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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.09.2020

Furchtbar langweilig

Tagebuch einer furchtbar langweiligen Ehefrau
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Wie der Titel schon sagt, handelt es sich bei diesem Frauen-Roman um ein furchtbar langweiliges Buch.

Der Schreibstil ist ansatzweise humorvoll, konnte mich aber leider nicht unterhalten. Das Cover und ...

Wie der Titel schon sagt, handelt es sich bei diesem Frauen-Roman um ein furchtbar langweiliges Buch.

Der Schreibstil ist ansatzweise humorvoll, konnte mich aber leider nicht unterhalten. Das Cover und die Leseprobe waren das Interessanteste an der Geschichte, dann flachte die Handlung ab. Selbst nach reiflicher Überlegung habe ich keine Kernaussage oder Botschaft für mich herausfiltern können. Nicht nur die Protagonistin, auch die Handlung ist tatsächlich furchtbar langweilig. Diane ist nach der Trennung von ihrem Ehemann irgendwie durch den Wind, aber das macht sie nicht unbedingt sympathischer. Die Kapitel sind zusammenhangslose Anekdoten. Einen zweiten Teil werde ich mir nicht antun.

Fazit
Das Buch kann man sich getrost sparen.

Veröffentlicht am 19.11.2020

Das war leider nichts

Marigolds Töchter
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Rezension zu »Marigolds Töchter« von Julia WoolfDiesen literarischen Frauenroman habe ich im Rahmen einer Buchverlosung auf mytest.de gewonnen. Die gebundene, 432-seitige Printausgabe mit der EAN 978-3-471-36030-9 ...

Rezension zu »Marigolds Töchter« von Julia Woolf

Diesen literarischen Frauenroman habe ich im Rahmen einer Buchverlosung auf mytest.de gewonnen. Die gebundene, 432-seitige Printausgabe mit der EAN 978-3-471-36030-9 kostet 20.00 € und erschien am 2. November 2020 bei List im Ullstein Verlag. Übersetzt aus dem Englischen von Sabine Schilasky.

Marigolds Familie muss überraschend eng zusammenrücken, als die älteste Tochter Daisy bei ihnen Unterschlupf sucht. Dabei ist das kleine Haus schon recht voll, wohnt doch die jüngere Tochter noch bei ihnen und auch Großmutter Nan. Aber Marigold macht alles für ihre Familie, sie kümmert sich gerne und will das Glück, das sie empfindet, weitergeben. Sowieso halten auf dem Dorf alle zusammen, und in Marigolds kleinem Lädchen versuchen die Nachbarn, für die großstädtische Daisy einen neuen Job und einen neuen Mann zu finden.

MEINUNG
Das Cover wirkt feminin und soll wohl auch eher Frauen als Männer ansprechen. Der einfühlsame Schreibstil spiegelt sich darin wider. Die Charaktere sind für meinen Geschmack alle ein wenig zu dick aufgetragen und unfehlbar dargestellt. Die ganze Stimmung erinnert mich an "Friede Freude Eierkuchen" Allgemein herrscht eine sehr Östrogen geschwängerte Stimmung. Der einzige Charakter, der mir ein wenig sympathisch war, war Ehemann Dennis.

Als Tochter einer an Demenz erkrankten Mutter fand ich die Thematik zu Beginn noch sehr interessant, doch mit jeder Seite und jedem Kapitel nahm meine Begeisterung ab, bis sie sich völlig in Luft auflöste. Die Autorin hat sich zwar wirklich bemüht, ein angebliches Tabuthema aufzuarbeiten, wobei meiner Meinung nach Demenz aber seit vielen Jahren kein Tabuthema mehr ist, doch das spielt jetzt keine Rolle. Insgesamt sind mir die Charaktere alle ein wenig zu selbstgefällig, zu christlich, nicht real genug ausgearbeitet. Die Handlung ist sehr vorhersehbar und das Thema wird verniedlicht. Insgesamt bin ich mehr enttäuscht als begeistert.

FAZIT
Hätte es sich nicht um ein Rezensionsexemplar gehandelt, wäre ich schon früher mit dem Buch fertig gewesen. Ist das nun Literatur oder Unterhaltung? Britischer Humor oder Sarkasmus? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass mich dieser Roman und seine unlogische Handlung mehr genervt und gelangweilt haben, als dass sie mich überzeugen konnten. Menschen, die einen Demenzkranken pflegen und betreuen, werden mit diesem Buch nicht viel anfangen können.


© 11/2020 Tante-Inge | Alle Angaben sind ohne Gewähr

Veröffentlicht am 18.11.2020

Hätte ich mir sparen können

Die Republik
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Rezension zu »Die Republik« von Maxim VolandDiesen Thriller habe ich im Rahmen einer Buchverlosung auf Netgalley gewonnen. Die gebundene, 528-seitige Ausgabe mit der EAN 978-3-492-07071-3 kostet 22.00 ...

Rezension zu »Die Republik« von Maxim Voland

Diesen Thriller habe ich im Rahmen einer Buchverlosung auf Netgalley gewonnen. Die gebundene, 528-seitige Ausgabe mit der EAN 978-3-492-07071-3 kostet 22.00 € und erschien am 26. Oktober 2020 bei Piper.

Europa, 1949: Die neu gegründete DDR umfasst nach einem unglaublichen Coup das gesamte deutsche Staatsgebiet, mit Ausnahme des westlichen Teils von Berlin. Gegenwart: Die DDR ist führende europäische Macht – ein hochmoderner Überwachungsstaat mit einem glücklichen Volk. So scheint es. Während internationale Agentenorganisationen im autonomen West-Berlin ihre Pläne schmieden, wird die DDR von einem furchtbaren Vorfall erschüttert: Über den Platz der Akademie zieht eine Giftgaswolke und fordert zahlreiche Tote. Ein Unfall? Ein Anschlag? Welche Macht steckt dahinter? Ein desillusionierter Stasi-Oberst, der französische Dolmetscher Christopher und die junge DDR-Bürgerin Alicia geraten in eine Verschwörung gigantischen Ausmaßes, die das Ende Europas bedeuten könnte.

MEINUNG
Cover, Titel. Klappentext sowie die umfangreiche Leseprobe versprachen einen brisanten, adrenalingeschwängerten Politthriller, darum war mein Interesse auch anfangs geweckt, weil der Schreibstil recht salopp und die Handlung nachvollziehbar war. Im Grunde hatte ich den Eindruck, dass der Autor sehr gut recherchiert hatte, aber mit jedem weiteren Kapitel wurde die Handlung entschleunigt und meine anfängliche Begeisterung schwand dahin bis sie komplett zum Erliegen kam.

Drei voneinander unabhängige Handlungsstränge werden zum Ende hin miteinander verbunden. Klischees nehmen überhand. Das letzte Drittel habe ich nur noch überflogen, weil ich mich nicht mehr auf die eigentliche Botschaft des Autors konzentrieren konnte. Das Szenario entpuppte sich nicht mehr als politisch motiviert, sondern Gewalt stand auf dem Stundenplan. Zum Ende hin hatte der Roman nichts mehr mit Thriller zu tun, sondern man stand vor der Frage: Was wäre wenn und hätte, hätte Fahrradkette ... nun einige Verschwörungstheoretiker wie ich könnten meinen: Siehe da, eigentlich befinden wir uns schon mittendrin.

FAZIT
Das Buch ist anders als erwartet. Ich bin enttäuscht, obwohl mir die Vermarktung gut gefällt. Schade.


© 11/2020 Tante-Inge | Alle Angaben sind ohne Gewähr.