Cover-Bild Eisige Tage
Band 1 der Reihe "Ein Fall für Seiler und Novic"
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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Penguin
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Sonstige Spannungsromane
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 11.02.2019
  • ISBN: 9783328103233
Alex Pohl

Eisige Tage

Kriminalroman
Die Welt des Verbrechens beginnt vor deiner Haustür ...

Winter in Leipzig, die Stadt erstarrt in Eiseskälte. In einem Auto am Elster-Saale-Kanal wird die steifgefrorene Leiche eines Anwalts gefunden. Was für die smarte Kommissarin Hanna Seiler und ihren starrköpfigen Kollegen Milo Novic zunächst nach einem Routine-Mordfall aussieht, entpuppt sich rasch als ein Dickicht krimineller Verstrickungen: Im Besitz des Toten finden sie skandalträchtiges Material, darunter das Foto eines minderjährigen Mädchens, das seit einer Woche vermisst wird. Während die Stadt im Schnee versinkt, müssen die Ermittler eine düstere Welt betreten, in der schon die Jüngsten gefährliche Spiele treiben …

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2019

Menschen sind keine Ware mit der man handeln kann

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"Kinder sind keine Ware, sondern das höchste Gut einer zivilisierten Welt." (Klaus Kinkel)
Eisige Kälte umgibt die Stadt Leipzig, da findet man in einem Auto am Rande des Elster-Saale-Kanals einen Toten. ...

"Kinder sind keine Ware, sondern das höchste Gut einer zivilisierten Welt." (Klaus Kinkel)
Eisige Kälte umgibt die Stadt Leipzig, da findet man in einem Auto am Rande des Elster-Saale-Kanals einen Toten. Mit einem Einschussloch im Kopf und steifgefroren wurde der Anwalt Michail Jegorowitsch Malinowski dort zurückgelassen. Die Leipziger Kommissare Milo Novic und Hanna Seiler werden zum Tatort gerufen. Noch ahnen sie nicht das dieser Fall weitere Verstrickungen in die russische Mafia Szene mitbringen wird. Erst als sie in Malinowskis Besitz skandalöses Material u. a. Fotos von einem minderjährigen Mädchen wiederfinden, das man schon länger vermisst ahnen sie schlimmeres. Außerdem finden sie weitere Fotos von vermissten Mädchen in seinem Besitz. Das sich in diesen Handel allerdings auch Minderjährige betätigen, entdecken Hanna und Milo erst nach und nach. Zudem rennt den beiden die Zeit davon, den ein weiteres Mädchen wird erst seit kurzem vermisst. Außerdem sind sie auf der Suchen nach einem Amoklaufenden Vater eines der vermissten Mädchen.

Meine Meinung:
Das düstere, winterliche Cover passte sehr gut zum Inhalt dieses Krimis mit dem neuen Ermittlerteam aus Leipzig. Da ich den Autor schon unter seinem Pseudonym L.C. Frey kannte, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Der Schreibstil war locker, einfach, allerdings wirkte er auf mich sehr abgehackt, stockend und so kam leider bei mir kein richtiger Lesefluss auf, wie ich es sonst von seinen Büchern her kannte. Die Überschriften der einzelnen Szenen halfen mir zwar dabei, dass ich wusste um, was es gerade ging, doch die Sprünge der einzelnen Szenen waren mir definitiv zu kurz und zu viel. Deshalb wurde ich von daher nie richtig mit den Ermittlern warm. Dafür das dies als Auftakt einer neuen Ermittlerreihe diente, war mir die Vorstellung der beiden Ermittler zu oberflächlich, ich hätte mir da weitaus mehr Tiefgang gewünscht um die beiden noch näher kennenzulernen. Jedoch hoffe ich, das dies in den nächsten Folgen noch geschieht. Der Plot bei dem es größtenteils um Kinderhandel, Kinderprostitution und Kindesmissbrauch ging, war interessant, doch gerade durch die vielen Szenen fehlte mir dann etwas der rote Faden an der ganzen Sache. Ebenfalls kam die Spannung erst richtig am Ende auf, so das dieser Fall die meiste Zeit eher so dahinplätscherte. Die Charaktere waren zwar gut durchdacht, allerdings tat ich mich mit den vielen russischen Namen schwer. Vielleicht wäre da ein Personenregister am Anfang oder Ende nicht schlecht gewesen. Auch die beiden Ermittler konnten mich noch nicht ganz überzeugen. Milo Novic ist schon sehr speziell mit seinen emotionalen Defiziten und seinen Problemen, die sicher von seiner Kindheit in Serbien herrühren. Jedoch könnte das durchaus noch interessant werden in den nächsten Folgen. Allerdings empfand ich ihn hier als sehr gefühlskalt, emotionslos und unnahbar. Hanna Seiler die ihren Mann so tragisch verloren hatte und nun den Sohn alleine erziehen muss, empfand ich zwar auch etwas gefühlskalt, jedoch erschien sie mir sehr mutig, ehrlich und hatte ein gutes Einfühlungsvermögen. Mit den vielen russischen Charakteren wurde ich leider nie richtig warm, jedoch wurden sehr gut charakterisiert, so das ich alles nachvollziehen konnte. Alles in allem ein Auftakt, bei dem noch Luft nach oben ist und dem ich 3 1/2 von 5 Sterne gebe.

Veröffentlicht am 31.03.2020

Ein solider Kriminalroman

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Ein solider Kriminalroman mit flüssigem Schreibstil. Etwas verwirrend wegen den vielen Zeitsprüngen, wechselnden Perspektiven und den vielen Namen.
Spannung kommt leider nicht wirklich auf :-/
Die beiden ...

Ein solider Kriminalroman mit flüssigem Schreibstil. Etwas verwirrend wegen den vielen Zeitsprüngen, wechselnden Perspektiven und den vielen Namen.
Spannung kommt leider nicht wirklich auf :-/
Die beiden Hauptermittler sind etwas speziell und nur wenig greifbar. Man erfährt zwar einiges aus der Vergangenheit und dem Privatleben der Hauptermittler Novic und Seiler aber trotzdem bleiben diese beiden Personen für mich sehr blass.
Handlung der Story ist echt interessant und auch gut durchdacht. An Gewalt und blutigen Szenen mangelt es jedenfalls nicht :O
Im großen und ganzen ist es eine gute Story, wenn man rein gefunden hat, aber trotzdem konnte mich der erste Teil dieser Reihe nicht ganz abholen. Mir hat die Spannung und das mitfiebern gefehlt :-/
Lesenswert ist das Buch aber allemal
Ich vergebe 3/5 und bin nun sehr gespannt was in Teil 2 passiert und ob Novic und Seiler dann etwas ausführlicher dargestellt werden

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Veröffentlicht am 24.05.2019

Eisige Tage

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Ein Leipzig wird ein Anwalt brutal ermordet. Das Ermittlerteam geht zunächst von einem gewöhnlichen Mordfall aus, muss allerdings schnell feststellen, dass viel mehr dahinter steckt. Seiler und Novic beginnen ...

Ein Leipzig wird ein Anwalt brutal ermordet. Das Ermittlerteam geht zunächst von einem gewöhnlichen Mordfall aus, muss allerdings schnell feststellen, dass viel mehr dahinter steckt. Seiler und Novic beginnen in der kriminellen Unterwelt zu ermitteln und stoßen dabei auf immer mehr schockierende Offenbarungen.



Alex Pohls Schreibstil ist sehr nüchtern aber dennoch flüssig. Obwohl die Handlung sehr flüssig und fesselnd ist, konnte mich das Buch leider nicht komplett mitreißen. Dies lag einerseits an dem etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, mit welchem ich beinahe die gesamte erste Hälfte des Buches nicht zurecht kam und andererseits an den fehlenden Emotionen. Mich konnte weder das tragische Schicksal der Kinder noch die traumatische Vergangenheit der Ermittler ergreifen. Dies hatte zur Folge, dass mir kein Protagonist wirklich ans Herz wuchs und ich somit nicht mit ihnen mitfiebern konnte. Dennoch kann der Autor die Spannung durchgehend hoch halten, was vor allem an zahlreichen unerwarteten Wendungen und Perspektivenwechseln liegt. Besonders gut gefällt mir, dass der Autor die Tabuthemen Kindesmissbrauch, die Prostitution von Minderjährigen und Pädophilie aufgreift. Dennoch konnten mich diese schlimmen und schockierenden Themen leider nicht ergreifen.



Die einzelnen Protagonisten sind wirklich interessant und heben sich deutlich von anderen Charakteren aus diesem Genre ab. Dennoch fand ich niemanden wirklich authentisch, was vor allem daran liegt, dass der Schreibstil sehr nüchtern ist und mich daher keine Emotionen ergreifen konnten. Dies ist sehr schade, da beispielsweise die Kindheit von Novic im Krieg sehr viel Potenzial gehabt hätte.



FAZIT:
„Eisige Tage“ hat eine wirklich gute Grundidee und ein tolles Ermittlerteam. Da mich persönlich die Handlung leider nicht ergreifen konnte und ich lange gebraucht habe um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 08.05.2019

Spannender Plot, schwierige Umsetzung

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Bei eisiger Kälte wird in Leipzig in einem Auto die Leiche eines Anwalts entdeckt. Die beiden Kommissare Hanna Seiler und Milo Novic graben bei ihren Ermittlungen bald in einem Sumpf krimineller Verstrickungen: ...

Bei eisiger Kälte wird in Leipzig in einem Auto die Leiche eines Anwalts entdeckt. Die beiden Kommissare Hanna Seiler und Milo Novic graben bei ihren Ermittlungen bald in einem Sumpf krimineller Verstrickungen: Im Besitz des Toten findet man unter anderem das Foto einer Minderjährigen, die seit einer Woche vermisst wird. Währenddessen sucht Elise die Liebe, die ihr in ihrem gutsituierten, aber lieblosen Heim fehlt. Ihr neuer Freund scheint genau der Richtige zu sein. Was aber hat die Russenmafia in Leipzig mit dem Verschwinden minderjähriger Mädchen zu tun?

Mit „Eisige Tage“ behandelt der Autor Alex Pohl das emotional hoch belastete Thema Kinderprostitution - ein skrupelloses, menschenverachtendes Verbrechen. Ungeschönt beschreibt der Autor die Ereignisse, die junge Ausreißerinnen in große Gefahr bringen. Die Brutalität des Geschehens schimmert jederzeit durch. Die Russenmafia wird als weiteres Thema mit hineingearbeitet, auch hier blitzt die Gefahr jederzeit durch. Dennoch bleiben die Puzzlestücke des Kriminalfalls lange wie verwischt, es ist schwierig für den Leser mitzuraten und die passenden Stücke zu finden. So fiel es mir nicht leicht, die Handlungen der Protagonisten vorauszusehen und nachzuvollziehen, überhaupt tat ich mich schwer mit den jeweiligen Protagonisten. Die beiden Ermittler bleiben dabei sehr blass, ihre private Situation wird nur angerissen – zuviel, um darüber hinwegzusehen, zu wenig, um sich als Leser ein aussagefähiges Bild davon zu machen. Die zeitlichen und räumlichen Sprünge der Erzählung erschwerten es mir zusätzlich, mit dem Schreibstil des Autors zurechtzukommen. Ich brauchte lange, um mich in der Geschichte zurechtzufinden.

So beklemmend die Erzählung deshalb ist, so anstrengend fand ich das Buch zu lesen. Leider kann ich deshalb nur 3 von 5 Sternen vergeben. Es wird sicher Leser geben, denen der Schreibstil des Autors besser zusagt.

Veröffentlicht am 04.05.2019

düster und abgründig

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Der Krimi spielt in Leipzig. Ein Anwalt wurde erschossen aufgefunden. Die Ermittlungen werden von den Kommissaren Seiler und Novic durchgeführt. Die Spur führt sie in die Mädchenhandelszene und nach Russland.

Das ...

Der Krimi spielt in Leipzig. Ein Anwalt wurde erschossen aufgefunden. Die Ermittlungen werden von den Kommissaren Seiler und Novic durchgeführt. Die Spur führt sie in die Mädchenhandelszene und nach Russland.

Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen. Nicht sehr spannend und vor allem haben mich die vielen Zeitsprünge genervt. Man weiß manchmal gar nicht, um wen es nun geht und wann das war. Also noch mal zurückblättern und das Datum über dem Kapitel lesen. Das hat mich doch gestört, und auch, wenn nur von dem "Mädchen" gesprochen wird, kein Name genannt wird. Mir war der Handlungsverlauf zu "unordentlich". Die Charaktere fand ich auch nicht sympathisch, so blieb ich als Leser ziemlich aussen vor. Das Buch wird schnell wieder vergessen sein, Fortsetzungen brauche ich nicht.