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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.06.2021

Diese Geschichte ist laut, sie ist bunt und einfach perfekt!

One Last Stop
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Rezension

One Last Stop – Der letzte Halt ist erst der Anfang von Casey McQuiston

Der Schreibstil war dadurch, dass er aus der dritten Person ist, zwar etwas gewöhnungsbedürftig. Sobald ich aber in die ...

Rezension

One Last Stop – Der letzte Halt ist erst der Anfang von Casey McQuiston

Der Schreibstil war dadurch, dass er aus der dritten Person ist, zwar etwas gewöhnungsbedürftig. Sobald ich aber in die Geschichte hineingefunden hat, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da es so fesselnd geschrieben war. Casey McQuiston schreibt voller Humor und Gefühl, sodass man beim Lesen lachen und mitfühlen kann.

Die Protagonistin August habe ich sofort in mein Herz geschlossen, sie ist eine 23 jährige bi sexuelle Studentin aus New York. Jedoch ist sie was ihre Zukunft anging skeptisch und unentschlossen. Sie hatte mit Unsicherheiten zu kämpfen, sucht nach einem Zuhause und wechselt ständig ihre Studienfächer. August ist eine neugierige, aufmerksame und äußerst clevere Person, immer hilfsbereit und loyal.
Jane Su ist eine lesbische Chinesin und der perfekte Loveinterest, denn durch ihre aufgeschlossene, furchtlose und einnehmende Art kann man gar nicht anders als sich in sie zu verlieben. Sie ist nicht nur äußerlich sondern auch innerlich wunderschön und besonders. Ohne zu viel über die Handlung vorwegzunehmen kann man sagen, dass sie ein wandelndes Mysterium ist.
Die drei Mitbewohner von August waren wie eine kleine Familie. Niko war ein trans Latino, Myla eine queere Schwarze mit einer chinesischen Adoptivmutter und zuletzt war da noch Wes – ein queerer jüdischer Tattoo-Artist. Was ich besonders an den Charakteren geliebt habe war zum einen ihre Authentizität und zum anderen ihre Diversität, welche sie herausstechen ließ und sie einzigartig machte. Alle von ihnen waren einfach so liebenswert, weshalb sie mir fest ans Herz gewachsen sind. Die Repräsentation der LGBTQIAP+ Community vor allem die der queeren PoC ist der Autorin meiner Meinung nach durch die Protagonistinnen und die Nebencharaktere wundervoll gelungen. Es ist unglaublich toll wie in diesem Buch verschiedenste Kulturen, Religionen, Sexualitäten und Geschlechter vertreten werden.

Das Buch hatte etwas von einer RomCom (Romantic Comedy), denn es war unterhaltsam und munter und hat einem beim Lesen einfach ein gutes Gefühl gegeben. Jane und August treffen in der U-Bahn der Linie Q aufeinander und das daraufhin täglich. Man merkte aber schließlich, dass es sich nicht nur um zufällige Begegnungen handelte. Ich hätte nicht erwartet, dass die Geschichte in diese Richtung gehen würde. Einerseits mag es nicht für jeden etwas sein, andererseits ist das Buch dadurch noch besonderer und faszinierender. Es war ein Wettlauf gegen die Zeit und ein Abenteuer auf das man sich gemeinsam mit August und Jane begab. Ich musste beim Lesen wirklich mit August miträtseln, demnach war es umso spannender, als die einzelnen Puzzleteile zu einem Ganzen zusammengesetzt wurden. Es gab keinerlei Längen in dem Buch, denn die Geschichte konnte mich durchgehend mitreißen. Der New Yorker Flair trug der Atmosphäre bei, zudem konnte man sich das Setting bildlich vorstellen, oftmals hat es sich auch so angefühlt, als wäre man selbst dort. In Sachen Romantik steht die Geschichte dem in keiner Weise nach. Ich hatte Schmetterlinge im Bauch und Liebe im Herzen. Die Entwicklung zwischen August und June war unfassbar süß, hatte jedoch auch Höhen und Tiefen. Dadurch dass sich die Charaktere so reif verhielten, gab es auch kein unnötiges Drama. Die Handlung hatte eine gewisse Leichtigkeit an sich, gleichzeitig gab es auch einige emotionale und gefühlvolle Szenen. Ihre Liebesgeschichte war fast schon magisch und hat mich in seinen Bann gezogen – mich verzaubert. Was mir zudem gut gefiel, war, dass das Buch so viel Sex-Positivität ausstrahlt. Man wird nicht dafür verurteilt Jungfrau zu sein und Sex unter Gleichgeschlechtlichen ist Normalität. Auch gab es zwischendrin einige wichtige und prägende Fakten über die LGBTQIAP+-Szene, es wurden viele Ereignisse genannt. Man hat gemerkt, dass die Autorin sehr großen Wert darauf gelegt hat, die Aktivisten zu ehren und dem Leser die Historie der ganzen Bewegung näher zu bringen.
Zum Schluss wurden alle Fragen beantwortet, das Rätsel gelöst und die Geschichte schön abgeschlossen.

Nach ''Royal Blue'' ist ''One Last Stop'' ein weiterer mehr als gelungener Roman der Autorin, der mich vom Hocker gerissen hat. Dieses Buch zeichnet sich durch seine liebenswerten und diversen Charaktere und die fesselnde und einnehmende Handlung aus. Insgesamt war es ein wunderschöner und einzigartiger (queerer) Liebesroman, voller Humor und Romantik, welcher mich begeistern und faszinieren konnte. Diese Geschichte ist laut, sie ist bunt und einfach perfekt - ich habe rein gar nichts an dem Buch auszusetzen. Eine riesengroße Leseempfehlung von mir! 5/5 [Werbung|Rezensionsexemplar]

Klappentext:
Die New Yorker Studentin August glaubt weder an Hellseherei, noch an die Art von Liebe, über die Filme gedreht werden. Und ganz sicher glaubt sie nicht, dass ihre WG voller liebenswerter Nerds daran etwas ändern wird – oder gar ihre Nachtschichten in einem Pancake House, das seit den 70er Jahren Kultstatus genießt.
Doch dann ist da in der U-Bahn plötzlich Jane – die ebenso schöne wie unmögliche Jane. Um sie wiederzusehen, fährt August täglich zur selben Zeit mit der Linie Q. Und sie beginnt sich zu wundern: Jeden Tag trägt Jane dieselbe Kleidung, niemals scheint sie aus der U-Bahn auszusteigen. Nur langsam begreift August, dass sie sich für Jane auf ein unmöglich scheinendes Abenteuer einlassen muss …

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Veröffentlicht am 27.05.2021

Herzensbuch und Jahreshighlight!

What if we Stay
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Dieses Buch... es gibt nicht genug Worte, um zu beschreiben, wie sehr ich es liebe.
Ich habe mich so oft in Amber wiedergefunden, konnte ihren Schmerz, ihre Wut verstehen und nachempfinden.
Und Emmett ...

Dieses Buch... es gibt nicht genug Worte, um zu beschreiben, wie sehr ich es liebe.
Ich habe mich so oft in Amber wiedergefunden, konnte ihren Schmerz, ihre Wut verstehen und nachempfinden.
Und Emmett ist einfach LIEBE, er hat mein Herz. Diese Geschichte war unfassbar emotional und unbeschreiblich schön. Mein Herz wurde unzählige Male in tausend Teile gebrochen und doch jedes Mal wieder zusammengesetzt. Amber und Emmetts Geschichte war so schmerzhaft und herzzerreißend. Ich habe noch nie so viel bei einem Buch geweint, wie bei diesem. Die letzten 100 Seiten haben mich einfach g e b r o c h e n. Gerade als die ersten Tränen versiegt waren, kamen direkt wieder neue. Es war die reinste Achterbahnfahrt der Gefühle, voller Höhen und Tiefen. Ich habe mit Amber und Emmett gelitten und gefühlt, denn sie waren so greifbare und authentische Charaktere, welche nun einen festen Platz in meinem Herzen haben.
Die vielen wichtigen Themen wurden unglaublich bedacht und sensibel, demnach mehr als gelungen behandelt.
Dieses Buch ist gefüllt mit Romantik, Herzschmerz und ganz viel Liebe. Für mich ist es ein Jahreshighlight und absolutes Herzensbuch!

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Veröffentlicht am 24.05.2021

Dieses Buch ist ein Kunstwerk!

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
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Rezension

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue von V. E. Schwab

Ich habe mich nicht nur in die Geschichte sondern auch in den Schreibstil der Autorin verliebt. V. E. Schwab schreibt unfassbar poetisch, ...

Rezension

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue von V. E. Schwab

Ich habe mich nicht nur in die Geschichte sondern auch in den Schreibstil der Autorin verliebt. V. E. Schwab schreibt unfassbar poetisch, bildgewaltig und wortgewandt. Die Worte haben eine Bandbreite an Gefühlen in mir ausgelöst, denn sie waren so intensiv, so wirkungsvoll. Man wurde von ihnen in den Bann gezogen, man verlor sich und fand sich in New York wieder. Ich hatte das Gefühl, beim Lesen alles andere ausblenden zu können, da das Buch meine Gedanken voll und ganz einnahm. Zudem war die Reihenfolge der Kapitel sehr durchdacht, denn diese wechselten zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, verliefen an sich aber jeweils chronologisch. So erfuhr man Addies Hintergrundgeschichte und begleitete sie auf ihrer Reise und gleichzeitig ihr Befinden in der Gegenwart.

Die Charaktere waren wirklich grandios ausgearbeitet, jeder von ihnen war unfassbar vielschichtig und komplex. Obwohl das Buch aus der Er/Sie-Perspektive erzählt wird, konnte ich mich mühelos in die Figuren hineinversetzten.

Addie LaRue ist das Mädchen mit den sieben Sommersprossen, die wie ein Sternbild angeordnet sind. Sie wuchs im frühen 18. Jahrhundert in einem kleinen Dorf in Villon, Frankreich auf. Dort erwartete man, dass sie heiraten und Kinder kriegen würde, doch Addie hatte große Träume. Sie wollte die Welt erkunden, hatte Angst davor, für immer in diesem Dorf gefangen zu sein. Mit 23 Jahren ging sie aus Verzweiflung wortwörtlichen einen Pakt mit dem Teufel ein – verkaufte ihre Seele, um frei zu sein und ihre Träume verwirklichen zu können. Doch schnell merkte sie, dass ihr Leben entgegen ihren Erwartungen sehr einsam war. Sobald sie außer Sichtweite war, wurde sie vergessen – es konnte sich niemand an sie erinnern. So begann ihre Weltreise durch Europa bis nach New York. Auf ihrem Weg begegnete sie Künstlern jeder Art, fand Liebhaber, wenn auch nur für eine Nacht. Sie war die Muse vieler Künstler, inspirierte berühmte Komponisten und so verewigte sie sich in der Kunst. Denn Geschichten gibt es in so vielen Formen, seien es Lieder, Gedichte, Filme, Gemälde oder Bücher. Sie vollbrachte eine beeindruckende Entwicklung, voller Höhen und Tiefen. Jedes mal wenn sie am Boden war, fand sie ihren Mut wieder. Sie lebte ein freies und gelöstes Leben und war doch gefangen in ihrer Einsamkeit. Jedoch hatte sie sich damit abgefunden und gab nicht auf, verlor nicht die Hoffnung.

Henry war ein Buchhändler aus New York, er wollte nichts mehr als perfekt zu sein und es jedem Gerecht machen. In seinem Leben musste er schon einige Enttäuschungen erfahren und hatte dadurch immer das Gefühl, nicht genug zu sein. Er war es, der Addie sah, sie wirklich sah und sich an sie erinnerte. Addie war zugleich diejenige, die ihn sah, nicht den perfekten Student, den perfekten Sohn oder den perfekten Freund und für sie war er genug.

Luc – der Teufel höchstpersönlich, er war gerissen, arrogant und besitzergreifend. Er nutze die Schwäche, Verzweiflung und Ängste der Menschen aus, indem er ihnen für ihre Seele im Gegenzug einen Wunsch erfüllten, doch alles hatte seinen Preis und der Zahltag würde früher der später kommen. Ich fand es äußerst interessant, wie die Autorin Luc in der Rolle des Missbrauchers in einer gewissen Weise romantisierte. Dies war nämlich wirklich realistisch, denn auch wenn man sich in irgendeiner Art zu diesem hingezogen fühlt, ist und bleibt er der Feind.

Man hat gemerkt wie viel Herzblut die Autorin sowohl in die Charaktere als auch die Geschichte an sich gesteckt hat. Dieses Buch ist ganz anders als alles, was ich jemals gelesen habe und genau das habe ich daran so geliebt. Die schiere Vielseitigkeit der Geschichte hat mich fasziniert und mich staunen lassen. Es gab so viele Fäden die zu Anfang gesponnen wurden und sich nach und nach zu einem ganzen Bild zusammensetzten. Der Sinn des Lebens wird ergründet, es geht um Sehnsüchte, Träume und Wünsche. Der Fluch unter dem Addie stand war kompliziert, wurde von der Autorin aber ausführlich ausgearbeitet. Die Handlung nimmt langsam aber sicher an Fahrt auf und entwickelt sich je tiefer man in die Geschichte eintaucht immer schneller. Die Beziehung zwischen Addie und Luc war sehr dynamisch. Durch die vielen Jahre in denen sie niemanden außer Luc hatte, entstand diese sonderbare Bindung. Doch er war nicht in der Lage zu lieben sondern nur zu besitzen, was die ungesunde Dynamik zwischen den beiden verdeutlichte. Er hatte die Macht über sie und vertat sein Begehren als Liebe.
Zudem gab es einige Höhen und die Tiefen, welche meine Gefühle in Aufruhr versetzt haben. Mein Herz war gefüllt von Emotionen, ich habe von Liebe bis hin zu Schmerz alles gefühlt. Es war unbeschreiblich wie sehr mich Addies Geschichte berührt hat.
Ein großer Pluspunkt war außerdem die LGBTQ+ Repräsentation, denn es gab queere Charaktere und Addie und Henry waren selber bi- oder pansexuell. Es werden hier ernste und tiefgreifende Themen unter anderem Depressionen und Mental Health behandelt. V. E. Schwab hat es geschafft diese greifbaren Gefühle in Worte zu fassen. Ich habe so mit Addie und mit Henry gelitten und gefühlt, konnte ihren Schmerz, ihre Trauer, ihre Ängste nachempfinden und mein Herz hat demnach zwischendrin geblutet und wurde gebrochen. Die Liebesgeschichte war so echt, so emotional und wunderschön. Sie hat Schmetterlinge in meinem Bauch ausgelöst und war unfassbar romantisch. Der Inhalt ist so besonders und außergewöhnlich, weshalb ich nicht mehr darüber verraten möchte. Das Ende hat mich sprachlos, aufgelöst, mit Tränen in den Augen zurückgelassen. Ich habe das Buch zugeschlagen und mich darauf hin ausgehöhlt und leer gefühlt.


Insgesamt hat mich das Buch auch ohne viel Magie verzaubern und begeistern können, es lädt einen zum Träumen ein. Addies Geschichte hat mich auf so vielen Ebenen zutiefst berührt und sich in meinem Herzen verankert. Ich liebe den poetischen Schreibstil, die authentischen Charaktere und die einzigartige Handlung. Zudem lässt die Geschichte Raum für Interpretation, denn dieses Buch ist Kunst und steckt voller versteckten Botschaften und voller Bedeutung. ''Das unsichtbare Leben der Addie LaRue'' ist etwas ganz Besonderes – ein literarisches Meisterwerk und ein absolutes Jahreshighlight. Ich werde Addie sicher nicht mehr vergessen! 5+/5


Klappentext:

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue« ist ein großer historischer Fantasy-Roman, eine bittersüße Liebesgeschichte – und eine Hommage an die Kunst und die Inspiration.
Addie LaRue ist die Frau, an die sich niemand erinnert. Die unbekannte Muse auf den Bildern Alter Meister. Die namenlose Schönheit in den Sonetten der Dichter. Dreihundert Jahre lang reist sie durch die europäische Kulturgeschichte – und bleibt dabei doch stets allein.
Seit sie im Jahre 1714 einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, ist sie dazu verdammt, ein ruheloses Leben ohne Freunde oder Familie zu führen und als anonyme Frau die Großstädte zu durchstreifen. Bis sie dreihundert Jahre später in einem alten, versteckten Antiquariat in New York einen jungen Mann trifft, der sie wiedererkennt. Und sich in sie verliebt.

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Veröffentlicht am 19.05.2021

Highlight und Herzensbuch!

Everything We Had (Love and Trust 1)
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Rezension

Everything We Had von Jennifer Bright

Nachdem ich den Debütroman der Autorin gelesen hatte, konnte ich es kaum erwarten mehr von ihr zu lesen und war demnach richtig gespannt auf dieses Buch. ...

Rezension

Everything We Had von Jennifer Bright

Nachdem ich den Debütroman der Autorin gelesen hatte, konnte ich es kaum erwarten mehr von ihr zu lesen und war demnach richtig gespannt auf dieses Buch. Nachdem ich so viele positive Meinungen gelesen habe, hatte ich zudem auch hohe Erwartungen an die Geschichte. Diese wurden auf jeden Fall erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen, denn ich habe es geliebt – einfach alles daran!

Jennifer Bright schreibt unfassbar schön – berührend, bildhaft und fesselnd. Die Worte haben sich wie eine weiche Decke um einen gelegt. Durch den flüssigen und angenehmen Schreibstil konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte wird aus der Sicht der beiden Protagonisten (überwiegend aus Kates Sicht) erzählt. Demnach konnte man sie näher kennenlernen und hin und wieder einen Blick in Aidans Gedankenwelt werfen.

Kate habe ich in „The Right Kind of Wrong“ als einen sehr lebensfrohen, aufgeschlossenen und positiven Menschen kennen und lieben gelernt. Jedoch lernt man sie hier von einer vollkommen anderen Seite kennen. Sie hat sich in sich zurückgezogen und verschlossen, ihren Optimismus verloren. Es wird deutlich, wie stark sie sich verändert hatte, denn ihr ist etwas Schreckliches widerfahren. Dieses Ereignis hat ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Sie ist daran zerbrochen und seither nicht geheilt. Noch immer liegt diese unsichtbare Last auf ihren Schultern, die sie niederdrückt und ihr die Luft zum Atmen nimmt, denn sie führt ein Leben voller Schmerz und Angst. Ich habe so mit Kate mitgefühlt und konnte ihre Gedanken verstehen, auch wenn ich nicht das erlebt habe, was sie erlitten hat. Dass kein Druck auf sie ausgeübt wurde, fand ich wirklich gut, denn ihr wurde Zeit gelassen, alles zu verarbeiten und sich zu öffnen sobald sie bereit dazu war. Ich bewundere sie für ihre Stärke und ihren Mut, ihre Willenskraft und die beachtliche Entwicklung, die sie im Laufe des Buches durchmacht. Sie hält an ihrem Traum fest, ein eigenes Café zu eröffnen und zeigt dadurch Ehrgeiz und Zielstrebigkeit, was sie manchmal auch stur und verbissen werden lässt. Dass ich ihre Leidenschaft zum Backen teile, verstärkte nur meine Sympathie für sie.

Aidan ist zu Anfang sehr kalt, distanziert und unfreundlich – demnach wurde er von Kate Mr.Grumpy genannt. Er verhält sich abweisend, unhöflich und feindselig ihr gegenüber. Man merkt jedoch schnell, dass dies nur Fassade ist und er sich hinter einer Maske aus Gleichgültigkeit versteckt. Man wurde nicht aus ihm schlau, da er so facettenreich war und jedes mal eine andere Seite von ihm ans Licht kommt. Je besser man ihn kennenlernt, desto mehr verliebt man sich in ihn, denn Aidan war liebevoll, einfühlsam und charmant. Er hat nicht nur bei Kate sondern auch bei mir Schmetterlinge im Bauch ausgelöst. Und obwohl ich kein Katzenmensch bin waren seine Katzen Brownie und Cookie einfach zum Dahinschmelzen.

Ich habe sowohl zu Kate als auch zu Aidan eine starke Bindung aufgebaut und habe sie auch sehr in mein Herz geschlossen. Die beiden waren so echt, verletzlich und greifbar und ihre Verwundbarkeit, ihre Ängste und Sorgen machten sie umso authentischer. Sie waren trotz ihrer Makel vollkommen und dadurch die Menschen, die sie heute sind.

Angesichts der Tatsache, dass ich „The Right Kind of Wrong“ so gerne mochte, fand ich es richtig toll wieder auf Zoe und Noah zu treffen und zu sehen wie innig und stark ihre Liebe noch immer war. Zudem begegnete man auch Hope und Lee wieder, auch sie waren sehr sympathisch und liebenswert – ich kann es kaum erwarten ihre Geschichte zu lesen!

Ich war von der ersten Seite an gefesselt von der Geschichte und wurde in ihren Bann gezogen. Durch die sensible Thematik hat mich die Handlung schon zu Beginn emotional eingenommen. Bei Aidan und Kate war es keine Liebe auf den ersten Blick, denn ihre Gefühle für einander entwickelten sich nach und nach. Da die sich beiden zusammen eine Immobilie teilen mussten, jeder von ihnen jedoch seine eigenen Ziele hatte, kam es zu einer Feindschaft. Aidan wollte den Laden nämlich ganz alleine für seine Buchhandlung nutzen, Kates Ziel war es wiederum die Immobilie einzig für ihr Café zu nutzen, fürs erste mussten sie sich aber damit zufrieden geben, den Laden gemeinsam zu führen. Durch den Konkurrenzkampf zwischen den beiden kam es zu der ein oder anderen Auseinandersetzung, welche sehr zur Unterhaltung des Lesers beitrugen. Die Spannung, die zwischen ihnen herrschte war total elektrisierend und zum Greifen nah. Die zwei konnten sich wirklich nicht ausstehen, sie trieben einander in den Wahnsinn und zur Weißglut. Es war spannend zu sehen, wie sich der Hass und die Abneigung in etwas Wunderschönes und Wertvolles verwandelte.

Das Setting in London und im Cozy Corner habe ich so geliebt. Ich meine eine Buchhandlung mit integriertem Café und köstlichem Gebäck in der Innenstadt von London? - ein wahrer Traum! Die Atmosphäre war auch unglaublich gemütlich und harmonisch.

Das ernste Thema wurde von der Autorin mehr als gelungen umgesetzt, demnach ist die Botschaft, die hinter der Geschichte steckt so bedeutsam. Man ist nie alleine mit seinem Schmerz und es gibt immer Menschen, an die man sich wenden kann. Auch wenn man denkt, man würde ihnen damit eine Last aufbürden. Dabei bewirkt es das Gegenteil, denn sie sind es, die den Schmerz mindern können. Es ist wichtig sich, sobald man bereit dazu ist, Hilfe zu holen, denn man muss nicht alleine gegen all die Ängste ankämpfen. Die Geschichte hat sich wie eine schwere Decke angefühlt, die dich trotz des Gewichts nicht erdrückt, sondern umschließt und wärmt. Man hat sich beim Lesen einfach geborgen und sicher gefühlt.

Zudem hielt die Handlung so einige unvorhersehbare Wendungen bereit, mit denen ich nicht gerechnet habe und mir die Sprache verschlagen haben. Es war das reinste Gefühlschaos, denn diese Geschichte ließ mein Inneres Achterbahn fahren. Ich habe Schmerz, Angst, Verzweiflung, Hoffnung und Liebe – so viel Liebe empfunden. An Herzschmerz und Romantik hat es auch nicht gefehlt, mein Herz hat einige Male ausgesetzt, höher geschlagen und gelitten. Es gab unzählige Gänsehautmomente, die mich zutiefst berühren und sogar zu Tränen rühren konnten.

Ich habe rein gar nichts an diesem Buch zu kritisieren (abgesehen davon, dass ich gerne noch mehr von Kate und Aidan gelesen hätte, weil ich einfach nicht genug von den beiden bekomme). Das Ende hat die Geschichte nochmal perfekt abgeschlossen und war weder zu übertrieben noch übermäßig kitschig.

Insgesamt ist es eine wunderschöne, emotionale und berührende Liebesgeschichte mit einer unfassbar wichtigen Botschaft, die mich nicht mehr loslässt. Diese Geschichte strahlt einfach Geborgenheit und Wärme aus und ist trotz der ernsten und bedrückenden Thematik ein absolutes Wohlfühlbuch. ''Everything We Had'' ist ein Highlight und ein Herzensbuch für mich, ich habe das Cozy Corner, die Charaktere, die Handlung - einfach alles daran geliebt und kann es euch demnach auch nur ans Herz legen! 5/5


Klappentext:

Offen, optimistisch, lebensfroh – das ist Kate. Bis ein zutiefst traumatisches Erlebnis sie aus der Bahn wirft. Sie bricht das College in London ab und zieht sich zurück. Nur eines hält sie aufrecht: ihr Traum vom eigenen Café. Als sie die Chance bekommt, einen kleinen Laden in London zu mieten, setzt sie alles auf eine Karte. Doch sie hat die Rechnung ohne Aidan gemacht. Der Neffe der Inhaberin möchte das Geschäft in einen Buchladen verwandeln. Um ihren Traum zu verwirklichen, muss Kate mit Aidan zusammenarbeiten. Dabei kommen sie einander gefährlich nahe. Doch Kate kann es sich nicht leisten, dass jemand einen Blick hinter ihre Fassade wirft und entdeckt, dass ihre Seele in Scherben liegt …

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Veröffentlicht am 07.05.2021

Atemberaubend, spannend und mitreißend!

Secret Academy - Gefährliche Liebe (Band 2)
2

Rezension

Secret Academy – Gefährliche Liebe von Valentina Fast

[Kann Spoiler zu Band 1 enthalten!]

Der Schreibstil konnte mich schon beim ersten Band begeistern! Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen ...

Rezension

Secret Academy – Gefährliche Liebe von Valentina Fast

[Kann Spoiler zu Band 1 enthalten!]

Der Schreibstil konnte mich schon beim ersten Band begeistern! Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn Valentina Fast schreibt flüssig, wortgewaltig und absolut fesselnd. Anders als im ersten Teil, ist dieses Buch aus zwei Perspektiven geschrieben, zusätzlich zu Alexis Sichtweise, kam auch noch Deans hinzu. Dadurch bekam man einen neuen Blickwinkel und konnte Dean noch näher kennenlernen.

Alexis ist mir richtig ans Herz gewachsen, sie war als Protagonistin total authentisch, weshalb es sich teilweise so anfühlte als wäre sie eine gute Freundin. Ich bewundere ihre Stärke, ihren Mut und ihren Kampfgeist. Sie gab nie auf, auch wenn sie schon so viel durchstehen musste und verlor niemals die Hoffnung. Sie würde alles für die tun, die sie liebte, denn ihre Schwester Cassie war das wichtigste für sie. Ich habe so mit ihr mitfühlen müssen, konnte mich ohne Probleme in sie hineinversetzen und ihre Handlungen, Gedanken und Gefühle verstehen. Sie wuchs nicht nur aus sich heraus, auch trainierte sie noch härter an ihren Kräften.
Ich habe mich in diesem Buch noch ein Stückchen mehr in Dean verliebt. Er war nicht nur clever, ehrgeizig und pflichtbewusst sondern auch wieder richtig charmant und liebenswert. Man konnte spüren, wie er im Zwiespalt war. Obwohl er Alexis quasi verraten hatte, hielt er immer noch an den Gefühlen für sie fest, diese waren nämlich unfassbar stark und demnach unvermeidbar. Zudem konnte man hier einen Blick in seine Gedanken- und Gefühlswelt werfen, wodurch eine noch tiefere Verbindung zu ihm entstand.
Auch die Nebencharaktere waren so vielschichtig und facettenreich, dies ist der Autorin wirklich hervorragend gelungen. Man wusste nie wem man trauen kann, denn jeder könnte einen früher oder später hintergehen oder einem in den Rücken fallen. Es gab so einige komplizierte Charakter Konstruktionen, welche es zu beachten gab und jeder stand in irgendeiner Verbindung zu einem anderen. Die Antagonisten waren auch gut ausgearbeitet, denn man erfuhr ihre Beweggründe und Intentionen und ihnen wurde eine gewisse Tiefe verliehen.

Auch wenn es schon etwas her ist, seit ich den ersten Teil gelesen habe, konnte ich mühelos wieder in die Handlung einfinden. Der Großteil der Handlung spielte diesmal nicht an der Academy. Dementsprechend war es meiner Meinung nach sogar abwechslungsreicher. Ich war sofort wieder in der Geschichte drin – wurde von ihr in den Bann gezogen und mitgerissen. Der Spannungsbogen schoss geradezu in die Höhe. Der Handlungsstrang war so komplex und verworren, weshalb man wirklich auf jedes Detail achten musste. Die vielen Wendungen waren allesamt unvorhersehbar und konnten mich schockieren und überraschen. Sie trafen mich meist vollkommen unvorbereitet, was es noch explosiver und spektakulärer machte. Es war beeindruckend zu sehen, wie die vielen Teile zusammen gesetzt wurden und ein ganzes Bild ergaben. Die Plottwists wurden einfach genial eingefädelt. Man wusste nie was als nächstes geschehen würde, zumal die Handlung fast schon unberechenbar war. Zudem war die Lage meist aussichtslos, jedoch hielt man immer an diesem winzigen Funken Hoffnung fest. Die schiere Komplexität der Geschichte hat mich sprachlos gemacht – von den vielen Charakteren und dem Worldbuilding bis hin zur Handlung. Die Atmosphäre in London hat wieder so gut zum Buch gepasst, es war mysteriös, düster und hatte zudem etwas Unheilvolles an sich. Die immerwährende Gefahr ließ mein Herz höher schlagen - aber das auf unruhige Art und Weise. Kampfszenen durften hier natürlich auch nicht fehlen, davon gab es so einige. Sie waren unfassbar spannend und packend - ließen meinen Atem stocken, ich musste dort richtig mitfiebern. Es gab keinerlei Längen, es passierten einfach so viele bedeutsame Dinge und die Handlung blieb immer in Bewegung. Das Finale war einfach episch und zum Schluss wurde die Geschichte nochmal schön abgerundet. Es war nahezu traurig, sich endgültig von den Charakteren verabschieden zu müssen.

Insgesamt war es ein atemberaubender, explosiver und überwältigender Abschluss der Secret Academy-Reihe. Ich habe vom Anfang bis zum Ende hin mit Alexis und Dean mitgefiebert, denn es war unglaublich spannend und fesselnd – einfach spektakulär. Die Geschichte hat etwas Übernatürliches, fast schon Dystopisches an sich, es ist eine großartige Mischung aus Liebe, Spannung und Action. Dieses Buch und diese Reihe ist eine ganz klare Empfehlung von mir! 5/5 [Werbung|Rezensionsexemplar]


Klappentext:
(Band 1)

Als angehende Agentin der Londoner Secret Academy - einer Schule für Menschen mit außergewöhnlichen Begabungen - steht die 19-jährige Alexis im Dienst der Krone. Als sie jedoch erfährt, dass ihre kleine Schwester entführt wurde, wirkt auf einmal jeder in ihrem Umfeld verdächtig. Alexis kann niemandem mehr trauen. Nicht ihrem Mitschüler Dean, und erst recht nicht dem Neuen, der Ärger magisch anzuziehen scheint. Doch als ihr klar wird, dass es um mehr als die Rettung ihre Schwester geht, muss sie sich entscheiden. Für die Pflicht - oder für ihr Herz.

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