Ein Roman, der mich nicht so ganz erreichen konnte
Liebe machen"Liebe machen" von Moses Wolff ist ein Roman, der 1970 beginnt und im Oktober 2020 endet. Er beschreibt in kleinen ausgewählten Episoden das Leben von Dagmar und Götz, die einen magischen Moment auf dem ...
"Liebe machen" von Moses Wolff ist ein Roman, der 1970 beginnt und im Oktober 2020 endet. Er beschreibt in kleinen ausgewählten Episoden das Leben von Dagmar und Götz, die einen magischen Moment auf dem Münchner Oktoberfest erleben, einander nicht vergessen können, aber sich nicht wirklich kennen und zwei komplett getrennte Leben führen. An manchen Orten, wo ich als Leser erfahre, dass beide da sind, erkennen sie sich nicht oder verpassen sie sich um wenige Minuten. Der Roman erzählt wechselweise aus dem Leben mit dem Fokus auf Dagmar oder Götz.
Es wird dabei ein Stück Zeitgeschichte und auch das jeweilige Lebensgefühl dargestellt. Die Musik und die Musiker, die Politik, schwerwiegende Ereignisse, Stimmungen der Gesellschaft werden abgebildet und auch damalige Innovationen wie der Walkmann oder der Zauberwürfel erhalten einen Platz.
Zu Beginn der Geschichte waren die Ausschnitte länger und dann werden sie kürzer - quasi stellvertretend mit dem Leben, was an den beiden Protagonisten vorbeirauscht.Manche Dinge, die beschrieben worden, ergaben für mich keinen Sinn und ich begann mich an einigen Stellen auch zu langweilen.
Am Anfang konnte ich mich gut in die Geschichte hineinfinden, doch eine wirkliche Verbindung konnte ich zu den beiden Protagonisten nicht aufbauen. Gut gelungen finde ich den Abriss der Musik, der Politik etc., jedoch die '"Beziehung" oder "Nicht-Beziehung" von Dagmar und Götz konnte mich als roter Faden nicht begeistern.
Drei Sterne!