Cover-Bild Villa Conrad
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10,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 576
  • Ersterscheinung: 20.01.2020
  • ISBN: 9783442489992
Nora Elias

Villa Conrad

Das Schicksal einer Familie
Frankfurt in den Goldenen Zwanzigern: Der Großindustrielle Günther Conrad befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Doch während seine älteste Tochter Clara alle Erwartungen erfüllt und den Unternehmer Eduard Jungbluth heiratet, entpuppt sich Conrads Sohn und künftiger Nachfolger Raiko als Pantoffelheld. Die meisten Sorgen bereiten Conrad aber seine beiden jüngsten Kinder, die Zwillinge Sophia und Ludwig. Sie verbringen ihre Zeit lieber mit Schauspielern als in der besseren Gesellschaft. Als sich Sophia in den Sinto Vincent Rubik verliebt, bahnt sich mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten eine Katastrophe an. Denn Sophia geht für ihre Liebe Risiken ein, die sie und ihre Familie in den Abgrund zu reißen drohen ...

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2020

Sophia und ihre gefährliche Liebe

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Günther Conrad ist an seinem ganz persönlichem Zenit seiner Arbeit angekommen. Er hat Geld, Ansehen und eine Familie, die einen potentiellen Nachfolger aufzeigt. Aber Raiko ist ganz und gar nicht ambitioniert, ...

Günther Conrad ist an seinem ganz persönlichem Zenit seiner Arbeit angekommen. Er hat Geld, Ansehen und eine Familie, die einen potentiellen Nachfolger aufzeigt. Aber Raiko ist ganz und gar nicht ambitioniert, Vaters Arbeit zu übernehmen. Schwester Clara ist da die bessere Wahl, aber die hat ihren Mann der selbst Unternehmer ist und die beiden kleineren Geschwister Ludwig und Sophia gehen lieber zum Schauspielunterricht, was dem werten Papa sehr missfällt. Als Sophia sich auch dann noch in die falsche Partie verliebt und die Nationalsozialisten die Machtergreifung vollenden, scheint alles verloren...

Nora Elias hat hier die Goldenen Zwanziger Jahre wieder zum leuchten gebracht. Mit Clara, Sophia und Co. erleben wir wirklich angenehme Charaktere die alle ihre Eigenheiten haben und vor allem ihren eigenen Weg gehen. Raiko wirkt ein wenig wie das graue Schaf der Familie behandelt, wo jeder hofft, er könne doch noch das eigene Ruder herum reißen und Ludwig und Sophia, sprichwörtlich, sind ganz aus der Reihe getanzt und somit die wirklich schwarzen Schafe. Da sie auch noch Zwillinge sind, kommt das auch hier gleich im Doppelpack daher.
Sophias Liebelei wird sehr detailliert und passend beschrieben und selbst Günther lässt in sein Seelenleben blicken.
Elias hat die damalige Zeit wunderbar eingefangen und durch ihren bildhaften Schreibstil kann man wunderbar eintauchen und sich verlieren. Als Leser fiebert man mit und will natürlich wissen wie es weiter geht. Somit ist es schwer dieses Buch aus der Hand zu legen.
4 von 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 26.03.2020

Eine einprägende Geschichte über die schwere Zeit in Deutschland!

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Ich muss sagen, ich hatte mir anfangs etwas anderes unter der Geschichte vorgestellt. Die ersten Kapitel konnten mich dann auch nicht gerade vom Hocker reisen, doch je weiter ich in der Geschichte voran ...

Ich muss sagen, ich hatte mir anfangs etwas anderes unter der Geschichte vorgestellt. Die ersten Kapitel konnten mich dann auch nicht gerade vom Hocker reisen, doch je weiter ich in der Geschichte voran kam, desto mehr war ich in der Thematik und desto besser gefiel mir das Buch! Die Geschichte nahm nach und nach an Spannung zu und wurde dann teilweise richtig nervenaufreibend. Die Geschichte von Sophia und Vincent steht im Vordergrund, doch wird auch die Geschichte der restlichen Familienmitglieder erzählt. Sophia und Vincent waren mir bereits von Anfang an sehr sympathisch. Sophia ist eine kleine Rebellin, die ihren eigenen Kopf hat und ganz nach ihren Vorstellungen lebt. Sie lässt sich nicht in dieses klassische Rollenbild stecken, dass zur Zeit des zweiten Weltkriegs noch weit verbreitet war. Auch hielt sie nichts von der damaligen politischen Situation und versucht auf ihre Weise, dagegen anzukämpfen. Ganz der Gegensatz zu ihr, ist jedoch ihre Schwester Clara. Bei ihr kommt die Hitler Propaganda voll an, sie stellt sich ohne darüber nach zu denken auf die Seite der NSDAP und wirkt teilweise wie ferngesteuert, so als hätte man sie einer Kopfwäsche unterzogen. Generell waren die Figuren alle sehr real und nahbar dargestellt. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut, er ist natürlich an die Zeit in der die Geschichte spielt angepasst und ich war sehr angetan davon. Ihr gelang es, mich voll in die Vergangenheit zu führen. Die wandelnden Gefühle der Gesellschaft, deren Ansichten und Sitten wurden sehr greifbar erzählt und ich konnte voll in die Geschichte eintauchen.

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