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Veröffentlicht am 10.03.2021

Nordseefeeling mit Friesentorte …

Das kleine Friesencafé
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Das kleine Friesencafé (Band 1)

Das Cover meines neuesten Romans: „Das kleine Friesencafé“ von Janne Mommsen zeigt eine Dünenlandschaft mit einem für die Gegend typischen reetgedeckten Haus. Was vielleicht ...

Das kleine Friesencafé (Band 1)

Das Cover meines neuesten Romans: „Das kleine Friesencafé“ von Janne Mommsen zeigt eine Dünenlandschaft mit einem für die Gegend typischen reetgedeckten Haus. Was vielleicht in meiner Fantasie, das kleine Friesencafé auf Föhr sein kann. Durch die Bildproportionen, mit dem sehr hohen und weiten blauen Himmel, wird die reizvolle, norddeutsche Landschaft dargestellt. Am Himmel kreisende Möwen runden das Buchcover ab. Der Klappentext ist ansprechend. Der Plot gefällt mir und zack fange ich gespannt an zu lesen. Die Protagonisten Julia, Oma Anita, Kapitän Hark Paulsen sowie Bürgermeister Finn-Ole sind liebevoll erdacht und detailreich und humorvoll beschrieben. Sie sind mir mit ihren kauzigen, schrulligen Eigenschaften, Sitten und Gebräuchen durchaus sympathisch. Besonders toll finde ich, das Julia malt und das kleine Café eröffnet. Aber auch ihre Spurensuche bewegt mich sehr. Janne Mommsen gelingt es vortrefflich Situationen, Gerüche, Szenen im eigenen Leser-Kopfkino zu erzeugen. Die Sprache ist bildhaft, die Wortwahl gut getroffen. Der Plot mit all seinen Verwicklungen und Überraschungen macht Lust auf Urlaub an der Nordsee, auf Krabbenbrötchen, Friesentorte und die weite unberührte Strandlandschaft. Grins, aber auch die eigene Staffelei und den Lieblingsmenschen an den Strand zu verfrachten und selber los zu malen. Das die Liebe natürlich an so einem Ort auch nicht zu kurz kommen darf, ist doch selbstverständlich. Und das Enkelin und Oma eine Sommerromanze haben, der heiss wie ein Sonnenbrand ist, sei hier nur kurz als Spoiler erwähnt. Aber zum Glück geht es ja für meine Romanfiguren alles harmonisch und gut aus. Und so warte ich jetzt gespannt wie ein Flitzebogen auf die Fortsetzung dieses Gute-Laune-Sommerromans.
… … ein kleines Inselcafé und der große Traum vom Glück … …

Inhalt:
Seeluft, Strand und Friesentorte - der Auftakt zur neuen Friesencafé-Reihe von Bestsellerautor Janne Mommsen.
Julia braucht eine Auszeit vom Leben. Auf Rat ihrer Oma reist sie nach Föhr, um den Spuren ihrer früh verstorbenen Mutter zu folgen, die einst eine glückliche Zeit auf der Insel verbrachte.
Bei einem Spaziergang stößt Julia auf ein leerstehendes Kapitänshaus: der perfekte Ort, um ihrer Leidenschaft, der Malerei, nachzugehen. Spontan beginnt sie, Porträts von Touristen und Insulanern anzufertigen. Als sich immer mehr Leute dort malen lassen, schenkt sie bald Kaffee aus, backt Friesentorte und bewirtet die Gäste. Es fühlt sich an wie ein eigenes kleines Café.
Julia scheint ihrem Traum vom Glück ganz nahe, da stellen sich ihr zwei Männer in den Weg: Der kauzige Nachbar, Kapitän Hark Paulsen, und der irritierend gutaussehende Bürgermeister Finn-Ole. Wer hilft? Natürlich Oma Anita. Die träumte als junge Frau nämlich selbst von einem eigenen Café, allerdings in Paris.

Der Autor:
Janne Mommsen hat in seinem früheren Leben als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist gearbeitet. Inzwischen schreibt er überwiegend Romane und Theaterstücke. Mommsen hat in Nordfriesland gewohnt und kehrt immer wieder dorthin zurück, um sich der Urkraft der Gezeiten auszusetzen.
Weitere Bücher:
Die kleine Inselbuchhandlung, Die Bücherinsel, Wiedersehen in der kleinen Inselbuchhandlung, Seeluft macht glücklich, Die Insel tanzt, Oma ihr klein Häuschen, Ein Strandkorb für Oma, Zwischen den Bäumen, Mein wunderbarer Küstenchor, Omas Inselweihnacht, Omas Erdbeerparadies, Friesensommer, Oma dreht auf,

Fazit:
***** Sterne
Der Roman „Das kleine Friesencafé“ von Janne Mommsen ist im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen. Das broschierte Buch hat 272 Seiten, die Lust auf einen Abstecher an die Nordsee machen.

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Veröffentlicht am 04.03.2021

Nordsee-Crime …

Der tote Rittmeister
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Der tote Rittmeister

Diane Jordan

Ich liebe Bücher und bin, seit dem Seebad-Krimi „Die Tote in der Sommerfrische“, ein großer Fan von Elsa Dix. Das Cover des Historienromans ist ansprechend gestaltet. ...

Der tote Rittmeister

Diane Jordan

Ich liebe Bücher und bin, seit dem Seebad-Krimi „Die Tote in der Sommerfrische“, ein großer Fan von Elsa Dix. Das Cover des Historienromans ist ansprechend gestaltet. Im oberen Teil des Buchdeckels sieht man eine Jugendstil Bordüre, wie schon bei Band 1. Auffällig ist die gut getroffene Sommerfrische, die das Titelbild ausstrahlt. Als Betrachter bilde ich mir förmlich ein, den Wind in den Haaren zu fühlen, das Meer zu riechen und die Sonne auf der Haut zu spüren. Die lang gezogene Promenade, die schneeweißen Seebadvillen, das Dünengras, der Strand und die Nordseeeeeee. Nicht zu vergessen den eleganten Rittmeister hoch zu Ross, der flott am Strand von Norderney lang zu traben scheint. Der Klappentext liest sich flott. Gespannt fange ich an zu lesen und werde nicht enttäuscht. Die Protagonisten Lehrerin Viktoria Berg sowie der Journalist Christian Hinrichs sind mir schon aus Teil 1 der Seebad Krimireihe bekannt und vertraut. Neu hinzu kommen nun noch der Rittmeister und Rieke sowie einige Nebenfiguren. Ich freue mich riesig, wieder gemeinsam mit Viktoria & Christian, zumindest lesetechnisch, auf Verbrecherjagd zu gehen. Dabei kommt natürlich auch das Sommer-Ferien-Feeling nicht zu kurz und auch das Gefühl in die Welt der Mieder, Kragen, Sonnenschirme, Fächer und die Jugendstil-Zeit einzutauchen. Die Autorin hat eine bildhafte Sprache, die angenehm zu lesen ist und das Kopfkino flott anspringen lässt. Vor meinem geistigen Auge sehe ich den Sommer, die Salons, Konzerte und Geselligkeiten. Nicht zu vergessen die feinen Damen und die eleganten Herren mit ihren Schnurrbärten und Zylindern. Der Spannungsaufbau ist gelungen, denn ich mag den Krimi kaum aus der Hand legen. Der Einstieg „in der Nacht“ im Seehospiz, wo das kleine Mädchen Rieke verschwindet, ist aufregend zu lesen. Auch der Fortgang der Geschichte gefällt mir. Da stellen sich schon die ersten Nackenhärchen auf. Ich bin mitten im Geschehen und in meinem Element. Die damalige Zeit finde ich von außen, in meinem „hier & jetzt“ aufregend und faszinierend. Allerdings war es für die Frauen der Oberschicht auch nicht wirklich leicht. Sie fingen da ja gerade erst an, sich aus der Abhängigkeit zu lösen und selbstständig und unabhängig zu werden, wie man am Beispiel von Viktoria Berg sieht. Und dass das sich loslösen und befreien nicht so ohne weiteres ging, beschreibt die Autorin mehrfach vortrefflich. Die Belle Epoche hatte es also in sich und wäre daher für mich nicht wirklich etwas gewesen, denn den Mund zu solchen Vorgehensweisen halten zu müssen, hätte mich wütend wie Rumpelstilzchen werden lassen. Nichtsdestotrotz muss die Zeit dieses kulturellen Umbruchs aufregend gewesen sein, wie dieser feine Seebad-Krimi beweist. Und mit kriminalistischem Spürsinn, guter Recherche und undurchsichtigen Randfiguren knüpft die Autorin ein cooles Fischernetz, um später den wahren Täter zu entlarven. Spannend wie ein Pferderennen, wo man ja auch nie so genau weiss, wie es am Ende ausgeht. Von mir eine klare Leseempfehlung  und ich warte nun fröhlich auf Teil 3, dieser Zeitreisen-Serie, die man auch gut unabhängig voneinander lesen kann.


Inhalt:
Norderney 1913: Im glanzvollen Seebad, wo der Adel des Kaiserreichs die Sommerfrische genießt, herrscht anlässlich des Thronjubiläums eine feierliche Stimmung. Doch dann überschatten bestürzende Ereignisse die sommerliche Idylle: Ein Rittmeister der kaiserlichen Kavallerie wird ermordet, und ein kleines Mädchen aus dem nahen Seehospiz verschwindet spurlos. Die unerschrockene Viktoria Berg begibt sich mit dem Journalisten Christian Hinrichs auf die Suche nach der Wahrheit und entdeckt in der feinen Seebadgesellschaft Abgründe, tief und geheimnisvoll wie die Nordsee …



Autorin:
Elsa Dix ist eine aus Norddeutschland stammende Krimiautorin. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihrem Hund in Düsseldorf und verbringt jede freie Minute auf Norderney. Nach die »Die Tote in der Sommerfrische« ist »Der tote Rittmeister« der zweite Band der Seebad-Krimireihe um das sympathische Ermittlerduo Viktoria Berg und Christian Hinrichs.

Weitere Bücher:
Die Tote in der Sommerfrische

Fazit:
***** 5 Sterne Der Seebad-Krimi „Der tote Rittmeister“ von Elsa Dix ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 400 spannende Seiten die fantastisch zu lesen sind.

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Veröffentlicht am 28.02.2021

Filmtheater ...

Das Kino am Jungfernstieg - Der Filmpalast
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Das Kino am Jungfernstieg (Teil 2)

Diane Jordan

„Ins-Kino-Gehen“ ist durch die Corona Pandemie schon sooooo lange nicht mehr möglich. Und das bedaure ich sehr, da ich immer vergnügt, mit meinem Lieblingsmenschen ...

Das Kino am Jungfernstieg (Teil 2)

Diane Jordan

„Ins-Kino-Gehen“ ist durch die Corona Pandemie schon sooooo lange nicht mehr möglich. Und das bedaure ich sehr, da ich immer vergnügt, mit meinem Lieblingsmenschen in die Hamburger Kinos gefahren bin. Um so erfreuter war ich, als ich jetzt Teil 2 des Romans „Das Kino am Jungfernstieg“ von Micaela Jary entdeckt habe. Die Filmpalast Saga knüpft gekonnt an Teil 1 an, den ich begeistert gelesen und verschlungen habe. Das Cover sieht hinreißend aus. Es weckt nostalgische Erinnerungen. Rechts auf dem Buchdeckel sieht man eine bildhübsche, blonde, junge Frau. Sie trägt ein türkisfarbiges Hütchen, ein farblich passendes Kleid und eine kleine Pelzstola, die ihr etwas über die Schultern gerutscht zu sein scheint. Im Hintergrund sieht man etwas diffus, wie durch leichten Nebel, den Jungfernstieg in Hamburg. Der Klappentext liest sich zügig. Gespannt fange ich an zu lesen. Die Seiten fliegen nur so vor meinen Augen dahin. Die Sprache und die Beschreibungen der Autorin sind bildgewaltig und gekonnt. Mein Kopfkino springt an. Die Fortsetzung ist fantastisch. Sie führt den Leser in die Hansestadt. Dort herrscht Nachkriegszeit. Die Protagonisten Lili Paal, John Fontaine sowie Thea Middendorff sind mir bereits bekannt und etwas vertraut. Der Roman startet mit einem Gänsehautprolog. Ruckzuck bin ich wieder mitten im Geschehen und sehe einige Szenen vor meinem geistigen Auge aufblitzen. Emotional und unter die Haut gehend. Ich bin total gefangen von diesem Buch. Zu gerne möchte ich wissen, was da alles so vor sich geht und ob Lili und John wieder zusammenkommen werden. Obwohl die äußeren Umstände ja gegen diese Verbindung sprechen. Der Spannungsbogen ist gekonnt aufgebaut und lässt kaum Wünsche offen. Intrigen, Lügen, Vertuschungen, Liebe, Tod, Anfang und Ende. Da momentan ja die Oscars für coole Filme und Schauspieler/-innen Hollywood verliehen werden, geht meiner gedanklich an dieses Buch. Es hat mich nicht nur abtauchen und den Alltag vergessen lassen, sondern hat mir auch für kurze Zeit geradezu ein cineastisches Vergnügen bereitet.

Inhalt:
1944: In den Babelsberger Filmstudios passiert ein Unglück mit fatalen Folgen. Sieben Jahre später: Der internationale Filmstar Thea von Middendorff kehrt zur Eröffnung der Berliner Filmfestspiele nach Deutschland zurück – jene Frau, die für das Unglück damals verantwortlich war, was sie aber zu verheimlichen wusste. Auf ihrer Spur befindet sich der britische Journalist John Fontaine, der Thea von Middendorff nun mit einem Interview kompromittiert. Das bringt wiederum die Hamburger Kinobesitzerin Lili Paal auf den Plan, die ebenfalls von der alten Geschichte weiß – und in die Fontaine hoffnungslos verliebt war...

Die Autorin:
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin und München. Zum Schreiben begibt sie sich aber auch in ein kleines Landhaus nahe Rostock.

Weitere Bücher:
Das Kino am Jungfernstieg (Teil 1) , Der Gutshof im Alten Land, Die Bucht des blauen Feuers, Das Haus am Alsterufer, Die Villa am Meer, Sterne über der Alster, Die Pastellkönigin, Die geheime Königin, Das Bild der Erinnerung, usw.
Fazit: 5***** Der Roman „“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das Buch hat 400 Seiten, die große Lust auf einen Besuch in Hamburg und im Kino machen.






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Veröffentlicht am 21.02.2021

Schattenwirtschaft ...

Glückskinder
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Ich bin ein großer Fan von Teresa Simon. Ihre Bücher begeistern mich und ich warte immer sehnsüchtig auf einen neuen Roman. Jetzt war es endlich wieder so weit. „Glückskinder“ kam auf den Markt und zog ...

Ich bin ein großer Fan von Teresa Simon. Ihre Bücher begeistern mich und ich warte immer sehnsüchtig auf einen neuen Roman. Jetzt war es endlich wieder so weit. „Glückskinder“ kam auf den Markt und zog dann auch schnell in mein Heim ein. Das Cover ist hinreißend gestaltet. Der Leser sieht zwei Frauen, mit Nylons, Frühlingsbekleidung und Koffer in der Hand. Sie schreiten, vom Betrachter abgewandt, etwas Neuem entgegen. Durch eine Vielzahl japanischer Zierkirschenblüten wirkt der Buchdeckel luftig und leicht. Der Klappentext hingegen ist ein krasser Gegensatz dazu. Hier erfährt man, dass der neue Lesestoff in die Nachkriegszeit ins trubelige München führt. Die Menschen hatten zur damaligen Zeit zu wenig Güter zum Leben. Sie lebten in schwierigen Verhältnissen und hatten kaum etwas zu essen. Lebensmittel und andere Güter wurden rationiert. Puuuh… Gespannt fange ich an zu lesen. Im Buch-Inlett begeistert mich gleich zu Anfang ein Vierzeiler aus dem Münchner Merkur sowie eine Schwarzmarkttabelle von 1946. Dann folgt ein passendes Erich Kästner Zitat, was meines Erachtens prima passt. In unserer Familie wird viel gesprochen und erzählt. Etwas zurückhaltend zwar vom Krieg und der Flucht, beziehungsweise der Vertreibung. Oder auch vom Neuanfang und den dann folgenden schwierigen Zeiten. Aber das Handeln im Verborgenen zum Überleben notwendig war, habe ich von meinen Großeltern öfter gehört. Auch von den überhöhten Preisen für begehrte Sachen habe ich in diesem Zusammenhang erfahren. Die Protagonistinnen Toni, Tante Vev und die Holländerin Griet sind von der Autorin fantastisch erdacht und authentisch und menschlich beschrieben. Die historischen Hintergründe scheinen wirklichkeitsnah und überzeugen. Ich hatte als Leserin oft das Gefühl mittendrin im Geschehen der damaligen Zeit zu stecken. Der Schwarzmarkt in München, wo die Händler die Notlage anderer ausnutzten, muss schrecklich gewesen sein. Ich musste ein paarmal mit den Tränen kämpfen, so nahe ist mir das Geschriebene gegangen. Ich habe richtiggehend mit den Romanfiguren gelitten. Und hatte auch ordentlich Sorge, dass sie erwischt werden könnten. Spannend und perfekt geschrieben. Ich könnte mir den Roman auch super verfilmt vorstellen. Da wird soviel an Emotionen frei, auch ohne dass ich die Zeit selber erlebt habe, kaum zu glauben. Und der Plot der beiden ungleichen Frauen, die zuerst feindselig erschienen und dann nach und nach enger zusammenwachsen und Freundinnen werden, gefällt mir sehr.


Inhalt:
München 1945. Auf dem Schwarzmarkt in der Möhlstraße treffen sich alle, die nach Glück und ein wenig Leben suchen. Nylons, Kaffee, Schokolade und Schmuck wechseln hier die Besitzer. Auch Toni, die ihr Zuhause verloren hat und nun bei ihrer Tante Vev wohnt, versucht, auf dem Schwarzmarkt das Nötigste für die Familie zu organisieren. Als sie die Holländerin Griet kennenlernt, spürt Toni zunächst eine tiefe Abneigung. Sie ahnt nicht, dass Griet eine schwere Zeit hinter sich hat, über die sie nie wieder sprechen möchte. Sie könnten einander helfen. Doch das geht nur, wenn sie ehrlich zueinander sind und ihre Vorurteile überwinden ...

Die Autorin:
Teresa Simon ist das Pseudonym der promovierten Historikerin und Autorin Brigitte Riebe. Sie ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale und lässt sich immer wieder von historischen Ereignissen und stimmungsvollen Schauplätzen inspirieren. Die SPIEGEL-Bestsellerautorin ist bekannt für ihre intensiv recherchierten und spannenden Romane, die tiefe Emotionen wecken.

Weitere Bücher:
Die Frauen der Rosenvilla, Die Holunderschwestern, Die Oleanderfrauen, Die Lilienbraut, Die Flieder Tochter

Fazit: 5***** Der Roman „Glückskinder“ ist im Heyne Verlag erschienen. Das broschierte Buch hat 512 Seiten die herrlich recherchiert und liebevoll erdacht und beschrieben sind.

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Veröffentlicht am 19.02.2021

Wohlfühlkrimi ...

Totentanz im Pulverschnee
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Wohlfühlkrimi …

Totentanz im Pulverschnee: Ein Fall für Arno Bussi

Diane Jordan

Ich kenne Bussi Bär, eine Zeitschrift für Vorschulkinder, die ich 1972 in den Fingern hatte. Der orangefarbene Bär mit ...

Wohlfühlkrimi …

Totentanz im Pulverschnee: Ein Fall für Arno Bussi

Diane Jordan

Ich kenne Bussi Bär, eine Zeitschrift für Vorschulkinder, die ich 1972 in den Fingern hatte. Der orangefarbene Bär mit dem Hund Bello Blue ist mir gut in Erinnerung geblieben. Aber ob Arno Bussi mit denen verwandt ist???? Ich glaube eher nein . Krimis lese ich leidenschaftlich gerne und deshalb scheint „Totentanz im Pulverschnee“ von Joe Fischler, mit Inspektor Bussi, eine prima Bettlektüre für mich zu sein. Das Cover sieht vielversprechend aus. Da ist auf der einen Seite der Fuchs. Dieser steht für mich, als Försters Töchterlein, für körperliche oder geistige Reaktionsfähigkeit. Pfiffige Tiere, denen Gerissenheit oder Täuschung nachgesagt werden, können Füchse ebenfalls sein. Die Tiroler Berge, Pulverschnee und ganz viel Crime, angedeutet durch das Trachtenmesser mit Hirschhorngriff. Herz was willst du mehr.
Der Klappentextliest sich gut. Und ich finde: Crime und etwas "Gaudi muaß sein", um mich gut zu unterhalten!
Gleich zu Beginn der Lektüre fällt mir ein hübsches Edelweiss als Eyecatcher auf. Als naturverbundener Mensch gefällt mir das natürlich gut. Band 3 dieser herrlich geschriebenen Krimireihe hat es in sich. Die Protagonisten Inspektor Arno Bussi, seine übergriffige Mama oder die coole LKA-Ermittlerin Erna Katz sowie zahlreiche Nebenfiguren, wie die Eisprinzessin Rosa, sind witzig und passend skizziert. Gut gefällt mir auch das mundsprachliche, das hin und wieder zwischen den Seiten durchblitzt. Ich empfehle allerdings das Buch bei Tag zu lesen. Mein Lieblingsmensch wurde des Nachts ein paar Mal durch mein lautes Lachen während des Lesens aus dem Schlaf geschreckt. Das hätte beinahe zu einer Krise geführt. Humorvoll und spritzig sind dort zahlreiche Wortgefechte textsicher festgehalten. Grins  und Schnee sind im „Totentanz im Pulverschnee“ nicht nur feine Eiskristalle, sondern bekommen wie beim früheren Kinderspiel „Teekesselchen“ zahlreiche neue Bedeutungen. Das gefällt mir hervorragend, ich mag die bildhafte Sprache von Joe Fischler. Der Plot hat es in sich. Und beim Lesen hatte ich sogar hin und wieder etwas Gänsehaut, daher empfinde ich den Spannungsaufbau als geglückt. Die Wortwahl ist treffend und der Schreibstil der Thematik angepasst. Ein außergewöhnlicher Schauplatz, ungewöhnliche Figuren und eine plötzliche Leiche. Oder zwei oder 3… Zahlreiche falsche Fährten, wie von einem „Schneehasen“ persönlich gelegt. Aber Arno Bussi ist zusammen mit seiner Mama Marina (Marianne) einfach köstlich als schräges „Ermittler-Duo“. Auch wenn der Inspektor in meinen Augen ein echter Schwerenöter/Schürzenjäger zu sein scheint, der leicht entflammbar ist. Allerdings hat er auch eine Menge Charme, aber das denke ich nur im Geheimen . Im Krimi aus Tirol bekommt das Wort „Mutterwitz“ eine ganz neue Dimension, wie ich finde. Situationskomik vom Feinsten. Trotz allem kommt aber auch der Krimileser auf seine Kosten und nicht zu kurz. Mir gefällt diese Herangehensweise und Umsetzung prima. Auch hat für mich dieses Buch etwas von einem Ski-Rennen. Irgendwie traditionell, steiler Hang, abgesteckte Strecke, rasante Abfahrt und ein glamouröses Ende in mitten von einer gigantischen, schneebedeckten Bergkulisse. Eins hat der Autor auf jeden Fall erreicht, die Sehnsucht nach dem (ausgefallen) Skiurlaub und den Tiroler Bergen, seinen Bewohnern und dem leckeren Essen sind nun übermächtig.

Inhalt:
Mysteriöse Morde im Winterwunderland – Arno Bussi versinkt im Schnee.

Eigentlich wollte Inspektor Bussi nur ein paar Tage Urlaub im notorisch schneelosen Maria Schnee machen – als er in mörderische Verwicklungen und den Schneesturm des Jahrhunderts gerät … Arno Bussi langweilt sich in der Statistik-Abteilung des Bundeskriminalamts zu Tode. Aber weil das Leben ja trotzdem weitergeht, hat er ein neues Hobby für sich entdeckt: den Triathlon, für den er im nasskalten Wien gerade ausgiebig trainiert, als ihn seine Mutter zu ein paar gemeinsamen Urlaubstagen in Maria Schnee überredet. Dort steht das alljährliche Eisfestival vor der Tür. Bei seiner Ankunft empfängt Arno ein Alpen-Halligalli, das ihn am liebsten gleich wieder umkehren ließe. Doch dann verschwindet die charmante Eisprinzessin Rosa. Und weil Arnos Mutter beobachtet haben will, dass sie entführt wurde, ermittelt Arno Bussi auf eigene Faust. Die Lage wird so richtig ernst, als eine Leiche auftaucht, die resolute Erna Katz vom LKA Tirol sich einschaltet – und dann auch noch der Schneesturm des Jahrhunderts über Maria Schnee hereinbricht …

Der Autor:
Joe Fischler, geboren 1975 in Innsbruck, arbeitete nach einem Studium der Rechtswissenschaften einige Jahre im Bankwesen. 2007 machte er sich als Blogger und Autor selbstständig. Mit »Veilchens Winter«, dem ersten Teil seiner Reihe rund um Valerie »Veilchen« Mauser, legte Fischler 2015 ein fulminantes Debüt als Krimiautor vor. »Die Toten vom Lärchensee« ist der zweite Teil seiner Krimireihe rund um den so liebenswerten wie stets unglücklich verliebten Inspektor Bussi. Der passionierte Bergwanderer Fischler lebt in Tirol.

Weitere Bücher:
Die Toten vom Lärchensee (Band 2),
Der Tote im Schnitzelparadies (Band 1)
Immer Ärger mit Ötzi,
Veilchens Winter (Band1), Veilchens Feuer (Band 2), Veilchens Blut (Band 3), Veilchens Rausch (Band 4), Veilchens Show (Band 5)

Fazit: 5***** Der Tiroler Krimi „Totentanz im Pulverschnee“ ist im KiWi Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 320 Seiten, die durch viel Wortwitz und eine Menge Crime, wie frisch gefallener Schnee, glitzern und glänzen.

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