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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2017

Ein spannendes und erstklassiges Hörvergnügen!

Blutrosen
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Es handelt sich hier bereits um den dritten Band der Romy-Reihe von Monika Feth. Ich bin schon seit Jahren ein großer Fan ihrer Bücher. Die Jette-Reihe zählt eindeutig zu meinen Lieblingsjugendbuchreihen ...

Es handelt sich hier bereits um den dritten Band der Romy-Reihe von Monika Feth. Ich bin schon seit Jahren ein großer Fan ihrer Bücher. Die Jette-Reihe zählt eindeutig zu meinen Lieblingsjugendbuchreihen und auch die Bücher mit Romy finde ich klasse. „Blutrosen“ war daher ein absolutes Muss für mich!

Ich kenne alle Jette- und Romy- Bände sowohl als Bücher als auch als Lesungen. An den Hörbüchern gefällt mir so gut, dass, bis auf „Teufelsengel“, immer sehr viele Sprecher an den Lesungen beteiligt sind. Das macht das Hören immer sehr abwechslungsreich.
Ich lese meist zuerst das Buch und höre mir danach noch das Hörbuch an. Bei „Blutrosen“ handelt es sich um eine gekürzte Lesefassung. Ich habe vor dem Hören nur kurz zuvor das Buch gelesen. Beim Hören sind mir die Stellen, die weggelassen wurden, kaum aufgefallen. Das Buch wurde also sehr gut überarbeitet und nichts Wichtiges zum Verständnis der Geschichte wurde gestrichen.

Mir hat der neue Thriller von Monika Feth mal wieder richtig gut gefallen! Der Autorin gelingt es einfach immer wieder, eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen und gekonnt Spannung aufzubauen. Und auch die Themen, die sie wählt, finde ich immer sehr gut und interessant. Diesmal schreibt die Autorin über die Thematik Gewalt an Frauen. Romy möchte einen Artikel über Frauenhäuser schreiben und lernt bei ihrer Recherche die junge Frau Fleur kennen. Die beiden freunden sich sehr schnell an und Fleur vertraut Romy ihrer Geschichte an. Sie erzählt ihr von ihrer Angst vor dem Mann Mikael. Dieser hat sie furchtbar behandelt und Fleur ist auf der Flucht vor ihm. Sie befürchtet, dass Mikael sie auch hier in Köln aufspüren wird. Bisher hat er sie immer gefunden. Und leider liegt Fleur mit ihrer Vermutung ganz richtig. Denn Mikael ist ihr ganz nah und lauert nur auf einen günstigen Moment, sie wieder in seinen Besitz zu bringen.

Wir erfahren die Geschichte aus mehreren Perspektiven. Romy nimmt den größten Erzählpart ein, aber auch Fleur, der Kommissar Bert Melzig und Mikael kommen oft zu Wort. Wobei es immer aus der Beobachterperspektive erzählt wird.
Die Wechsel sind typisch Monika Feth. Mir gefallen diese immer richtig gut! Die Geschichte verliert so nie an Tempo und Spannung. Bei „Blutrosen“ haben mir immer die Abschnitte mit Mikael besonders gut gefallen. Man merkt sofort, wie besessen er von Fleur ist. Und obwohl er so verrückt ist, fand ich sein Denken richtig interessant.
Der Sprecher von Mikael hat mir am besten gefallen. Es handelt sich hier um Jona Mues. Er hat eine sehr angenehme Stimme und als Erzähler für Mikael eignet er sich perfekt.
Aber auch die anderen drei Sprecher lesen super und haben mir richtig gut gefallen. Stellenweise empfand ich das Lesetempo von Jürgen Uter, der den Kommissar Bert Melzig liest, als etwas zu schnell. Aber es hat mich beim Zuhören nicht sehr stark gestört; der Handlung konnte man ja immer noch problemlos folgen.

Durch die sehr guten Sprecher, den ständige Wechsel zwischen diesen und der tollen spannenden Handlung hat mir das Hören dieses Hörbuches sehr großen Spaß gemacht! Der beste Monika Feth Thriller ist es vielleicht nicht, da gibt es schon deutlich bessere, aber enttäuscht hat mich „Blutrosen“ auf jeden Fall nicht. Auch wenn manche Dinge vorhersehbar waren und auch das Ende meiner Meinung nach etwas zu abrupt kam, bin ich von dem neuen Thriller von Monika Feth hellauf begeistert! Da ich nun das Buch und das Hörbuch kenne, muss ich sagen, dass mir die Hörvariante hier besser gefallen hat. Ich empfehle daher, hier vielleicht eher das Hörbuch zu wählen, auch wenn dieses leicht gekürzt ist.
Man muss übrigens auch nicht die beiden Vorgänger dieser Reihe kennen. Die Romy Bände sind immer abgeschlossene Fälle. Ab und an werden zwar Stellen aus den Bänden davor erwähnt, aber dass so, dass diesen nicht die Spannung genommen wird und man nach „Blutrosen“ auch noch wunderbar Band 1 und 2 lesen oder hören kann, wenn man dies noch nicht getan hat. Verstehen tut man den dritten Band sehr gut ohne die Kenntnisse aus „Teufelsengel“ und „Spiegelschatten“. Empfohlen wird der Thriller ab 14 Jahren und dieser Altersempfehlung schließe ich mich an.

Fazit: Erneut ein erstklassiger Thriller von Monika Feth! Sympathische Charaktere, spannende und atmosphärische Handlung und ein wichtiges Thema, über das leider viel zu wenig geschrieben wird. Die Sprecher sind allesamt super und ich hatte sehr viel Spaß beim Hören! Ich kann das Hörbuch zu „Blutrosen“ daher sehr empfehlen und es erhält von mir volle 5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 11.05.2017

Das coolste Stinktier aller Zeiten ist zurück!

Flätscher – Krawall im Kanal
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Super, Flätscher is back! Nach dem tollen ersten Band dieser witzig originellen Kinderbuchreihe war ich auf die Fortsetzung schon mehr als gespannt! Das Cover gefiel mir auf Anhieb und sowohl der Titel ...

Super, Flätscher is back! Nach dem tollen ersten Band dieser witzig originellen Kinderbuchreihe war ich auf die Fortsetzung schon mehr als gespannt! Das Cover gefiel mir auf Anhieb und sowohl der Titel als auch der Klappentext haben meine Neugier auf das Buch nur noch größer werden lassen!

Der zweite Band schließt ziemlich direkt an seinen Vorgänger an. Ich rate, Band 1 vorher zu lesen, aber zwingend notwendig ist es vermutlich nicht, um Band 2 verstehen zu können.
In diesem ermitteln das coolste Stinktier aller Zeiten und sein Detektivassistent Theo in einen neuen spannenden Fall. In ihrem Hinterhof verschwinden immer wieder Tiere. Das geht doch nicht mit rechten Dinge zu! Flätschers Stinktiernase wittert ein übles Verbrechen. Diese mysteriöse Verschwinden müssen so schnell wie möglich aufgeklärt werden. Flätscher und Theo gehen also runter an den Kanal, in der Hoffnung, dort auf hilfreiche Hinweise zu stoßen. Ob es den beiden gelingen wird, ihren zweiten Fall zu lösen?

Ich habe wieder wunderbar in Flätschers Welt hineingefunden. Das Buch ist einfach klasse, sehr witzig und spannend - man kann mit dem grinsen und mitfiebern gar nicht mehr aufhören.
Flätscher ist einfach eine verflixt coole Socke und hat immer einen lässigen Spruch auf Lager. Ihn schockt so leicht nichts. Dieser Fall allerdings hat es wirklich in sich, da hat sogar das coolste Stinktier aller Zeiten mal etwas Bammel. Aber das überspielt Flätscher stets gekonnt. Ich amüsiere mich über ihn ja immer köstlich. Seine Ausrufe wie „stinkologisch“ oder „logissimo“ sind echt super und auch die Sprüche, die er immer von sich gibt, sind sehr unterhaltsam.

Band 2 ist genauso spitze wie der erste Band. Der Autorin Antje Szillat ist mit den Flätscher Büchern eine richtig tolle Kinderbuchreihe gelungen, von der er es hoffentlich noch viele weitere Bände geben wird!

Nicht nur die Geschichte gefällt mir sehr, hellauf begeistert bin ich ja von den grandiosen, zweifarbigen Illustrationen von Jan Birck! Diese sind sehr oft ganzseitig, allesamt großartig gezeichnet und so detailreich, dass das Betrachten nie langweilig wird. Ich könnte die Zeichnungen immer wieder aufs Neue anschauen und würde stets ein neues verstecktes Detail entdecken.
Super gelungen ist der ständige Wechsel zwischen Text, Comic und den Illustrationen. Oft erzählen allein die Bilder, ganz ohne Text, die Geschichte weiter. Manche Wörter, wie Flätschers coole Ausdrücke sind fettgedruckt, sodass sie einem beim lesen sofort ins Auge springen und viele Sätze, die die Charaktere sagen, befinden sich in Sprechblasen, wie man es von Comics kennt.
Das Lesen dieses Buches ist also sehr abwechslungsreich und macht mega viel Spaß!
Hier folgt einer originellen Ideen der nächsten und zusammen mit den wunderschönen Illustrationen ist dieses Kinderbuch einfach nur wundervoll und sehr zu empfehlen! Junge Leser ab etwa 8 Jahren werden hier ganz sicher großen Spaß haben und an keiner Stelle die Lust am Lesen verlieren. Lesemuffeln kann ich die Flätscher Bücher ganz besonders ans Herz legen, da es hier nicht so viel Text gibt und die Story irre lustig und spannend ist! Aber auch für Erwachsene ist dieser Flätscher Band, und natürlich auch der Teil davor, sehr lesenswert!

Fazit: Super Fortsetzung! Sehr unterhaltsame Story und großartige Illustrationen! Mir hat „Flätscher – Krawall im Kanal“ sehr gut gefallen und ich gebe dem Buch nur zu gerne volle 5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 09.05.2017

Sehr zu empfehlen! Toller Hörspaß für Groß und Klein!

Kommissar Gordon
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Mit dem ersten Fall der „Kommissar Gordon“-Reihe hat der headroom Verlag mal wieder ein wunderschönes Hörspiel produziert. Schon das Cover ist ansprechend und sieht richtig niedlich aus. Als ich dann gesehen ...

Mit dem ersten Fall der „Kommissar Gordon“-Reihe hat der headroom Verlag mal wieder ein wunderschönes Hörspiel produziert. Schon das Cover ist ansprechend und sieht richtig niedlich aus. Als ich dann gesehen hatte, wer in diesem Hörspiel mitspricht und auch der Klappentext sehr vielversprechend klang, wollte ich Kommissar Gordon unbedingt kennenlernen.

Zum Inhalt: Kommissar Gordon ist eine alte Kröte und der Schrecken aller Diebe. Am liebsten sitzt er gemütlich auf seiner Polizeistation, trinkt Tee, futtert Muffins und denkt dabei nach. Oder stempelt, denn stempeln tut er auch liebend gerne. Dann aber ist es mit dieser schönen Ruhe vorerst vorbei, denn ein Eichhörnchen bittet ihn um Hilfe: ihm wurden Unmengen seiner Nüsse gestohlen. Kommissar Gordon übernimmt den Fall und trifft während seinen Ermittlungen auf die junge Maus Buffy. Diese unterstützt die alte Kröte bei der Suche nach dem Nüssedieb und zusammen ergeben die beiden mit der Zeit ein tolles Team. Ob es ihnen gelingen wird diesen schwierigen Fall zu lösen?

Es handelt sich hier um eine inszenierte Lesung mit Geräuschen und Musik. Da alle Figuren in dieser Geschichte von verschiedenen Sprechern gesprochen werden, ähnelt die Lesung sehr einem Hörspiel.

Der größte Part übernimmt der Erzähler. Dieser wird von Ulrich Noethen gesprochen. Den bekannten deutschen Schauspieler kannte ich bereits von anderen Hörbüchern und schon da war ich von seinem Erzähltalent sehr angetan gewesen. Auch hier macht er seine Sache wieder großartig!

Auch die anderen Sprecher haben mir richtig gut gefallen. Udo Kroschwald als Kommissar Gordon passt mit seiner tiefen und ruhigen Stimme perfekt zu der alten Kröte. Auch für die Maus Buffy wurde genau die richtige Person gewählt. Lotta Doll eignet sich mit ihrer jungen Stimme wunderbar als kleine Mäuseermittlerin.

Was mich besonders gefreut hat war, dass das Eichhörnchen von Jens Wawrczeck gesprochen wird. Dieser ist den meisten wohl als der Peter Shaw in den „Drei Fragezeichen“ bekannt und ich höre ihn immer sehr gerne.

In kleineren Nebenrollen treten dann noch Florian Seigerschmidt und Martin Bross auf und auch diese beiden sind stimmlich klasse. Ich finde es sehr schön, dass in diesem Hörspiel nur recht wenige Figuren auftreten. Das macht das ganz sehr übersichtlich und ist auch sehr sinnvoll für ein Kinderhörspiel, da man der Geschichte so sehr einfach folgen kann.

Die Geschichte konnte mich von Anfang an begeistern. Sie ist witzig, spannend und sehr kindgerecht.

Über den alten und etwas mürrischen Gordon habe ich mich immer wieder sehr amüsiert und auch das quirlige Eichhörnchen ist herzallerliebst.

Die Charaktere gefallen mir allesamt sehr gut. Dem Autor Ulf Nilsson ist mit diesem ersten Abenteuer ein gelungener Auftakt einer tollen Kinderbuchreihe geglückt, die hier grandios als Hörspiel umgesetzt worden ist. Man kann sich von allem ein wunderbar detailreiches Bild machen, fiebert die ganze Zeit über mit und dank der vielen Geräusche und der immer sehr passenden Musik wird eine tolle Atmosphäre geschaffen.

Mit einer perfekten Länge von etwas über einer Stunde kann man das Hörspiel auch gut in einem Rutsch durchhören. Empfohlen wird das Hörspiel für Kinder ab 6 Jahren und dieser Altersempfehlung schließe ich mich an. Aber auch für Erwachsene ist „Kommissar Gordon: Der erste Fall“ natürlich ebenfalls hörenswert!

Ich hatte sehr viel Spaß mit dieser inszenierten Lesung und werde die Reihe auch auf jeden Fall weiter hören. Zwei weitere Fälle mit Kommissar Gordon gibt es noch und auf diese bin ich schon sehr gespannt!

Der erste Fall ist eine eindeutige Hörempfehlung und bekommt von mir volle 5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 01.05.2017

Eine starke Heldin kämpft für ihre Träume!

14 - Kicker, Küsse, Katastrophen
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Franzi spielt für ihr Leben gerne Fußball. Bisher hat sie als einziges Mädchen in einer Jungenmannschaft gespielt, doch das ist nur bis zum 14. Lebensjahr erlaubt. Da Franzi dieses Alter demnächst erreicht, ...

Franzi spielt für ihr Leben gerne Fußball. Bisher hat sie als einziges Mädchen in einer Jungenmannschaft gespielt, doch das ist nur bis zum 14. Lebensjahr erlaubt. Da Franzi dieses Alter demnächst erreicht, wird sie sich wohl damit abfinden müssen, in Zukunft in einem reinen Mädchenteam spielen zu müssen. Als wäre diese Nachricht nicht schon schlimm genug, wollen ihre Eltern ihr nun auch noch das Fußballspielen verbieten, da sie möchten, dass ihre Tochter sich mit mehr mädchenhafteren Dingen beschäftigt. Am Ende läuft es auf einen Deal hinaus: Franzi darf weiter Fußball spielen, wenn sie dafür an einem Tanzkurs teilnimmt. Zähneknirschend stimmt Franzi dem zu. Tanzen ist eigentlich nicht ihr Ding, aber für ihr geliebtes Hobby würde Franzi fast alles tun. Das Tanzen ist dann auch gar nicht so schlimm wie befürchtet, auch weil Franzi in dem Kurs schnell neue Freundschaften schließt. Und einen Junge, Nick, mag sie ganz besonders gerne. Und er kann sie anscheinend auch sehr gut leiden…

Ich finde ja die „Plötzlich 13“-Reihe der Autorin richtig toll. Als ich dieses Buch das erste Mal gesehen habe, sind mir beim Cover sofort die Ähnlichkeiten zu dieser beliebten Jugendbuchreihe aufgefallen. Als ich dann gelesen habe, dass Henriette, die Protagonistin der „Plötzlich 13“ Bücher, als Nebenfigur in diesem Buch vorkommt, wurde meine Neugier auf „14 – Kicker, Küsse, Katastrophen“ nur noch größer!

Der Schreibstil ist mal wieder super! Locker, leicht und jugendlich modern. Er liest sich sehr angenehm und bei mir flogen die Seiten nur so dahin. Für Mädchen ab etwa 11 Jahren ist dieses Buch wirklich perfekt, aber auch älteren Lesern kann ich diesen schönen Jugendroman sehr ans Herz legen! Beim Lesen fühlt man sich wieder wunderbar jung und obwohl ich keine 14 mehr bin, konnte ich mich super in Franzi hineinversetzen und habe mich mit ihr gefreut, mit ihr gelitten und mit ihr gelacht.
Franzi war mir von den ersten Sätzen an richtig sympathisch. Auch die Nebencharaktere werden toll beschrieben und haben mir sehr gut gefallen. Bei einigen Figuren brauchte ich zwar ein wenig, bis ich mit ihnen warm wurde, aber komplett unsympathisch war mir niemand. Franzis Eltern sind zwar wirklich für jeden Teenager der reinste Alptraum, aber selbst die haben mal ihre netten Momente und sind gar nicht so furchtbar, wie man die ganze Zeit über denkt. Franzis beste Freundin Selma kam mir stellenweise auch etwas merkwürdig vor. Mein Eindruck war manchmal, dass sie sich gar nicht so wirklich für Franzi, ihre Hobbys und ihre Probleme interessiert. Aber im Verlaufe des Buches hat sich dann doch gezeigt, dass Selma eine tolle beste Freundin ist.

Was ich ja klasse fand war, dass viele mir bekannte Figuren aus der „Plötzlich 13“-Reihe in dem Buch vorkommen. Henriette, ihre Freundin Jill und Henriettes Exfreund Nick. Ich fand es sehr interessant, Henriette mal als einen Nebencharakter zu erleben und nicht als ich-erzählende Protagonistin.

Die Geschichte hat mich richtig begeistert! Und dass, obwohl ich Fußball überhaupt nicht leiden kann und es hier doch sehr viel um diese Sportart geht. Mich hat das aber überhaupt nicht gelangweilt, im Gegenteil, bei den Fußballspielen habe ich immer richtig mitgefiebert und da auch nicht so viele Fachbegriffe fielen, hatte ich nie Verständnisprobleme. Man kann dieses Buch also durchaus lesen, auch wenn man, wie ich, nichts mit Fußball am Hut hat.
Neben dieser Handlung geht es dann auch um das normale Teenagerleben eines 14-jährigen Mädchens. Streit mit den Eltern, nervige Geschwister, Stress in der Schule und natürlich auch die erste Liebe. Zudem behandelt die Autorin ein Thema, was ich für ein Buch dieser Altersklasse und Zielgruppe sehr gut finde: nämlich, dass man auch als Mädchen Dinge tun kann, die eben nicht als typisch Mädchen angesehen werden wie das Fußballspielen. Und überhaupt die Frage: was ist denn „typisch Mädchen“? Mir hat diese Thematik sehr gut gefallen, da sie einem nur zu gut verdeutlicht, dass man sich anderen zuliebe nicht verstellen soll, sondern das tun soll, wozu man Lust hat und auch dazu auch stehen soll. Franzi ist, was das angeht, sehr selbstsicher und dieses Selbstbewusstsein habe ich sehr an ihr geschätzt und gemocht. Hätte ich das Buch mit 14 gelesen, dann hätte ich mir Franzi ganz sicher als Vorbild genommen, da ich in dem Alter eigentlich auch eher jungenhaft war, ich aber nicht so wirklich dazu stehen konnte und mich doch den anderen zuliebe mehr mädchenhaft gegeben habe. Ich kann das Buch also besonders jungen Mädchen ans Herz legen, die gerne etwas selbstbewusster werden möchte und denen dazu vielleicht noch etwas der Mut fehlt.

Mich hat das Buch auf jeden Fall bestens unterhalten. Tolle Charaktere und eine super Story, die witzig, liebenswert und lehrreich ist. Dazu das schöne Cover – was will man mehr? Ich hoffe ja sehr, dass es eine Fortsetzung zu dem Buch geben wird!
Von mir erhält „14- Kicker, Küsse, Katastrophen“ volle 5 von 5 Sterne!

Veröffentlicht am 28.04.2017

Traumhaft schönes Buch!

Plötzlich in Peru
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Bisher haben mich alle Bücher von Chantal Schreiber, die ich von schon ihr gelesen habe, hellauf begeistert! So auch dieses hier. Trotz seiner über 600 Seiten habe ich das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen ...

Bisher haben mich alle Bücher von Chantal Schreiber, die ich von schon ihr gelesen habe, hellauf begeistert! So auch dieses hier. Trotz seiner über 600 Seiten habe ich das Buch innerhalb weniger Tage durchgelesen und hätte auch nichts gegen ein paar 100 Seiten mehr gehabt. Und dass, wo ich dicke Bücher doch eigentlich gar nicht so gerne mag. Aber bei „Plötzlich in Peru“ war ich einfach von den ersten Seiten an so gefesselt von der Geschichte, dass das Lesevergnügen für mich leider viel zu schnell wieder vorbei gewesen ist.

Zum Inhalt: Eigentlich weiß die 18-jährige Elena genau wie ihre Zukunft aussehen soll. Studieren, heiraten, Kinder bekommen und eben das genaue Gegenteil von dem tun, was ihre Mutter gemacht hat. Als ihr Freund Theo, mit dem sie ihre Pläne gerne verwirklichen möchte, beschließt nach Innsbruck zu ziehen, um dort zu studieren, ist Elena plötzlich verunsichert. Sie hat den Eindruck, dass ihr Freund es gar nicht so schlimm findet, so lange von ihr getrennt zu sein und dass nach einer so schönen gemeinsamen Zeit. Als eine Mitschülerin ihr dann das Angebot macht, für drei Monate als Volontärin nach Peru zu reisen, um dort in einem Waisenhaus zu arbeiten, handelt Elena das erste Mal in ihrem Leben spontan und sagt zu. Sie reist in eine ihr vollkommen fremde Welt, von der sie fasziniert, aber auch geschockt ist. Elena sammelt neue Eindrücke, schließt Freundschaften und stößt teilweise auch an ihre Grenzen. Und dann ist da auch noch der Spanischlehrer Sebastían, der zwar ein ziemlicher Macho, aber auch verdammt gut aussehend ist…
Eine wundervolle Geschichte über Liebe, Freundschaft und fremde Kulturen. Dieses Buch muss man einfach gelesen haben!

Ich habe das Buch förmlich verschlungen! Ich liebe die Art wie Chantal Schreiber schreibt. Ihr Schreibstil ist wunderbar locker, leicht und flüssig und liest sich richtig angenehm. Humorvoll und sehr berührend erzählt die Autorin eine wunderschöne Geschichte, die einem zu Herzen geht und einen bis zur letzten Seite fesselt. Ich würde das Buch noch nicht mal als wirklich spannend bezeichnen, aber es wird dennoch an keiner Stelle langweilig und ich wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich war einfach völlig gebannt von den Beschreibungen Perus und den Erlebnissen von Elena. Beim Lesen hatte ich richtig das Gefühl, selbst in diesem Land zu sein, so schön und lebendig hat die Autorin alles beschrieben. Peru ist mir wirklich vollkommen fremd, ich war noch nie dort und hatte vor diesem Buch kaum eine Ahnung davon, wie das Leben dort ist. Dank „Plötzlich in Peru“ kann ich mir nun ein viel besseres Bild von dem Land und seiner Kultur machen.
Aber natürlich lernen wir auch die nicht so schönen Dinge von Peru kennen. Peru ist ein armes Land und wirklich eine ganz andere Welt als Europa. Ich habe Elena sehr dafür bewundert, wie sie die Zeit dort gemeistert hat. Schon ganz am Anfang der Geschichte merkt man, dass sie ein ziemlicher Kontrollfreak ist und auch sehr viel wert auf Hygiene legt. Dass die Umstellung für sie dann groß gewesen ist, ist logisch. Ich selbst bin ein ähnlicher Typ wie Elena und wenn ich ehrlich bin, ich hätte es vermutlich nicht so lange in Peru ausgehalten. Die große Armut, die krassen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und dann einfach diese komplett andere Kultur - ich wäre vermutlich schon nach wenigen Tagen wieder abgereist. Elenas Stärke finde ich daher wirklich sehr bewundernswert!

Elena als Protagonistin war mir sofort sehr sympathisch. Ich konnte mich wunderbar in sie hineinversetzen und mochte auch ihren Humor richtig gerne. Auch die Nebencharaktere werden so schön und lebendig beschrieben und obwohl Elena auf viele neue Menschen trifft, hatte ich nie Schwierigkeiten damit, sie alle auseinanderzuhalten. Die Beziehungen, Gefühle und Dialoge der Figuren wirken einfach total echt und an keiner Stelle klischeehaft oder überzogen, gerade das hat mir sehr gut gefallen.
Richtig ans Herz gewachsen ist mir ja Joost. Er kommt aus Holland und ist ebenfalls als Volontär in Peru. Er vertraut Elena schon nach kurzer Zeit an, dass er schwul ist und die beiden verbindet bald ein richtig tolle Kumpelfreundschaft. So einen guten Freund habe ich mir ja auch schon immer gewünscht. Joost ist einfach so verflixt liebenswert und freundlich, ich drücke ihm ja sehr die Daumen, dass er bald einen Freund finden wird. Da man in Peru der Homosexualität gegenüber nicht so aufgeschlossen ist wie bei uns, hatte es Joost, was die Liebe betrifft, leider etwas schwer in Peru.
Der Spanischlehrer Sebastían war mir ja am Anfang eher unsympathisch. Was aber vermutlich auch so gewollt war. Doch je mehr Zeit Elena mit ihm verbringt und je besser sie ihn kennenlernt, desto mehr konnte auch ich mich für ihn erwärmen. Allerdings ist meine Sympathie zu ihm bei weiten nicht so groß wie die zu Joost. Dieser liebenswerte Holländer war für mich ein sehr großer Pluspunkt in dem Buch.

Begeistert bin ich ja davon, wie viel man über Peru lernt! So befinden sich zum Beispiel auch an jedem Kapitelanfang graue Kästen, in denen wichtige Dinge erklärt werden, die für das folgende Kapitel relevant sind. Das meiste davon sind Fakten über Peru und ich fand diese Informationen sehr interessant. Nach dem Lesen dieses Buches habe ich fast schon den Eindruck, selbst in Peru gewesen zu sein und nicht nur alles aus der Sicht von Elena erlebt zu haben.
Die Autorin war ja selbst für einen Sommer in Peru, daher steckt vermutlich auch viel von ihren eigenen Erlebnissen in diesem Roman. Chantal Schreiber hat auf jeden Fall einen wunderschönen und bewegenden Jugendroman geschrieben, der auch für Erwachsene mehr als lesenswert ist!

Fazit: Ich kann „Plötzlich in Peru“ jedem nur wärmstens empfehlen! Es ist ein großartiges Buch über Selbstfindung, Liebe, Freundschaft und fremde Kulturen. Ich bin total begeistert von diesem Jugendroman und gebe ihm nur zu gerne 5 von 5 Sterne! Obwohl es bei weitem mehr verdient hätte!