Cover-Bild Ein Tod ist nicht genug
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12,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 17.02.2020
  • ISBN: 9783734105548
Peter Swanson

Ein Tod ist nicht genug

Thriller
Fred Kinzel (Übersetzer)

Traue nie der Unschuld, denn sie verbirgt manchmal die tödlichsten Geheimnisse …

Harry Ackerson ist am Boden zerstört, als er erfährt, dass sein Vater bei einem Sturz von den Klippen ums Leben gekommen ist. Die Polizei hält es für einen Unfall, doch Harry weiß, dass sein Vater fit war und den Weg jeden Tag lief. Auf der Beerdigung fällt ihm eine Frau auf, die er noch nie zuvor gesehen hat. Und dann spricht Harrys Stiefmutter Alice den Verdacht aus, dass sein Vater eine Affäre hatte. Liegt hier der Schlüssel zu seinem Tod? Harry ahnt nicht, dass jede der Frauen Geheimnisse hütet und dass die Wahrheit viel finsterer ist, als er sich in seinen schlimmsten Träumen ausmalen könnte …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.06.2020

Absolut solider Thriller mit viel Undurchsichtigkeit

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In „Ein Tod ist nicht genug“ begnen wir gleich mehreren Hauptfiguren, die scheinbar alle einen entscheidenden Teil zur Handlung beitragen. An vorderster Front steht Harry Ackerson, ein 22-jähriger junger ...

In „Ein Tod ist nicht genug“ begnen wir gleich mehreren Hauptfiguren, die scheinbar alle einen entscheidenden Teil zur Handlung beitragen. An vorderster Front steht Harry Ackerson, ein 22-jähriger junger Mann, dem mit einer einzigen Nachricht der Boden unter den Füßen weggerissen wird. Sein Vater soll verunglückt sein. Doch nicht nur, weil Harry seinen Vater gut kannte und wusste, dass er fit war, sondern auch weil sein Bauchgefühl ihm das verriet, glaubt er nicht an einen Unfall. Harry ist ein interessanter Charakter, wirkte auf mich aber oft wesentlich älter als Anfang 20. Allein von seinem Auftreten her und seine Handlungen wirkte er mehr wie Mitte/Ende 30 und ich tu mir noch immer schwer, das alles in Einklang zu bringen. Sehen wir über diesen Punkt aber man hinweg, war Harry ein Mann, den man durchaus nachvollziehen konnte und der stets bedacht und überlegt handelte. Teilweise etwas schweigsam, teilweise ein wenig „altmodisch“, aber im Großen und Ganzen sympathisch. Er hatte einfach eine ganz eigene, eher distanzierte Art an sich, mit der man sich als Leser erst einmal anfreunden muss. Eine gesunde Neugier, die er scheinbar in die Wiege gelegt bekommen hat, treibt ihn an und hält die Story am Laufen.
Neben Harry lernen wir aber auch seine Stiefmutter Alice kennen, indem sie vom Autor eine eigene Zeitebene verpasst bekommen hat. Das heißt, wir springen regelmäßig zwischen der Gegenwart von Harry und der Vergangenheit von Alice hin und her. Dies sorgte vor allem dafür, dass wir Alice ziemlich eingehend und über eine sehr langen Zeitraum begleiten, immerhin spielt sie auch in der heutigen Zeit noch eine wichtige Rolle und begegnet uns da, neben Harry, ebenfalls noch. Alice ist ein total vielschichtiger Charakter, der überrascht, schockiert und irgendwie begeistert. Diese Frau, die in ihrem Leben schon so viel erleben musste, passt exakt zu der Alice, die wir an Harry’s Seite kennenlernen. Und sie passt in dieses Buch wie keine andere. Dabei lässt sich gar nicht so recht in Worte fassen, was sie so anders macht – aber sie ist es; definitiv. Sie ist so unnahbar, so gefühllos und trotzdem irgendwie ein Sympathieträger. Das hilft jetzt sicher keinem groß weiter, der mehr über meine Meinung zu ihr erfahren will, aber ich kann es nicht greifen, was sie zu dem machte, was sie ausmachte. Wichtig ist eigentlich aber nur, dass sie eine wahre Bereicherung für die Geschichte war und so viel an Spannung, interessanten Elementen und Tiefgang mit sich brachte, dass man sie einfach gern begleitete.
Daneben gab es aber noch andere Persönlichkeiten, die die Charaktere aufwerteten. Da war die mysteriöse Frau bei der Beerdigung, von der man unbedingt und möglichst schnell so viel wie möglich wissen möchte, um aufzuklären, wer sie ist. Und es gab Jake, Alice’s Mutter und Gina – sie alle waren ausreichend detailliert und tiefgründig ausgearbeitet und dargestellt, um sich ein Bild von ihnen zu machen. In Sachen Charaktere hat Peter Swanson also wieder sämtliche Punkte abgeräumt – war aber auch nicht anders zu erwarten.

Der Schreibstil punktet genau so. Peter Swanson hat eine sehr angenehme Art, eine Geschichte zu erzählen und schafft es trotz einfacher Sprache und wenig Aufwand, eine packende, düstere Stimmung zu erzeugen. Die war es dann letztlich auch, was so fesselt. Man kann ohne Anstrengung, einfach abtauchen und sich von den Worten des Autors mitreißen lassen. Dabei bringt er gar nicht so viele Beschreibungen oder Details ein, erzeugt aber trotzdem ein klares, fortlaufendes Bild der Geschehnisse. Auch die Gliederung begeistert wieder – wie oben schon angeteasert, hat sich Peter Swanson wieder für zwei Zeitebenen entschieden. Wir lesen also die Gegenwart an Harry’s Seite, bekommen aber eben auch besagten Einblick in Alice‘ Vergangenheit, der durch diese eigene Ebene enorm eingehend ausfällt. Anfangs befürchtete ich noch, das würde dem Ganzen zu viel vorweg nehmen, doch schnell wird klar, dass eigentlich beide Aspekte quasi ihre eigene Geschichte erzählen, die dann einfach später ineinandergreifen. Für mich ein absolutes Phänomen, weil sich beides so gut ergänzt und die Spannung so noch einmal auf eine andere Stufe angehoben wird. Top gemacht! Ehrlich!

Die Idee hinter diesem Thriller ist grundsätzlich, von oben betrachtet, nichts Neues. Ein mysteriöser Unfall, der den Verdacht aufkommen lässt, dass mehr dahinter steckt. Die Ermittlungen der Polizei sind ebenfalls ein Faktor, nehmen aber einen eher geringen Teil des Buches ein. Stattdessen konzentriert sich der Autor rein auf die Familien; auf die Lebensumstände; auf die vielen kleinen Nebeneinflüsse, die der Geschichte so viel Gutes tun. Die Spannung ist von der ersten Sekunde an greifbar, weil sich prompt einige Fragen auftun, die es zu klären gibt. Dabei fährt die Handlung hier, im Gegensatz zu „Alles was du fürchtest“, nicht mit angezogener Handbremse, sondern ist durchgängig zügig und temporeich. Interessante neue Entdeckungen von Harry oder andere Wendungen treiben die Story ebenfalls voran und lassen so keine Langeweile entstehen. Dazu kommt, dass sich immer, wenn eine offene Frage beantwortet wird, etliche neue aufkommen. Man weiß einfach nie so recht, woran man gerade ist und jedes Mal, wenn man meint, man habe das Ziel des Buches durchschaut, wird die Geschichte in eine andere Richtung gelenkt. Obwohl ich kein Neuling auf diesem Gebiet bin und behaupten kann, dass ich vieles kommen sehe, war ich hier durchweg komplett planlos. Im Nachhinein hat sich allerdings dann herausgestellt, dass es dem Leser ohnehin nicht möglich gewesen wäre, die Auflösung zu entschlüsseln, ehe sie vonstatten geht. Dafür lagen durchweg zu wenige Infos offen, um auf diese Idee zu kommen. Das ist dann leider auch der entscheidende Punkt: ich hätte mir ein wenig mehr Hinweise gewünscht, die auf das Ende hindeuten, damit das ganze Mitraten und Miträtseln auch einen Sinn ergibt.
Das Ende hatte es aber, in Sachen Spannung und Überraschung noch einmal in sich. Hoch brisant wird das Ganze aufgelöst und ist voller Höhepunkte. Selbst innerhalb der Schluss-Teils wechselt Peter Swanson noch einmal die Richtung und ändert im letzten Moment einfach alles. Vor allem die allerletzte Szene lässt einen beinah aufkeuchen, weil man damit einfach nicht gerechnet hätte.
Alles in allem eine bekannte Idee, geschickt insziniert und erzählt. Mit viel Spannung, vielen Wendungen, einem (fast zu) neugierigen Protagonisten, der die Arbeit der Polizei übernimmt und einer unvorhersehbaren (ob das nun so gut ist, lasse ich mal dahin gestellt) Auflösung und einem spektakulären Schlusspart.

FAZIT:
„Ein Tod ist nicht genug“ von Peter Swanson ist ein undurchsichtiger, temporeicher Thriller, der einfach Spaß macht. Außergewöhnliche Charaktere, ein angenehmer, flüssiger und leicht zu lesender Schreibstil und eine stimmige, düstere Atmosphäre runden das Ganze schließlich ab. Einziger Fleck auf der ansonsten reinweißen Weste: zu wenig Hinweise um auf diese Auflösung zu kommen; so war das Mitraten und Miträtseln einfach irgendwie sinnlos. Ansonsten gibt’s aber wieder eine Empfehlung und ich freue mich, auf das nächste Buch des Autors!

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Veröffentlicht am 26.02.2020

Wer spielt ein falsches Spiel mit Harry? Spannender, kurzweiliger und überraschender Thriller mit unerwarteten Wendungen

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Damals:

Die heranwachsende Alice ist eine Schönheit. Als ihre Mutter plötzlich zu Geld kommt, weil es in deren Firma einen schrecklichen Unfall gab und die Firma für ihre Angestellten bezahlen musste, ...

Damals:

Die heranwachsende Alice ist eine Schönheit. Als ihre Mutter plötzlich zu Geld kommt, weil es in deren Firma einen schrecklichen Unfall gab und die Firma für ihre Angestellten bezahlen musste, kommt Alice auch endlich aus dem Problemviertel heraus, in dem sie bislang lebten. Es verschlägt die beiden nach Maine und in dem kleinen Küstenörtchen Kennewick lernt die Mutter von Alice, auch bald einen attraktiven, reichen Herren kennen. Dumm nur, dass Alice Mutter leider stark alkoholsüchtig ist. Alice fürchtet, dass es schnell vorbei sein könnte mit dem schönen neuen Leben; dass sich ihr Stiefvater rasch wieder entliebt. Und das wäre ihr aus zweierlei Gründen gar nicht recht. Zum einen mag sie es, einen Stiefvater zu haben und umsorgt zu werden und zum anderen entwickelt sie Gefühle für den viel älteren Mann…

Gegenwart:

Harry Ackerson steht kurz vor seiner College-Abschlussfeier, als er einen erschütternden Anruf erhält. Seine Stiefmutter Alice eröffnet ihm, dass sein Vater Bill, während eines Spaziergangs von der Klippe gestürzt und tödlich verunglückt ist.
Harry reist daraufhin umgehend in den kleinen Küstenort Kennewick, Maine, in dem sein Vater mit dessen zweiter Frau, bis zu seinem Tod lebte.
Alice, die um einiges jüngere Frau seines Vaters, ist überglücklich, als Harry eintrifft. Bills Tod hat sie sehr mitgenommen und dazu muss sich auch unbedingt jemand um den Buchladen seines Dads kümmern.

Harry bemüht sich nach Kräften, findet es jedoch schon etwas sonderbar, dass Alice ständig seine Nähe sucht. Denn obwohl Harry einst den Segen für die Verbindung seines Vaters mit Alice gab, blieb sie stets doch eher eine Fremde für ihn, die er nur selten traf.
Als die Polizei ihm mitteilt, dass sein Vater ermordet wurde, ist Harry alarmiert. Auf der, einige Tage später stattfindenden Beerdigungsfeier seines Vaters, befindet sich eine ihm unbekannte Frau, ebenfalls noch recht jung und da Harry unbedingt herausfinden will, wer seinen Dad ermordet hat, will Harry sie unbedingt zur Rede stellen. Da trifft es sich gut, dass sie eines Tages im Buchladen vor ihm steht und um eine Anstellung bittet.

„Ein Tod ist nicht genug“, von Peter Swanson, erzählt eine spannende Story, auf gleich zwei Zeitebenen. Die Romanpassagen, die in der Vergangenheit spielen, bringen dem Leser Alice näher. Alice ist keine sympathische Romanfigur und man begreift schnell, dass sie nicht die nette, fürsorgliche Stiefmutter ist, für die sie sich ausgibt. Doch ist sie dazu fähig einen Mord zu begehen? Man sollte beim Lesen jedoch nicht der Vermutung anheim fallen, man wüsste bereits nach der Hälfte des Romans, was wirklich gespielt wird. Der Autor hat sich eine interessante, vielschichtige Story ausgedacht, in der so manches nicht so ist, wie es scheint. Und aus diesem Grund hat mir „Ein Tod ist nicht genug“, auch viel Lesespaß bereitet, da ich knifflige, undurchsichtige Thrillerstorys sehr mag.
Harry ist ein sympathischer junger Mann, der sich bislang noch nicht viel Gedanken über seine Zukunft gemacht hat. Man kann sich gut in ihn hineindenken und die Mischung aus Trauer, Verwirrung und Wut die ihn ob des Todes seines Vaters umtreibt, verstehen.
Besonders gut hat es mir gefallen, dass Harrys Vater, ein Antiquar und begeisterter Büchernarr, dem Sohnemann Bücherlisten von lohnenswerten Krimis hinterlassen hat, die somit auch dem interessierten Krimileser dieses Buches zugute kommen. Ich werde sicherlich einige Tipps aus diesem Roman ausprobieren.
Peter Swansons Schreibstil ist bildhaft und eingängig, er legt falsche Fährten für die Leser, so dass sein Thriller sich kurzweilig und spannend liest. Ich könnte mir diesen Roman auch gut als Verfilmung vorstellen und fand das Setting der Story sehr reizvoll.

Kurz gefasst: Wer spielt ein falsches Spiel mit Harry? Spannender, kurzweiliger und überraschender Thriller mit unerwarteten Wendungen.

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Veröffentlicht am 23.03.2020

Überraschende Wendungen

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Inhalt: Der 22-jährige Harry Ackerson freut sich nach bestandenen Prüfungen auf die Abschlussfeier seines Colleges, als er von seiner Stiefmutter Alice erfährt, dass sein Vater Bill bei einem Sturz von ...

Inhalt: Der 22-jährige Harry Ackerson freut sich nach bestandenen Prüfungen auf die Abschlussfeier seines Colleges, als er von seiner Stiefmutter Alice erfährt, dass sein Vater Bill bei einem Sturz von den Klippen tödlich verunglückt ist. Harry kann nicht an einen Unfall glauben, denn sein Vater ging diesen Weg jeden Tag. Auf der Beerdigung fällt ihm eine junge Frau auf, die nach der Messe plötzlich verschwunden ist. Als seine Stiefmutter dann der Polizei erzählt, Harrys Vater hätte eine Affaire gehabt, wird er neugierig. Hat Bills Tod etwas mit seiner Untreue zu tun?

Meine Meinung: „Ein Tod ist nicht genug“ wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen - jetzt und früher - und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. In den Kapiteln der Vergangenheit erfährt der Leser vieles über Alice: Über ihre schwierige Kindheit ohne Vater und mit mit einer alkoholkranken Mutter, über ihren Charakter und ihre Geheimnisse. Alice war mir von Anfang an nicht besonders sympathisch und machte auf mich auch nicht den Eindruck, unter dem Tod ihres Mannes besonders zu leiden. Harry dagegen ist ein netter junger Mann, der mir sehr leid tat, weil er so früh schon beide Elternteile verloren hat. Seine Mutter starb einige Jahre zuvor an Krebs. Er glaubt, dass sein Vater ermordet wurde und beginnt Fragen zu stellen.
Der Schreibstil von Peter Swanson ist wie gewohnt schnell und flüssig zu lesen und die Charaktere sind interessant gezeichnet. Allerdings fand ich die Handlung zunächst nicht allzu fesselnd und der Spannungsbogen baut sich nur langsam auf. Im letzten Drittel des Buches gibt es dann einige überraschende Wendungen, die die Spannung und die Neugier auf die Auflösung erhöhen. Das Ende ist etwas speziell, hat mir aber trotzdem gefallen.

Fazit: Das Buch ist ganz unterhaltsam und schnell zu lesen, aber nicht übermäßig spannend und auch schwächer als die anderen beiden Bücher, die ich von Peter Swanson gelesen habe.

Veröffentlicht am 21.05.2020

Ruhig und nicht der gewohnte Wow-Effekt

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Wer "Die Gerechte" von Peter Swanson kennt, weiß was ich an den Thrillern so liebe. Sie sind auf irgendeine Art leise, aber gehen dennoch unter die Haut. Der Spannungsbogen liegt dabei ganz weit oben, ...


Wer "Die Gerechte" von Peter Swanson kennt, weiß was ich an den Thrillern so liebe. Sie sind auf irgendeine Art leise, aber gehen dennoch unter die Haut. Der Spannungsbogen liegt dabei ganz weit oben, bis es zum besagten Showdown kommt, wo auch nochmal alles umgeworfen werden kann.

Hier geht es um Harry, dessen Vater Bill tötlich verunglückt ist. Die Polizei geht zunächst von einem Unfall aus, doch Alice, die zweite Ehefrau glaubt, dass Bill sie betrogen hat und somit klar ist, das Bill ermordet wurde.

Harry fängt an nachzuforschen und dabei stößt er auf viele offene Fragen. Mord oder Unfall?

Eigene Meinung:

Ich habe mich sehr auf das neue Buch des Autors gefreut.
Der Einstieg war das, was der Klappentext verspricht. Harry kommt zur Beerdigung und trifft gleich auf seine Stiefmutter, die er schon als Jugendlicher anziehend fand. Das Thema großer Altersunterschied zog sich fortan, wie ein roter Faden durch die Geschichte. Ich fand es gewöhnungsbedürftig.
Zudem wollte ich gerne Miträtseln, doch leider gab es keine Zusammenhänge zu erkennen, sodass das Mitraten nicht wirklich möglich war. Klingt eigentlich gut, aber es fühlte sich so unbefriedigend an, als würde man nichts weiter tun können, als lesen. Natürlich hatte ich ein paar Theorien parat, die aber auch irgendwie aus der Luft gegriffen waren.
Dann, plötzlich nach ca. 320 Seiten, wird gesagt, wer es war. Einfach so, ohne großen Trommelwirbel. Weil ich aber Peter Swanson kenne und auch noch 60 Seiten vor mir hatte, ging ich davon aus, dass er uns in die Irre führen wollte. Zumindest hatte ich es gehofft, sogar noch auf den letzten 20 Seiten, hoffte ich auf den Knaller. Doch der kam nicht! Leider!

Fazit:
Wieder ein sehr ruhiger Thriller, aber dieses Mal ohne großen Wow-Effekt.

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