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Veröffentlicht am 20.10.2019

Erschütterndes Geheimnis

Dreck am Stecken
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Der Titel dieses Buches ließ ein dunkles erschütterndes Geheimnis vermuten. Dies wird in dieser Geschichte nach und nach gelüftet.

Vier Geschwister, die alle einen anderen Vater haben, wachsen bei einer ...

Der Titel dieses Buches ließ ein dunkles erschütterndes Geheimnis vermuten. Dies wird in dieser Geschichte nach und nach gelüftet.

Vier Geschwister, die alle einen anderen Vater haben, wachsen bei einer ziemlich labilen Mutter und einem vorbelasteten Großvater unter schwierigen Verhältnissen auf.
Nachdem die Mutter eines Tages Selbstmord begeht, müssen sich die vier Brüder mit dem immer kranker werdenden Großvater im Leben durchkämpfen. Jeder Bruder hat eigene persönliche Probleme, die oftmals mit einem hohen Einfallsreichtum, aber auch mal mit Gewalt gelöst werden.
Trotz einiger Meinungsverschiedenheiten und Auseinandersetzungen ist durchaus ein enger Zusammenhalt unter den vier Brüdern zu erkennen. Im Laufe der Jahre leben sich die Brüder, mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen vom Leben, immer mehr auseinander, bis nach dem Tod des Großvaters ein ominöses Tagebuch auftaucht. Auch die Beerdigung wirkt überraschend, als man mehreren unbekannten Personen begegnet. Darunter eine seltsame unsympathische Frau, die in Argentinien lebt. Nun wird klar, dass Großvater alles andere als ein normales belangloses Leben führte. Die komische Frau aus Argentinien spielte dabei eine nicht unwesentliche Rolle.
Die Brüder entschließen sich Nachforschungen anzustellen, die keineswegs ungefährlich sind – nicht nur für die Brüder.

Dieses Buch gliedert sich in zwei zeitlichen Ebenen. Die wesentliche Handlung spielt dabei im Jahr 2008, als Großvater verstirbt und daraufhin die Entdeckungen gemacht werden. Es werden aber in regelmäßigen Abständen auch nebensächliche, aber keineswegs uninteressante Auszüge aus dem Alltag der vier Brüder aus früheren Zeiten des Zusammenlebens erwähnt. Dies fand ich durchaus aufschlussreich, weil man sich somit umso mehr in die Personen mit deren Problemen und Schicksalen hineinversetzen konnte. Nebenbei gibt es noch fünf Tagebucheinträge vom Großvater, indem er seine persönliche Situation schildert. Abgesehen von diesen Tagebucheinträgen wird die komplette Geschichte aus Sicht des ältesten Sohnes Johannes in der Ich-Perspektive erzählt.

Ich persönlich fand dieses Buch sehr unterhaltsam und angenehm zu lesen. Ich wurde neugierig über das Schicksal des Großvaters und was danach aus den vier Brüdern geworden ist.