Cover-Bild Klingenfieber
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper ebooks in Piper Verlag
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy & Science Fiction
  • Ersterscheinung: 12.11.2013
  • ISBN: 9783492963862
Tobias O. Meißner

Klingenfieber

Roman
Erenis ist eine Amazone, eine wunderschöne und mächtige Meisterschülerin der Kriegskunst. Getrieben von einer rastlosen Raserei, fordert sie die stärksten Männer heraus – doch kämpft sie nicht, um zu siegen, sondern um zu töten. Gnadenlos. Fanatisch. Ohne einen einzigen Fehler zu machen. Dann erfährt Erenis, dass die Feinde ihrer Kindheit noch immer am Leben sind, und zieht los, um sie endgültig im Kampf zu besiegen. Doch ahnt die Amazone nicht, welch monströse Gegner sie damit zum Duell fordern wird ...

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2020

Fiebrig, wunderbar, interessant, verwirrend..

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Ich tue mir schwer, diesen Roman in eine Kategorie zu zwängen. In manchen Bereichen hat er mich richtig vom Hocker gehauen, in anderen fast schon enttäuscht. Je nach Blickwinkel würde ich 5 von 5 Punkten ...

Ich tue mir schwer, diesen Roman in eine Kategorie zu zwängen. In manchen Bereichen hat er mich richtig vom Hocker gehauen, in anderen fast schon enttäuscht. Je nach Blickwinkel würde ich 5 von 5 Punkten geben oder 3 von 5. Hach..

Der Roman erzählt die Geschichte eines Jungen, der eine Klingentänzerin trifft und diese fortan begleitet. Zu Anfang ist man sich fast noch sicher, klar, der wird früher oder später von ihr ausgebildet werden, doch hier überrascht der Autor und kommt vom normalen Heldenepos weg. Er erzählt eine ganz eigene, nicht unbedingt absolut abstruse, sondern nachvollziehbare und in sich schlüssige Geschichte. Alleine dafür gebühren diesem Buch schon Aufmerksamkeit.

Männer kommen in dieser Geschichte übrigens nicht ganz so gut weg. Wer sich ein wenig mit Triggerwarnungen oder Content Notes beschäftigt hat: Dieser Roman hätte sie verdient. Das ist nicht negativ gemeint, doch die ein oder andere Stelle ist schon eine sehr explizite Beschreibung von Sex, Sexuellen Gedanken und Gewalt. Es handelt sich also definitiv um Erwachsenenliteratur; mindest aber sollte es erst ab 16 Jahren gelesen werden.

Was mich ein wenig störte, war dann doch die hin und wieder einkehrende Monotonie. So richtig los geht es mit der Geschichte erst ab der Hälfte des Buches. Bis dahin muss man schon neugierig genug sein, um durchzuhalten. Spannung und Mitfiebern kommt erst ab dann auf, dafür dann aber so richtig.

Alles in Allem finde ich, ist es ein guter Einzelroman, von denen man in der Fantasy leider nach wie vor recht wenige findet und ich würde ihn durchaus weiterempfehlen.

Viel Spaß beim Lesen!

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Veröffentlicht am 17.02.2017

ruhige, unterhaltsame Story

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Klingenfieber weiß nicht nur mit seinem Cover zu imponieren, sondern auch mit seinem Inhalt zu punkten. Dennoch ist es leider wieder einmal enttäuschend zu sehen wie sehr Kurzbeschreibungen im Internet, ...

Klingenfieber weiß nicht nur mit seinem Cover zu imponieren, sondern auch mit seinem Inhalt zu punkten. Dennoch ist es leider wieder einmal enttäuschend zu sehen wie sehr Kurzbeschreibungen im Internet, Klapptext und Text in der Innenseite des Buches den Inhalt verdrehen oder gar überhaupt nicht entsprechen. Es ist lediglich die Rede von Erenis und ihren vermeidlichen Zielen, sie sei eine Amazonde und doch ist es ganz anders:

Erenis ist eine Schwertkämpferin. Ausgebildet als eine der besten und angesehen als eine der begehrenswertesten Frauen wo auch immer sie hin kommt. So wird sie von Männern unterschätzt - nicht ernst genommen - und so bringt sie ihnen mehr und mehr den Tod. Ihr Hass gegenüber Männern lässt sie von Dorf zu Dorf ziehen um dort einen herauszufordern, den stärksten. Als die schöne Klingentänzerin im Dorf des jungen Stenrei auftaucht, ist dieser verzaubert und erschrocken zugleich. Dennoch entschließt er auszubrechen aus dem ewigen Dorftrott und stupider Langeweile und zieht aus um ein Mann und Kämpfer zu werden, sich das Vertrauen der kalten Klingentänzerin zu verdienen und seine Erfahrungen zu machen.

Hinter Klingenfieber steckt in erster Linie etwas ganz anderes als der Leser zunächst erwartet. Es ist die Sprache von einem Fantasyroman, doch es sind keinerlei Mythen oder Sagen zu finden, keine Fiktion in Form von Magie oder ähnlichem. Es handelt sich schlicht und einfach um einen Roman, in ruhigem Ton erzählt, welcher schätzungsweise im Mittelalter spielt. Einzig fiktiv sind wohl die Dörfer und Charaktere, denn es denn es handelt sich um einen nicht auf Tatsachen beruhender Roman. Des weiteren wird Klingenfieber ungewohnt ruhig erzählt und obwohl die Geschehen blutig, brutal und die Geschichten der Protagonisten sehr spannend sind, bleibt der Erzählfluss immer der selbe - ganz ohne langweilig zu werden. Ganz im Gegenteil wird die Aufmerksamkeit des Lesers weiter gebannt.

Die Protagonisten Stenrei und Erenis sind vor allem unglaublich unterschiedlich. So ist Stenrei der nette Dorfjunge, welcher seine Lebenserfahrung noch sammeln muss und ungewollt mit dem Schrecken des Lebens konfrontiert wird. Der Leser erlebt zunächst die Geschichte aus seiner Sichtweise, befindet sich in seinem Kopf und sieht und empfindet was Stenrei erlebt. Erst viel später werden Erenis Gedanken offener und greifbarer. Die kalte Kämpferin hat in ihren noch recht jungen Jahren eine Menge erlebt. Ausgebildet zu einer hervorragenden Kämpferin meistert sie jede Herausforderung mit Bravur. Und doch schwelen Hass und Schuld in ihr, welche hervorbrechen als die beiden auf ihrer Reise eine überraschende und zugleich - für Erenis - schockierende Entdeckung machen.

Etwas enttäuschend ist hier nur das ein wenig schnell abgehandelte Ende. Die Ereignisse kommen Schlag auf Schlag ohne, dass das Tempo der Erzählweise sich verändert. Und doch wirkt alles vollgestopft mit unnötigen Details, so dass die Seiten zwischen Geschehen A und B einfach unnötig lang wirken. Ein Widerspruch in sich und deshalb umso verwirrender, ärgerlicher.

Klingenfieber ist eine Reise durch das Land, eine Reise zu sich selbst und in die Freiheit. Mit ungewohntem ruhigen Tempo führt Tobias O. Meißner den Leser durch die Geschichte der Klingentänzerinnen und öffnet somit eine neue, blutige Welt.

Veröffentlicht am 25.04.2019

einerseits eine sehr spannende, aber andererseits eine sehr langatmige Handlung

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Irgendwie bin ich gerade hin und hergerissen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das Buch mag oder nicht. Tobias O. Meißner hat eine tolle Welt geschaffen in der das Kämpfen mit Klingen an der Tagesordnung ...

Irgendwie bin ich gerade hin und hergerissen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das Buch mag oder nicht. Tobias O. Meißner hat eine tolle Welt geschaffen in der das Kämpfen mit Klingen an der Tagesordnung steht, aber leider gibt es da ein paar Dinge die ich zu bemängeln habe.

Anfangs war die Handlung mega spannend. Eine unbekannt Frau die den stärksten Krieger zum Kampf herausfordert, Aufstände im Dorf und ein Junge der zwischen den Fronten steht. Eigentlich ein toller Auftakt zu einer wahnsinns Handlung. Leider geht die Spannung sehr bald verloren. Die Kriegerin und ihr Begleiter wandern von Dorf zu Dorf und irgendwie geschieht Seitenlang immer nur das selbe. Erst nachdem man das erste Drittel des Buches hinter sich gebracht hat, steigt die Spannung wieder. Als Erenis, die Hauptprotagonistin von ihrer Ausbildung und ihren Meister erzählt, steigt das Lesevergnügen und ich konnte mich wieder in die Zeilen verlieren. Dieses Vergnügen wurde aber einige Seiten später wieder geschmälert, als sie mit dem Erzählen fertig war und die beiden ihren Weg fortsetzten, kamen wieder einige Seiten der Langatmigkeit auf mich zu. Im dritten Drittel wurde es allerdings wieder Spannend als man Erenis Mitstreiterinnen aus ihrem Training wieder begegnet. Bis zum Schluss konnte ich dann eine gleichbleibende interessante Handlung geniesen. Also irgendwie war immer erst ein Hoch und dann wieder ein Tief, dann wieder ein Hoch und dann wieder ein Tief. Die spannenden Szenen waren toll zu lesen und haben Spaß gemacht, aber die langatmigen Stellen haben mich sehr viel Geduld gekostet. Irgendwie weiß ich nicht ganz, was ich davon halten soll. Ist das jetzt gut oder eher schlecht?

Die Charaktere haben mir alle wiederum sehr gut gefallen. Ich konnte mit allen Personen warm werden und vor allem die Hauptprotagonistin Erenis ist mein absoluter Lieblingscharakter in diesem Buch. Erenis ist eine leicht nervbare Frau die man besser nicht reizen sollte. Aber sie hat auch einen weichen mitfühlenden Kern, und ich glaube deshalb ist sie mit so sympathisch. Sie durchlebt im Buch ein Wechselbad der Gefühle und wendet gegen Ende ihren Charakter um 180°.

Der zweite Hauptprotagonist ist Stenrei. Ein Jugendlicher aus einem einfachen Dorf, der es einfach nicht schafft seine Klappe zu halten. Auch ihn habe ich von Anfang an gemocht. Er ist zwar ein ziemlichers Weichei, aber wenn es darauf ankommt kann man sich auf ihn verlassen. Was mir nicht so gefallen hat war sein ständiges Selbstmitleid. Soll ich, soll ich nicht, soll ich, soll ich nicht? Zuerst war es ja ganz unterhaltsam, aber nach einer Weile ging es mir dann schon auf die Nerven. Etwas weniger wäre schön gewesen.

Ansonsten ist der Schreibstil sehr unterhaltsam und flüssig. Bei den interessanten Stellen, kann man ganz leicht in die Handlung eintauchen und sich von einer spannenden Geschichte mitreißen lassen.