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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2020

Pageturner, der zeigt wie gefährlich rechtes Gedankengut ist

Wir sind die Wahrheit
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Leahs Bruder Noah liegt im Koma, nachdem er in eine Schlägerei geraten ist. Leah stört es, dass die Rechten jetzt versuchen die Tat zu instrumentalisieren. Doch dann bekommt sie anonym das geheime Videotagebuch ...

Leahs Bruder Noah liegt im Koma, nachdem er in eine Schlägerei geraten ist. Leah stört es, dass die Rechten jetzt versuchen die Tat zu instrumentalisieren. Doch dann bekommt sie anonym das geheime Videotagebuch ihres Bruders, welches zeigt, dass ihr Bruder selbst nach rechts gedriftet ist.Was Leah kaum fassen kann, da er sich vorher noch in der Flüchtlingshilfe engagiert hat. Als Leah dann versucht herauszufinden, was mit ihrem Bruder passiert ist, kommt sie in Kontakt mit einer rechten Gruppe und verliebt sich auch noch in Alexander, deren Anführer.

Die Rechten gehen subtil vor, wenn sie ihr Gedankengut verbreiten. Das zeigt diese Geschichte. Durch die sympathische Protagonistin Leah wird der Leser durch verschiedene Meinungen aus vielen verschiedenen Richtungen mitgenommen. Man fühlt sich, als wäre man dabei, wenn sie plötzlich mit anderen Weltanschauungen konfrontiert wird. Neben der Nähe zum Leser schafft der Autor es mit immer neuen Wendungen, die durch den geschickten Einsatz neuer Schnipsel Noahs Videotagebuchs, Spannung bis zum Schluss zu erschaffen.

Fazit:
Toll, ein brandaktueller Pageturner.

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Schön gestaltetes und spannendes Jugendsachbuch

Young Rebels
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Jugendliche, die etwas verändern, sind oft ein großes Thema in den Medien. Doch längst sind nicht alle so bekannt wie Greta Thunberg, Malala Yousafzai oder Joshua Wong. Dieses Buch vereint uns durch die ...

Jugendliche, die etwas verändern, sind oft ein großes Thema in den Medien. Doch längst sind nicht alle so bekannt wie Greta Thunberg, Malala Yousafzai oder Joshua Wong. Dieses Buch vereint uns durch die Medien bekannte Jugendliche, die die Welt verändern, mit solchen, die nicht so sehr bekannt sind. Es kommen Jugendliche vor, die aus verschiedensten Gründen etwas verändern wollten. Aus allen möglichen Ländern dieser Welt.

Was mich besonders gefreut hat, ist, dass es eben kein zu klein oder zu groß bei den beschriebenen AktivistInnen gibt. Es sind Jugendliche dabei, die etwas bei sich im Ort getan haben und solche, die die ganze Welt verändert haben. Das wird mit einem wirklich tollen Schreibstil ergänzt, der informiert, ohne dabei zu sehr belehrend zu wirken. Gerade für Jüngere ist es schön, dass vieles ganz einfach erklärt wird und wichtige Begriffe noch einmal in einem Glossar erklärt werden. Durch die Ergänzung dieser Elemente kann man durch das Lesen dieses Buches viel neues erfahren und altes Wissen, das man sich etwa durch die Nachrichten er letzten Jahre angeeignet hat, vertiefen. Vielleicht sorgt das Buch auch dafür, dass einige LeserInnen Ideen bekommen, wie sie bei sich, im Kleinen oder im Großen, die Welt noch ein bisschen besser machen können. Denn die Beispiele, die 25 Jugendlichen, sind so gewählt das jeglicher Aktivismus abgedeckt ist und nichts vergessen wird. So findet jedeR etwas, für das er/sie streiten kann, was er/sie verbessern kann.

Ein weiterer positiver Aspekt ist selbstverständlich die Gestaltung, die bei so einem Buch natürlich von größter Wichtigkeit ist. Das wurde bedacht, denn die Gestalltung sind durch hervorragende Illustrationen umgesetzt. Bei jedem Jugendlichen startet das Kapitel jeweils mit einem schönen Portrait und im weiteren Verlauf gibt es weitere Illustrationen, die klassische Symbole des/der jeweiligen AktivistIn zeigen. Dabei wird es jedoch nie zu viele Farbe und Illustration, sondern es bleibt immer ausgewogen.

Fazit:
Ein wirklich tolles Jugendsachbuch, dass ich jedem empfehlen kann, der selbst etwas verändern möchte oder etwas über Jugendliche erfahren möchte, die dies bereits getan haben!

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Spannendes neues Fantasyjugendbuch, mal abseits vom Mainstream

Children of Blood and Bone
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Schon das Cover fand ich bei diesem Buch unglaublich. Schön, spannend und mystisch war es für mich. Es hat mich direkt erwartungsvoll auf den Inhalt gemacht. Auch der Reihentitel "Children of Blood and ...

Schon das Cover fand ich bei diesem Buch unglaublich. Schön, spannend und mystisch war es für mich. Es hat mich direkt erwartungsvoll auf den Inhalt gemacht. Auch der Reihentitel "Children of Blood and Bone" fand ich unglaublich actionreich, wobei es ja etwas nach viel Blut klingt, aber in Wirklichkeit bedeutet das etwas ganz anderes. "Goldener Zorn" klingt auch schön. Zuletzt kam dann noch der Klappentext dazu und ich wusste : Dieses Buch MUSS ich lesen!
Die Handlung steckt im wesentlichen schon im Klappentext. Ein Mädchen ohne Magie, was die Magie plötzlich bekommt soll die Magie, die geklaut wurde, wiederfinden. Und nein : Ich finde, auch wenn es ein bisschen so klingt und es auch viele behaupten : Dieses Buch ist kein Mainstream - Buch. Ich halte es für ein ganz besonderes Buch und fand das Leseerlebnis großartig. Bei den Themen baut die Autorin auch auf aktuelle gesellschaftliche Themen auf. Diskriminierung und Rassismus, wie wir ihn in der realen Welt erleben, gibt es auch dort. Die Autorin lenkt geschickt auf dieses Thema, so dass dem Leser erst gar nicht klar wird worauf si anspielt, doch insgesamt kommt dieses Thema, besonders wenn man im Nachinein drüber nachdenkt, häufig vor. Doch das Buch wird dadurch nicht langweilig. Top!
Das Buch spielt in einer Fantasywelt, die vielleicht doch schon ein bisschen Mainstream ist. Doch das besondere : Diese Mainstream Welt erinnert an Afrika (zumindest in Teilen). Zu den einzelnen Orten möchte ich gar nicht so viel sagen, aber : Die Autorin hat die Beschreibung der Orte so hinbekommen, dass man ungefähr weiß, wie es aussieht, ohne das jedes Sandkorn beschrieben wird.
Das Buch ist aus Sicht von drei Protagonisten geschrieben. Einmal ist da die schon gennante Zélie. Sie ist die Heldin , auf die alle vertrauen. Sie ist arm, wird ausgegrenzt, als Made beschimpft und lernt kämpfen. Sie hat einen starken Willen und ist die Figur, mit der man amm meisten mitfiebert. Dann ist da Amari. Sie ist die Prinzessin und aus dem Palast geflohen, um Zélie und ihrem Volk ein wichtiges Artefakt zu bringen. Mit ihr foebert man auch mit und sie ist keinesfalls die klassischen Wendung. Dann ist da Inan. Der Prinz und Kommandant der Truppen. Er muss gegen seinen Willen seine Schwester jagen.
Alle Charaktere sind gut gezeichnet und schön ausgedacht.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sie baut Spannung auf. Sie schreibt gut und spannend, ab und zu auch lustig. Sie schafft es, fast jede Seite im Buch spannend zu machen - und den Leser das Buch an einem Tag durchlesen zu lassen.

Fazit:
Eine Empfehlung an alle Fantasyfans, Jugendbuchleser und Leute, die besondere Bücher lieben. Dieses Buch glänzt einfach an so vielen Punkten, dass ich es nur mit fünf Sternen bewerten kann.

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Veröffentlicht am 30.09.2019

Schön spannendes Jugendbuch mit viel Fantasie!

Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte
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Für mich fängt ein Buch immer schon bei der Gestaltung von Cover und Klappentext an. Ich kann sagen : Die Gestaltung des Covers ist sehr gut gelungen, einerseits weil sie super zum Buch passt und andererseits ...

Für mich fängt ein Buch immer schon bei der Gestaltung von Cover und Klappentext an. Ich kann sagen : Die Gestaltung des Covers ist sehr gut gelungen, einerseits weil sie super zum Buch passt und andererseits auch, weil die Gestaltung sich auch so durchs Buch zieht und so noch besser passt. Auch der Klappentext war sicherlich ein entscheider Faktor, der mich sehr neugierig auf das Buch gemacht hat, da er einfach schön geschrieben ist und - im Nachhinein kann ich das sagen- auch super zum Buch passt.

Ich finde es auch sehr schön, wie die Reihenfolge der Ereignisse in der Geschichte passiert. Sie ist so angeordnet, dass es mir persönlich sehr leicht war der Geschichte zu folgen, auch wenn es zwischendurch Zeitsprünge gab. Zudem war gab es keinen unnötigen "Schnick-Schnack" zwischendrin, der die Geschichte unnötig in die Länge ziehen würde. Die Geschichte ist einfach klar strukturiert und man kann sie nachvollziehen. Das gefällt mir auch sehr!

Nicht zuletzt liegt das natürlich auch am sehr sympathischen Protagonisten Lazlo. Es macht Spaß, ihn durch seine Reise vom im Kloster aufgewachsenen Waisen über den Bibliothekarslehrling bis nach Weep zu begleiten. Er hat einige Schwächen, die ihn aber zu dem machen, was er ist. Ich mochte seine verträumte und nachdenkliche Art und seine Faszination für Weep sehr!

Insgesamt kann ich auch sagen, dass mir der Schreibstil und der Spannungsaufbau der Autorin sehr gefallen haben. Ich mag es, wenn die Geschichte sich spannend entwickelt und durchgängig spannend bleibt. Schade fand ich es nur, dass das Buch so ein offenes Ende hat, sodass ich jetzt warten muss, bis der zweite Band erscheint.

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Veröffentlicht am 05.09.2019

Es sind nur drei Worte...

Nur drei Worte (Nur drei Worte – Love, Simon )
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Schon das Cover finde ich großartig, was auch schon für das Buch spricht. Die Gestaltung ist wirklich schön & passt zum Buch bzw. stellt sie eine konkrete Szene dar, die super dargestellt wurde und schon ...

Schon das Cover finde ich großartig, was auch schon für das Buch spricht. Die Gestaltung ist wirklich schön & passt zum Buch bzw. stellt sie eine konkrete Szene dar, die super dargestellt wurde und schon mal ein positives Gefühl auslöst.

Das Buch schildert glaubhaft, wie Simon versucht die Bedingungen der Erpressung mit seinen Mails zu erfüllen, weil er nicht möchte, dass er geoutet wird. Zudem werden auch die Emails von Blue & Simon im Buch niedergeschrieben. Das Buch wirft ein Schlaglicht darauf, dass das Coming - Out von Schwulen immer noch kein Selbstverständnis ist und das Schwule noch längst nicht von allen Leuten akzeptiert werden (hierbei sollte man auch Donald Trump erwähnen - obwohl der nicht im Buch steht).

Auch zu Hause ist bei Simon einiges schwierig - sein Vater macht oft Schwulenwitze und so kann er sich natürlich überhaupt nicht vorstellen, sich vor seiner Familie zu outen. Sicherlich ist das auch ein weiteres Schlaglicht, dass die Autorin auf die Akzeptanz von Homosexuellen setzen wollte.

Simon ist für mich ein echt identifizierbarer Protagonist. Es kommt tatsächlich selten vor, dass ich mich mit Protagonisten identifizieren kann, meist nur in gut geschriebenen Büchern (wie diesem Buch), meist finde ich diese nur sympathisch. Ich finde es gut, dass Simon so normal ist. Ein alltägliches Leben hat. Keine besonderen Fähigkeiten, keine wirklichen Besonderheiten. Super!

Dazu kommt noch, dass die Autorin einen super Schreibstil hat. Sie hat das Gefühl für die richtigen Details. Sie lässt Details weg, wenn sie die Atmosphäre zerstören und fügt Feinheiten und Hintergrundinformationen hinzu, wenn sie dazu gehören. Toll!

Fazit :
Für mich ganz klar eines der besten Bücher der letzten Jahre. Das Buch kombiniert ein wichtiges und ernst zu nehmendes Thema, nämlich die Akzeptanz von Homosexuellen, mit einem toll identifizierbarem Protagonisten und einem super Schreibstil. Mein aktuelles Lieblingsbuch!

Diese Rezension kommt von meinem Blog : https://martinsbuchbox.blogspot.com/2019/01/nur-drei-worte.html