Cover-Bild Der Ruf der rosa Delfine
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Eden Books - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
  • Themenbereich: Lifestlye, Hobby und Freizeit - Tierwelt
  • Genre: Sachbücher / Natur & Technik
  • Seitenzahl: 272
  • Ersterscheinung: 06.08.2020
  • ISBN: 9783959102940
Sy Montgomery

Der Ruf der rosa Delfine

Wie die schlauen Säugetiere uns in die letzten Geheimnisse des bedrohten Amazonas einweihen
Gertrud Bauer (Übersetzer)

Sy Montgomery ist mit ihrem Bestseller »Rendezvous mit einem Oktopus« in die erste Liga der Nature Writer vorgestoßen, auch in Deutschland. Doch nicht nur Oktopoden liegen der Naturforscherin und Autorin am Herzen – sie hat für viele faszinierende Kreaturen Leib und Leben riskiert, aber insbesondere für die rosa Amazonas-Delfine. Viermal ist sie ins Amazonas-Delta gereist, um ihnen auf die Spur zu kommen, wurde von Ameisen gebissen, teilte mit Spinnen das Quartier und schwamm mit Piranhas. Schnell wird ihr klar: Man kann den rosa Delfin nicht erfassen, wenn man nicht begreift, wo er in der Evolution steht und welche Rolle er im Ökosystem Regenwald spielt – es ranken sich zahlreiche Mythen um die »Botos«, die Amazonas-Bewohner verehren und fürchten sie. Sy Montgomery begegnet allen auf Augenhöhe: Den »Indigenas«, die mit dem ständigen Schwund ihres Lebensraumes ringen müssen, den Forscher*innen, die ihr Leben dem Studium des Amazonas-Deltas gewidmet haben, und nicht zuletzt den Tieren und Pflanzen der Region. Ihre Liebe zu den Geheimnissen unserer Natur ist ansteckend – und in Zeiten des Klimawandels notwendiger denn je!

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2020

Wunderwelt Amazonas

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Das Buch ist wunderschön geschrieben und ist eine wahre Ode an das Amazonasgebiet. Durch den Sprachstil der Autorin fühlt man sich gleich mitten im Regenwald und ist den ganzen Legenden und Mythen der ...

Das Buch ist wunderschön geschrieben und ist eine wahre Ode an das Amazonasgebiet. Durch den Sprachstil der Autorin fühlt man sich gleich mitten im Regenwald und ist den ganzen Legenden und Mythen der Einwohner ganz nah. Leider sind die rosa Delfine nicht gerade die einfachsten Tiere zum Erforschen und so dauert es leider etwas bis sie in diesem Buch eine größere Rolle einnehmen. Es ist ein wunderschöner Reisebericht und Erfahrungsbericht, der bereits im Jahr 2000 veröffentlicht wurde. Wer hier aber viele wissenschaftliche Informationen zu den rosa Delfinen erwartet liegt leider falsch. Die Einleitung fasst kurz die aktuelle Situation im Amazonasgebiet zusammen. Mir fehlten leider noch ein paar kurze Informationen zum aktuellen Wissensstand bezüglich der Delfine. Insgesamt schön zu lesen, aber dem Titel nach hatte ich etwas Anderes erwartet.

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Veröffentlicht am 29.07.2020

Interessanter Einblick in die Welt des Amazonas

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"Der Ruf der rosa Delfine" von Sy Montgomery erschien bereits vor 20 Jahren, die Neuauflage erscheint 2020 bei EdenBooks.

Sy Montgomerys Forschungsreise zu den Amazonas-Flussdelfinen führte sie nach Brasilien ...

"Der Ruf der rosa Delfine" von Sy Montgomery erschien bereits vor 20 Jahren, die Neuauflage erscheint 2020 bei EdenBooks.

Sy Montgomerys Forschungsreise zu den Amazonas-Flussdelfinen führte sie nach Brasilien und Peru.

Rosa Delfine werden auch Boto genannt, sie ist eine der drei in Südamerika verbreiteten Arten der Amazonas-Flussdelfine und man unterscheidet sie an der Form ihrer Rückenfinne. Sie haben unterschiedliche Färbungen, von Dunkelgrau bis Flamingorot.

Der Amazonas, das bedeutet teilweise unerforschter Lebensraum vieler unzähliger Arten von Tieren und Pflanzen, aber auch Regenwald mit seiner Funktion als grüne Lunge der Welt. Ein Lebensraum, der immer mehr durch Rodung des Waldes zum Opfer fällt und unwiderbringlich verloren geht.

In diesem Buch begleiten wir die Autorin auf ihren Forschungsreisen zu den indigenen Völkern, die über die rosa Delfine viele Mythen zu erzählen haben. Sy Montgomery beschreibt sehr eindrucksvoll ihre unterschiedlichen Erlebnisse mit Ameisen, Tausendfüßern und Piranhas. Sie zeigt die Natur des Amazonas und die Lebensgewohnheiten der Bewohner, die Delfine tauchen in der Geschichte wie seltene Wesen auf und wieder ab und sind damit das verbindende Element. Neben wenigen biologischen Informationen zu Echoortung und Verhaltensweisen der Tiere bringt die Autorin auch ihr soziales Gruppenverhalten und den anmutigen Tanz im Wasser zum Ausdruck. Doch viel mehr Informationen erhält man leider nicht. Dafür erklärt sie Lebensgewohnheiten, Bräuche und Sagen der menschlichen Bewohner des Amazonas. Man kann hier viel über das Leben in Reservaten und über die Fischjagd, der auch Botos zum Opfer fallen, erfahren.


Sehr überzeugend dagegen finde ich das Vorwort in der Neuauflage des bereits vor 20 Jahren erschienen Buches. Hier erklärt die Autorin in ergreifenden Worten die Bedeutung des Regenwaldes für unsere Erde. Die Zerstörung dieses Waldes durch Brandrodung hat immense Ausmaße erreicht und daran hat sich in der letzten Zeit nichts geändert.

Zum Erzählstil kann ich folgendes sagen: Fachwissen über Flora und Fauna beschreibt die Autorin sachlich genau und erklärt es mit einfachen Worten, aber wenn es um besondere Natureindrücke geht, sprüht Montgomery in bildhaften Worten, die die ganze Farbpalette in Worte kleidet. Diese Naturbegeisterung überträgt sich auch auf den Leser.

Die vielen Mythen und Sagen haben mich aber nicht erreicht, die Vorstellungen sind Mitteleuropäern recht fremd und in ihrer Vielzahl auch erschlagend.



Ich empfehle dieses Buch allen, die sich für die Sagenwelt der Ureinwohner Amazoniens, für Forschungreisen und Abenteuer interessieren. In der Suche nach den Botos wird klar, nur, wenn die Menschen die Natur erhalten, können auch die Menschen überleben.

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Veröffentlicht am 18.10.2020

Der Buchtitel passt nicht wirklich zum Inhalt

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"Der Ruf der rosa Delfine" von Sy Montgomery ist ein Reisebericht. Er erschien vor 20 Jahren, wurde jedoch beim Eden- Verlag neu aufgelegt und um ein weiteres Vorwort der Autorin ergänzt. Für meine Rezension ...

"Der Ruf der rosa Delfine" von Sy Montgomery ist ein Reisebericht. Er erschien vor 20 Jahren, wurde jedoch beim Eden- Verlag neu aufgelegt und um ein weiteres Vorwort der Autorin ergänzt. Für meine Rezension habe ich die Neuauflage gelesen.



Das Buch beginnt sehr ernüchternd: Sy Montgomery beschreibt in ihrem neuen Vorwort, wie weit der brasilianische Regenwald in den letzten 20 Jahren zerstört wurde. Sie geht dabei sowohl auf die politische Lage Brasiliens ein, als auch auf Berichte von Naturwissenschaftlern; Das hat mir sehr gefallen: So bekommt man als Leser einen fundierten Überblick der aktuellen Lage.

Danach beschreibt Montgomery, wie ihre Liebe zu den rosa Delfinen begann und welche Anstrengungen sie auf sich nahm, um einmal mit ihnen schwimmen zu dürfen. Ihr Weg führt sie quer durch den Regenwald, wo sie nicht nur auf die Delfine, sondern auch reichlich andere Tiere und Sagen der Einheimischen trifft.



Das Buchcover gefällt mir, da es zum Inhalt passt. Besonders die Farbgebung finde ich sehr gelungen. Die Zeichnungen im Buch sind hübsch anzusehen und fügen sich perfekt ein.

Der Schreibstil ist detailliert und bildgewaltig. Man kann sich einzelne Begebenheiten, Orte und Personen ohne Probleme vorstellen. Man merkt beim Lesen, wie sehr die Autorin den Amazonas liebt und ihre Reise auf ihm genossen hat. Trotzdem verklärt sie nichts: Die Umweltverschmutzung, der Tod eines Kindes und die Verfehlungen der Sklavenhändler haben den gleichen Stellenwert in ihren Beschreibungen, wie die schönen Erlebnisse auch. Ich mochte diese schonungslose Ehrlichkeit; Durch sie konnte ich ein authentisches Bild vom brasilianischen Regenwald bekommen, ohne selbst dort hin zu reisen.

Das einzige Manko war für mich, dass das Buch keinerlei Bilder enthält. In mehreren Abschnitten wird erwähnt, dass eine Fotografin die Expedition begleitete und reichlich Bilder schoss; Da hätte ich gerne das ein oder andere gesehen.

Ich persönlich finde den Titel etwas irreführend: Ich habe mir darunter ein Sachbuch über Flussdelfine und deren Stellenwert im Ökosystem vorgestellt. Gefunden habe ich dafür einen sehr guten und detailverliebten Reisebericht, der mich mitten ins Amazonasgebiet entführt hat.

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Veröffentlicht am 02.08.2020

Es ruft der Amazonas

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Der Titel des Buches ist etwas irreführend. Ja, Sy Montgomery ist zwar auf den Spuren der rosa Delfine, aber beschreibt ausführlich den Amazonas. Insbesondere die Tier- und Pflanzenwelt, aberauch die Sitten, ...

Der Titel des Buches ist etwas irreführend. Ja, Sy Montgomery ist zwar auf den Spuren der rosa Delfine, aber beschreibt ausführlich den Amazonas. Insbesondere die Tier- und Pflanzenwelt, aberauch die Sitten, Bräuche und Lebensweise der Menschen die dort leben. Die Situation des Amazonas ist eigentlich beängstigend, arm aber auch sehr interessant.

Da ich mir aber des Titels wegen was anderes unter dem Buch vorgestellt habe, würde ich es als Sachbuch weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 29.07.2020

Eher "Der Ruf des Amazonas"

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Direkt vorab: Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, nur hatte ich irgendwie die Erwartung, es ginge um Delfine. Ging es aber nicht, zumindest nicht so wirklich.

Dem Buch, das erstmals vor 20 Jahren ...

Direkt vorab: Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, nur hatte ich irgendwie die Erwartung, es ginge um Delfine. Ging es aber nicht, zumindest nicht so wirklich.

Dem Buch, das erstmals vor 20 Jahren erschienen ist, wurde ein zweites, aktuelles Einführungskapitel vorangestellt. Schon auf diesen ersten Seiten erhält der Leser einen erschreckenden Einblick, wie schlimm es um die Wälder des Amazonasgebietes steht und wie wenig bisher für ihren Erhalt getan wurde. Im eigentlichen Hauptteil wird dann Sy Montgomerys Reise nach Brasilien und Peru beschrieben, auf die sie sich begeben hat, um mehr über die sagenumwobenen, kaum erforschten rosa Delfine, auch Botos genannt, in Erfahrung zu bringen.

Was mir sehr gut gefallen hat, sind zum einen der gut lesbare Schreibstil, der auch kompliziertere Fakten leicht verständlich macht, und zum anderen die kleinen Illustrationen von Tieren des Amazonasgebiets, die alle paar Seiten eingestreut wurden. Insbesondere ist auch die wirklich hohe Informationsdichte an interessanten Fakten über Tier- und Pflanzenwelt, aber auch über die Lebensweise und Bräuche der Einheimischen sowie die (zu dem Zeitpunkt) aktuelle gesellschaftliche Situation hervorzuheben. Das bietet einen tollen Einblick in diese uns so fremde Welt. Besonders schön fand ich auch, dass an einer Stelle auf die zeitgeschichtliche Entwicklung eingegangen wurde.

Würde der Titel nun also "Der Ruf des Amazonas" lauten, wäre ich insgesamt vermutlich vollkommen zufrieden gewesen mit diesem Buch, das einen so schönen Rundumblick auf so viele verschiedenen Aspekte bietet und im Leser die Bilder wunderschöner Wald- und Flusslandschaften oder von Städten mit ihren Märkten voller pulsierenden Lebens hervorruft.

Da der Titel aber nunmal "Der Ruf der rosa Delfine" lautet, hatte ich automatisch die Erwartungshaltung, vorrangig auch genau das zu bekommen - rosa Delfine eben. Und ja, natürlich spielen sie eine Rolle, denn sie sind ja der Grund, aus dem die Autorin sich überhaupt erst auf diese Reise begeben hat, und auch ihr Handeln vor Ort ist größtenteils darauf ausgerichtet, den Delfinen zu begegnen. Nur will das einfach nicht so recht gelingen, da sich die Delfine gerade anfangs kaum zeigen und man sie wenn, dann auch nie vollständig zu Gesicht bekommt. Ich kann es absolut nachvollziehen, dass dadurch wirkliche Beobachtungen ungemein erschwert werden. Allerdings hatte ich gerade weil der Titel etwas von Delfinen sagt und ja auch einer auf dem Cover abgebildet ist, erwartet, dass es letztendlich doch gelingen wird. Jedoch kann kaum etwas über die Delfine in Erfahrung gebracht werden, die meisten Informationen werden noch am ehesten aus Geschichten und Sagen bezogen, die die Autorin immer wieder von Einheimischen erzählt bekommt. Leider wird das beim Lesen irgendwann eher nervig, da die Geschichten sich alle schon sehr stark ähneln, und wenn man mehr oder weniger dieselbe Geschichte gerade zum siebten Mal liest... Naja.

Am Ende des Buches bin ich mit sehr gemischten Gefühlen zurückgeblieben. Einerseits hat mir die Gestaltung des Buches sehr gut gefallen, ich fand die vielen Informationen wirklich sehr spannend und habe mich auch wirklich gedanklich ins Amazonasgebiet versetzt gefühlt. Andererseits hatte ich mich auf das Buch gefreut, weil ich die Erwartungshaltung hatte, etwas über die rosa Delfine zu erfahren, und das war leider nicht der Fall. Sie sind nach dem Lesen ein genauso großes Mysterium wie zuvor und neue Erkenntnisse über sie habe ich nicht erlangt.



Mein Fazit also: Das Buch ist wirklich gut, keine Frage, ich hatte mir nur etwas ganz anderes erhofft und bin daher etwas enttäuscht. Trotzdem schätze ich die Arbeit, die die Autorin in das Buch gesteckt hat und habe die vielen Fakten über den Amazonas sehr genossen. Ich denke, wenn man im Voraus schon weiß, dass die Delfine nur Nebenfiguren sind und nicht der Hauptgegenstand, kann man mit einer ganz anderen Sicht an das Buch herangehen. Diese Information hätte ich mir also vorher gewünscht!

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