Cover-Bild Brumm!
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15,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Nova MD
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantastische Literatur
  • Seitenzahl: 432
  • Ersterscheinung: 11.05.2020
  • ISBN: 9783966982849
Helmut Barz

Brumm!

Eine schwarz/weiße Fabel für das postfaktische Zeitalter
Jedem Menschen wohnt ein Krafttier inne – so lehren uns die Schamanen: Man müsse es nur finden, erwecken und befreien. Doch was, wenn dieses Krafttier ein verspielter, verschlafener, verleckerter, territorialer, dickschädeliger Panda ist, der dein Leben ins Chaos stürzt – und sich beharrlich weigert wieder zu gehen?

Dr. Urs A. Podini hat seine Lebensträume längst eingetauscht gegen bescheidenen Wohlstand, Eigentumswohnung, Kreativität in homöopathischen Dosen und eine Lebensgefährtin, die ihn eher duldet als liebt.
Doch dann geht ihm eines Tages diese Silbe nicht mehr aus dem Kopf: „Brumm!“ Laut, leise, sanft, schroff, zärtlich, verletzend, wütend, erfreut. Gerufen, gehaucht, geflüstert, gespien, gesäuselt und – gebrummt: »Brumm.«
Als er sich dann auch noch in das Kostüm eines Pandas verliebt, das er im Schaufenster der Boutique »Transitions!« entdeckt, beginnt für ihn eine Achterbahnfahrt durch unsere Zeit: Urs beißt unter anderem einen Finger ab und löst eine Straßenschlacht aus. Er wird angeklagt, freigesprochen und zum ersten offiziell anerkannten menschlichen Panda. Das macht ihn zum Internet-Star und Talkshow-Gast sowie – nolens volens – zum chinesischen Staatsbürger. Er trifft auf Politikerinnen mit Flausch-Fetisch, neugierige Pinguine, musikalische Mufflons, rassistische Seelöwen, verschmuste Kängurus, Franz Schubert verehrende Artgenossen – und sogar auf seine große Liebe.
Aber all das hat seinen Preis: Wenn man etwas nur lang genug behauptet, wird es zum Fakt – das bekommt Urs am eigenen Leibe zu spüren.

„Der flauschigste Roman des Jahres!“
(Diana Schubert, Kunstfell-Kennerin)

„Ein Skandal!“
(Petra Beatrix von Höggemeulher,
Vorsitzende der Nationalen Alternative)

„Mei, mia Bayern kenna natürlich auch andere Methoden,
mit Problembären umzugehen.“
(Hubert Alois Huber, Agrarpolitiker)

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2020

Dieses Buch muss man lesen

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„Brumm ! – Eine schwarz/weisse Fabel für das postfaktische Zeitalter“ von Helmut Barz.

Klappentext übernommen:
Jedem Menschen wohnt ein Krafttier inne –
so lehren uns die Schamanen:
Man müsse es nur ...

„Brumm ! – Eine schwarz/weisse Fabel für das postfaktische Zeitalter“ von Helmut Barz.

Klappentext übernommen:
Jedem Menschen wohnt ein Krafttier inne –
so lehren uns die Schamanen:
Man müsse es nur finden,
erwecken und befreien.
Doch was, wenn dieses Krafttier
ein verspielter, verschlafener,
verleckerter, territorialer,
dickschädeliger Panda ist, d
er dein Leben ins Chaos stürzt –
und sich beharrlich weigert wieder zu gehen?
Dr. Urs A. Podini hat seine Lebensträume längst eingetauscht gegen Gehalt, Eigentumswohnung, homoöpathisch dosierte Kreativität und eine Lebensgefährtin, die ihn eher duldet als liebt. Doch dann entdeckt er im Schaufenster der Boutique Transittons! ein flauschig schwarz/weißes Kostüm...

Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen. Eine witzige Szene nach der anderen. Habe selten soviel gelacht. Konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die ganze Zeit über habe ich mir Urs in seinem Pandakostüm vorgestellt und wie er damit sein neues Leben bestreitet.

Der Autor ist hier auf Ideen gekommen, die mich sehr beeindruckt haben. Möchte hier nicht so viel verraten – dieses Buch muss man einfach lesen.

Einige wahre Begebenheiten ( wie z.B. die Chinesen und ihre Milchprodukte aus Deutschland) werden hier auch beschrieben.

Der Plot ist sehr abwechslungsreich. Urs erlebt hier soviel, dass jede Seite lesenswert und überraschend ist.

Ich empfehle dieses Buch weiter.

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Veröffentlicht am 19.06.2020

Unbedingte Leseempfehlung - selten so gelacht

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„...Und dann ist da natürlich sein Sprachfehler: Urs kann nicht „Nein“ sagen...“

Dr. Urs A. Podini ist Kreativdirektor und Co – Geschäftsführer einer Werbeagentur. Demnächst muss er sich mit einem Vater ...

„...Und dann ist da natürlich sein Sprachfehler: Urs kann nicht „Nein“ sagen...“

Dr. Urs A. Podini ist Kreativdirektor und Co – Geschäftsführer einer Werbeagentur. Demnächst muss er sich mit einem Vater auseinandersetzen, dessen Sprössling eine Idee für die Firmenwerbung hatte. Leider taugt die nichts. Das aber wird der Vater kaum einsehen.
Den Weg nach Hause nimmt Urs in Frankfurt über den Tanngraben. Er verfängt sich in eine Gehwegplatte.

„...Da schrammen seine Hände auch schon über das Pflaster; der Reibungswiderstand stoppt seine Vorwärtsbewegung...“

Urs wird wird von Evelyn in ihrem Laden „Transistions“ verarztet. Dort sieht er ein Pandakostüm. Er probiert es an. Es ist so schön flauschig. Urs kann nicht wiederstehen und kauft es sich. Dass es sein Leben auf immer verändern wird, ahnt er nicht im mindesten.
Der Autor nennt sein Buch selbst eine Fabel. Das kommt hin. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen. An manchen Stellen habe ich Tränen gelacht.
Das Buch zeichnet sich durch einen ausgereiften, bildhaften und sehr gekonnten Schriftstil aus. Ich hoffe, mit Hilfe der angeführten Zitate wird das deutlich. Das ist aber nur die eine Seite. Zum andern werden viele Klischees bedient und geschickt überhöht. Von feinem Humor über Ironie bis zum Sarkasmus ist alles vertreten.

„...“Also, ehrlich gesagt: Wir sind abgehauen, als die Schlägerei losging.“ „Warum denn das?“[…] „ [...]Haben Sie sich schon mal mit Weibern geprügelt?“ […] „Alter, wenn so Ischen erst mal loskloppen, da siehste besser zu, dass du Land gewinnst“...“

Privat steht Urs voll unter dem Pantoffel seiner derzeitigen Freundin. Die behandelt ihn wie einen besseren Diener. Gutmütig, wie Urs ist, lässt er sich dass lange gefallen. Alexa, seine Partnerin in der Firma, macht ihm klar:

„...Und sag dem Grizzly in dir, er soll auch gleich die Trittbrettfahrerin vor die Tür setzen, wo er gerade so schön in Schwung ist...“

Völlig entgegen seinem Charakter hatte Urs nämlich gerade einem Kunden gehörig die nötige Meinung gegeigt.
Es ist erstaunlich, wie viele Ideen der Autor im Buch verarbeitet. Rechte von Minderheiten, Talkshows, internationale Politik sind nur einige der Themen. Während die Talkshow völlig aus dem Ruder läuft, werden die anderen Themen unter neuen Gesichtspunkten betrachtet. Warum wohl sind zur Talkshow Hubertus Alois Huber und Ruprecht David Richards eingeladen? Natürlich sind die Assoziationen zu den Namen sicher nicht gewollt.
Leider gelingt es Urs nur kurzzeitig, sich gegen Bevormundung aufzubäumen. Er ist viel zu gutmütig, um zu begreifen, dass er selbst als Panda instrumentalisiert wird. Spannend finde ich die Szenen, wo Urs unerwartete Fähigkeiten an sich entdeckt, wenn er im Kostüm ist.Besonders gefallen hat mir das Gespräch mit dem Panda Hua über dessen Lebensphilosophie. Hier kommt ein Ausschnitt daraus:

„...“Du meinst Weibchen bespringen?“ Hua Jiao beißt in ein Stück Bambus und kaut nachdenklich darauf herum. „Das bringt man halt hinter sich, wenn es sich nicht vermeiden lässt“...“

Gelernt habe ich in dem Buch eine Menge über das Leben der Pandas. Der Schluss des Buches? Schwierige Frage!
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es nimmt auf humorvolle Art unser Leben gekonnt auf die Schippe. Die Rezension kann Wesentliches nur anreißen. Ich empfehle, das Buch zu lesen und auf sich wirken zu lassen. Zum Schluss möchte ich noch zitieren, wie Urs die Nachrichten zusammenfasst, die er gerade gelesen hat:

„...Die Nationale Alternative trollt, der Außenminister beleidigt, die Sozialdemokraten ergehen sich in Grabenkämpfen, dem Volk geht es gut und es ist unzufrieden...“

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Veröffentlicht am 30.06.2020

ich will auch ein Krafttier

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Klappentext

Jedem Menschen wohnt ein Krafttier inne - so lehren uns die Schamanen: Man müsse es nur finden, erwecken und befreien. Doch was, wenn dieses Krafttier ein verspielter, verschlafener, verleckerter, ...

Klappentext

Jedem Menschen wohnt ein Krafttier inne - so lehren uns die Schamanen: Man müsse es nur finden, erwecken und befreien. Doch was, wenn dieses Krafttier ein verspielter, verschlafener, verleckerter, territorialer, dickschädeliger Panda ist, der dein Leben ins Chaos stürzt - und sich beharrlich weigert wieder zu gehen?U

Meinung

Und was passiert wenn dieses Krafttier sich das Leben mit dir teilen will und Einfluss auf dein Verhalten und deine Entscheidungen nimmt.

In diesem Buch erfahren wir auf sehr humorvolle satirische Art, wie das geschieht und die Folgen daraus.

Unsere Gesellschaft und unser Verhalten in bestimmten Situationen wird so überspitzt dargestellt das ich aus dem Lachen nicht mehr heraus kam. Sei es eine emanzipierte Freundin, ein Xier, ein ehrgeiziger Rechtsanwalt, eine Helikoptermutter, überkandidelte Homosexuelle, übereifrige Politiker und Last but not least Verhaltensforscher.

Irgendwen kennt man aus dieser Truppe, wenn n icht persönlich, dann aus Printmedien oder TV.

Auf eine eigenartige Art und Weise ist das Buch eine Mischung aus Franz Kafkas Verwandlung, Dick und Doof Filmen, den Gerichtssendungen und Talk Shows der komerziellen Sender.

Ich konnte nicht aufhören zu lesen, jedesmal wenn ich das Buch aus der Hand legen wollte, war da die Frage: Was passiert dann und was kommt jetzt?

Das Buch und sein Autor haben den Karnevalsorden "Wider den tierischen Ernst" verdient.

Auf alle Fälle aber viele Leser, sie werden es nicht bereuen.


Veröffentlicht am 15.06.2020

Brumm!

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Klappertext:
Jedem Menschen wohnt ein Krafttier inne – so lehren uns die Schamanen: Man müsse es nur finden, erwecken und befreien. Doch was, wenn dieses Krafttier ein verspielter, verschlafener, verleckerter, ...

Klappertext:
Jedem Menschen wohnt ein Krafttier inne – so lehren uns die Schamanen: Man müsse es nur finden, erwecken und befreien. Doch was, wenn dieses Krafttier ein verspielter, verschlafener, verleckerter, territorialer, dickschädeliger Panda ist, der dein Leben ins Chaos stürzt – und sich beharrlich weigert wieder zu gehen?
Dr. Urs A. Podini hat seine Lebensträume längst eingetauscht gegen bescheidenen Wohlstand, Eigentumswohnung, Kreativität in homöopathischen Dosen und eine Lebensgefährtin, die ihn eher duldet als liebt.
Doch dann geht ihm eines Tages diese Silbe nicht mehr aus dem Kopf: „Brumm!“ Laut, leise, sanft, schroff, zärtlich, verletzend, wütend, erfreut. Gerufen, gehaucht, geflüstert, gespien, gesäuselt und – gebrummt: »Brumm.«
Als er sich dann auch noch in das Kostüm eines Pandas verliebt, das er im Schaufenster der Boutique »Transitions!« entdeckt, beginnt für ihn eine Achterbahnfahrt durch unsere Zeit: Urs beißt unter anderem einen Finger ab und löst eine Straßenschlacht aus. Er wird angeklagt, freigesprochen und zum ersten offiziell anerkannten menschlichen Panda. Das macht ihn zum Internet-Star und Talkshow-Gast sowie – nolens volens – zum chinesischen Staatsbürger. Er trifft auf Politikerinnen mit Flausch-Fetisch, neugierige Pinguine, musikalische Mufflons, rassistische Seelöwen, verschmuste Kängurus, Franz Schubert verehrende Artgenossen – und sogar auf seine große Liebe.
Aber all das hat seinen Preis: Wenn man etwas nur lang genug behauptet, wird es zum Fakt – das bekommt Urs am eigenen Leibe zu spüren.

Cover:
Auf dem Cover ist ein handgezeichneter Panda abgebildet. Ehrlich gesagt finde ich, dass der Panda etwas traurig wirkt und das Buch daher ein wenig bitter wirkt.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig und sehr kreativ. Die Details werden sehr gut beschreiben.

Altersempfehlung:
Ich würde das Buch ab einem Alter von dreizehn Jahren empfehlen.

Fazit:
Ich fand das Buch wirklich gut! Die Idee von Krafttieren hat mir sehr gut gefallen. Außerdem ist es lustig, dass der Autor wirklich sehr in Panda vernarrt ist.

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Veröffentlicht am 14.12.2022

Schwarzhumorige, bittersüße Geschichte über einen zunehmend fremdgesteuerten Helden - skurril und kafkaesk

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Dr. Urs A. Podini ist Mitte 40, Mitinhaber einer Werbeagentur und seit zehn Jahren mit einer Frau zusammen, die in der Beziehung die Hosen anhat. Urs ist ein liebenswerter Mensch, der wenig durchsetzungsstark ...

Dr. Urs A. Podini ist Mitte 40, Mitinhaber einer Werbeagentur und seit zehn Jahren mit einer Frau zusammen, die in der Beziehung die Hosen anhat. Urs ist ein liebenswerter Mensch, der wenig durchsetzungsstark ist, einfach nicht nein sagen kann und sich am liebsten mit süßen Bambussticks zum Knabbern zurückzieht.
Durch einen Zufall gelangt er in eine Transvestiten-Boutique und wird dazu genötigt ein flauschiges Pandakostüm anzuprobieren. Während des Posierens für ein paar Fotos fühlt er sich darin so wohl, dass er es im Anschluss kauft. In seiner Rolle als Furry kann er endlich wieder durchschlafen, entledigt sich seiner oppressiven Lebensgefährtin und entwickelt geniale Ideen für Werbekampagnen.
Doch mit seinem alter ego Panda sind nicht nur positive Erlebnisse verbunden. Sein Auftreten provoziert, ruft Staatsgewalt und Medien auf den Plan, so dass Urs die Kontrolle über sein Leben zu verlieren droht. "Brumm!"

"Brumm" ist ein humorvoller Roman über einen Mann, der durch ein Pandakostüm sein inneres Krafttier entdeckt und über sich hinauswächst. Sein Auftreten sorgt jedoch auch für Irritation und eine ungeahnte Aufmerksamkeit, die Urs geradezu an sein Kostüm fesselt und seiner wieder entdeckten Selbstbestimmung schnell einen Dämpfer erteilt.
Es ist eine turbulente Geschichte mit Alltagsszenen, die mit einem Augenzwinkern zu betrachten sind und ironisch in Szene gesetzt werden. Hat sich das Pandakostüm erst einmal im Alltag etabliert und als werbewirksam für eine tierische Randgruppe erwiesen, driftet die Geschichte etwas ins Absurde ab, zieht dabei jedoch herrlich amüsant Prominente aus Politik und Fernsehen durch den Kakao.
Trotz manch überzeichneter Figur oder Episoden wie einem Landfriedensbruch auf dem Kinderspielplatz oder der Eintragung des Wesenstieres in den Personalausweis driftet die Erzählung nicht ins Alberne, sondern prangert zwischen den Zeilen gesellschaftskritische Themen an. Es geht um Polizeigewalt, die Macht der Medien, Fremdenfeindlichkeit und soziale Brennpunkte, aber auch um den gemütlichen Panda und seine Heimat China.

"Brumm" ist eine schwarzhumorige, bittersüße Geschichte mit ernsten Untertönen und einem zunehmend fremdgesteuerten Helden, die unterhaltsam zu lesen ist und vor allem durch den Wortwitz und den Humor zwischen den Zeilen überzeugt. Trotz kreativer Ideen hat die Geschichte ein paar Längen und hätte das ein oder andere Abenteuer von Urs als Panda etwas kürzer gefasst sein können.

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