierte Welt klingt für mich definitiv nach einem Alptraum.
Was mir mittendrin auf die Nerven ging, war das ganze mit der Verehrung von Samson – mich hat das alles an Religionsfanatiker erinnert, und ich mag mir nicht vorstellen, war passieren würde, wenn es diese digitalisierte Welt mit integrierten, über ihre Chips von der ‚“Regierung“ steuerbaren Menschen tätsächlich eines Tages geben sollte.

Es lohnt sich auf jeden Fall, beide Bände zu lesen, und ich würde mich freuen, von dieser Autorin künftig noch mehr zu lesen.

Veröffentlicht am 21.08.2019

Beste Dystopie seit langem!

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Endlich mal eine Dystopie die aus dem Einheitsbrei heraussticht! Ich fand diesen Teil genauso spannend wie den ersten Teil und endlich mal was anderes als die ganzen bekannten Reihen in diesem Genre. Und ...

Endlich mal eine Dystopie die aus dem Einheitsbrei heraussticht! Ich fand diesen Teil genauso spannend wie den ersten Teil und endlich mal was anderes als die ganzen bekannten Reihen in diesem Genre. Und das erschreckende ist, dass man sich wirklich vorstellen kann, dass alles so kommt. Mit unseren Smart Homes und GPS getrackten Handys ist es nicht mehr so weit bis zu dieser Zukunft, die Theresa Hannig beschreibt!

Veröffentlicht am 04.08.2019

kratzt an der Oberfläche des Themas

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Teil 1 "Die Optimierer" habe ich nicht gelesen und kann das Buch daher nur wie folgt rezensieren:

Lila ist eine gescheiterte Revolutionsführerin und wacht nach 5 Jahren Strafe aus einem erzwungenen Koma ...

Teil 1 "Die Optimierer" habe ich nicht gelesen und kann das Buch daher nur wie folgt rezensieren:

Lila ist eine gescheiterte Revolutionsführerin und wacht nach 5 Jahren Strafe aus einem erzwungenen Koma auf. In einer Welt, in der Roboter von Menschen äußerlich nicht zu unterscheiden sind und in den fünf Jahren von Lilas Abwesenheit mehr Rechte bekommen haben, erfährt Lila in der "Strafanstalt" erst nach und nach von den Neuerungen. Mit einem Mitgefangenen gelingt ihr zunächst die Flucht aus dem "Internat" und gemeinsam machen sie sich auf den Weg Richtung Landesgrenze. Auf ihrer Flucht werden sie jedoch wieder gefangen genommen. Ihnen wird angeboten, am normalen Leben wieder teilzunehmen, wenn sie spezielle Aufgaben erfüllen.


Lila hat ein großes Problem mit den Rechten der Roboter und der damit einhergehenden Totalüberwachung, die im Laufe des Buches immer deutlicher zu Tage tritt.


Mich hat das Cover angesprochen, jedoch hat mich erst der Klappentext davon überzeugt, das Buch zu lesen.

Die Hauptperson ist eine interessante Persönlichkeit, die in der Geschichte glaubwürdige Standpunkte vertritt und nachvollziehbare Zweifel an der Einstellung anderer und ihrer eigenen hegt. Das mach sie sehr sympathisch.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Das Lesevergnügen war da. Die Geschichte wurde flüssig erzählt - ohne viele Schnörkel.

Aufgrund der Seitenzahl und des Umfangs der Geschichte, dass die Thematik nicht tief angegangen werden kann und wird. Eine hinreichende Lösung der Problematik bleibt aus.

Das Buch bereitet deshalb Vergnügen, weil es einen kurzen Einblick in die Gedankenwelt einer Betroffenen gibt, die dem System kritisch gegenüber steht. Es war in sich abgeschlossen und es ist absolut nicht nötig, Teil 1 zu lesen. Man kann der Handlung auch so sehr gut folgen.


Eingefleischte Fans entsprechender Literatur dürften aufgrund der wenig aufgefassten Vielschichtigkeit der Problematik "Überwachung - Roboter - Mensch" enttäuscht werden. Ich gebe eine klare Leseempfehlung für alle, die mal eine kleine Reise in die "Zukunftsmusik" unternehmen möchten.


Veröffentlicht am 24.07.2019

Alles perfekt?

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Lila heißt eigentlich Paula. Gefällt ihr nicht, genauso wenig wie das herrschende System, welches seine Bürger permanent überwacht. Als ein in ihrer Terrorgruppe geplanter Mordanschlag misslingt, kommt ...

Lila heißt eigentlich Paula. Gefällt ihr nicht, genauso wenig wie das herrschende System, welches seine Bürger permanent überwacht. Als ein in ihrer Terrorgruppe geplanter Mordanschlag misslingt, kommt sie in Verwahrung sprich ins Koma. Nach fünf Jahren gibt es Bewährung in einer luxuriösen Ostseevilla. Die Bewohner werden gemästet, an körperlicher Bewegung gehindert und so ruhig gestellt. Gehirnwäsche soll Gehorsam gegenüber Samson, der es „gut“ mit allen meint, erzeugen. Lila kann fliehen. Kann sie den Alleinherrscher jetzt besiegen? Können die Unvollkommenen helfen?
Beeindruckend, wie die Bevölkerung im Namen des Wohlbefindens für Alle manipuliert wird. Chips zur Optimierung des Seh- und Hörvermögens, zur Stimmungsverbesserung usw. werden implantiert. Dadurch muss jeder das machen, was dem Machthaber gefällt.
Theresa Hannig zeichnet eine erschreckende Zukunftsvision. Kann man deshalb Computer und Fortschritt verteufeln? Merke: Man sollte sich gut überlegen, wem man die Kontrolle überlässt.
Ein nachdenklich stimmender Roman aus dem Bastei Lübbe Verlag, gut zu lesen, manchmal etwas langatmige Lobeshymnen auf den scheinbar allmächtigen Samson, aber ein spannendes Thema. Besonders für jugendliche Leser.

Veröffentlicht am 04.09.2019

Die Unvollkommenen

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Ich hab mich echt schwer getan mit der Fortsetzung der Optimierer...
Den ersten Teil fand ich noch wahnsinnig spannend, gar nicht so fern unserer Realität.
Mit "Die Unvollkommenen" hatte ich so meine Probleme.
Einerseits ...

Ich hab mich echt schwer getan mit der Fortsetzung der Optimierer...
Den ersten Teil fand ich noch wahnsinnig spannend, gar nicht so fern unserer Realität.
Mit "Die Unvollkommenen" hatte ich so meine Probleme.
Einerseits war er spannend zu lesen, was so alles passiert ist und wie sich die Welt entwickelt hat.
Andererseits fand ich die Gedanken und Entscheidungen - ganz besonders von Lila - zeitweise so gar nicht nachvollziehbar.
Dadurch wirkten die Charaktere auf mich nicht wirklich authentisch oder gar greifbar.
Ich denke, ein paar mehr Details, warum zB. Lila jetzt gerade so und nicht anders entschieden hat, hätte des ganze etwas vereinfacht.
So hatte ich einfach nur Probleme, weiterzulesen, wenn es mal grad wieder nicht so spannend war.
Schade...