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Veröffentlicht am 14.12.2020

Astrolabius' Mondfahrt

Astrolabius lebt auf dem Mond - Band 1
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Genial gelungen! Mit dem für junge LeserInnen von etwa 6 - 14 Jahren beworbenen Roman "Astrolabius lebt auf dem Mond" präsentieren die Autoren Martin Wintersberger und Manuela Wieninger sowie Sasha Schlöglhofer ...

Genial gelungen! Mit dem für junge LeserInnen von etwa 6 - 14 Jahren beworbenen Roman "Astrolabius lebt auf dem Mond" präsentieren die Autoren Martin Wintersberger und Manuela Wieninger sowie Sasha Schlöglhofer als Illustrator uns Band 1 der Astro-Staffel, der die Kapitel "Sternschnuppe", "Die Mondstation" und "Die Mondschule" beinhaltet.

Astrolabius, benannt nach dem astronomischen Instrument Astrolabium ( https://de.wikipedia.org/wiki/Astrolabium ), zieht mit seinem als Forscher tätigen Vater, seiner Mutter und seiner jüngeren Schwester Claire nebst jüngstem Familienzuwachs Hund "Sternschnuppe" auf den Mond, wo ihn viele interessante Erlebnisse, aber auch altersgerecht thematisierte Probleme wie beispielsweise Mobbing erwarten.

Junge Menschen können hier viel über in eine tolle und moderne Geschichte verpackte Aspekte wie Gruppenbildung, Unterdrückung, Intrigen, Angst, aber auch Konfliktbewältigung, Mut, Loyalität, Solidarität und echte Freundschaft lernen.

Der Zielgruppe deutlich entwachsen, hatte ich trotzdem Spaß und "Aha"-Effekte (in der Mondschule), weshalb ich dieses Buch wärmstens empfehlen kann.
Und der hinten im Buch abgedruckte Vorausblick auf Band 2 lässt vermuten, dass jener diesem hier in Nichts nachstehen wird.

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Veröffentlicht am 03.11.2020

Kölner Bäckermädchen Anna 1941-48

Trümmermädchen
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Das war wieder einmal ein historischer Roman ganz nach meinem Herzen: Lilly Bernsteins "Trümmermädchen – Annas Traum vom Glück" fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite und hat mich auch insgesamt ...

Das war wieder einmal ein historischer Roman ganz nach meinem Herzen: Lilly Bernsteins "Trümmermädchen – Annas Traum vom Glück" fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite und hat mich auch insgesamt voll und ganz überzeugen können. Vom gut zum erzählten Geschehen passenden Cover - ein sich aufmerksam/neugierig/vorsichtig/ängstlich umschauendes Mädchen, welches gut die sympathische junge Protagonistin Anna sein könnte - bis hin zum das Buch abrundenden Nachwort passte einfach alles! Wir begleiten Anna, die bei Onkel Matthias und Tante Marie in einem Kölner Bäckereihaushalt aufwächst, von 1941 - 1948. Matthias wird bald als Soldat eingezogen und Marie bekommt Sohn Karl, der des Vaters feuerroten Haarschopf geerbt hat. Die Zeiten werden immer schlimmer, Krieg, Hunger, Besatzung, Vergewaltigung, Antisemitismus, Flucht, Vertreibung, Kriegsgefangenschaft finden Erwähnung, vor allem aber das Leid der Kinder, die viel zu schnell erwachsen werden und die Lasten Erwachsener zu tragen versuchen müssen. Besonders eine Stelle, als Anna und Karl die von der Arbeit heimkommende Marie mit einem an den Bettpfosten gebundenen und mit selbst gebastelten Strohsternen geschmückten Besenstiel als "Weihnachtsbaum" überraschten, ging mir unter die Haut und relativierte für mich wieder einmal deutlich etliche unserer aktuellen Probleme...

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Veröffentlicht am 28.10.2020

Vernes spannende Inselgeschichte

Die geheimnisvolle Insel
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Hier handelt es sich um eine ebenso spannende wie ideenreiche Gruppen-Robinsonade etwa um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Wie einige andere Jules Verne-Bücher zählt auch dieses hier zu den legendären ...

Hier handelt es sich um eine ebenso spannende wie ideenreiche Gruppen-Robinsonade etwa um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Wie einige andere Jules Verne-Bücher zählt auch dieses hier zu den legendären Adventsvierteilern und wurde auch im "normalen" Filmformat bereits mehrfach ansprechend verfilmt.. Vernes Zukunftsvisionen und sein Ideenreichtum wurden hier überaus deutlich.. Der Roman ist jedoch durchaus auch für nur bedingt Sciefi- und Fantasyinteressierte Leser und Leserinnen äußerst lesenswert.

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Veröffentlicht am 23.10.2020

Guter Überblick über 3000 Jahre Sciefi, Horror&Fantasy!

Wonderlands
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Bücher (und Filme etc.) aus den Bereichen Science fiction, Horror und Fantasy zählen nicht zu meinen Favoriten und gefallen mir relativ selten.
Laura Millers Sachbuch "Wonderlands" übertraf meine Hoffnungen. ...

Bücher (und Filme etc.) aus den Bereichen Science fiction, Horror und Fantasy zählen nicht zu meinen Favoriten und gefallen mir relativ selten.
Laura Millers Sachbuch "Wonderlands" übertraf meine Hoffnungen. Chronikartig aufgebaut führt uns das Werk in 5 Kapiteln von 3000 Jahre alten Epen bis zu den Autoren der Jetztzeit.
Kurze Inhaltsangaben mit aussagekräftigen Zitaten werden abgerundet durch Coverbilder, Filmplakate und Informationen zu den jeweiligen Autoren, Erscheinungsdaten und evtl. Verfilmungen.
Ich freute mich über ein "Wiedersehen" mit Jonathan Swift, Mark Twain, Jules Verne, Lewis Carroll, J. K. Rowling, Stephen King, J. R. R. Tolkien, Arthur Conan Doyle, Salman Rushdie, Franz Kafka, Haruki Murakami - um hier nur einige zu nennen, traf aber auch auf viele mir bisher nicht bekannte interessante Autoren.
Dicke Leseempfehlung nicht nur für Genre-Fans!

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Veröffentlicht am 07.10.2020

Vielfach begründete Leseempfehlung für Bachs Töchter!i

Johann Sebastian Bachs Töchter
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Das leise und doch klare Einsichten vermittelnde Buch über die große Familie Johann Sebastian Bachs erschien im christlich orientierten BENNO-Verlag, ist aber m. E. durchaus auch für einen darüber hinaus ...

Das leise und doch klare Einsichten vermittelnde Buch über die große Familie Johann Sebastian Bachs erschien im christlich orientierten BENNO-Verlag, ist aber m. E. durchaus auch für einen darüber hinaus gehenden Personenkreis interessant!

Der Komponist, Kantor sowie Orgel- und Cembalovirtuose Johann Sebastian Bach (März 1685 - Juli 1750) heiratete zuerst 1707 Maria Barbara Bach, mit der er 7 Kinder hatte:
Catharina Dorothea (1708–1774), Wilhelm Friedemann (1710–1784), Johann Christoph (/† 1713), Maria Sophia (/† 1713), Carl Philipp Emanuel (1714–1788), Johann Gottfried Bernhard (1715–1739), Leopold Augustus (1718–1719)
und nach deren Ableben in zweiter Ehe 1721 die Sopranistin Anna Magdalena Wilcke, welche 13 weitere Kinder gebar:
Christiana Sophia Henrietta (1723–1726), Gottfried Heinrich (1724–1763), Christian Gottlieb (1725–1728), Elisabeth Juliana Friederica (1726–1781), Ernestus Andreas (/† 1727), Regina Johanna (1728–1733), Christiana Benedicta (/† 1730), Christiana Dorothea (1731–1732), Johann Christoph Friedrich (1732–1795), Johann August Abraham (*/† 1733), Johann Christian (1735–1782), Johanna Carolina (1737–1781), Regina Susanna (1742–1809).

Das Buch enthält am Ende neben Abbildungen zwar weiteres Informationsmaterial, aber bei dieser Abkömmlingsanzahl wünschte ich mir bei Beginn der Lektüre mehrmals einen vorn angesiedelten Stammbaum. Später erkannte ich, dass das Buch sich in erster Linie mit Catharina, Elisabeth, Johanna und Regina (Susanna) befasste. Immerhin umfassen deren Lebensdaten über 100 Jahre, beinhalten also zB kriegerische Heimsuchungen unter Friedrich dem Großen und Napoleon I. aber auch Begegnungen mit Goethe und natürlich div. Namen aus dem musikalischen Bereich.

Dass meist die Frauen alles am Laufen hielten/halten mussten, aber kaum etwas zu sagen hatten, wurde hier leider wieder einmal deutlich. Aber nicht nur deshalb verspürte ich, ob wohl wir ja gerade im Moment mit etlichen schlimmen Themen belastet werden, mehrfach tiefe Dankbarkeit, dass ich heutzutage lebe. Gab es für Frauen selbst zu allerschlechtesten Bedingungen keine Verdienstmöglichkeit mehr, hatte der Mann das letzte Geld verspielt oder -soffen, gondelte er sonstwo kriegerisch oder musizierend in der Weltgeschichte herum, hatten Freunde des verstorbenen Vaters selbst keine Einkünfte mehr, gab nicht einmal die Almosenkasse ihre ohnehin geringfügigen Beträge ab, gerieten die Bachinnen, wie man sie nannte, oft in gelinde gesagt große Schwierigkeiten.

Angenehmer Schreibstil, den Eindruck gründlicher Recherche erweckende Schilderungen und Sympathie erweckende Protagonistinnen = 5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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