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Veröffentlicht am 06.09.2020

Midnight Chronicles - Schattenblick

Midnight Chronicles - Schattenblick
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Wenn Bianca Iosivoni und Laura Kneidl sich zusammen tun, um ein neues und einzigartiges Fantasy Epos zu erschaffen, kann das nur wundervoll werden, richtig? – Richtig.

Überall auf der Welt gibt es verschiedene ...

Wenn Bianca Iosivoni und Laura Kneidl sich zusammen tun, um ein neues und einzigartiges Fantasy Epos zu erschaffen, kann das nur wundervoll werden, richtig? – Richtig.

Überall auf der Welt gibt es verschiedene Hunter Quartiere, die Hunter ausbilden und beherbergen, welche Normal-Sterbliche wie wir es sind vor allerlei finsteren Kreaturen wie Vampiren, Werwölfen, Geistern, Hexen etc. beschützen. Die meisten Hunter werden als solche geboren und haben spezielle Stärken, die sie gezielt zum Jagen bestimmter Wesen einsetzen (zum Beispiel jagen Blood Hunter Vampire oder Soul Hunter Geister). Es gibt aber auch freie Hunter, die nicht als solche geboren werden und sich den Jägern anschließen können, weil sie von den Existenzen der Wesen erfahren haben.
Als ich das gelesen habe, war das für mich der Moment, indem ich mich komplett und endgültig verliebt habe (abgesehen natürlich von der Handlung an sich, den liebenswürdig gezeichneten Charakteren, dem Setting London und nicht zu vergessen dem bildhaften und einfach tollen Schreibstil): plötzlich wurde alles richtig “nah” und greifbar, da es im Bereich des Möglichen erscheint, ein Teil dieser Welt werden zu können. Die Protagonistin aus dem ersten Band dieser Reihe ist Roxy und eine freie Huntress. Da sie vor Monaten einen schwerwiegenden Fehler begangen hat, muss sie nun schnellstmöglich Wiedergutmachung leisten und die Seelen, welche sie befreit hat, wieder in die Unterwelt schicken. Viel Zeit bleibt ihr nicht mehr und die drohenden Konsequenzen bei einem Scheitern würden sie die Zukunft kosten. Ablenkung kann sie daher zur Zeit wirklich nicht gebrauchen, … aber es wäre ja nun wirklich langweilig, wenn alles ohne sexy Hürden ablaufen würde.
Dieser Auftaktband beinhaltet viel Spannung, Liebe, Magie und wird zudem noch gewürzt mit einer kleinen Prise Humor, welcher mich oft hat schmunzeln lassen. Das Buch hat bisher nur einen Bruchteil davon offenbart, was uns in den insgesamt sechs Bänden alles erwarten wird und ich kann wirklich nur bedingt in Worte fassen, wie sehr ich mich auf die Folgebände freue.

Fazit: Mit “Midnight Chronicles – Schattenblick” ist den Autorinnen ein grandioser Auftakt einer vielversprechenden Reihe gelungen, die einen in eine magische Welt voller mysteriöser Geheimnisse und Ereignisse entführt und das alles auch noch durch die freien Hunter greifbar nah erscheinen lässt und mir somit ordentlich Bauchkribbeln verursacht hat. Das Buch war für mich eins der sehnsüchtigst erwarteteten Bücher dieses Jahr und ich bin wirklich komplett begeistert und freue mich nun unendlich auf den zweiten Band, welcher (leider) erst im Februar 2021 erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 04.09.2020

Pepper-Man

Pepper-Man
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Kennt ihr diese Horrorfilme, in denen kleine Kinder mit seltsamen Wesen kommunizieren, die nur sie sehen können? Die für den Zuschauer einfach nur in einer bedrohlichen Atmosphäre da sind und einem auflauern; ...

Kennt ihr diese Horrorfilme, in denen kleine Kinder mit seltsamen Wesen kommunizieren, die nur sie sehen können? Die für den Zuschauer einfach nur in einer bedrohlichen Atmosphäre da sind und einem auflauern; auf eine Gelegenheit warten, zuzuschlagen? Nunja, “Pepper-Man” ist dieses seltsame Wesen für Cassie, der Protagonistin in dieser Geschichte. Hier erfährt man als Leser endlich mal, wie die seltsamen Wesen und Kinder zueinander stehen (könnten).
Pepper-Man taucht Cassies Welt bereits in jungen Jahren in Dunkelheit und isolierte sie von ihrem Umfeld. Da nur sie ihn und die anderen Feenwesen sehen kann, wird sie als verrückt abgestempelt und nichtmal ihre Familie möchte wirklich etwas mit ihr zu tun haben. Im Laufe der Jahre ereignen sich gruselige Dinge um sie herum, mitunter wird ihr Mann grausam ermordet und sie dafür angeklagt. In einem Buch, der ihre Geschichte enthüllen und der Schlüssel für ihre Hinterlassenschaften beinhalten soll, erzählt sie ihrem Neffen und ihrer Nichte, was sich in all den Jahren ereignet und sie erlebt hat.

Ich bin absolut begeistert von Camilla Bruce’ Schreibstil und wie sie es geschafft hat, eine so einzigartige Atmosphäre aufzubauen. Trotz aller Wunder und Magie, die Pepper-Man’s Welt beinhaltet, war diese trotzdem grausam und böse.
Es fühlte sich stellenweise so an, als würde man ein außergewöhnliches Tagebuch lesen, bei dem von Anfang bis Ende nicht klar ersichtlich wird, was nun Realität war und was sich vielleicht nur in Cassies Kopf abgespielt hat. Ich war sehr fasziniert davon, wie ein so böses Wesen trotzdem auch irgendwie “gut” sein konnte – zumindest zu seiner Bezugsperson. Dadurch, dass das Buch aus Cassies Sicht geschrieben wurde, war es an sich nicht so “extrem” gruselig, aber wenn man sich die Ereignisse als Leser vorstellt oder diese sogar verfilmt werden würden, wären die Handlungen definitiv eine Garantie für Albträume.

Fazit: Nur weil man etwas nicht sehen kann, heißt das noch lange nicht, dass es etwas nicht gibt. Dies war schon immer mein Glauben und “Pepper-Man” stellt diese Sichtweise gruselig und perfekt dar. Das Buch hat meine Erwartungen übertroffen und ich kann es nur wärmstens empfehlen… man sollte sich aber bewusst sein, dass die Geschichte und die Gedanken, die man sich beim Lesen macht, nichts für schwache Nerven sind.

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Veröffentlicht am 27.08.2020

Die Überlieferung der Welt

Die Überlieferung der Welt
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Seitdem das Buch erschienen ist, stand es auf meiner Wunschliste und nachdem ich es gelesen habe, bereue ich es, dies nicht früher getan zu haben.

In einer einzigartig faszinierenden Welt ist das Schicksal ...

Seitdem das Buch erschienen ist, stand es auf meiner Wunschliste und nachdem ich es gelesen habe, bereue ich es, dies nicht früher getan zu haben.

In einer einzigartig faszinierenden Welt ist das Schicksal von sechs Personen miteinander verbunden, die auf eine gefährliche Reise geschickt werden, um eine Prophezeiung zu erfüllen.
Trotz der Risiken und Probleme, welche die Gefährten miteinander haben und obwohl sie nicht detailliert wissen, was auf sie kommen wird, finden sie mindestens einen Grund, den beschwerlichen Weg anzutreten: Alle haben etwas Wichtiges verloren, das sie unbedingt wiederfinden wollen.

Die Charaktere sind mit ihren magischen und persönlichen Eigenschaften toll ausgearbeitet und dargestellt worden. Hadrian und Laelia sind mir von allen Gefährten am meisten ans Herz gewachsen und das nicht nur, weil sie die einzigen sind, deren Handlungsstränge von Anfang an präsent waren (auf alle anderen ist erst kurz bevor sie zur Gruppe dazustießen näher eingegangen worden), sondern auch, weil ich sowohl von Laelias trockenen Humor als auch von Hadrians Selbstbewusstsein sehr angetan war. Zudem fand ich die Stichelleien und die aufkeimenden Gefühle, die sie füreinander entwickelten, sehr spannend und liebenswürdig.

Die Welt, die Selin Visne mit diesem Buch erschaffen hat, hat mich tief beeindruckt und absolut fasziniert. Ich konnte mir die Orte der Neuen Götterlande bildlich vorstellen und auch die politischen und magischen Hintergründe wirkten auf mich sehr gut durchdacht. Grob beschreiben kann man es so: es gibt fünf verschiedene Arten von Magie; wenn man magielos ist, wird man quasi als „weniger wert“ angesehen und je adeliger der Rang ist, desto ausgeprägter und schlimmer wird diese Ansicht.
Obwohl das Buch sehr komplex ist und oft zwischen Szenerien und Personen hin- und hergesprungen wird, hatte ich nie das Gefühl, dass die Ereignisse zu überhastet sind oder dass ich etwas verpassen würde. Die Handlung konnte mich somit ebenso komplett überzeugen und mir hat es sehr gefallen, wie sich die Puzzleteile zu einem Bild einzigartiger und toller Fantasy zusammengefügt haben.

Da es keinen Epilog und im Prinzip ein offenes Ende gibt, bleiben die Ereignisse nach dem Schlusssatz ein kleines Rätsel, das dem Leser Raum für eigene Fantasien gibt – denn leider ist, soweit ich weiß, keine Fortsetzung geplant.
„Die Überlieferung der Welt“ ist ein Jahreshighlight für mich geworden.

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Veröffentlicht am 12.07.2020

"Wie die Ruhe vor dem Sturm" von Brittainy C. Cherry

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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Bevor ich das Buch gelesen habe wusste ich, dass es aktuell sehr gehyped und mit Lob überschüttet wird. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch… und wurden sogar noch übertroffen. Achtung: Diese Rezension ...

Bevor ich das Buch gelesen habe wusste ich, dass es aktuell sehr gehyped und mit Lob überschüttet wird. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch… und wurden sogar noch übertroffen. Achtung: Diese Rezension kann Spoiler enthalten.

Die Geschichte ist in zwei Abschnitte unterteilt, wir erfahren einmal etwas aus den Teenager-Zeiten von Eleanor und Greyson als sie sich kennen lernten und dann Jahre später, als beide schon erwachsen sind.
Ellie war mir von der ersten Seite an direkt sympathisch und ich musste so oft lachen und schmunzeln, weil sie mich einfach komplett an mich selbst erinnert. Sie ist ein introvertierter, ruhiger, Harry Potter liebender Bücherwurm, der nichts auf Partys oder Beliebtheit gibt. Ihre einzige Freundin ist ihre Cousine Shay. Mit ihren vielen Harry Potter Vergleichen und dem Einbinden dieser Welt in dieses Buch hatte mich die Autorin direkt für sich und die Geschichte eingenommen.

Alles, was ich über das Leben wusste, hatte ich von Harry Potter gelernt. Ich nannte ihn den besten Lehrer in allen Lebenslagen und schwor, dass er mir schon unzählige Male das Leben gerettet hatte.
aus “Wie die Ruhe vor dem Sturm” von Brittainy C. Cherry / LYX Verlag

So lustig es am Anfang war, so schnell stellte sich aber heraus, dass eine große Tragödie vor Ellie liegt. Greyson hilft ihr, die schwierigen Zeiten durchzustehen. Immer wenn es den beiden schlecht geht und sie an die andere Person denken, geht es ihnen ein bisschen besser, was ich sehr schön fand.
Jahre später treffen sie wieder aufeinander, der neue Greyson hat aber keinerlei Ähnlichkeit mehr mit dem fröhlichen und lebenslustigen Jungen von damals. Zu viel ist passiert und hat ihn gezeichnet. Ellie versucht für ihn und dessen Kinder da zu sein, sie zu unterstützen, auch wenn sich dieses Vorhaben als sehr schwierig herausstellt.
Viel mehr möchte ich gar nicht zum Inhalt schreiben, bevor ich noch was spoilere.

Ich liebe jeden einzelnen Charakter dieses Buches, ohne Ausnahme. Vorallem Greysons Kinder sind mir sehr ans Herz gewachsen. Was mir auch noch gut gefallen hat war, dass es in diesem Buch kein kindisches Klischeehaftes Drama gibt, sondern die auftretenden Probleme authentisch waren und der Umgang damit sehr “erwachsen” ablief (was die Protagonisten ja auch sind, aber vielleicht wisst ihr ja, was ich damit sagen möchte).
Der Schreibstil ist einzigartig, liebevoll und ich fand es toll, wie viele Probleme oft nochmal an anderer Stelle aufgegriffen wurden und sich somit wiederholt haben. Aus den entstandenen Erfahrungen konnten sich die Charaktere damit gegenseitig helfen. Die vielen Details und Bezüge zu anderen fiktiven Welten (wie zum Beispiel Harry Potter) und die emotionalen Ereignisse und bildhaften Beschreibungen haben dafür gesorgt, dass ich tief in der Geschichte gefangen war und Probleme hatte, das Buch aus der Hand zu legen.

Fazit: “Wie die Ruhe vor dem Sturm” ist ein weiteres Jahreshighlight und ein absolutes Seelenbuch für mich, weil ich mich so gut mit Ellie identifizieren konnte. Ich liebe die kleinen “Running Gags” und den emotionalen, wunderschönen Schreibstil. Das Buch bringt einen zum Nachdenken und ich habe daraus auch einiges für mein eigenes Leben lernen und mitnehmen können. Hoffentlich gibt es bald noch mehr solcher Bücher und ich bin gespannt auf die weiteren Bände dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 11.07.2020

"Cursed - die Auserwählte" von Thomas Wheeler

Cursed - Die Auserwählte
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In ganz England werden Dörfer überfallen und niedergebrannt, Menschen und Fay werden von den Roten Paladinen ermordet, verbrannt und gefoltert. Als Nimues Dorf das gleiche Schicksal trifft, macht sie sich ...

In ganz England werden Dörfer überfallen und niedergebrannt, Menschen und Fay werden von den Roten Paladinen ermordet, verbrannt und gefoltert. Als Nimues Dorf das gleiche Schicksal trifft, macht sie sich mit einem sagenumwobenen uralten Schwert auf um ihr Volk zu retten und befreien, gerät dadurch aber in das Visier der mächtigsten Personen des Landes: die roten Paladine, König Uther und der Zauberer Merlin möchten sie und vor allem das Schwert aus verschiedenen Gründen unbedingt in ihre Gewalt bringen.

Nimue ist mir mit ihrer rebellischen und dickköpfigen Art direkt ans Herz gewachsen. Alles was sie möchte ist das Dorf zu verlassen, in dem sie aufgewachsen ist und wie eine Aussätzige behandelt wird. Als die Roten Paladine auch bei ihnen einfallen, bleibt ihr nichts Anderes übrig als zu fliehen, leider alles andere als geplant. Mit dem Schwert der Macht an ihrer Seite wächst sie über sich hinaus und kämpft gemeinsam mit anderen gegen den Terror der Kirche an. Sie ist mutig, selbstlos und hat das Herz am rechten Fleck. Einer ihrer Unterstützer ist der Söldner Arthur, der treu an Nimues Seite kämpft, trotz der Vorteile und Prinzipien, die mit seinem “Job” einhergehen. Auch ihn mochte ich sehr, vorallem seine Loyalität Nimue gegenüber, obwohl er sie noch nicht lange kennt.

Der Schreibstil hat mir von der ersten Seite an richtig gut gefallen: ich war direkt mitten in den Ereignissen gefangen. Es ging spannend los und wurde auf keiner einzigen Seite langweilig. Die Welt war sehr bildhaft beschrieben und obwohl es in England war, war es doch irgendwie eher ein fiktives England. Es ging in der Geschichte nicht nur um „normale“ Menschen, sondern hauptsächlich um die Unterdrückung magischer Völker, sogenannte „Fey“, wie zum Beispiel Faune, Hauer oder das Himmelvolk, zu dem Nimue gehört. Diese haben besondere Verbindungen zu den alten Göttern und den „Verborgenen“. Die Roten Paladine möchten diese Völker ausrotten, bis nur noch die Menschen übrig sind. Die Gewalttaten dieser Kirche machten mich oft so wütend und traurig, die Geschichte ist zwar fiktiv, aber trotzdem nicht frei erfunden. Grausamkeiten wie sie dort beschrieben wurden geschahen ja leider wirklich zu allen Zeiten.

Bei diesem Buch gibt es noch die Besonderheit der Illustrationen, die sich beim Lesen immer wieder finden. Ich mochte die Bilder sehr, kenne mich mit Kunst aber leider nicht so aus und kann demnach nicht viel dazu sagen.

Fazit: „Cursed – Die Auserwählte“ hat mir so so so gut gefallen und ich kann es jedem, der gerne auch mal Fantasy liest, nur ans Herz legen. Ich habe schon oft Retellings zur Artussage gelesen und viele Filme gesehen, aber diese Geschichte ist wirklich einzigartig und magisch. Am 17.07. erscheint die Serie zum Buch bei Netflix: ich freue mich darauf und bin sehr auf die Umsetzung gespannt.

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