Cover-Bild Meine Welt schmilzt
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9,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Hoffmann und Campe
  • Genre: Sachbücher / Politik, Gesellschaft & Wirtschaft
  • Ersterscheinung: 02.02.2021
  • ISBN: 9783455011289
Line Nagell Ylvisaker

Meine Welt schmilzt

Wie das Klima mein Dorf verwandelt
Anne von Canal (Übersetzer)

Wenn nichts mehr ist, wie es war: ein Bericht aus der Arktis
Line Nagell Ylvisåker lebt mit ihrer Familie in Spitzbergen, das vom Klimawandel massiv betroffen ist. Bis 2100 wird hier die Temperatur um acht Grad gestiegen sein. Ein alarmierender Bericht aus einem kleinen Dorf, vom Leben mit Lawinen, Erdrutschen und hungernden Eisbären.
Longyearbyen ist ein Paradox: Der Ort existiert nur wegen des Kohleabbaus, und Kohle verursacht den Klimawandel, unter dem die Menschen in Spitzbergen leiden. Ylvisåker hat sich als Journalistin mit ihrem Mann und ihren Kindern eine Existenz am Polarkreis aufgebaut, jetzt muss sie voller Angst beobachten, wie ihr Dorf zu einem immer unwirtlicheren Ort wird. Als eine Lawine mehrere Häuser verschüttet und Menschen sterben, beginnt Ylvisåker die Ursachen und Folgen der Erwärmung der Arktis zu ergründen. Sie spricht mit Meteorologen, Klimaforschern, erfahrenen Trappern, begegnet hungrigen Eisbären und misst die steigenden Wassertemperaturen des Polarmeers. Ein alarmierender Bericht und eine Warnung: Wenn wir jetzt nicht handeln, wird auch unser Leben durch den Klimawandel radikal beeinträchtigt werden.

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2022

Von Mens Menschen gemachte Katastrophe

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Die Autorin lebt mit ihrer Familie auf Spitzbergen, eines der nördlichsten, von Menschen bewohnten Gebieten der Welt. Hier ist es atemberaubend schön, eisig und einsam, auf Wanderungen begegnet man allenfalls ...

Die Autorin lebt mit ihrer Familie auf Spitzbergen, eines der nördlichsten, von Menschen bewohnten Gebieten der Welt. Hier ist es atemberaubend schön, eisig und einsam, auf Wanderungen begegnet man allenfalls einem Eisbären, oder einer Herde Rentiere. Das Leben der Mensch hier war schon immer geprägt von der rauen Natur und dem unwirtlichen Klima, doch in den letzten Jahren hat sich hier vieles verändert. Schlagwörter wie Klimawandel, CO2 Ausstoß, oder Erderwärmung bestimmen das Leben und die Folgen sind überall spürbar, so wenn zb in wenigen Stunden die Regenmenge eines ganzen Jahres fällt, Gletscher schmelzen, das Meereis im Winter nicht mehr zufriert, oder Lawinen die Häuser zerstören und Menschenleben fordern.

Line erzählt in diesem nur knapp zweihundert Seiten starkem Buch mit eindringlichen Worten über ihre Heimat und den Wandel, der sich hier vollzieht, unübersehbar, mit unabsehbaren Folgen und leider menschengemacht, schließlich ist der Kohleabbau, der seit Generationen das Überleben sicherte, mit ein Grund für die Erderwärmung. Das Buch ist angefüllt mit Daten und Messergebnissen, die Autorin war selbst auf Forschungsfahrten dabei. Die Fakten sind dabei so verständlich und nachvollziehbar in die Geschichte eingebettet, dass man nie das Gefühl hat, ein Sachbuch zu lesen. Die Verbindung von eigenen Erlebnissen, wissenschaftlichen Fakts und Geschichten von Freunden und Nachbarn bilden einen eindrucksvollen Appell für den Klimaschutz, der für uns teilweise noch recht abstrakt erscheint.

Das Buch ist sehr leicht und eingängig geschrieben, wird schnell weggelesen. Die Botschaft allerdings ist angekommen und beschäftigt den Leser noch lange nach der Lektüre. Eine einzigartige Landschaft wird vielleicht bald für unsere Nachkommen verschwunden sein, die Folgen sind heute noch nicht absehbar.

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Veröffentlicht am 18.02.2022

Es wird wärmer auf Spitzbergen

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Der Klimawandel lässt sich inzwischen nicht mehr leugnen. Selbst auf Spitzbergen sind die Auswirkungen immer mehr zu spüren. Die Journalistin Line Nagell Ylvisåker, die mit ihrer Familie auf Spitzbergen ...

Der Klimawandel lässt sich inzwischen nicht mehr leugnen. Selbst auf Spitzbergen sind die Auswirkungen immer mehr zu spüren. Die Journalistin Line Nagell Ylvisåker, die mit ihrer Familie auf Spitzbergen lebt, erzählt in diesem Sachbuch von ihren Erfahrungen.
Das Buch lässt sich sehr gut lesen, obwohl es manchmal auch aufgrund der wissenschaftlichen daten etwas trockener ist. Doch das wird wettgemacht, durch ihre eigenen und sehr persönlichen Erlebnisse. Das macht alles sehr authentisch und nachvollziehbar. Der Schreibstil ist sachlich und schafft es trotzdem, dass man berührt wird.
Als sie von dem Lawinenabgang berichtet, der alle fassungslos gemacht hat, ist man auch betroffen. Line Nagell Ylvisåker nimmt das zum Anlass, mit Klimaforschern und Meteorologen zu reden und auch Trappern, die aufgrund ihrer jahrelangen Beobachtungen genau wissen, was in den Weiten der Arktis geschieht.
Wenn das Eis schmilzt, ist nichts mehr auf der Erde, wie es einmal war. Wir sollten darüber nachdenken und unseren Teil dazu beitragen, dass es nicht zu einer Katastrophe kommt.

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Veröffentlicht am 04.05.2021

Das Buch ist sehr empfehlenswert, da es sich nicht nach einem falsch verstandenen aktivistischen Klimajournalismus anfühlt.

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Das von mir rezensierte eBook “Meine Welt schmilzt“ von Line Nagell Ylvisåker wurde von Anne von Canal ins Deutsche übersetzt und im Februar 2021 und bei Hoffmann und Campe unter der ISBN 9783455011289 ...

Das von mir rezensierte eBook “Meine Welt schmilzt“ von Line Nagell Ylvisåker wurde von Anne von Canal ins Deutsche übersetzt und im Februar 2021 und bei Hoffmann und Campe unter der ISBN 9783455011289 veröffentlicht. Das eBook kostet 16,99 Euro, das Hardcover 22,00 Euro.

Meiner Ansicht nach ist dieses Buch jeden einzelnen Cent wert.

Die Journalistin und Spitzbergerin hat ein persönliches Sachbuch verfasst, in welchem sie die Auswirkungen der Klimaerwärmung in Longyearbyen, Spitzbergen darstellt. Die Autorin hat ein Buch erschaffen, das eine Mischung aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und eigener Erfahrungswerte ist. Dies macht das Thema auf beklemmende Art und Weise noch greifbarer und authentischer als es sowieso schon ist.

Ich habe es als äußerst positiv empfunden, dass Ylvisåker sich nicht mit artifiziellen Aussagen und Formulierungen aufgehalten hat, oder die Probleme gar unnötig dramatisiert hat. Ich empfand es, soweit es denn aus diesem beunruhigenden Blickwinkel geht, objektiv geschildert. Das Buch ist von daher sehr empfehlenswert, da es sich nicht nach einem falsch verstandenen aktivistischen Klimajournalismus anfühlt.

Vielmehr nimmt uns die Autorin mit auf eine umfassende Reise durch Spitzbergen: Wir begleiten eine Stadt, die tragischen Unglücken ausgesetzt war. Auch über Begegnungen mit Eisbären wird geschrieben und weshalb der Eisbär zum Symbol der Klimaerwärmung geworden ist. Zudem wird u. a. aus meteorologischer, biologischer, historischer und politischer Perspektive dargestellt, wie sich Longyearbyen entwickelt und verändert. Ferner brilliert die Schriftstellerin mit ihrer eindrucksvollen, bildgewaltigen Art des Schreibens hinsichtlich landschaftlicher Beschreibungen.

Der Aufbau war durchdacht und der Schreibstil unaufgeregt und doch fesselnd- eine spannende und gewinnbringende Mischung. Dies hat sich insofern geäußert, als dass ich es in einer Leseperiode durchgelesen habe.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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