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Veröffentlicht am 21.07.2020

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Zane gegen die Götter, Band 1: Sturmläufer (Rick Riordan Presents: abenteuerliche Götter-Fantasy ab 12 Jahre)
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Ich war wirklich sehr gespannt auf Sturmläufer. Die Geschichte klang sehr nach Percy Jackson und der Autor, Rick Riordan empfiehlt auch das Buch. Ich fand zwar, dass es durchaus parallelen gab zwischen ...

Ich war wirklich sehr gespannt auf Sturmläufer. Die Geschichte klang sehr nach Percy Jackson und der Autor, Rick Riordan empfiehlt auch das Buch. Ich fand zwar, dass es durchaus parallelen gab zwischen den beiden Büchern, diese empfand ich aber nicht als schlimm. Da ich Sturmläufer trotzdem als eigenständige Geschichte betrachten konnte.

Angesprochen hat mich vor allem die Maya Mythologie. Darüber hatte ich noch nie etwas gelesen und war dementsprechend neugierig. So habe ich mich dann auch gefreut, als diese immer wieder in die Geschichte eingebracht wurde. Klar, die Namen waren alles andere als geläufig, aber ich fand es sehr spannend, etwas über die Maya - Götter zu lesen.

Das war für mich auch der große Pluspunkt in der Geschichte. Denn leider fand ich den Anfang etwas zäh. So ca. die ersten 200 Seiten zogen sich für mich. Es passiert zwar immer wieder auch etwas, aber Beschreibungen und die Vorstellung an sich, haben ein bisschen die Dynamik aus der Geschichte genommen. Doch danach geht es dann richtig los, dran bleiben lohnt sich also. Trotzdem hätte ich einen etwas gestraffteren Einstieg besser gefunden.

Die Charaktere fand ich interessant. Zane Obispo ist ein Sympathieträger, besonders da er sich zunächst nicht so mit seiner Rolle anfreunden kann. Trotz seines Backgrounds wirkt er nicht zu übertrieben, sondern immer noch auf dem Boden geblieben und menschlich. Und ich mochte seinen Sarkasmus, wenn er eine Situation kommentiert, dieser sorgte für ein paar Schmunzler meinerseits. Brooks bliebt zunächst geheimnisvoll und man weiß nicht so recht, ob man ihr trauen kann.

Das Setting hat mir richtig gut gefallen und durch die Beschreibungen der Autorin konnte ich es mir auch richtig gut vorstellen. Allgemein hatte der bildhafte Schreibstil dazu beigetragen, dass man sich alles gut vorstellen konnte. Auch, wenn das bei manchen Maya - Gottheiten kein so schöner Anblick war. Davon abgesehen war es ab der ersten Hälfte ein actiongeladenes Kopfkino.

Fazit:
Ein abenteuerlicher Reihenstart für Percy Jackson Fans ab 12 Jahren.
Alleine schon wegen den Maya - Gottheiten lohnt sich die Geschichte, denn man lernt so einiges über sie.
Leider hatte ich Start Schwierigkeiten, aber dann wurde es richtig actiongeladen und spannend.
Die Charaktere mochte ich und bin gespannt, was die Folgebände für sie bereithalten.

Veröffentlicht am 26.06.2020

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Wild
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Ich habe mich sehr auf Wild - Sie hören dich denken gefreut, ich hatte davor noch nichts von dem Autorinnenduo Ella Blix bzw. von ihnen einzeln gelesen. Da der Klappentext doch in meinen Augen etwas zu ...

Ich habe mich sehr auf Wild - Sie hören dich denken gefreut, ich hatte davor noch nichts von dem Autorinnenduo Ella Blix bzw. von ihnen einzeln gelesen. Da der Klappentext doch in meinen Augen etwas zu viel verrät, würde ich dir empfehlen, ihn lieber nicht zu lesen bzw. nicht bis zum Ende.

In Wild geht es um 4 Jugendliche, die allesamt eine Straftat begannen haben und nun in ein Projekt gesteckt werden, um so einem Aufenthalt im Gefängnis zu entgehen. Jeder von ihnen hat sein eigenes Päckchen zu tragen und der eine oder andere freut sich sogar darauf, endlich mal aus Berlin herauszukommen und in der Natur etwas Ruhe zu finden. Das Projekt findet nämlich fernab von WLAN und allerlei Annehmlichkeiten in der völligen Natur statt. Hört sich doch eigentlich richtig gut an, wenn dann nicht so komische Dinge passieren würden und irgendwie verhalten sich die Tiere auch seltsam....

Ich muss gestehen, ich bin mit etwas anderen Erwartungen an die Geschichte gegangen. Aber da kann das Buch ja nichts für, aber ich musste mich zunächst dann auf diese Art der Geschichte einlassen. Doch rückwirkend kann ich sagen, dass mir auch diese Idee gut gefallen hat. Zu viel möchte ich natürlich nicht verraten, doch etwas Ähnliches habe ich noch nie gelesen und das heißt schon was.

Doch manches ging mir dann doch, wie soll ich sagen, zu glatt. Müsste dieses oder jenes nicht schon früher aufgefallen sein? Besonders in Bezug auf manche Veränderungen. Was ich hingegen mochte war, dass man schön als Leser miterlebt, wie Freundschaft entsteht und sich eine Gruppe zusammen fügt. Der Fokus auf die Freundschaft und dass nicht auf Biegen und Brechen unbedingt noch ein großer Love Anteil in die Geschichte gequetscht wurde, hat mir gefallen.

Die Atmosphäre war richtig klasse, man merkt als Leser da ist etwas im Wald, um die Hütten herum, beobachtet die Jugendlichen. Aber was ist es, was will es? Und je mehr man liest, umso angespannter wird die Stimmung. Richtig gut gemacht. Die Charaktere konnten mich leider nicht alle überzeugen, da hätte ich mir bei manchen mehr tiefe gewünscht. Aber da der Schwerpunkt in dieser Abenteuergeschichte eher auf der Handlung liegt und so auch eine schöne Dynamik entsteht, fand ich dies nicht so schlimm.

Noch erwähnen möchte ich, dass das Buch mit dem Blauen Engel zertifiziert ist. Daumenhoch.

Veröffentlicht am 16.05.2020

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Zwei in einem Herzen
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Da ich Ein Tag im Dezember von Josie Silver geliebt habe, musste ich auch ihr neues Buch lesen. Die Bücher haben nichts miteinander zu tun, aber schon gleich zu Beginn habe ich den Stil der Autorin wiedererkannt. ...

Da ich Ein Tag im Dezember von Josie Silver geliebt habe, musste ich auch ihr neues Buch lesen. Die Bücher haben nichts miteinander zu tun, aber schon gleich zu Beginn habe ich den Stil der Autorin wiedererkannt. So kann ich das Buch auf jeden Fall den Fans von Ein Tag im Dezember empfehlen.

Lydia kannte Freddie schon ihr halbes Leben, es war klar, dass die beiden ihr Leben miteinander verbringen werden. Doch das Schicksal meinte es anders mit den beiden. Freddie stirb bei einem Auto Unfall und Lydia bleibt alleine zurück. Der beste Freund von Freddie, Jonah sahs an diesem Abend auch im Wagen, doch ihm passiert fast nichts. Er und Lydia pflegten zwar auch eine Freundschaft, doch bricht der Kontakt nach dem tragischen Unfall auseinander.

Die Autorin hat eine sehr gefühlvolle Art zu schreiben. Sie überstürzt nichts. Baut Gefühle langsam auf und so wirken ihre Geschichten immer sehr authentisch und realistisch. Lydia versinkt nach dem Dahinscheiden der Liebe ihres Lebens in tiefer trauer. Absolut verständlich und man kann als Leser gut mit ihr mitfühlen. Sie ist wütend, aggressiv und manchmal gemein, sie hadert mit sich selbst und hat keine Ahnung, wie es je weiter gehen soll, kurzum, sie ist echt.

Nun baut die Autorin etwas ein, ich weiß gar nicht wie ich es nenne soll, ohne vorweg zu greifen. Ich betitel es mal, als einen eher fantasievollen Teil. Und mit diesem kam ich nicht so klar. Im Klappentext wird schon angedeutet, dass Lydia sich in ihre Träume flüchtet, in der Geschichte wird dies aber noch mehr ausgebaut. Am Ende folgt zwar noch eine Erklärung oder eher ein Versuch, mit dem ich dann rückblickend auch besser klarkam. Aber trotzdem störte mich die Episoden im Buch leider.

Aber davon abgesehen hat mir die Geschichte richtig gut gefallen. Ich mochte Lydia und wie sie mit der Situation umgeht. Außerdem bringt die Autorin ganz toll diesen englischen Charme in die Geschichte ein. Man merkt beim Lesen ganz deutlich, das Buch spielt in England. Noch dazu dieses schöne langsame Tempo, die Handlung des Buches läuft über einige Monate und es wirkt einfach um so viel echter, als so viele andere Geschichten, in denen alles in einen Monat geklatscht wird.

Fazit:
Trotz meiner Kritik eine Leseempfehlung, an all diejenigen, die keine Lust auf eine Insta Lovestory haben. Sondern auf eine schöne Liebesgeschichte, Trauerbewältigung und die Schritte zurück ins Leben, angereichert mit dem englischen Flair und Charme.

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Veröffentlicht am 02.05.2020

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Opa müffelt, Oma schnarcht
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Opa müffelt, Oma schnarcht ist ein süßes kleines Buch, welches durch Silvan Borer illustriert wurde. Ihren Zeichenstil kann man schon am Cover erkennen. Die Zeichnungen sind eher minimal gehalten und ...

Opa müffelt, Oma schnarcht ist ein süßes kleines Buch, welches durch Silvan Borer illustriert wurde. Ihren Zeichenstil kann man schon am Cover erkennen. Die Zeichnungen sind eher minimal gehalten und nicht so detailliert, eher weich und etwas schwammig. Dafür sind die farbig, wenn auch eher in gedeckten Tönen.

Lutz muss zu seinen Großeltern. Dabei kennt er die überhaupt nicht, das letzte Mal war er vor 4 Jahren dort und damals war er erst 4 Jahre alt und erinnert sich an nichts mehr. Was ist, wenn sie ihn nicht mögen oder gemein sind. Er versucht sich gegen den Besuch zu währen, aber es nutzt nichts. Seine Mutter will unbedingt zu einer Hochzeit und so muss Lutz für seine tage zu seinen Großeltern.

Ich konnte Lutz dabei sehr gut verstehen. Ich mochte als Kind keine Veränderungen und hätte bestimmt auch so reagiert wie er. Da finde ich das Buch eine schöne Möglichkeit, Kindern aufzuzeigen, dass es gar nicht nötig ist vor so einen Besuch Angst zu haben.

Denn Lutz merkt schnell, dass Oma und Opa eigentlich ganz cool sind. Auch, wenn Oma schnarcht und Opa müffelt. So lernt er dort auch Zeichnen und rockt mit seinem Opa die Bühne.

Veröffentlicht am 01.05.2020

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Die Spiderwick Geheimnisse - Eine unglaubliche Entdeckung
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Nachdem sich die Eltern wohl getrennt haben, so ganz kam dies noch nicht durch, nur das der Vater weg ist. Zieht die Familie in das alte Anwesen einer Tante, welche nun in der Psychiatrie ist. Das Anwesen ...

Nachdem sich die Eltern wohl getrennt haben, so ganz kam dies noch nicht durch, nur das der Vater weg ist. Zieht die Familie in das alte Anwesen einer Tante, welche nun in der Psychiatrie ist. Das Anwesen wirkt sehr veraltet, aber auch urig. Da es jede Menge Illustrationen im Buch gibt und auch eine von dem Haus, kann sich der Leser ein gutes Bild davon machen. So gab es auch Porträts von den Protagonisten und immer wieder große Zeichnungen von einzelnen Szenen. Auf die Bilder habe ich mich jedes Mal gefreut und der Zeichenstil war sehr schön und liebevoll.

Die Geschichte hat mir auch gefallen. Es gibt um Zwillingsjungs und ihre ältere Schwester. Jeder verkraftet die Trennung von Vater auf seine eigenen Art. Die Kinder sind gerade dabei sich an das neue Zuhause zu gewöhnen, da passieren komische Dinge. Die Stimmung im Buch mochte ich sehr. So magisch und man spürt richtig, das da noch viele Geheimnisse lauern und Abenteuer vor einem liegen.

Was mir nicht so gut gefallen hat, ist die Mutter. Leider werden Eltern in Büchern oft nicht sehr gut dargestellt und sind die bösen in der Geschichte, da sie den Spaß verderben. Hier legt die Mutter aber zweifelhafte Erziehungsmaßnahmen an den Tag. So droht sie damit, die Kinder über Nacht in ihren Zimmern einzuschließen. Außerdem verdächtigt sie sofort ihren einen Sohn und glaubt, nein, lässt ihn noch nicht mal erklären was passiert ist. Dies hat mir die Geschichte leider ein bisschen verdorben.

Aber davon abgesehen war es klasse und ich bin sehr gespannt auf die nächste Geschichte.

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