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Veröffentlicht am 14.04.2019

Historischer Roman

Donata und ihre Gefährtinnen
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In Thale Linds neuem Buch geht es um die Verbreitung der Christen im Jahre 33. nach Christus. Besonders im Vordergrund stehen Donata und ihre Gefährtinnen, die eine urchristliche Gemeinde gründen. Dabei ...

In Thale Linds neuem Buch geht es um die Verbreitung der Christen im Jahre 33. nach Christus. Besonders im Vordergrund stehen Donata und ihre Gefährtinnen, die eine urchristliche Gemeinde gründen. Dabei bekommen sie eine Menge Gegenwind von den Römern, die erkennen, dass das Christentum nicht mehr nur ein paar einzelne sind, sondern immer mehr werden. Und diese lassen sich nicht ein einfach so von ihren Glauben abbringen, sondern zahlen auch den Preis des Martyriums.

Thale Lind beleuchtet in dieser Erzählung eine Geschichte, die sich vielleicht wirklich so zugetragen haben könnte. Die Erzählung basiert nämlich auf einen Eintrag in das Ökonomische Heiligen Lexikon. Dennoch ist über die Geschichte von Donata sehr wenig bekannt und die Autorin erfand auch eine Menge hinzu. Dennoch hielt sie sich an den historischen Kontext, sodass alles wirklich so passiert sein könnte.

Es war wirklich interessant die Zeit um Christus mal aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen und die Handlung kam sehr realistisch rüber. Man erfährt, wie wahrscheinlich eine frühere Gemeinde gegründet und geleitet wurde und was die Menschen bewegte, oder welche Probleme sie hatten. Jedoch muss man immer Bedenken, dass es sich bei dieser Geschichte um eine Fabel handelt. Sie fundiert also nicht nur auf historischen Fakten, sondern besteht auch zum großem Teil aus dazugedichteten Handlungen, die zwar zu dieser Zeit möglich waren, doch nicht historisch belegt sind.

Eine Sache, die mir beim Lesen nicht so gut gefallen hat war, dass es keine richtigen Kapitel gibt, sondern das ganze in Abschnitte eingeteilt ist. Diese Abschnitte sind meistens nur wenige Seiten lang. Durch sie fiel es mir manchmal schwer der Handlung zu folgen. Die Geschichte ließ sich manchmal nicht flüssig lesen und ich fände es besser, wenn man das Buch in richtige längere Kapitel einteilt. Dies sollte jedoch einen nicht vom Kauf abraten, weil es wahrscheinlich nur Geschmackssache ist. Von der Handlung her kann ich dieses nämlich Buch auf jeden Fall empfehlen!

Fazit: Eine interessante Erzählung über die ersten Christen. Das Buch stellt die Zeit um kurz nach Christus sehr realistisch und authentisch dar.


Veröffentlicht am 08.04.2019

Max Lucado

Du machst den Unterschied
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Max Lucado gehört zu einem meiner christlichen Lieblingsautoren. Deswegen war ich sehr gespannt auf die Neuauflage des Buches "Du machst den Unterschied". In diesem Buch geht es darum, ein Leben zu leben, ...

Max Lucado gehört zu einem meiner christlichen Lieblingsautoren. Deswegen war ich sehr gespannt auf die Neuauflage des Buches "Du machst den Unterschied". In diesem Buch geht es darum, ein Leben zu leben, dass Spuren hinterlässt. Lucado schreibt hierbei, dass wenn wir nicht aufpassen, wird schnell die Chancen zu einem Leben, dass wir gestalten können, verpassen. Das Leben nur ein bisschen im Griff zu haben reicht hierbei nicht. Max Lucado hat mit diesem Buch wieder einmal bewiesen, wie motivierend und überzeugend er schreiben kann. Er zeigt, wie einzigartig man ist und das Gott jeden Menschen gebrauchen kann. Er beschäftigt sich mit Themen wie z.B. Demut, Selbsteinschätzung und Teamarbeit. Das große Thema des Buches ist, den Sinn des Lebens finden. Hierbei gibt Lucado immer sehr gute Beispiele und Anregungen. Außerdem kann man seinen Gedanken immer sehr gut folgen und das Lesen macht richtig Spaß. Ich persönlich würde das Buch besonders frischen oder noch-nicht Christen empfehlen, weil es ein gutes Glaubens-Fundament ist. Eine Sache, die mir nicht so gut gefallen hat, war, dass Lucado in diesem Buch nicht wirklich in die Tiefe gegangen ist. Ich hätte mich sehr gefreut, wenn er manche Gedanken noch weiter ausführt und noch weiter in das Thema einsteigt. So kam es nämlich manchmal ziemlich oberflächlich rüber. Wahrscheinlich hätte dies jedoch den Rahmen gesprengt. Eine Sache, die mir jedoch sehr gut gefallen hat und die ich mir bei anderen Büchern auch wünschen würde, war, dass es am Ende des Buches noch extra Gesprächs-Anregungen gab. So kann man das Buch sehr gut in einer Gruppe (z. B. einem Hauskreis) lesen und dort noch weiter in das Thema einsteigen.

Fazit: Ein motivierendes Buch, dass ein gute Glaubens-Fundament gibt. Besonders für Leute, die noch nicht sehr lange Christen sind zu empfehlen!

Veröffentlicht am 01.03.2019

Fesselnder Kriminalroman

Nacht über dem Bayou
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"Nacht über dem Bayo" ist mein erster Roman von James Lee Burke und vor dem Lesen war ich auf die Geschichte wirklich gespannt. Der Protagonist Dave erinnert mich schon vom Klappentext her an Lee Childs ...

"Nacht über dem Bayo" ist mein erster Roman von James Lee Burke und vor dem Lesen war ich auf die Geschichte wirklich gespannt. Der Protagonist Dave erinnert mich schon vom Klappentext her an Lee Childs Thriller Helden Jack Reacher, denn ich sehr gerne lese. In "Nacht über dem Bayo" geht es auf jeden Fall um den Mann Aaron Crown, der behauptet unschuldig im Gefängnis zu sitzen. Er wird des Mordes an dem schwarzen Bürgerrechtler Ely Dixon beschuldigt und wurde zu 40 Jahren Haft verurteilt. Aaron Crown bittet Dave um Hilfe und auch ein Fernsehteam, dass eine Dokumentation über den alten Fall dreht, findet einige Ungereimtheiten. Crown gelingt durch einen glücklichen Umstand die Flucht und ein Mexikaner wird beauftragt Dave zu töten. Anscheinend will einer nicht, dass in diesem alten Fall Staub aufgewühlt wird. Die Handlung spielt in Südamerika, was für mich eine noch neue Umgebung für einen Krimi war. Doch beim Lesen viel mir schnell der Schreibstil von James Lee Burke auf. Er ist wie die meisten amerikanischen Thriller Autoren eher grob und mit wenigen Dialogen. Doch das hat mir sehr gut gefallen, denn wie es auf dem Klappentext schon steht, entsteht  dadurch pures Kopfkino und man will einfach weiterlesen. Was jedoch das Lesen etwas schwieriger macht ist, dass die Szenen sehr schnell wechseln. Deshalb muss man manchmal etwas konzentrierter lesen, um nicht den Überblick zu verlieren. Von der Handlung her fand ich es am Anfang ein bisschen grob und abgehakt und ich hatte erst Probleme in die Geschichte hereinzukommen. Deswegen wird dieses Buch vielleicht nicht jeden gafallen, sondern man müsste schon Fan von amerikanischen Krimis  sein. Denn ich glaube, dass für manche der Stil nicht passend ist.  Das hat sich jedoch zum Ende verbessert. Das Ende hat die Geschichte für mich nochmal stark verbessert, weil es dort einen logischen Abschluss gab und es gut durchdacht war. Eine Sache, auf die die Leser von James Lee Burke aber achten sollten ist, dass das Buch hier eine Neuauflage ist. Was mir an dieser Neuauflage jedoch besser gefällt ist, dass das Cover aufwendiger und schöner gestaltet ist. Es ist in einem eher älteren Stil gefasst, was hier sehr gut passt, weil die Story auch vor ein paar Jahren spielte.


Fazit: Ein spannender Südamerika Krimi, der vor allem vom Stil her überzeugt.

Veröffentlicht am 23.02.2019

Zwei Theaterstücke

»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«
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Dieses Buch ist mal so gar nicht wie meine normalen Genres. Ein Theaterstück habe ich noch nie rezensiert, weshalb ich auf dieses Buch sehr gespannt war. Das Besondere an diesem Buch ist sogar, dass es ...

Dieses Buch ist mal so gar nicht wie meine normalen Genres. Ein Theaterstück habe ich noch nie rezensiert, weshalb ich auf dieses Buch sehr gespannt war. Das Besondere an diesem Buch ist sogar, dass es sich hierbei sogar um zwei Theaterstücke handelt.

Das erste heißt "Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten" und es handelt sich hierbei um den Monolog eines Verwaltungsbeamten. Dieser erzählt auf sarkastische Weise aus seinem Leben und Martin Schörle macht aus eigentlich belanglosen Sachen ein interessantes Stück.

Zur Handlung selbst möchte ich hier eigentlich wenig verraten, doch ich empfehle auch, dass ihr die Leseprobe auf Amazon lesen solltet!

Dort merkt man nämlich, ob diese Geschichte etwas für einen ist und mich persönlich hat sie überzeugt, denn es macht wirklich Spaß Martin Schörles Geschichten zu lesen und ich persönlich würde besonders das zweite Stück gerne mal als echtes Theaterstück sehen.

Die zweite Geschichte hat mir sogar noch besser gefallen. Sie heißt "Einladung zum Klassentreffen" und auch hier finde ich es wirklich unglaublich, wie der Autor es schafft, aus so einem für mich nicht sehr ansprechenden Titel so viel zu schaffen! In "Einladung zum Klassentreffen" geht es nämlich um zwei Personen, die früher gemeinsam in der Schule waren und sich jetzt nach 20 Jahren auf einem Klassentreffen wieder sehen sollen. Dies klingt erstmal unspektakulär, doch Martin Schörle macht daraus eine witzige und unterhaltsame Geschichte, die sich wirklich lohnt!

Sowohl Theaterfans als auch nicht Theaterfans werden ihre Freude dabei haben und auch wenn du noch nie Theaterstücke an sich gelesen hast und vielleicht mismisstrauisch bist, ssolltest du diese Geschichte mal versuchen. Denn irgendwann kann man gar nicht aufhören zu lesen.

Das interessante dabei ist, dass beide Stücke eine Mischung aus Dramatik und Komödie sind, die zwar anspruchsvoller ist, doch das lesen auch wirklich Spaß macht.

Ich finde nämlich, dass Theaterstücke in der Literatur etwas ganz Besonderes sind. Sie sind kein wirkliches Genre, doch jeder der gerne liest sollte mal eins lesen. Dieses Stück kann ich dabei besonders empfehlen!

Fazit: Ein interessantes Buch, dessen Genre mir noch fremd war. Denoch hatte ich Freude daran, es zu lesen und ich kann es auch "noch nicht Theaterfans" empfehlen!


Diese Rezension erschien auf meinem Blog:
https://www.bookexplorer-fynnliest.com/post/zwei-theaterstücke-von-martin-schörle-rezension

Veröffentlicht am 18.10.2020

Ein klassischer Krimi!

Mord in Highgate
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"Mord in Highgate" ist mein erstes Buch von Anthony Horrowitz. Trotzdem bin ich schnell in das Buch hereingekommen und sein Schreibstil wurde mir schnell vertraut.

Gleich zum Anfang fand ich die Konstellation ...

"Mord in Highgate" ist mein erstes Buch von Anthony Horrowitz. Trotzdem bin ich schnell in das Buch hereingekommen und sein Schreibstil wurde mir schnell vertraut.

Gleich zum Anfang fand ich die Konstellation der Ermittler sehr interessant. Ein Drehbuchautor begleitet nämlich einen Detektiv in der Absicht ein Buch über den Mordfall zu schreiben. Dabei musste ich immer wieder an Sherlock Holmes und Dr. Watson denken. Dieser Gedanke war auch gar nicht so weit hergeholt, weil der Autor als großer Sherlock Holmes Fan bekannt ist.

Generell merkt man, dass es sich um einen klassischen Kriminalroman handelt, der jedoch ganz und gar nicht langweilig wird. Vielmehr erinnert er an einen guten Agatha Christie oder Sherlock Holmes Roman.

Die Charaktere sind dabei wirklich interessant und der Autor schafft es auch sehr gut eine moderne Note in das Buch zu bekommen. Auch die Handlung an sich konnte mich wirklich überzeugen. Es geht um einen auf den ersten Blick völlig eindeutigen Mordfall und viele Personen können in dem Buch erst gar nicht verstehen, warum der Detektiv, der eigentlich für seine spektakulären Fälle bekannt ist an diesem Fall interessiert ist.

Trotzdem ergibt sich aus diesem eigentlich so klaren Mord ein Geflecht voller Geheimnisse...


Alle Leser, die von dem Autor schon "Ein perfider Plan" gelesen haben werden wahrscheinlich einige Charaktere wiedererkennen, weil in diesem Buch auch der alte Fall erwähnt wird (es wird aber nicht gespoilert!).


Fazit: Ein klassischer Kriminalroman, der von Anfang bis zum Ende seine Leser in seinen Bann zieht! Besonders Fans der Krimis von Agatha Christie oder Sir Arthur ConanDoyle werden auch an diesem Buch ihre Freude haben!

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