Cover-Bild Die Stieftochter
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15,90
inkl. MwSt
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller: Psycho
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 400
  • Ersterscheinung: 23.04.2021
  • ISBN: 9783423262255
Ildy Bach

Die Stieftochter

Thriller

Dem Mörder so nah

Nur zwei rostige Ösen an einem Holzbalken verraten, dass vor der alten Gretzky-Villa eine Schaukel hing: Hier saß vor elf Jahren Tess’ Stiefmutter Rebecca, während drinnen Alexander Gretzky – Rebbeccas Mann und Tess’ Vater –  in seinem Blut lag. Rebecca wurde verhaftet, doch sie hat nie aufgehört, ihre Unschuld zu beteuern. Immer, wenn der Mord sich jährte, schrieb sie einen Brief an ihre Stieftochter. Tess hat keinen einzigen gelesen. Erst als Rebecca nach Ablauf ihrer Gefängnisstrafe überfallen wird, beginnt Tess widerwillig nachzuforschen − und entdeckt ein Netz aus Lügen, in das Menschen, die ihr nahestehen, unheilvoll verstrickt sind. Wenn ihre Stiefmutter keine Mörderin ist: Wer war es dann?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.05.2022

Fesselnd trotz Startschwierigkeiten

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Die Buchhandlung einer beschaulichen bayrischen Kleinstadt braucht einen Nachfolger. Der vierunddreißigjährige Erik verlässt aufgrund seiner Vergangenheit seinen Heimatort und beschließt, sich in Neukirchen ...

Die Buchhandlung einer beschaulichen bayrischen Kleinstadt braucht einen Nachfolger. Der vierunddreißigjährige Erik verlässt aufgrund seiner Vergangenheit seinen Heimatort und beschließt, sich in Neukirchen niederzulassen und der neue Buchhändler zu werden.
Der Neustart scheint super zu laufen, denn auch Freunde hat Erik schnell gefunden. Bis die Tochter eines Freundes das Elternhaus in aller Früh verlässt und nicht wieder nach Hause kommt.
Die Suche übernimmt Hauptkommissarin Judith Plattner, die sich nach einem persönlichen Trauerfall in der Familie eigentlich geschworen hat, keine Ermittlungen zu leiten. Bald wird deutlich, dass jemand aus dem Umfeld mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun haben muss. Schon bald gerät Erik, der Neue, ins Visir.

Ich bin wirklich gut in die Geschichte gestartet und konnte das Buch auch kaum aus der Hand legen.

Die Charaktere sind für mich alle so authentisch gestaltet, dass ich zeitweise fast dachte, sie wären real und anfassbar. Es fühlte sich so an, als wär diese Geschichte nicht fiktiv, sondern würde sich in der Nachbarstadt ereignen.
Ich fühlte mit einigen so intensiv mit, als würde ich sie kennen und als wären sie Teil meines engen Freundeskreises. Wirklich unglaublich und wahnsinnig toll!

Auch wenn der Spannungsbogen nicht durchgehend bis zum Äußersten gespannt war, so hatte ich keine Durchhänger, die sich für mich unnatürlich oder extrem lang anfühlten.

Ebenso war ich begeistert von den vielen Pageturnern, die mehrfach auf den:die Leser:in warteten.

Eine durchgehend fesselnde Geschichte, die es mir manches Mal eiskalt den Rücken runterlaufen ließ, da mir nicht bewusst war, zu was alltägliche Menschen teilweise fähig sind.

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Veröffentlicht am 25.11.2021

spannend und verwirrend

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Der Mythos rund um die „böse“ Stiefmutter wird in diesem Thriller auf eine andere, nicht weniger spannende Weise, betrachtet. Die Autorin hat einen sehr fesselnden Schreibstil, außerdem wechseln sich die ...

Der Mythos rund um die „böse“ Stiefmutter wird in diesem Thriller auf eine andere, nicht weniger spannende Weise, betrachtet. Die Autorin hat einen sehr fesselnden Schreibstil, außerdem wechseln sich die Verdächtigen ab – sodass man als LeserIn verunsichert ist, wem man überhaupt noch trauen kann. Ich liebe solche Thriller, bei denen nicht schon von vorneherein alles klar ist! Bei Tess als Charakter bin ich mir unsicher, ob ich mag, wie sie dargestellt wird oder nicht. Sie ist schwer einschätzbar und hat keine klare Linie, vielleicht ist aber auch nur ihre Person im Buch nicht vollständig ausgereift, so war sie mir etwas zu unnahbar und unsympathisch.

Veröffentlicht am 05.09.2021

Ein fesselnder Thriller, dem aber mehr Emotionalität und Tempo nicht geschadet hätte

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Zu ” Die Stieftochter ” von Ildy Bach hab ich eher zufällig gegriffen.
Ein Thriller, der mich letztendlich mit seiner Vielschichtigkeit überraschen konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm ...

Zu ” Die Stieftochter ” von Ildy Bach hab ich eher zufällig gegriffen.
Ein Thriller, der mich letztendlich mit seiner Vielschichtigkeit überraschen konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Einnehmend, eindringlich und sehr fesselnd.
Die Atmosphäre empfand ich als sehr drückend und düster, was meine Neugier auf die Story nur noch mehr verstärkte.
Im Fokus steht Tess,die Stieftochter von Becca.
Zu Anfang hatte sie nicht unbedingt meine Sympathie. Es musste wachsen, damit ich Tess’ Besonderheit erkennen konnte.
Aufgrund dessen dass Tess sehr unnahbar ist, gestaltet sich das zunächst schwierig, doch mit der Zeit fand ich Zugang zu ihr.
Aber eine extrem hohe Gefühlsachterbahn wurde es dennoch nicht bei mir.
Was vielleicht daran liegen mag, dass die übrigen Charaktere nicht wirklich sympathisch waren.
Dennoch mochte ich das Facettenreichtum des Ganzen.
Ganz besonders die Entwicklung sticht hier ganz klar heraus. Denn manchmal muss man über seinen Horizont hinauswachsen, um den wahren Kern zu entdecken.
Man erfährt hierbei u.a die Perspektiven von Tess und einer weiteren Person.
Letztere hat mir besonders Rätsel aufgegeben, weil es einen völlig anderen Handlungsstrang darstellte und mitten in die Abgründe der menschlichen Seele führt.
Eine Thematik, die mich schmerzlich getroffen hat und die mich wirklich ununterbrochen fesselte und emotional berührte.

In dieser Story hat man das Gefühl, sie bestehe aus einer ganzen Wand aus Geheimnissen.
Jeder hat eins, was es letztendlich auch wirklich so düster und gehaltvoll machte.
Aber niemand lässt sich in die Karten schauen.
Ein perfides Spiel, in dem nur einer gewinnen kann.
Man wird in seinem Glauben erschüttert und begreift nicht, wie wenig Menschlichkeit vorhanden ist, wenn es um die eigenen Vorteile geht.
Skrupellos, abgründig und manisch wird ein Ziel verfolgt, das niemals gut enden kann.

Obwohl ich dachte, es wäre sehr vorhersehbar, war es das letztendlich doch nicht.
Denn hier werden Twists eingebaut, die dem Ganzen eine völlig neue Richtung geben und den Blickwinkel erweitern.
Man muss erkennen, dass man letztendlich niemanden wirklich kennt.
Ildy Bach gelingt ein sehr nervenaufreibender Thriller, der sich jedoch als recht ruhig und eindringlich darstellt.
Sie lässt die Mauern fallen und zerrt alles ans Licht.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat mich dieser Thriller sehr gut unterhalten, auch wenn manchmal etwas mehr Tempo nicht geschadet hätte.

Fazit:
Ildy Bach gelingt mit “Die Stieftochter ” ein sehr eindringlicher und nervenaufreibender Thriller, der merklich erschüttert und so einige Geheimnisse ans Licht bringt, die man so nicht erwarten würde.
Eine “Heldin” die sich vor allem durch die Entwicklung hervortut und damit in großes Erstaunen versetzt.
Ein Thriller, der offenbart wie manipulativ und intrigant das eigene Umfeld ist und man letztendlich niemanden wirklich trauen kann.
Ein Thriller, der mich gut unterhalten konnte , dem aber mehr Emotionalität und Tempo nicht geschadet hätte.

Veröffentlicht am 20.05.2021

Für mich eher ein Krimi, aber es macht Spaß zu rätseln

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„Die Quintessenz ist, dass die meisten Leute grundsätzlich erst mal davon ausgehen, dass sie recht haben.. Und weil die Menschen nicht nur recht haben, sondern auch recht behalten wollen, deuten sie alles, ...

„Die Quintessenz ist, dass die meisten Leute grundsätzlich erst mal davon ausgehen, dass sie recht haben.. Und weil die Menschen nicht nur recht haben, sondern auch recht behalten wollen, deuten sie alles, was danach kommt , so, dass es ihre Meinung belegt.“


Worum geht's?
Vor 11 Jahren wird der Vater von Tess brutal ermordet. Seitdem sitzt ihre Stiefmutter im Gefängnis und büßt dafür. Aber sie hat immer wieder ihre Unschuld beteuert. War sie es wirklich?
An dem Tag, an dem ihre Stiefmutter entlassen wird, wird auch sie überfallen und nur durch Zufall gefunden.
Nun beginnt Tess zu forschen, wenn auch nicht ganz freiwillig und stößt auf so manches Familiengeheimnis. Kann sie den Mörder finden und ist er ihr vielleicht sogar näher, als es ihr lieb ist?

Schreibstil/Gestaltung:
Das Buch ist aus der Sicht des personalen Erzählers geschrieben. Für mich ist dies nicht immer ganz leicht zu lesen, jedoch klappte es bei diesem Buch ganz gut. Der personale Erzähler schlüpft hauptsächlich in die Rolle von Tess, die die Hauptprotagonistin ist. Aber auch die Stiefmutter und zwei weitere Nebencharaktere bekommen ihre Chance, ihre Sicht der Dinge zu schildern.
Die Kapitel sind schön kurz, sodass man sich beim Lesen absolut nicht langweilt, allerdings sind sie, meiner Meinung nach, unüblich beschriftet. Es gibt mehrere Hauptkapitel mit einigen Unterkapiteln, was mich beim lesen aber nicht gestört hat.

Meine Meinung:
Für mich war dieses Buch das erste der Autorin. Ich war sehr gespannt, weil ich in letzter Zeit gar nicht mehr so viele Thriller gelesen hatte. Und nachdem ich letzten Monat die Hornisse beenden konnte, habe ich doch wieder Lust auf dieses Genre bekommen.
Der Prolog gefiel mir sehr gut und hat mich auf dieses Buch gut vorbereitet. Ebenso gefielen mir die medizinischen Begriffe, die Akteneinsicht und die Gespräche, die Becca mit ihrer Psychologin geführt hat. So hatte der Leser noch mehr Einblick.
Durch die diversen Nebencharaktere wurde man irgendwie selbst Teil der Geschichte. Auch wenn man in diesem Buch Humor nicht unbedingt vermutet, hat mir der Charakter Eric sehr gut gefallen, denn er brachte einen gewissen humorvollen Touch in die Geschichte. Er hat die ganze Sache aufgelockert.
Die Geschichte springt zwischendurch zu anderen „Drehorten“, was ich sehr gut fand. Es ist quasi so, dass da zwei Geschichten parallel laufen und diese im Laufe aufeinandertreffen.
Für mich war bis zum Ende nicht klar, wie die Geschichte ausgehen wird und somit war das Buch für mich zu keinem Zeitpunkt langweilig, denn nie wusste man so genau, was nun wahr und was eventuell nur gespielt ist. Alle Personen wirkten auf der einen Seite vertrauensvoll, aber irgendwie hat man sich immer gedacht, dass man nicht jedem trauen kann. Somit wurde man selbst zu Tess, der Ermittlerin.
Leider blieb ich am Ende mit einigen offenen Fragen zurück, die auch nicht im Epilog beantwortet wurden. Schade, das hätte ich mir gewünscht.

Mein Fazit:
Für mich war dieses Buch eher ein Krimi. Für einen Thriller fehlte mir ein wenig der gewisse Nervenkitzel. So manches Mal schoss mir zwar der Puls durch die Decke, aber es war mir einfach zu wenig. Dennoch eine spannende Geschichte mit Spionage, Ermittlungsarbeit und Familiendrama.

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Veröffentlicht am 04.05.2021

Ein vielfältiger Thriller mit einem fulminanten Finale!

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Dem Mörder so nah!
Nur zwei rostige Ösen an einem Holzbalken verraten, dass vor der alten Gretzky-Villa eine Schaukel hing: Hier saß vor elf Jahren Tess’ Stiefmutter Rebecca, während drinnen Alexander ...

Dem Mörder so nah!
Nur zwei rostige Ösen an einem Holzbalken verraten, dass vor der alten Gretzky-Villa eine Schaukel hing: Hier saß vor elf Jahren Tess’ Stiefmutter Rebecca, während drinnen Alexander Gretzky – Rebbeccas' Mann und Tess' Vater – in seinem Blut lag. Rebecca wurde verhaftet, doch sie hat nie aufgehört, ihre Unschuld zu beteuern. Immer, wenn der Mord sich jährte, schrieb sie einen Brief an ihre Stieftochter. Tess hat keinen einzigen gelesen. Erst als Rebecca nach Ablauf ihrer Gefängnisstrafe überfallen wird, beginnt Tess widerwillig nachzuforschen − und entdeckt ein Netz aus Lügen, in das Menschen, die ihr nahestehen, unheilvoll verstrickt sind. Wenn ihre Stiefmutter keine Mörderin ist: Wer war es dann?

"Die Stieftochter" von Ildy Bach und dem dtv-Verlag ist ein Thriller, der am 23. April 2021 erschienen ist. Hier hat mich eine Geschichte erwartet, dessen Spannung sich erst langsam aufgebaut hat. Aber ab der Mitte hat sie sich dann kontinuierlich gesteigert, gegen Ende haben sich die Ereignisse überrollt und mich hat ein fulminantes Finale erwartet. Durch den runden, flüssigen und stimmigen Schreibstil hat die Autorin mich an das Buch gefesselt. Detaillierte Beschreibungen haben für klare Bilder und die passende Atmosphäre gesorgt, auch die Protagonisten und dessen Charaktere finde ich gut ausgearbeitet. Besonders von Hauptprotagonistin Tess Gretzky und ihrer Mutter Ruth, somit hatte ich schnell eine gute Vorstellung von der familiären Situation, die sehr angespannt herüberkam. Denn die Familie Gretzky scheint nicht so Bilderbuchhaft, wie es auf den ersten Blick scheint. Böse Intrigen aus der Vergangenheit werden nach und nach von Tess aufgedeckt, denn als ihre Schwiegermutter und verurteilte Mörderin Rebecca aus dem Gefängnis entlassen und anschließend schwer verletzt wird, liegt sie im Koma. Dieser Zufall macht Tess stutzig, sie zweifelt an der Vergangenheit und sie deckt Geheimnisse auf, die jahrelang nicht entdeckt worden sind.

Rebecca hat den Mord an ihren Mann die ganzen Jahre abgestritten. Tess bereut es nun, ihre Briefe nicht gelesen zu haben und als sie schließlich Rebeccas' Rechte vertreten muss, kommt sie einer Menge schrecklicher Familiengeheimnisse auf die Spur, die sie selbst in Lebensgefahr bringen. Obwohl Rebecca nur am Anfang einen kurzen Part übernimmt und anschließend im Koma liegt, lerne ich sie im Laufe der Handlung etwas besser kennen. Denn es werden zwischendurch immer wieder Ausschnitte aus den Gesprächen mit der Psychologin aus dem Gefängnis eingebaut. Auch Ausschnitte aus Gerichtsprotokollen und dokumentierte Verbindungsdaten machen die Handlung vielfältig, langweilig wurde es mir zu keiner Zeit.

Um Tess' Job wurde geschickt eine Zeit lang ein Geheimnis gemacht, nach und nach erfuhr ich dann ihre Tätigkeit. Außerdem wechselt der Thriller zwischen zwei Handlungssträngen, neben Tess' Suche nach der Wahrheit wurde ich in eine weitere Welt menschlicher Abgründe entführt. Wie beide Handlungen zusammenhängen wurde am Ende sehr deutlich, womit ich nicht gerechnet habe. Damit hat die Autorin einen wendungsreichen, gut durchdachten und spannenden Plot entwickelt, der mir sehr gut gefallen hat.

"Die Stieftochter" enthält neben Tess' gefährlichen Ermittlungen auch ein paar Elemente aus dem Bereich Spionage, die in einem Familiendrama geschickt eingebaut wurden. Somit ist der Thriller sehr abwechslungsreich, der mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten hat. Ebenfalls positiv ist der Aufbau des Thrillers, der aus acht Teilen besteht. Sie enthalten alle kurze Kapitel, die für einen schnellen Lesefluss sorgen. Viereinhalb Sterne vergebe ich für das Werk gerne.

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