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Veröffentlicht am 02.04.2020

Ein wundervoller Reihenauftakt!

Lilous Wundergarten
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„Lilous Wundergarten“ - klingt das nicht wundervoll? Also meine Neugierde konnte der Titel sofort wecken. Auch das farbenfrohe Cover und der sehr viel versprechend klingende Klappentext konnten mich auf ...

„Lilous Wundergarten“ - klingt das nicht wundervoll? Also meine Neugierde konnte der Titel sofort wecken. Auch das farbenfrohe Cover und der sehr viel versprechend klingende Klappentext konnten mich auf Anhieb überzeugen. Für mich stand daher umgehend fest: Das Mädchen Lilou und ihren Wundergarten möchte ich unbedingt kennenlernen! Ich ließ das Buch daher sehr gerne bei mir einziehen.

Nach dem Tod von Oma Ida ziehen die neunjährige Lilou und ihre Eltern in deren altes Haus, welches von einem großen wunderschönen Garten umgeben ist. Kurz nach ihrem Einzug entdeckt Lilou bei den Brombeersträuchern ein kleines Eichhörnchen. Als sie dem Eichhörnchen neugierig folgt, befindet sie sich auf einmal in einem ihr völlig unbekannten Teil des Gartens. Wie ist sie hier so plötzlich hingelangt? Und was sind das für fantastische Pflanzen? Was Lilou zu dem Zeitpunkt noch nicht weiß: Bei Oma Idas Garten handelt es sich um einen Wundergarten. In ihm befinden sich lauter verzauberte Pflanzen, die mit ihren magischen Kräften die außergewöhnlichsten Dinge vollbringen können. Als Lilous Mitschülerin Elena ein Erdbeetörtchen verputzt, bei welchem die Erdbeeren aus Oma Idas Garten stammen, und Elena daraufhin total verändert ist, merkt Lilou, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt. Zusammen mit ihrem Cousin Enzo beginnt sie nach der Sache auf den Grund zu gehen.

Von der Autorin Sarah Nisse hatte ich bisher noch kein Buch gelesen. „Lilous Wundergarten“ hatte also die große Ehre mein erstes Werk von ihr zu werden. Es wird auch bestimmt nicht mein letztes gewesen sein. Mir hat „Lilous Wundergarten“ richtig gut gefallen! In meinen Augen hat Sarah Nisse mit Lilous erstem Abenteuer einen fabelhaften Serienstart aufs Papier gezaubert, der große Lust auf mehr macht. Zum Glück müssen wir uns auf die Fortsetzung auch gar nicht lange gedulden. Hinten im Buch wird der zweite Band bereits für das kommende Herbstprogramm angekündigt. Also für mich steht definitiv fest, dass ich die Reihe weiterverfolgen werde. Bin schon total gespannt wie es mit Lilou, ihrem Cousin Enzo und dem einzigartigen Wundergarten weitergehen wird.

Wovon ich ganz hin und weg bin, ist die superhübsche Gestaltung des Buches. Nicht nur das Cover ist famos gelungen – auch die Innenaufmachung kann sich sehen lassen. Das erste und hintere Vorsatzblatt ist total niedlich illustriert, die Seitenzahlen und Kapitelanfänge werden von entzückenden Blümchenzeichnungen geziert und auch die Geschichte selbst wird von lauter wunderschönen farbigen Bildern begleitet. Einige der Illustrationen sind sogar ganzseitig, was mich riesig gefreut hat. Ich muss nur gestehen, dass mir die Illustratorin Désirée Kunstmann bisher völlig unbekannt war. Muss unbedingt noch recherchieren gehen, was sie sonst noch so bebildert hat. Mir gefällt ihr liebenswerter Zeichenstil unheimlich gut.

Begeistert bin ich natürlich auch von der Geschichte. Sarah Nisse baut von den ersten Seiten an eine herrlich zauberische und geheimnisvolle Stimmung auf, welche mich komplett in ihren Bann ziehen konnte. Den geheimen Wundergarten von Lilous verstorbener Oma Ida kann man wahrlich nur als wundersam bezeichnen. Die Pflanzen, die er beherbergt, stecken voller Magie und können die außergewöhnlichsten Dinge vollbringen. So wird man zum Beispiel von einem herzhaften Lachkrampf geschüttelt, wenn man an den Sonnenblumen schnuppert, die Pfefferminze führt dazu, dass man vom Pech verfolgt wird und wenn man von den leckeren Erdbeeren nascht, verliebt man sich bis über beide Ohren. Lilou und Enzo werden so einige, ganz erstaunliche Entdeckungen machen und dank diesen für einen ziemlichen Trubel sorgen.

Ich kann euch versichern: Langeweile kommt bei „Lilous Wundergarten“ an keiner Stelle auf. Die Handlung ist durchweg spannend und steckt voller Überraschungen, fantasievoller Ideen und lustiger Momente. Eines meiner Highlights waren die Lachflashs verursachenden Sonnenblumen. Die Szenen fand ich spitze! Der sprechende Blutweiderich ist aber auch der Knaller. Mir hat diese (recht eingebildete) krautige Staude ständig ein breites Grinsen auf die Lippen gezaubert.

Auch mit der Ausarbeitung der Charaktere hat die Autorin einen erstklassigen Job gemacht. Mir persönlich hat nur Lilous Mitschülerin Elena nicht so gut gefallen. Natürlich war es von Sarah Nisse beabsichtigt, dass Elena ein ziemliches ätzendes und unsympathisches Mädel ist, aber mich hat ihr etwas überspitzt dargestelltes Verhalten ein wenig genervt. Da spreche ich aber natürlich nur für mich. Ich denke zudem, dass Kinder sich an Oberzicke Elena gar nicht stören werden.

Mit den anderen Figuren konnte mich Sarah Nisse aber vollends überzeugen. Lilou, unsere Hauptprotagonistin, aus deren Sicht wir alles in der dritten Person erfahren, habe ich vom ersten Moment an ganz fest in mein Herz geschlossen. Sie ist ein unglaublich liebes, neugieriges und abenteuerlustiges neunjähriges Mädchen – Lilou muss man einfach gernhaben.
Den herzensguten Enzo, Lilous Cousin, habe ich ebenfalls wahnsinnig lieb gewonnen. Dank ihm ist das Buch auch für Jungen absolut lesenswert. Das Cover, so denke ich, wird vermutlich eher junge Mädels ansprechen, ich kann mir aber nur zu gut vorstellen, dass auch Jungen die reinste Freude beim Erkunden von Lilous Wundergarten haben und ganz begeistert von diesem tollen Abenteuer sein werden.

Empfohlen wird das Buch für Kinder ab 8 Jahren und dieser Empfehlung schließe ich mich gerne an. Sarah Nisse hat einen sehr kindgerechten, leichten und bildhaften Schreibstil, der sich hervorragend liest. Die Schrift habe ich zwar als recht klein empfunden, aber da die Kapitel schön kurz sind und es viele Illustrationen gibt, die den Textfluss auflockern, sollten Kids ab 8 Jahren dennoch keine Probleme mit dem Selberlesen haben. Zum Vorlesen bietet sich das Buch ebenfalls prima an. Ich bin mir sehr sicher, dass diese zuckersüße Geschichte für herrliche Vorlesestunden sorgen wird.

Fazit: Ein zauberhaftes Kinderbuch voller Geheimnisse, Abenteuer, Magie und Fantasie! Sarah Nisse ist mit dem ersten Band von „Lilous Wundergarten“ in meinen Augen ein wunderbarer Reihenauftakt geglückt. Die Geschichte lädt von Anfang bis Ende zum Träumen und Mitfiebern ein und entlockt uns Leser immerzu breite Schmunzler. Besonders begeistert bin ich von der Gestaltung des Buches. Die zahlreichen farbigen Illustrationen von Désirée Kunstmann sind einfach nur hinreißend. Egal ob Jung oder Alt - ich kann „Lilous Wundergarten“ wärmstens empfehlen und vergebe 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 27.03.2020

Ein zauberhafter Reihenauftakt, der große Lust auf mehr macht!

Irmelina Geisterkind - Das Geheimnis der Dorfeiche (Band 1)
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Als man mir Irmelina Geisterkind als Rezensionsexemplar anbot, zögerte ich keine Sekunde lang und sagte zu. Das drollige Cover gefiel mir auf den ersten Blick unheimlich gut und auch der Klappentext klang ...

Als man mir Irmelina Geisterkind als Rezensionsexemplar anbot, zögerte ich keine Sekunde lang und sagte zu. Das drollige Cover gefiel mir auf den ersten Blick unheimlich gut und auch der Klappentext klang einfach nur entzückend. Kurz nachdem mich mein Buch erreichte, habe ich mich darauf gestürzt und voller Freude mit dem Lesen losgelegt.

Jippie, endlich ist er da: Irmelinas zehnter Geburtstag! Endlich bekommt das kleine Geistermädchen ihr eigenes Geisterreich zugewiesen. Ihre Enttäuschung ist allerdings groß, als sie erfährt, dass sie sich fortan um die große Dorfeiche von Hügelhausen kümmern soll. Och nee, diese uralte Eiche ist so langweilig! Obwohl es nicht erlaubt ist, verlässt Irmelina heimlich ihr Geisterreich und trifft bei einen ihrer Ausflüge das neunjährige Menschenmädchen Juna. Juna hat gerade Sommerferien und ist ebenfalls auf der Suche nach Abwechslung. Eigentlich ist es Naturgeistern strengstens verboten sich Menschen zu zeigen. Irmelina aber, frech und abenteuerlustig wie sie nun mal ist, widersetzt sich auch dieser Regel. Ein Sommer voller Abenteuer beginnt...

Lydia Ruwe ist mit dem ersten Band von Irmelia Geisterkind in meinen Augen ein wundervoller Serienstart geglückt. Nahezu in einem Rutsch habe ich das Buch durchgeschmökert und hätte nach dem Beenden am liebsten sofort zum nächsten Band gegriffen. Für mich steht ganz klar fest, dass die Reihe weiterverfolgen werde. Auf das zweite aufregende Abenteuer mit dem quirligen Naturgeistkind Irmi und dem Menschenmädchen Juna freue ich mich jetzt schon sehr. Bin schon total gespannt, wie es mit den beiden weitergehen wird.

Ich hatte einen fabelhaften Einstieg in das Buch. Die sommerliche Atmosphäre, die gleich zu Beginn geschaffen wird, konnte mich sofort komplett verzaubern. Für die warme Jahreszeit ist Irmelina Geisterkind wirklich bestens geeignet! Die Geschichte hat so etwas Leichtes und verströmt durchweg eine herrliche gute Sommerlaune.

Auch von dem Setting war ich von Anfang an hellauf begeistert. Lydia Ruwe entführt uns in ihrem Reihenauftakt in das kleine Dorf Hügelhausen, welches schön idyllisch in der Natur liegt. Also ich habe mich von Anfang an pudelwohl in diesem kleinen Dörfchen gefühlt. Da Lydia Ruwe die Schauplätze sehr stimmungsvoll und anschaulich beschreibt, ist es mir spielend leicht gelungen mich in diese zauberhafte Kulisse zu Träumen.

Mit den Figuren konnte mich die Autorin ebenfalls vollends überzeugen. Klasse fand ich, dass die Handlung abwechselnd von Irmelina und Juna erzählt wird, sodass wir beide sehr gut kennenlernen können.
Mir waren beide Mädchen vom ersten Moment an super sympathisch. Ich könnte auch gar nicht sagen, welche der beiden ich nun lieber gewonnen habe. Sie sind einfach beide auf ihre Art und Weise einzigartig. An Juna hat mir sehr gut gefallen, dass sie ein eher stilles Mädchen ist und so authentisch wirkt. Mit ihr wird sich die Zielgruppe garantiert ausgezeichnet identifizieren können.
Irmi wiederum wird etwas überspitzter dargestellt und ist der reinste Wirbelwind. Mit ihrer aufgeweckten und lustigen Art wirbelt sie sich einfach sofort in die Herzen von uns Lesern.
Juna und Irmi sind ziemlich verschieden, werden aber trotz ihrer Unterschiede (oder vielleicht auch gerade deswegen) sehr schnell zu richtig guten Freundinnen werden. Mir hat die Entwicklung ihrer Freundschaft wahnsinnig gut gefallen. Sie ist glaubhaft, realistisch und herzerwärmend schön.

Neben unsere beiden Buchheldinnen sind auch die Nebenfiguren prima gelungen. Wobei mir definitiv nicht alle sympathisch waren. Den fiesen Christian zum Beispiel, fand ich richtig blöde, was von der Autorin aber natürlich so beabsichtigt war. Charaktere, über die man sich aufgrund ihres idiotischen Gehabes so wunderbar aufregen sein, müssen doch aber auch einfach sein, oder? Wäre doch echt langweilig, wenn die fehlen würden. ;)

Apropos Langeweile: Die kam für mich an keiner Stelle auf. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich gerne Geschichten lese, die etwas ruhiger sind und nicht zu viel Action und Tempo enthalten. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass die Handlung für Kinder ab 8 Jahren an einigen Stellen ein bisschen zu schleppend vorangehen wird. Viele überraschende Wendungen gibt es nicht, so richtig spannend wird es erst zum Ende hin. Wie gesagt, mich hat es überhaupt nicht gestört, aber für die Zielgruppe könnte in den ersten beiden Drittel sehr wahrscheinlich etwas zu wenig los sein.

Empfohlen wird Irmelia Geisterkind für Kinder ab 8 Jahren und dieser Empfehlung schließe ich mich gerne an. Lydia Ruwe hat einen sehr flüssigen, humorvollen und mitreißenden Schreibstil, der sich absolut bezaubernd liest. Da die Schrift zudem recht groß ist und die Kapitel eine optimale Länge haben, sollten Mädchen und Jungen ab 8 Jahren bei Irmelia Geisterkind keine Probleme mit dem Selberlesen haben.
Zum Vorlesen bietet sich das Buch ebenfalls prima an. Ich bin mir sehr sicher, dass diese liebenswerte Geschichte für tolle Vorlesestunden sorgen wird.

Großartig fand ich, dass neben den Themen Freundschaft, Zusammenhalt und Abenteuer auch das wichtige Thema Naturschutz ein großer Bestandteil der Handlung ist. Es gibt hinten sogar eine kleine „Baumkunde für Geisterfreunde“ und eine Samenkugel-Anleitung, in welcher sehr einfach erläutert wird, wie man Insektenfutter selber herstellen kann. Toll, oder?

Was dann auf gar keinen Fall unerwähnt bleiben darf, sind die wunderhübschen schwarz-weiß Illustrationen von Julia Bierkandt. Egal ob die vielen kleinen Zeichnungen oder die etwas größeren Bilder – allesamt sind sie hinreißend schön und passen einfach nur perfekt zu der zuckersüßen Geschichte, die einen hier erwartet.

Fazit: Ein zauberhafter Reihenauftakt voller Abenteuer, Sommer und Fantasie! Mir hat der erste Band von Irmelina Geisterkind ein wunderbares Leseerlebnis beschert. Ich mochte das Setting und die sommerliche Atmosphäre unglaublich gerne, habe mich sofort in die außergewöhnlichen Figuren und die niedlichen Illustrationen verliebt und die unterhaltsame Handlung mit ihrer großartigen Themenmischung hat mir ebenfalls richtig gut gefallen. Egal ob Jung oder Alt – ich kann diesen warmherzigen Kinderschmöker absolut empfehlen und vergebe 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 23.03.2020

Unglaublich fantasievoll und wunderschön illustriert - ein zauberhaft gereimtes Kinderbuch!

Gigaguhl und das Riesen-Glück
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Da mir „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“ und „Traumspringer“ von Alex Rühle richtig gut gefallen haben, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich das erste Mal von dem neuen Kinderbuch des ...

Da mir „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“ und „Traumspringer“ von Alex Rühle richtig gut gefallen haben, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich das erste Mal von dem neuen Kinderbuch des deutschen Autors hörte. Das bezaubernde Cover und der herzallerliebst klingende Klappentext konnten mich auf Anhieb überzeugen, sodass für mich sehr schnell feststand: Den Riesen Gigaguhl möchte ich unbedingt kennenlernen!

Kennt ihr schon Gigaguhl, den größten aller Riesen? Nicht? Nun, dann solltet ihr das schleunigst ändern! Ihr braucht euch auch überhaupt nicht vor ihm zu fürchten. Gigaguhl ist zwar riesig und kann daher im ersten Moment etwas furchteinflößend wirken, er ist aber total lieb und freundlich. Besonders Tiere mag er wahnsinnig gerne. Auf ihm tummeln sich daher immer die verschiedensten Tierarten. Unter seiner Achselhöhle schläft zum Beispiel eine Fledermausfamilie, in seinen Ohren haben Vögel ihre Nester und in seinem Haar haust sogar ein waschechtes Einhorn! Eines Abends wird Gigaguhl auf einmal sehr müde. Na, kein Wunder, schließlich ist der Riese seit vielen Ewigkeiten wach. Gähnend deckt er sich mit einer bunten Sommerwiese zu und schläft viele hundert Jahre lang. Während seines langen Schlafes wächst auf seinem riesengroßen Rücken eine Stadt. Deren Einwohner wissen aber natürlich nichts davon, was da unter ihnen friedlich schlummert. Auch die beiden Kinder Nina und Nick ahnen nicht, dass ihr Zuhause auf dem Rücken eines Riesen gebaut wurde. Da die zwei nur Flausen im Kopf haben und immerzu auf der Suche nach Abenteuern sind, widersetzen sie sich dem Verbot ihrer Mutter und machen sich eines schönen Tages in die Berge auf. Mutig wie sie sind, beginnen sie die Gegend zu erkunden und werden schließlich noch herausfinden, was da Unglaubliches unter ihrer Stadt schläft.

Außergewöhnlich – dieses Wort kommt mir als erstes in den Sinn, wenn ich an Gigaguhl denke. Es fängt schon bei dem Format des Buches an. Groß und schmal ist es und irgendwie anders als andere Buchdesigns. Und dann dieses Cover! Also ich finde, es unterscheidet sich von den Covern anderer Kinderbücher. Im positiven Sinne selbstverständlich. Es ist natürlich immer Geschmackssache – ich jedenfalls finde das Cover von Gigaguhl wunderhübsch und einzigartig.
Im Innenteil geht es außergewöhnlich weiter. Die Erzählform, die Geschichte, die Illustrationen… - Alex Rühle ist zusammen mit der fantastischen Zeichenkunst von Barbara Yelin in meinen Augen ein ganz besonderes Kinderbuch geglückt, welches ich jedem, ganz egal welchen Alters, wärmstens empfehlen kann.

Wovon ich euch endlos etwas vorschwärmen könnte, sind die vielen großartigen Illustrationen von Barbara Yelin. In die Bilder bin ich total verliebt. Sie sind so herrlich farbenfroh und stecken stets voller süßer und witziger Details. Sie laden zum Träumen und Entdecken ein und zaubern uns Lesern immerzu ein breites Lächeln auf die Lippen.
Eines meiner persönlichen Highlights war die Zeichnung von dem schlafenden Gigaguhl mit der großen Stadt auf dem Rücken. Die Illustration hat es mir richtig angetan. Die Bilder, die die Kinder Nick und Nina bei ihrer Entdeckungsreise durch Gigaguhl zeigen, fand ich aber auch besonders klasse und zum Schmunzeln schön.

Die gesamte Aufmachung des Buches ist einfach nur umwerfend gelungen. Ich bin mir sehr sicher, dass Kinder ganz fasziniert von den Bildern sein werden. Genau hinschauen lohnt sich übrigens definitiv, denn zwischen den Seiten hat sich der kleine Willipeter Millimeter versteckt. Ganz am Ende des Buches erfahren wir, dass dieser kleinster aller Zwerge in dem Buch sein Unwesen treibt und man ihn gleich fünfmal entdecken kann. Entzückende Idee, oder? Diesen kleinen Zwerg zu finden, ist aber gar nicht so leicht. Ich zumindest musste ein Weilchen suchen, bis ich alle Verstecke von Willipeter Millimeter gefunden hatte. :D

Neben der famosen Gestaltung ist natürlich auch die Geschichte wundervoll. Mit dem Riesen Gigaguhl hat Alex Rühle eine einmalige Buchfigur erschaffen. Riesengroß, herzensgut, tierlieb und unfassbar freundlich – das ist Giagaguhl. Ich habe diesen größten aller Riesen sofort in mein Herz geschlossen.
Nick und Nina habe ich ebenfalls richtig lieb gewonnen. Zusammen mit diesen super neugierigen, mutigen und sehr abenteuerlustigen Kindern werden wir Leser ein tolles Riesen-Abenteuer erleben, welches an keiner Stelle Langeweile aufkommen lässt.

Von der Idee der Story war ich von Anfang an ganz hin und weg und auch von der Umsetzung bin ich hellauf begeistert. Die Geschichte steckt voller origineller und liebenswerter Ideen, die einen ständig schmunzeln lassen und einfach glücklich machen. Der Fantasie sind in diesem Buch wahrlich keine Grenzen gesetzt.

Sehr kreativ geht es auch bei der Erzählweise zu. Diese ist wirklich eine ganz besondere! Die Geschichte wird in Reimen erzählt, sodass sie sich perfekt zum Vorlesen eignet. Das Reimschema ist so aufgebaut, dass sich immer der zweite und der vierte Vers eines Absatzes aufeinander reimen. Ich persönlich habe mich anfangs nur etwas daran gestört, dass sich nicht auch Vers 1 und 3 aufeinander reimen. Hätte ich irgendwie besser gefunden. Aber das ist auch nur meine Meinung. Begeistert von den Reimen bin ich aber natürlich dennoch. Sie sind so wunderbar unterhaltsam und lassen sich prima vortragen.

Fazit: Unglaublich fantasievoll und herzerwärmend schön – ein riesenstarkes Kinderbuch für Jung und Alt! Mir hat „Gigaguhl“ unheimlich gut gefallen. Ich bin vollkommen verliebt in die traumhaften Illustrationen und die zuckersüße Geschichte. Für Kinder ab 4 Jahren eignet sich dieses hinreißend gereimte Buch perfekt zum Vorlesen an, allerdings kann ich es auch deutlich älteren Lesern nur ans Herz legen. Gigaguhl muss man einfach gernhaben. Ich bin begeistert und vergebe 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 20.03.2020

Eine wundervolle Liebesgeschichte!

Das Licht von tausend Sternen
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Als man mir letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse „Das Licht von tausend Sternen“ vorstellte, stand für mich augenblicklich fest: Das Buch muss ich lesen! Es klang einfach so gut. Der Klappentext ...

Als man mir letztes Jahr auf der Frankfurter Buchmesse „Das Licht von tausend Sternen“ vorstellte, stand für mich augenblicklich fest: Das Buch muss ich lesen! Es klang einfach so gut. Der Klappentext hatte mich wirklich sofort. Und von dem Cover war ich auf den ersten Blick ganz hin und weg und das schon damals, als ich nur die gedruckte Abbildung sah. Richtig schockverliebt war ich dann, als ich es das erste Mal in natura bewundern durfte. Das Buch schimmert so wunderhübsch, wenn man es ins Licht hält. Bin ganz verliebt in diese traumhafte Aufmachung.
Ich war nun sehr gespannt, ob mich die Geschichte wohl genauso umhauen wird wie die hinreißende äußere Gestaltung.

Das Leben der 18-jährigen Harper ist anders als das ihrer Mitstudenten. Direkt nach der Uni muss sie sofort nach Hause um sich um ihren kleinen autistischen Bruder zu kümmern. Viel Zeit für andere Dinge wie Hobbys, Partys oder einen Freund bleibt daher nicht. Ein Date mit Ashton kommt daher auf gar keinen Fall in Frage. Blöd ist nur, dass dieser charmante junge Mann, den Harper in der Unibibliothek kennengelernt hat, ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will und Herzklopfen verursacht, wenn sie an ihn denkt. Hinzu kommt, dass Ashton sehr hartnäckig ist und sich unbedingt mit Harper treffen möchte. Mit der Zeit gelingt es ihm schließlich auch noch, Harpers Herz zu erobern. Harper aber fühlt sich hin und her gerissen. Ihre Familie ist ihr extrem wichtig, durch Ashton merkt sie jedoch endlich, dass es noch so vieles mehr im Leben gibt.

Von der Autorin Leonie Lastella hatte ich bisher noch kein Buch gelesen. „Das Licht von tausend Sternen“ hatte also die große Ehre, mein erstes Werk von ihr zu werden. Es wird auch ganz bestimmt nicht mein letztes gewesen sein, denn mir hat das, was hier zu lesen bekommen habe, unheimlich gut gefallen! Cover und Klappentext haben mir also eindeutig nicht zu viel versprochen.

Ich hatte einen hervorragenden Einstieg in das Buch. Der wunderbare Schreibstil von Leonie Lastella konnte mich schon nach wenigen Sätzen komplett verzaubern. Er ist mitreißend, emotional und so schön humorvoll und locker-leicht. Für mich hat sich das Buch super angenehm lesen lassen.

Womit mich die Autorin ebenfalls vollends überzeugen konnte, sind die Charaktere. Unsere zwei Protagonisten Harper und Ashton habe ich sofort ganz fest in mein Herz geschlossen. Da die Geschichte im Wechsel von Harper und Ashton erzählt wird, jeweils in der Ich-Perspektive, erhalten wir von beiden einen sehr tiefen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelten und lernen beide sehr genau kennen. Ich könnte tatsächlich gar nicht sagen, wen der zwei ich nun lieber mochte – sie sind einfach beide so sympathisch und einzigartig. Harper habe ich zutiefst dafür bewundert, wie sie ihr momentanes Leben meistert. Da ihre Mutter Vollzeit arbeitet und ihr kleiner 11-jähriger Bruder Ben Autist ist und sehr viel Aufmerksamkeit benötigt, ist Harper ein normales Studentenleben gar nicht möglich. Ständig muss sie ihre eigenen Bedürfnisse hinten anstellen. Sie muss ihre Mutter unterstützen, sich um ihren kleinen Bruder kümmern, ihr Studium gewuppt bekommen – vor Harpers Stärke, ihrer Disziplin und ihrem großen Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein kann man wahrlich nur den Hut ziehen, finde ich.

Ihr mustergültiges Verhalten wird aber noch zu bröckeln beginnen, als sie Ashton kennenlernt.
Bei Ashton dachte ich ganz zu Beginn, dass es sich bei ihm um diesen typischen Bad Boy handelt. Dieser Eindruck verflog dann aber sehr schnell. Ashton hat eine ziemlich harte Zeit hinter sich. Auch er hat also sein Päckchen zu tragen, hat aber trotz allem seinen Humor und seinen unwiderstehlichen Charme nicht verloren. Ich fand Ashton einfach nur großartig! Mir hat er öfters ein breites Lächeln auf die Lippen gezaubert. Vor allem sein hartnäckiges Bemühen um Harper fand ich total süß und unterhaltsam. Mein Herz hat Ashton wirklich im Sturm erobert.

Neben Harper und Ashton bin ich auch von den Nebenfiguren hellauf begeistert. Besonders klasse fand ich Ashtons beste Freunde Becca. Ihre witzige und quirlige Art habe ich beim Lesen richtig gefeiert.
Wen ich ebenfalls sehr liebgewonnen habe, ist Harpers kleiner Bruder Ben. Mit Autismus kenne ich mich nicht groß aus, ich kann daher nicht sagen, ob Leonie Lastella diese Krankheit realistisch dargestellt hat – auf mich jedenfalls hat die Art, wie sie das Thema behandelt, absolut authentisch gewirkt. Mir hat es wahnsinnig gut gefallen, wie gekonnt und einfühlsam die Autorin diese ernsthafte Thematik in die Story eingebaut hat. Mir hat Harpers Leben nur zu deutlich vor Augen geführt, wie schwer es sein kann, wenn man mit einem autistischen Familienmitglied zusammenleben muss. Wie sich unsere Hauptprotagonistin um ihren geliebten kleinen Bruder kümmert, hat mich unglaublich berührt.

Neben dem Autismus enthält die Geschichte noch viele weitere tolle Themen und Werte. Harpers Studium, Ashtons WG-Alltag, Freundschaft, Familie, Verlust, Trauer...und natürlich die große Liebe. Die Beziehung von Harper und Ashton wird unbeschreiblich schön beschrieben. Ihr Kennenlernen, ihre Annäherung und dann ihre gemeinsamen Momente, seien es die romantischen, die lustigen oder die ernsteren...hach, wundervoll, sag ich euch!
Was ich nur etwas schade fand, ist, dass Harper so lange ein Geheimnis um Ben macht. Ich persönlich hätte es irgendwie besser gefunden, wenn sie Ashton früher von ihrem kleinen autistischen Bruder erzählt hätte.
Ein weiterer kleiner Kritikpunkt meinerseits: Im Mittelteil haben sich mir ein paar Passagen ein kleines bisschen zu sehr gezogen. Da sich aber auch diese kleinen Längen dank des fabelhaften Schreibstils sehr angenehm für mich haben lesen lassen, hat mich dieser Aspekt eigentlich gar nicht groß gestört. Ich habe eine zauberhafte Lesezeit mit dem Buch verbracht und kann es jedem, der gerne Liebesgeschichten mit Hindernissen liest, sehr ans Herz legen!

Fazit: Ein bezaubernd schöner Liebesroman voller wunderbarer Momente! Mir hat „Das Licht aus tausend Sternen“ ein tolles Leseerlebnis beschert. Ich habe mitgefühlt und mitgelitten, habe öfters vor Rührung geseufzt und Gänsehaut gehabt und musste immerzu breit schmunzeln und grinsen. Ich mochte die Themenmischung und die Atmosphäre in dem Buch unfassbar gerne, die Figuren habe ich sofort in mein Herz geschlossen und die großartige Erzählweise der Autorin konnte mich von Anfang bis Ende vollkommen verzaubern. Ich kann „Das Licht aus tausend Sternen“ wärmstens empfehlen und vergebe 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 19.03.2020

Ein märchenhaft schönes Buch voller Magie und Fantasie!

Die Mühlenkinder
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Die Bücher von Antonia Michaelis sind immer ein ganz großes Muss für mich! Besonders ihre Kinderbücher liebe ich sehr. Ich war daher natürlich sofort Feuer und Flamme, als ich hörte, dass dieses Jahr ein ...

Die Bücher von Antonia Michaelis sind immer ein ganz großes Muss für mich! Besonders ihre Kinderbücher liebe ich sehr. Ich war daher natürlich sofort Feuer und Flamme, als ich hörte, dass dieses Jahr ein neues Kinderbuch von ihr im Oetinger Verlag erscheinen wird. Da musste ich mir gar nicht erst den Klappentext durchlesen – für mich stand augenblicklich fest: Die Mühlenkinder möchte ich unbedingt kennenlernen!

Die Schwestern Marit, Liv, Jorunn und Tuuli leben zusammen mit ihren Eltern in einer alten Mühle. Bei dieser handelt es sich allerdings nicht um eine normale Mühle, oh nein! Wenn der Wind aus Nordosten weht, erwacht die Mühle und verwandelt sich in einen magischen Ort. Als sie eines Tages ein Schloss ist und die Mädchen richtige Prinzessinnen sind, ist vor allem Marit zunächst ganz begeistert von dieser Verwandlung. Doch dann ist Jorunn plötzlich spurlos verschwunden! Sie wurde entführt und Marit und Liv machen sich sofort auf um die entführte kleine Prinzessin zu befreien. Ihre gefährliche Reise führt sie bis zur Burg des Wassertrolls, in der Jorunn gefangen gehalten wird. Ob es den beiden Mädchen wohl gelingen wird, ihre kleine Schwester zu retten?

Sieht das Cover nicht wunderhübsch aus? Also ich bin total verliebt in diese hinreißende Aufmachung. Die Claudia Carls kann einfach so traumhaft zeichnen! Ich liebe ihren Zeichenstil. Meine Freude war daher groß, als ich entdeckte, dass auch der Innenteil des Buches von ihr illustriert wurde. An den fantasievollen schwarz-weiß Bildern konnte ich mich gar nicht sattsehen. Ob die kleineren Zeichnungen oder die ganzseitigen Illustrationen – allesamt sind sie zum Träumen schön und schaffen eine ganz besondere, mystische Atmosphäre.

So viel zur Gestaltung des Buches. Kommen wir nun zur Geschichte. In meinen Augen ist Antonia Michaelis mit „Die Mühlenkinder“ ein weiteres wundervolles Kinderbuch gelungen. Ihre melodische und märchenhaft Art zu erzählen konnte mich erneut vollkommen in ihren Bann ziehen und komplett verzaubern. Antonia Michaelis ist einfach die geborene Märchenerzählerin. Ihre Bücher lesen sich immer so magisch und bescheren uns Lesern dank der bildgewaltigen und poetischen Wortwahl das reinste Kopfkino. So auch bei „Die Mühlenkinder“. Für mich, als Erwachsene, hat sich das Buch prima lesen lassen, wobei ich sagen muss, dass mir manche Sätze dann doch etwas zu lang und verschachtelt waren. Für die Zielgruppe, sprich Kinder ab 8 Jahren, halte ich das Buch zum Selberlesen daher auch für zu schwierig. Die Erzählweise ist schon recht anspruchsvoll und die Schrift habe ich zudem als etwas klein empfunden. Ich kann mich der Altersempfehlung des Verlags daher nur bedingt anschließen. Zum Selberlesen würde ich persönlich „Die Mühlenkinder“ erst ab 10 Jahren empfehlen. Zum Vorlesen aber eignet sich das Buch meiner Ansicht nach durchaus für Mädchen und Jungen ab 8 Jahren. Die Geschichte ist stellenweise zwar ziemlich gruselig, allerdings denke ich, dass achtjährige Kinder die schaurigen Szenen absolut verkraften werden. Märchen sind schließlich teilweise auch recht brutal. Ich jedenfalls bin mir ziemlich sicher, dass das fantastische Abenteuer, das einen hier erwartet, für herrliche Vorlesestunden sorgen wird.

Ich hatte einen super Einstieg in das Buch. Von dem Setting war ich gleich zu Beginn völlig fasziniert. Die alte magische Mühle, in der die vier Schwestern Marit, Liv, Jorunn und Tuuli zusammen mit ihren Eltern wohnen, wird so wunderbar anschaulich und grandios beschrieben, sodass ich beim Lesen die tollsten Bilder im Kopf hatte.
Auch die weiteren Schauplätze konnte ich mir dank der detailreichen Beschreibungen der Autorin ganz genau vorstellen. Die gesamte Kulisse ist einfach nur atemberaubend und zauberisch. Mir hat sie unglaublich gut gefallen.

Mit den Charakteren konnte mich Antonia Michaelis ebenfalls vollends überzeugen. Unsere Hauptprotagonistin, die achtjährige Liv, aus deren Sicht wir die Geschehnisse aus der Ich-Perspektive erfahren, war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist mutig, stark und einfach so jemand, den man sofort gernhaben muss.
Ihre Schwestern habe ich ebenfalls unheimlich liebgewonnen. Da hat mir besonders gut gefallen, wie verschieden die Geschwister sind. Die 11-jährige Marit ist eher ruhiger, weiß sich aber auch durchzusetzen. Die kleine Jorunn ist, wie es dreijährige Kinder meist sind, sehr direkt und quirlig und zum Knuddeln süß. Tuuli spielt bei dem großen Abenteuer nur eine recht kleine Rolle, allerdings ist sie auch erst wenige Monate alt.

Neben den Schwestern und ihren Eltern begegnen wir im Verlaufe des Buches noch so einigen weiteren, teils sehr skurrilen und wundersamen Gestalten und von denen sind definitiv nicht alle freundlich und liebenswert, so viel kann ich euch schon mal verraten.

Die Spannung kommt in „Die Mühlenkinder“ wahrlich nicht zu kurz. Es gibt lauter unerwartete Wendungen und jede Menge Überraschungen. Man ist von Anfang bis Ende am Mitfiebern und mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Werden Marit und Liv ihre entführte kleine Schwester finden und retten können? Was werden sie auf ihrer Reise zum gefährlichen Wassertroll und in dessen Burg alles erleben? Die Antworten auf diese Fragen werde ich hier natürlich nicht geben. Wenn ihr die gerne haben möchtet, müsst ihr das Buch schon selber lesen. ;)

Was ich euch aber noch über die Geschichte erzählen möchte, ist, dass mir die Mischung aus verschiedenen Themen und Werte wahnsinnig gut gefallen hat. Schwesternzusammenhalt, Familie, Mut, Tapferkeit und Vertrauen sind ein großer Bestandteil der Story. Was die Autorin ebenfalls noch gekonnt in die Handlung hat mit einfließen lassen, sind Arbeitslosigkeit und Geldsorgen. Es steckt wirklich viel in dem Buch und das, obwohl es mit seinen 144 Seiten so dünn ist.

Fazit: Ein märchenhaft schönes Abenteuer voller Magie und Fantasie! Antonia Michaelis ist mit „Die Mühlenkinder“ ein ganz besonderes Kinderbuch gelungen, welches mir ein zauberhaftes Leseerlebnis beschert hat. Die Geschichte ist atmosphärisch, warmherzig, stellenweise auch recht gruselig, und so wunderbar magisch und geheimnisvoll. Sie lässt an keiner einzigen Stelle Langeweile aufkommen und lädt durchweg zum Mitfiebern ein. Große Klasse ist auch die Gestaltung des Buches. Die Illustrationen von Claudia Carls sind einfach nur ein Traum. Egal ob Jung oder Alt – ich kann „Die Mühlenkinder“ wärmstens empfehlen und vergebe 4,5 von 5 Sternen!

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