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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2021

Rasanter Thriller

Ausweglos
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Das Thrillerdebüt klang schon vom Klappentext vielversprechend und ich wurde nicht enttäuscht.

Aus vier Perspektiven tauchen wir Lesenden in die Story ein.
Einmal erzählt der Mörder, dann Elias, ein Kommissar, ...

Das Thrillerdebüt klang schon vom Klappentext vielversprechend und ich wurde nicht enttäuscht.

Aus vier Perspektiven tauchen wir Lesenden in die Story ein.
Einmal erzählt der Mörder, dann Elias, ein Kommissar, Noah, der Zeuge des Mords ist und seine Frau Linda. Jede*r hat seine eigene Sicht auf die Dinge und die Szenenwechsel finden meist relativ schnell statt, so dass der Thriller ein rasantes Tempo hat, ohne abgehakt oder hektisch zu wirken.
Das hat mir gut gefallen!

Elias und sein Ex-Partner sind die typischen Verlierer-Polizisten. Sie haben sich aufgearbeitet, um den Serienkiller zu fassen und zum Dank wurden sie zwangsversetzt und noch schlimmer. Dabei ist Elias so sympathisch - ganz im Gegensatz zu seinen Kollegen. Das polizeiinterne Intrigenspiel war auch großer Bestandteil der Story - und überzeugend geschrieben. Hoffen wir, dass in der Realität mehr auf Ermittlungserfolge und weniger auf Machtspielchen Wert gelegt wird.

Was mir auch gut gefallen hat: man konnte sich durch den ständigen Perspektivenwechsel nie sicher sein, ob es wirklich so war. Auch dadurch hat sich der Spannungsbogen gehalten.
Weiterer Pluspunkt aus meiner Sicht: die brutale Tat wurde zwar beschrieben, aber das Buch verzichtet auf ständige und übermäßige Gräuel (wie bei den Skandinaviern oft üblich), mit zunehmenden Alter kann ich das auch immer weniger ertragen.

Gegen Ende hin konnte ich mal ein Stück nicht wirklich folgen und war völlig irritiert, das hat sich dann aber wieder aufgeklärt.

Das Ende an sich - nochmal ein Paukenschlag, obwohl es mich nicht ganz zufrieden zurückgelassen hat.

Trotzdem: ein spannender und temporeicher Thriller, der mir außerordentlich gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 12.10.2021

Superspannend und schaurig-schön-gruselig

Die Geister der Pandora Pickwick
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Um das Buch gab es ein klein wenig Streit in der Familie. Jede, die mal kurz reingelesen hatte, wollte unbedingt weiterlesen und das Buch auf keinen Fall abgeben.
Dabei sind wir vom Cover zwar ganz angetan, ...

Um das Buch gab es ein klein wenig Streit in der Familie. Jede, die mal kurz reingelesen hatte, wollte unbedingt weiterlesen und das Buch auf keinen Fall abgeben.
Dabei sind wir vom Cover zwar ganz angetan, aber auch nicht hingerissen gewesen. Das hat sich aber schlagartig mit Öffnen des Buches geändert. Innendrin dann eine prächtige Ahnengalerie - so schön!

Aber genug der äußeren Werte.
Es beginnt gleich spannend - ein unheimlicher Beobachter und jede menge Geister, wobei die eher ungewöhnlich als supergruselig sind.
Doch im Laufe der Geschichte kommen auch noch andere Vertreter der Geisterzunft zum Vorschein - und die sind nicht immer freundlich.
Für sehr zart-besaitete Kinder ist das vielleicht nichts, aber für alle anderen wohlig schönes Grusel-Bibbern, genau die richtige Lektüre für den Herbst.

Was uns besonders gut gefallen hat?
Die spannende Story und die unglaublich phantastische Geistervielfalt. So viele witzige, skurrile und gruselige Ideen. Sei es die Gespensterküche (bäh!) oder die Zahlungsmittel (hihi) und natürlich die Geister an sich.

Dazu noch eine so sympathische Hauptdarstellerin - und ein Geheimnis um diese, auf dessen Auflösung wir natürlich sehr gespannt waren.

Ein Highlight-Buch in diesem Herbst, das wir unbedingt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 08.10.2021

Abseits der üblichen Touri-Pfade

Hamburg - HeimatMomente
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Das wunderschöne Titelbild des Hamburg-Reiseführers ziert die berühmte Elbphilharmonie. Das ist super als Erkennungszeichen, weiß man doch sofort, um welche Stadt es geht.

Allerdings geht es gar nicht ...

Das wunderschöne Titelbild des Hamburg-Reiseführers ziert die berühmte Elbphilharmonie. Das ist super als Erkennungszeichen, weiß man doch sofort, um welche Stadt es geht.

Allerdings geht es gar nicht um die großen Sehenswürdigkeiten.
Zwar gibt es auch die Top Ten der Sehenswürdigkeiten, aber eigentlich geht es um die unbekannteren Ecken Hamburgs, die man nicht in jedem Standard-Reiseführer findet.

Und bereits ein erstes Durchblättern macht klar: das schafft man nicht alles mit einem Wochenendaufenthalt, oh menno!

Gegliedert ist das Buch nach der Lage:
Im Westen Hamburgs
Im Herzen Hamburgs
Im Norden Hamburgs
Im Osten Hamburgs
Im Süden Hamburgs

Meine persönlichen Highlights:
Ich will Kanu fahren, die Frauenpower-Murals sehen, zum kleinen Leuchtturm, ins Freilandmuseum, zum Heidekraut wandern, ins Polizeimuseum,...ach - und ganz unbedingt im Hausboot übernachten.
Natürlich gibt es noch viel mehr, aber da ich ja auch noch die Top 10 "abarbeiten" muss, werde ich wohl wiederkommen müssen (-:

Das Buch ist optisch eher ein Büchlein und damit superpraktisch zum Mitnehmen. Es ist leicht und handlich und passt sogar in eine kleine Handtasche. Perfekt!
Innendrin sind trotzdem viele Fotos und mit 253 Seiten ist das Buch auf gar keinen Fall ein Winzling, trotz des praktischen Formats.

Mein Fazit: perfekt für Hamburg-Urlaubende, die nicht nicht nur die üblichen Verdächtigen unter den Sehenswürdigkeiten abarbeiten wollen. Viel Natur, ungewöhnliche Essenstipps (fairer Kaffee, Zero-Waste-Cafe,...), versteckte Schmuckstücke, einfach nur schön!

Veröffentlicht am 07.10.2021

Herzschmerz in Weißensee

Kinderklinik Weißensee – Jahre der Hoffnung (Die Kinderärztin 2)
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Auf die Fortsetzung der Reihe um die beiden Schwestern Marlene und Emma Lindow habe ich mich sehr gefreut.
Inzwischen ist Marlene fast fertig mit Ihrer Ärztinnen-Ausbildung, den praktischen Part kann sie ...

Auf die Fortsetzung der Reihe um die beiden Schwestern Marlene und Emma Lindow habe ich mich sehr gefreut.
Inzwischen ist Marlene fast fertig mit Ihrer Ärztinnen-Ausbildung, den praktischen Part kann sie in der geliebten Kinderklinik Weißensee absolvieren. Ihre Schwester Emma ist dort nach wie vor als Krankenschwester tätig.

Diesen Band fand ich ganz besonders fesselnd. Es tobt die Spanische Grippe und der Bezug zur jetzigen Pandemie macht das nochmal berührender. Ich fand die Seuche, die Kriegsgreuel, die physische und psychische Last, mit denen die Kriegsheimkehrer zu kämpfen haben, sehr berührend geschildert.

Natürlich hat auch das Drumherum - Marlenes schwerer Kampf als Frau in einem Berufsumfeld von Männern sowie die Liebeskrisen und Dramen das Buch so fesseln gemacht.

Für mich - die ich eigentlich gar nicht so sehr auf historische Romane stehe - ein rundum gelungenes Buch.
Das I-Tüpfelchen war dann noch das Nachwort, das viele Informationen gab. Die Anzahl von Toten durch die spanische Grippe in Relation zu Kriegstoten hat mich erstaunt, das wusste ich nicht.

Ich freue mich jetzt schon auf Band drei und gebe verdiente fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 02.10.2021

Wow - so mag auch ich Fantasy

Keeper of the Lost Cities – Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)
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Vorab: Sowohl die Elfjährige Leserin als auch ich haben Fantasy aktuell etwas über, wir haben einfach zu viel davon gelesen und (für uns) ähneln sich die Stories doch auf Dauer.
Manchmal klingt der Klappentext ...

Vorab: Sowohl die Elfjährige Leserin als auch ich haben Fantasy aktuell etwas über, wir haben einfach zu viel davon gelesen und (für uns) ähneln sich die Stories doch auf Dauer.
Manchmal klingt der Klappentext aber einfach zu verlockend und wir werden schwach, so geschehen bei diesem Buch.

Und wir sind komplett einer Meinung: das Buch ist absolut gelungen!

Ein wenig erinnert es an Harry Potter, der Grund-Plot ist ähnlich aufgebaut. Kind mit besonderen magischen Fähigkeiten kommt auf eine spezielle Schule und in ein komplett neues, magisches Umfeld.
Es ist aber lange nicht so düster wie HP, aber für uns genauso spannend.
Die Autorin geht trotzdem nicht zimperlich mit uns Lesenden und vor allem mit den Buchhelden um, für ganz zart Besaitete würde ich es nicht empfehlen und auch das vorgeschlagene Lesealter ab elf Jahren einhalten.

Wir mochten die Hauptperson Sophie total gerne, sie muss viel mitmachen und wir konnten uns gut in ihre Lage hineinversetzen.
Auch in der Elfenwelt ist nicht eitel Sonnenschein, es gibt ein Zwei-Klassensystem und Sophie wird in der Schule nicht von allen Lehrern mit offenen Armen empfangen, ganz im Gegenteil.
Wir haben richtig mit gefiebert uns außerdem gefreut, dass es mit 512 Seiten ein richtig schöner dicker Schmöker ist.

Nachdem es ein Reihenauftakt ist, weiß man mit Band 1 noch nicht, wie es weitergeht. Aber wir hatten auch schon üblere Cliffhanger und sind sehr gespannt, was im Elfenvolk bald passieren wird - auch im Hinblick auf Sophies Gefühlswelt. Der attraktive Fitz hat es ihr ja schon angetan, aber da ist ja auch noch... tja, wie gesagt, sehr spannend auf allen Ebenen.

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