Cover-Bild Kärntner Kesseltrieb
Band der Reihe "Sepp Flattacher"
(8)
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10,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Themenbereich: Sport und Freizeit
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 19.09.2019
  • ISBN: 9783740806101
Alexandra Bleyer

Kärntner Kesseltrieb

Kriminalroman
Tiefschwarzer Humor aus dem Mölltal.

Mit Touristen im Revier hat Aufsichtsjäger Sepp Flattacher seine liebe Not. Und als er mitten im Wald eine stattliche Hanfplantage entdeckt, ist’s endgültig aus mit der Gaudi. Denn für ein Drogenkartell hat Sepp fast noch weniger Verständnis als für übereifrige Schwammerlsucher. Entschlossen bläst er zur Jagd auf die Ganoven im Mölltal. Doch die sind durchaus bereit, über Leichen zu gehen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.09.2019

Die Schlangengrube

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„Schnackseln könnts meinetwegen in den Brombeerstauden, wenns euch ka Hotel leisten könnts!“ (S. 10) Aufsichtsjäger Sepp Flattlacher hat es nicht leicht. Erst hocken zwei Touristen mit einer „Bärenangst“ ...

„Schnackseln könnts meinetwegen in den Brombeerstauden, wenns euch ka Hotel leisten könnts!“ (S. 10) Aufsichtsjäger Sepp Flattlacher hat es nicht leicht. Erst hocken zwei Touristen mit einer „Bärenangst“ auf seinem Hochsitz, dann stolpert er in seinem Revier über eine ziemlich große Hanfpantage und kurz darauf auch noch über einen Halbtoten. Dessen letztes Wort „Klapperschlange“ beschert sogar dem abgebrühten Jäger eine Gänsehaut. Und als er dann auch noch bei seinem Jagdgehilfen Reini so komische MiM-Pillen findet, läuten sämtlichen Alarmglocken. Da will wohl jemand aus dem schönen Mölltal ein Drogenzentrum machen?!

Aber Sepp ist aber nicht der einzige, dem die gehäuften Drogenfunde sauer aufstoßen. Auch Polizist Martin Schober und seine Kollegen versuchen, die Hersteller der Pillen „Made in Mölltal“ zu finden. Martin ist persönlich an dem Fall interessiert, weil Reini der Bruder seiner Freundin Bettina ist und er ihr und ihren Eltern Kummer ersparen will.

„Kärntner Kesseltrieb“ ist der 4. Band mit dem ewig grantelnden Sepp Flattlacher und ehrlich gesagt wird er mir immer sympathischer. Er wird weicher, wie er selbst erschrocken feststellt – dabei hat er doch einen Ruf zu verlieren! Liegt es evtl. an Obfrau Irmi, der er bei seinem letzten Fall näher gekommen ist? Ich hatte ja gehofft, dass aus den beiden ein Paar wird, aber Sepp stellt sich wirklich zu ungeschickt an. Auch der Kleinkrieg mit seinem Nachbar Belten fehlt ihm, aber leider haben sie sich ja wegen dessen Schwiegersohn verbündet.
Wenigstens kann er sich mit vollem Körpereinsatz in die Ermittlungen stürzen. Dass er dabei wieder so einige Fettnäpfchen mitnimmt und sich mit seiner Ungeduld und Neugierde selbst in Gefahr bringt, lässt sich leider nicht vermeiden.

Alexandra Bleyer schreibt sehr kurzweilig, spannend und mit viel Humor. Ich habe wieder herzlich gelacht und gebangt, ob Sepp die Ermittlungen übersteht und er den besseren Riecher hat als die Polizei – schließlich kennt er sich in seinem Revier am besten aus. Und auch wenn das Zwischenmenschliche nicht so Sepps Ding ist, betätigt er sich diesmal in mehreren Extremsituationen quasi als Lebensretter.

Obwohl ich relativ schnell eine Vermutung hatte, wie alles zusammenhängt, war ich bis zum filmreifen Showdown echt gefesselt. Und apropos filmreif – „Waidmannsdank“, der erste Teil der Buchreihe, wird gerade verfilmt.
5 Hirsche für diesen spannenden Lesespaß!

Veröffentlicht am 21.12.2019

Sepp Flattacher in Hochform

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Der ewig grantelnde Aufsichtsjäger Flattacher hat in seinem Kärntner Revier wieder alle Hände voll zu tun. Da sind die nervigen Touristen, meist auch dem Nachbarland, die sich auf seinen Hochsitz setzen ...

Der ewig grantelnde Aufsichtsjäger Flattacher hat in seinem Kärntner Revier wieder alle Hände voll zu tun. Da sind die nervigen Touristen, meist auch dem Nachbarland, die sich auf seinen Hochsitz setzen oder kreuz und quer durch den Wald spazieren um Schwammerl zu suchen und dabei sein Wild aufzuscheuchen und dann ist doch mitten auf einer Lichtung noch eine Hanfplantage. Das kann doch nicht sein, natürlich werden die Pflanzen vernichtet, aber die Anbauer möchte er gern ausfindig machen. Was einige Folgen für ihn und seinen Dauerfeind Belter haben wird. Aber viel schlimmer als die paar Hanfstauden sind die Pillen, die der Reini, sein junger Jagdfreund, in der Tasche hat. Da will sich Sepp nicht allein auf die Polizei verlassen, er weiß schließlich aus Erfahrung, dass sie seine Unterstützung brauchen.

Sepp Flattacher ist zumindest ermittlungstechnisch wieder in Hochform, im zwischenmenschlichen Bereich – ganz besonders mit Jagdobfrau Irmi – tritt er in jedes Fettnäpfchen. Er ist ein Grantler, der mir ans Herz gewachsen ist und trotz seiner abweisenden Art weiß ich um seinen guten Kern, auch wenn der tief verborgen ist.

Auch im beschaulichen Mölltal sind die Gefährdungen durch diverse Rauschmittel angekommen, wobei nicht nur die eine oder andere Cannabispflanze gemeint ist. Es scheint, als ob grade hier zu einem Zentrum mit dem Handel von diversen synthetischen Drogen zu finden ist. Wie Sepp damit fertig wird, ist jedes Lesen wert. Ich liebe den Dialekt – es gibt sehr viel davon und wird auch im Anschluss mit einem ausführlichen Glossar erläutert – und den ganz besonderen Charakter von Sepp. Er ist bei weitem nicht der Hinterwäldler, den er gerne nach außen gibt.

Situationskomik und gut getimte Gags reihen sich aneinander und dabei wird niemals die Spannung und die kriminalistische Logik vergessen. Auch darf Revierkommissar Martin mit der Beziehung zu seiner Bettina ein wenig weiterkommen, eine nicht ganz einfache Beziehung, die sich wie ein roter Faden durch den Krimi zieht.

Auch der vierte Band hat mir wieder sehr gut gefallen, ich bin immer wieder baff, was sich Alexandra Bleyer für ausgefuchste Plots ausdenkt.

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Veröffentlicht am 20.09.2020

Heimatkrimi mit Dialekt-Rezi ;-)

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Der Dauergrantenscherm Sepp Flattacher, seines Zeichens Jäger und Hüter des Wolds im Mölltal, hot wieda mol aniges zum tuan. Zerst trifft a auf nervige Piefke-Urlauber, de ihm erklären, dass se an ...

Der Dauergrantenscherm Sepp Flattacher, seines Zeichens Jäger und Hüter des Wolds im Mölltal, hot wieda mol aniges zum tuan. Zerst trifft a auf nervige Piefke-Urlauber, de ihm erklären, dass se an Bärn ghert hobn und sich deswegen auf seim Hochsitz verstecken. Und zur Krönung findat a donn noch a Hanfplantage mittn im Wald. Sowos geht fürn Sepp jo gor nit. Kurzum maht a de Hanfplantage im Wold nieda, oba nit, ohne dass a wissn wüll, wer des do ongsetzt hot. Als a donn zu ermitteln onfongt, kumt a natürlich dem Herrn Belter in die Quere, des is da nette Polizist, der ihn eh nit so mog, weil a sich ima überoll einmischt. Des Kirschal auf da Turtn is donn, als der Reini, sei olta Jugendfreund, a Sackl mit blaue Pillen ausm Hosnsock ausstraht. Ja, dann is oba schon ongrichtet beim Sepp Flattacher. Des is fürn Sepp donn noch a Grund selba zu ermitteln, weil erfahrungsgemäß bringt de Polizei jo ohne ihn eh nix weita. Und doss in seim schenen Mölltal auf amol Drogen kursieren, des konn da Sepp goa nit vatrogen.

Meine Meinung:
Sepp Flattacher in Hochform für mei Empfinden. A dauergrantiger Kerl, der a seine liebenswerten Seitn hot. Mir isa ans Herz gwoxn beim Lesen. Er leistet untastützende und behindernde Eigenarbeit. Als Kärntnerin warn mir de Begriffe im Buach naütrlich bekonnt, was des für mi noch interessanta gmocht hot. Für olle Nicht-Kärntner gibt’s im Onschluss zum Buach noch a ausführliches Glossar mit Erklärungen zu unsam Dialekt
Des Buach is gespickt mit lustigen Stellen, es is schon liab sponnend und a die Krimischnüfflernosn vom Leser muass guat mitdenken.
I hob a bissl recherchiert und xegn, dass des da vierte Band war. Wer i wohl de ondan drei a noch lesen miassn.

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