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Veröffentlicht am 08.04.2020

Hat mir besser gefallen als „Songbird“!

Für immer und dich
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Klappentext
„Zwei Menschen. Zwei Stunden. Dreißig Stationen. Und was danach geschah ...
Ein Scheißtag wie jeder andere auch. Dachte Jonas jedenfalls. Doch als er an einem kalten Nachmittag im Januar ...


Klappentext
„Zwei Menschen. Zwei Stunden. Dreißig Stationen. Und was danach geschah ...
Ein Scheißtag wie jeder andere auch. Dachte Jonas jedenfalls. Doch als er an einem kalten Nachmittag im Januar ein Mädchen in der Berliner S-Bahn kennenlernt, ist es von jetzt auf gleich um ihn geschehen. Gemeinsam fahren sie weit … viel weiter als eigentlich geplant, und danach ist nichts mehr wie zuvor. Denn weder gelingt es Jonas dieses Mädchen aus dem Kopf zu bekommen noch ist an ihr jener schicksalhafte Tag spurlos vorüber gegangen.
„Für immer und dich“ – So echt, so intensiv, so wahrhaftig und verrückt wie nur die Liebe sein kann.“

Gestaltung
Ich liebe an dem Cover vor allem die bronzefarbenen Rauten und den Titel, denn diese sind mit Glitzerpartikeln versehen, die man nicht nur fühlen kann, sondern die auch schön funkeln. Dieser besondere Eyecatcher hebt sich vor dem weißen Hintergrund und den pastelligen anderen Farbtönen richtig gut ab. Auch wenn ich normalerweise nicht so auf rosa stehe, finde ich hier die Kombination der Rosa- und Lilatöne hübsch. Mir gefällt besonders gut, dass das Cover mit den Rauten auffällt und es sich von anderen abhebt.

Meine Meinung
Von Anna Rosina Fischer habe ich bereits „Songbird“ gelesen und gerne gemocht. Darum wollte ich auch das neue Buch der Autorin gerne lesen. In „Für immer und dich“ geht es um Jonas, der in der Berliner S-Bahn ein Mädchen kennenlernt und sich sofort in sie verliebt. Zu einem verabredeten Treffen erscheint sie jedoch nicht, doch sie geht Jonas nicht aus dem Kopf…bis er sie zufällig wiederfindet.

Der Klappentext verrät gar nicht so viel über die Geschichte, was ich gut fand, da ich so beim Lesen überrascht werden konnte. So entdeckte ich beispielsweise, dass das Buch in Teile gegliedert ist. Zuerst begleitete ich Jonas dabei, wie er ein Mädchen in der Bahn kennenlernt und sich mit ihr verabredet. Zu diesem Treffen erscheint sie nicht und dann folgt ein kleiner Zeitsprung, der erzählt was beim Mädchen passiert ist und der die Geschichte der beiden fortschreibt. Diese Erzählweise hat mir gut gefallen, weil man im ersten Teil beispielsweise noch nicht wusste, wie das Mädchen heißt. Auch rätselte man, wieso sie nicht zum Treffen erschienen ist.

Auch die Handlung hat mir insgesamt gut gefallen, wobei ich immer mal wieder Kleinigkeiten zu bemängeln hatte. Beispielsweise küsst Jonas das Mädchen, obwohl er noch eine Freundin hatte, was mir nicht so zugesagt hat. Auch das Wiedersehen der beiden nachdem ihr Treffen nicht geklappt hat, war für mich etwas unwahrscheinlich, auch wenn man es vermutlich dem Schicksal zuschreiben kann. Außerdem gab es immer mal wieder kleinere Längen, in denen mir die Handlung einfach zu ruhig war.

Dennoch hat mir an „Für immer und dich“ aber die Thematik ausgesprochen gut gefallen, denn das Mädchen hat einen triftigen Grund, warum es nicht zu dem Treffen erschienen ist und hiermit sind einige tiefgründige Gedanken verbunden. So zeigt das Buch einerseits den Kampfgeist der Figuren, aber auch Momente der Rückschritte und des Aufgebens (bzw. wie nah man daran sein kann, zu resignieren). Diese Themen gingen mir sehr unter die Haut und ich fand sie gut ausgearbeitet, da sie meiner Meinung nach schön in der Geschichte rausstechen.

Jonas war in meinen Augen auch ein richtig toller Protagonist, der unglaublich liebenswürdig ist. Er übernimmt viel Verantwortung, wenn er seiner alleinerziehenden Mutter viele Aufgaben abnimmt. So kümmert er sich um seine kleine Schwester, die ein Handicap hat. Als er das Mädchen trifft, gibt er nicht auf und kämpft um sie. Ich habe mehrmals gedacht, dass es mehr solcher Menschen wie Jonas geben müsste. Auch gefiel mir, dass das Buch aus seiner Sicht geschildert wird, wobei diese immer mal unterbrochen wird von der Perspektive des Mädchens, wobei sich sogar die Schriftart im Buch unterscheidet. Wer jetzt übrigens wissen möchte wie das Mädchen heißt, der sollte sich „Für immer und dich“ zulegen und es selbst herausfinden.

Fazit
Nach „Songbird“ ist „Für immer und dich“ das nächste Werk aus der Feder von Anna Rosina Fischer und ich fand dieses Buch noch besser als ihr erstes Buch. Mir gefiel Protagonist Jonas richtig gut, weil er ein lustiger und liebevoller Charakter ist. Auch wenn ich bezüglich der Handlung Kleinigkeiten zu kritisieren hatte und sie mir manchmal zu ruhig war, fand ich sie dennoch schön, weil sie gefühlvoll ist. Es geht um Kampfgeist und um Rückschläge und um die zarten Bande zwischen zwei jungen Menschen…
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 08.04.2020

Eine süße Liebesgeschichte, die das Herz erwärmt

Love Challenge
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Klappentext
„LIEBE IST EINFACH …
Seine Mutter will, dass er heiratet. Khai will, dass sie ihn in Ruhe lässt. Also schließen die beiden einen Pakt: Khai wird drei Monate mit der Frau zusammenleben, die ...

Klappentext
„LIEBE IST EINFACH …
Seine Mutter will, dass er heiratet. Khai will, dass sie ihn in Ruhe lässt. Also schließen die beiden einen Pakt: Khai wird drei Monate mit der Frau zusammenleben, die seine Mutter für ihn ausgesucht hat. Danach hören die Kuppelversuche auf und sie akzeptiert ein für alle Mal, dass Khai als Autist einfach nicht für die Liebe gemacht ist.
… ALLES ANDERE ALS EINFACH!
Esme will ein besseres Leben. Für sich und ihre Tochter. Dafür ist sie bereit alles zu tun, selbst in die USA zu fliegen und einen vollkommen Fremden kennenzulernen. Einen extrem attraktiven und etwas sonderbaren Fremden. Sie hat drei Monate Zeit, Khais Herz zu gewinnen. Nur leider ist es viel einfacher, ihr eigenes an ihn zu verlieren!“

Gestaltung
Die Gestaltung mit den verschiedenen Blumen wurde vom ersten Band übernommen, was ich gut finde, da man so sieht, dass es ein Buch von derselben Autorin ist. Die Blumen sehen dabei anders aus als die auf dem ersten Band und ihre Farbgebung passt gut zueinander. Außerdem gefällt mir sehr, wie sie den Titel umranden. Ich mag zudem besonders gerne, dass der Titel mit Glanzprägung veredelt ist und metallisch blau schimmert.

Meine Meinung
Nachdem mir „Kissing Lessons“ gut gefallen hatte, war ich gespannt auf „Love Challenge“, da dieses ebenfalls einen autistischen Charakter beinhaltet: dieses Mal ist es jedoch der männliche Charakter. Besonders interessant fand ich dabei den Twist, dass Khai, so der Name der Hauptfigur, der festen Überzeugung ist, dass er einfach nicht für die Liebe gemacht ist. Deswegen ist er auch nicht auf der Suche. Seine Mutter jedoch überzeugt ihn, dass er für drei Monate mit einer Frau zusammen leben soll, sollte dieses Experiment nicht gelingen, wird sie ihn in Ruhe lassen. Eben jene Frau ist Esme, die Khais Herz gewinnen möchte und ihrs schnell an ihn verliert… aber kann sie Khai dazu bringen, sich in sie zu verlieben?

Ich fand gerade diese letzte Frage beim Lesen unglaublich spannend, da sie immer wieder aufgegriffen wird und bei Esme für einige Zweifel und Unsicherheiten sorgt. Aber nicht nur bei ihr, sondern auch bei mir als Leserin habe ich stets gebangt und gehofft, dass Khai sich auch in Esme verlieben würde. Hierdurch entstand auch eine schöne Sogwirkung, die mich beim Lesen immer bei Laune gehalten hat, selbst bei Stellen, an denen sich die Handlung gefühlt etwas in die Länge zog.

Auch fand ich die Perspektivwechsel schön, denn so konnte ich sowohl in Esme als auch in Khai eintauchen, die beide einen schönen Kontrast zueinander dargestellt haben, denn während er mit manchen Verhaltensweisen bei seiner Umwelt auf Unverständnis stößt, scheint Esme ganz normal zu sein. Gleichzeitig fand ich es bei Khai besonders interessant, Einblicke in seine Gedankenwelt zu erhaschen und mitzuerleben wie er durch seinen Autismus von vielen als unsensibel, distanziert oder „komisch“ wahrgenommen wird.

Dies hat die Autorin in meinen Augen sehr gut umgesetzt und auch für den Leser verständlich dargestellt. Vor allem regte dies in meinen Augen aber auch zum Nachdenken an, da ich immer wieder überlegte, ob wir Menschen uns nicht oftmals zu schnell ein Urteil bilden und andere abstempeln ohne tiefer über eventuelle Gründe für bestimmtes Verhalten nachzudenken. Auch wenn ich bei der Handlung schnell erahnen konnte, welche Bahnen sie einnehmen würde, habe ich mich hieran nicht gestört, da es in „Love Challenge“ einfach um die Liebesgeschichte geht und diese hier wirklich das Herz erwärmt.

Fazit
Wer gerne eine Liebesgeschichte fürs Herz liest, ist bei „Love Challenge“ genau richtig. Hier wird das Rad nicht neu erfunden, aber das muss die Geschichte auch gar nicht, denn durch kleine Aspekte wie die Abmachung mit Khais Mutter oder seinen Autismus kann das Buch mit Neuerungen punkten. Auch mochte ich beide Protagonisten richtig gerne und vor allem fand ich es beeindruckend, wie authentisch Khais Autismus dargestellt wurde.
Gute 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Kissing Lessons
2. Love Challenge
3. Heart Trouble (erscheint voraussichtlich am 21. Juli 2020 auf Deutsch)

Veröffentlicht am 07.04.2020

Die Botschaft der Geschichte wurde schön verpackt

Agatha Merkwürdens Racheblumen
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Die Botschaft der Geschichte wurde schön verpackt

Klappentext
„Es wird bunt und wild und wunderbar!
Melissas Heimatstadt ist betongrau und ordentlich. Für alles gibt es Regeln - und Melissa kann nichts ...

Die Botschaft der Geschichte wurde schön verpackt

Klappentext
„Es wird bunt und wild und wunderbar!
Melissas Heimatstadt ist betongrau und ordentlich. Für alles gibt es Regeln - und Melissa kann nichts so gut wie sie zu befolgen. Sie hat sogar den Titel »Folgsamstes Kind der Schule« zu verteidigen. Doch dann findet sie unter den Betonplatten auf ihrer Terrasse ein geheimnisvolles Päckchen voller Blumensamen, das alles auf den Kopf stellt. Plötzlich hört Melissa Stimmen und verspürt den Drang, die Samen auszusäen. Aber Agatha Merkwürdens Racheblumen sind launisch und suchen sich ihren ganz eigenen Weg. Und endlich blüht die Stadt wieder auf.“

Gestaltung
Mit den Blumen, die eins zu sein scheinen mit dem Haar des Mädchens, sorgt das Cover auf jeden Fall für Aufsehen. Ich finde gerade die Blumen total schön, weil sie so bunt und vielfältig sind und es bei ihnen viel zu entdecken gibt. Der Zeichenstil des Mädchens gefällt mir auch gut, weil das Mädchen einerseits real aussieht, andererseits erkennt man aber, dass es eine Zeichnung ist. Das Mädchen scheint dabei vor einer gepunkteten Tapete zu stehen, die durch ihre creme-weiße Farbe die Blumen und das Mädchen betont.

Meine Meinung
Die Idee einer grauen, super ordentlichen Stadt, in welcher er strikte Regeln gibt, fand ich interessant und ein wenig erinnerte sie mich an die grauen Männer aus „Momo“. Ein wenig. Durch Agatha Merkwürdens Racheblumen kommt allerdings wieder Farbe und Leben in die Stadt, wodurch die triste Betonwelt wortwörtlich aufblüht. Diese Versinnbildlichung der Macht der Blumen und Pflanzen hat mir persönlich beim Lesen sehr gut gefallen, weil die Blumen zeigen, welche Macht sie haben, um nicht nur Städte wieder aufleben zu lassen.

Mit Melissa, der Protagonistin, konnte ich mich auch sehr gut identifizieren, denn als ich ein kleines Mädchen war, habe ich mich auch immer an die Regeln gehalten und gehorcht. Tatsächlich bin ich wohl auch heute noch ziemlich brav. Darum konnte ich sie aber auch gut verstehen, da ich ähnliche Einstellungen wie sie hatte und so beim Lesen nicht nur in Melissas Gefühlswelt eintauchen, sondern diese auch gut nachvollziehen konnte.

Der Schreibstil der Autorin war meiner Meinung nach auch altersgerecht, da die Sprache über einen nicht zu komplexen Satzbau verfügt und keine schwierigen Wörter auftauchen. Außerdem fand ich, dass die Wortwahl klang, als käme sie wirklich aus einem Kindermund, wodurch sie auf mich sehr locker wirkte. Außerdem gab es immer wieder humorvollere Einschübe, die für gute Unterhaltung gesorgt haben. Nicht unerwähnt möchte ich auch die angenehme Schriftgröße lassen, die in meinen Augen auch jüngere Leser um die 11 Jahre erfreuen wird, da die Buchstaben nicht zu groß, aber auch nicht zu klein gehalten sind.

Mir gefiel auch die Botschaft des Buches sehr, die mit der einbetonierten Stadt und der „Rebellion der Blumen“ einhergeht: achte auf die Natur und beuge dich nicht dem Willen aller. Gerade angesichts der aktuellen „Fridays for future“-Bewegungen ist dies eine Thematik, die aktueller ist denn je und die vor allem auch unsere heutigen Kinder und Jugendlichen interessiert. Somit trifft das Buch genau den Nerv der Zeit.

Die Handlung fand ich insgesamt gut, denn durch die Racheblumen kam einiges Tempo in die triste Welt der Protagonistin, auch wenn ich gerne noch etwas mehr Tempo gehabt hätte. Außerdem war ihre beste Freundin Nia ein regelrechter Wirbelwind, der durch die Geschichte fegte und für Unterhaltung sorgte. Ich hätte ja gerne etwas mehr über Agatha Merkwürden erfahren, aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt am Rande. Gefallen hat mir auch die Entwicklung von Melissa, da sie sich aus ihrer folgsamen, passiven Rolle herauswagt.

Fazit
Mit „Agatha Merkwürdens Racheblumen“ wird durch eine süße Idee gezeigt, dass es wichtig ist, seine Natur zu achten und nicht alles abzuholzen oder einzubetonieren. Mit der Protagonistin konnte ich mich gut identifizieren und auch ihre Entwicklung fand ich toll. Die Handlung hat mir gefallen, auch wenn ich sie gerne noch temporeicher gehabt hätte. Die beste Freundin der Protagonistin bringt jedoch frischen Wind mit sich.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 06.04.2020

Vergangene Zeiten treffen auf moderne Elemente und sorgen so für faszinierendes Setting

Die Rebellion von Laterre
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Klappentext
„Vor 500 Jahren versprach der Planet Laterre der Menschheit Hoffnung. Doch heute verhungern die Armen in den Straßen, während Wolken die Sterne verbergen und die herrschende Elite jedes Aufbegehren ...

Klappentext
„Vor 500 Jahren versprach der Planet Laterre der Menschheit Hoffnung. Doch heute verhungern die Armen in den Straßen, während Wolken die Sterne verbergen und die herrschende Elite jedes Aufbegehren rigoros bestraft. Die Revolution wird sich dennoch nicht aufhalten lassen. Und alles wird von drei jungen Menschen abhängen, die unterschiedlicher nicht sein könnten:

Chatine ist eine Diebin, ein Kind der Straße, die alles tun würde, um dem brutalen Regime zu entkommen – einschließlich des Ausspionierens von Marcellus, dem Enkel des mächtigsten Mannes der Welt.

Marcellus wird von seinem Großvater darauf vorbereitet, die Macht zu übernehmen. Doch seit dem Tod seines Vaters, der als Verräter starb, plagen Marcellus immer stärkere Zweifel. Denn sein Vater hat eine kryptische Nachricht hinterlassen, die nur eine Person lesen kann: ein Mädchen namens Alouette.

Alouette ist in einer unterirdischen Zuflucht aufgewachsen, wo sie die letzte Bibliothek der Welt bewacht. Und sie hütet ein Geheimnis, das Laterre endgültig ins Chaos der Revolution stürzen wird.

Als das Schicksal Chatine, Marcellus und Alouette zusammenführt, ist nur eines gewiss: Die Zukunft von Laterre wird von ihren Entscheidungen abhängen, und davon, was sie zu opfern bereit sind: Liebe – oder Freiheit?“

Gestaltung
Das Symbol in der Covermitte, das der heraldischen Lilie der französischen Monarchie ähnelt, sieht in meinen Augen aus als wäre es aus Gold gegossen. Zu den Seiten hin löst sich das Symbol in Flüssigkeit und Spritzer auf, was eine interessante Idee ist angesichts der Handlung des Buches. Der rot-schwarze Hintergrund passt auch gut zu dem goldenen Farbton des Symbols. Die angeleuchteten Monde bzw. Planeten deuten dabei auch schon ein wenig auf die Handlung hin, was ich gut finde, da man so auf den ersten Blick sieht, was einen beim Lesen erwarten könnte.

Meine Meinung
Tatsächlich wurde ich durch den ansprechenden Klappentext neugierig auf die Geschichte, denn in „Die Rebellion von Laterre“ geht es um eine Art düsteres Zukunftsszenario, in welchem sich eine Rebellion andeutet. Eingebunden in diese Entwicklungen sind drei junge Menschen, deren Schicksal miteinander verknüpft zu sein scheint: Chatine, Marcellus und Alouette. Je nachdem wie sie sich entscheiden, wird sich das Schicksal von Laterre ändern…

Das Setting des Buches fand ich sehr besonders und total cool, weil es mal etwas anderes ist. So leben die Menschen nicht mehr auf der Erde, sondern unter anderem auf dem Planeten Laterre. Hier gibt es eine klare Trennung in Klassen: die Elite, die Arbeiter und die Armen. Dabei fand ich die Verbindung von vergangenen Zeiten mit Zukunftselementen total gelungen, denn die Lebensbedingungen auf Laterre erinnern eher an die Vergangenheit, obwohl die Geschichte in der Zukunft spielt und die Menschen auf fremden Planeten wohnen. Eine interessante Kombination, wie ich finde!

Das Klassensystem zeigt auch eindeutig, dass die Lebensumstände nicht nur hart sind, sondern teilweise auch die Menschenwürde verletzend. So kommt ein gesellschaftskritischer Ansatz in die Geschichte, der zeigt, dass eine Einteilung in Klassen, bei denen jeder nur an sich denkt, mehr als grausam ist.

Nachdem ich das Buch beendet hatte, hatte ich im Internet herausgefunden, dass „Die Rebellion von Laterre“ eine Art Neuinterpretation von „Les Misérables“ ist. Ich kenne „Les Misérables“ nicht, aber im Nachhinein erklärte sich mir nun mein Eindruck, den ich beim Lesen hatte, denn ich dachte immer wieder, dass manche Wörter einen französischen „Einschlag“ hatten. Ich fand dies beim Lesen tatsächlich erst auch etwas gewöhnungsbedürftig, da ich es beim Lesen etwas sperrig fand.

Die Handlung und vor allem die drei Charaktere konnten mich jedoch sehr von sich überzeugen. So lernte ich zunächst die drei jungen Helden und ihre Lebenswelten kennen und erlebte anschließend hautnah mit, wie sich ihr Leben auf den Kopf stellte und sich komplett änderte. Verrat und Lügen von Menschen, denen sie trauten oder die Wahrheit über bestimmte Dinge, an die sie glaubten, zeigen, dass es ein Lügengebilde gab, in dem sie lebten. Hierdurch gibt es spannende Erkenntnisse, die durch die Frage, inwieweit die drei das Schicksal von Laterre in ihren Händen halten, noch fesselnder werden. Das Ende ist durchaus zufriedenstellend, gleichzeitig wirkte es auf mich aber auch so, als wäre es erst der Beginn von etwas ganz großem.

Fazit
Auch wenn ich mich erst an die französischen Begriffe im Text gewöhnen musste, so liest sich „Die Rebellion von Laterre“ dennoch ungemein spannend, da die Handlung voller Lügen und Erkenntnisse ist, die den Weg der Protagonisten bestimmen. Das Setting auf einem fremden Planeten mit fortgeschrittener Technologie in Kombination mit Strukturen der Vergangenheit fand ich sehr reizvoll. Auch gefiel mir der gesellschaftskritische Ansatz der Geschichte gut.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Die Rebellion von Laterre
2. Between Burning Worlds (erscheint voraussichtlich 2020 auf Englisch)

Veröffentlicht am 03.04.2020

Durchzogen von vielen politischen Strategien, die die Handlung in die Länge zogen

Gefühl und Gefahr (Kampf um Demora 3)
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Klappentext
„Sage fiebert auf den Tag hin, an dem sie und Alex endlich heiraten können. Aber vorerst trennen sie wieder etliche Meilen voneinander. Das ändert sich jedoch, als zum ersten Mal seit Generationen ...

Klappentext
„Sage fiebert auf den Tag hin, an dem sie und Alex endlich heiraten können. Aber vorerst trennen sie wieder etliche Meilen voneinander. Das ändert sich jedoch, als zum ersten Mal seit Generationen Gespräche zwischen Demora und dem verfeindeten Kimisara aufgenommen werden. Sage soll dazu beitragen, dass die Fehde endlich beigelegt wird. Neue, unerwartete Allianzen werden geschmiedet, doch dann gefährdet ein Angriff aus dem Hinterhalt alles, worauf Sage hingearbeitet hat. Wer ist hier noch Verbündeter und wer ist Feind?“

Gestaltung
Die grau-weiße Hintergrundfarbe, die die gesamte Reihe durchzieht, finde ich passend, da sie dem Cover ein etwas altertümliches Aussehen verleiht, was wiederum zur Atmosphäre der Geschichte passt. Wieder sieht man die Hände einer Frau, die dieses Mal einen Schlüssel halten. Umrandet wird alles von zarten Rankenmustern, die das Cover edel wirken lassen. Außerdem finden sich oben und unten wieder silberfarbene Ornamente, die farblich gut zum Schlüssel passen.

Meine Meinung
Mit „Gefühl und Gefahr“ findet Erin Beatys „Kampf um Demora“-Trilogie nun ein Ende. In diesem Band hofft Protagonistin Sage endlich, ihren Alex heiraten zu können. Doch Verhandlungsgespräche zwischen dem Königreich Demora und dem feindlichen Kimisara kommen dazwischen, da Sage helfen soll, die Wogen zwischen beiden Reichen zu glätten. Diesbezüglich gerät sie in einen Strudel aus politischen Irrungen und Wirrungen, bei denen sie nicht mehr weiß, wem sie trauen kann…

Die Zusammenfassung des Inhalts ließ es schon vermuten: in diesem Band gibt es einige politische Handlungszüge. Dies fand ich persönlich etwas trocken und anstrengend, da einige Teile der Handlung sich auf politische Verhandlungen und Gespräche fokussieren. Dies hat mich ein wenig vor den Kopf gestoßen, da ich mir mehr von der Geschichte erhofft hatte. Ich fand es ein wenig langwierig über all die politischen Geflechte zu lesen, da ich das Gefühl hatte als würde sich die Handlung etwas hinziehen. Vor allem all die strategischen Gedanken haben mir manchmal beim Lesen etwas Kopfschmerzen bereitet…

Dennoch kam durch die politischen Belange auch Spannung in die Geschichte, da es für Sage und auch für den Leser schwer wurde, zu sagen, welcher Figur man trauen kann und welcher nicht. So hinterfragte ich beim Lesen das Handeln vieler Figuren, wodurch ich gespannt war, was hinter wem steckt. Auf diese Weise wird eine unterschwellige Spannung aufgebaut, die sich dadurch ergibt, dass ich nicht wusste, woran ich bei den Charakteren bin.

Außerdem gab es aber auch einige packende Wendungen und spannende Situationen. Beispielsweise gerade dann, wenn aus dem Hinterhalt angegriffen wird oder ähnliches. So kam es zu einigen Geschehnissen, die mich wirklich mitgerissen haben und die sich weglasen wie nichts. Auch die Liebesgeschichte ist wieder schön in das Gesamtkonzept eingearbeitet, wobei sie in diesem Band etwas dezenter und zaghafter war, da sie nicht so viel Raum einnahm. Dennoch gab es auch kleinere Momente für das Herz, die sehr zauberhaft und süß waren…

Fazit
„Gefühl und Gefahr“ ist ein schöner Reihenabschluss, der mich zufrieden zurückgelassen hat und der die Geschichte von Sage und Alex zu einem runden Ende geführt hat. Leider gab es in diesem Band einige Strategiegespräche und politische Verhandlungen, durch die die Handlung sich stellenweise in die Länge zog und sich langwierig anfühlte. Dennoch gab es auch überraschende Wendungen und Spannungsmomente, die mich mitreißen konnten.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Vertrauen und Verrat
2. Liebe und Lügen
3. Gefühl und Gefahr