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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2023

Der Sommer 1961 in New Bremen

Für eine kurze Zeit waren wir glücklich
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Frank, 13 Jahre alt, lebt mit seiner Familie in New Bremen. Das Leben ist geprägt vom Beruf des Vaters, einem Pfarrer. Die Mutter singt im Chor der Kirche, die Tochter spielt die Orgel und Frank und sein ...

Frank, 13 Jahre alt, lebt mit seiner Familie in New Bremen. Das Leben ist geprägt vom Beruf des Vaters, einem Pfarrer. Die Mutter singt im Chor der Kirche, die Tochter spielt die Orgel und Frank und sein jüngerer Bruder Jake müssen an den Gottesdiensten teilnehmen. In ihrer Freizeit streifen die beiden viel durch die Gegend, auch an verbotenen und gefährlichen Orten. Dort treffen sie auf den Tod, der ihnen in diesem Sommer noch mehrmals begegnen wird.
Ein Roman über Verluste, Trauer, Wut, Familie, Glaube, Schuldgefühle und auch Hoffnung.
Ein Coming-of-age-Roman mit einem Krimi-Anteil. Mir haben die Charaktere in diesem Roman sehr gut gefallen. Der Schreibstil des Autors ist angenehm und ich konnte mir die Szenen wirklich gut vorstellen. Trotz der Innenschau des Protagonisten bin ich ihm nie so ganz nah gekommen. Dennoch habe ich das Buch sehr gerne gelesen, man spürt richtig, wie sich subtil Spannung aufbaut und man auf die Katastrophe zusteuert. Trotz des Unglücks schwingt immer ein Funken Hoffnung und Positives mit.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2023

Campen verändert das Leben

Liebe ist schön, von einfach war nie die Rede
7

Evi, ihre Schwester und der Vater werden im Testament von Großtante Lisbeth zu Campen, Gesangsauftritt und Marathonlauf verdonnert. Ansonsten gibt es kein Erbe.
Evi hat im Grunde genommen kein eigenes ...

Evi, ihre Schwester und der Vater werden im Testament von Großtante Lisbeth zu Campen, Gesangsauftritt und Marathonlauf verdonnert. Ansonsten gibt es kein Erbe.
Evi hat im Grunde genommen kein eigenes Leben. Sie ist alleinerziehend, kämpft noch mit der Trennung und mit ihrer pubertierenden Tochter Helena. Die Arbeit als Selbstständige stresst sie und nun soll sie auch noch drei Wochen lang zelten.
Evi stellt sich dieser Herausforderung zusammen mit Helena.
Auf dem naturnahen Campingplatz auf Rügen trifft sie auf sehr nette und auch ziemlich eigentümliche Menschen. Unter anderem auf den attraktiven Zeltnachbarn. Der bringt zuerst einmal Evis Schmetterlinge im Bauch zum Flattern.
Dies ist bereits mein zweiter Roman von Sandra Poppe und ich schätze ihren Schreibstil sehr. Er ist flüssig zu lesen und man saust nur so durch die Seiten. Die Dialoge sind witzig und sehr gut gelungen, vor allem zwischen Evi und ihrer Tochter. Der Humor kommt definitiv nicht zu kurz und bei so manchen Szenen musste ich herzhaft lachen.
Gut gefallen haben mir die Beschreibungen der Ausflüge, die Mutter und Tochter gemeinsam machen sowie ihr schwieriges Verhältnis, das zwischen Angiften und Zuneigung schwankt.
Dazwischen erfahren wir so einiges über die Tücken und Freuden des Zeltens. Meine Lieblingsfigur ist die Campingplatzbesitzerin, sie hat einen ganz besonderen Charakter.
Das Ende war mir ein wenig zu viel des Guten und ich hätte diese Wendung nicht unbedingt gebraucht. Dies ist allerdings mein einziger Kritikpunkt. Ein Buch, das gute Laune macht und sicher auch Lust auf Rügen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 25.02.2023

Inspirierende Ideen für mehr Kreativität und Lebensfreude

Dolce Vita für die Seele
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‚Dolce Vita für die Seele‘ ist mein erstes Buch von Kristen Helmstetter. Die Autorin schreibt über die Möglichkeit mithilfe von Selbstgesprächen mehr Leichtigkeit, Inspiration, Lebensfreude und Kreativität ...

‚Dolce Vita für die Seele‘ ist mein erstes Buch von Kristen Helmstetter. Die Autorin schreibt über die Möglichkeit mithilfe von Selbstgesprächen mehr Leichtigkeit, Inspiration, Lebensfreude und Kreativität ins Leben zu bringen. Dazu braucht es nicht viel. 15 Minuten Zeit, etwas zu trinken und die entsprechenden Texte und schon kann es losgehen.
Im ersten Teil des Buches erfahren wir mehr über die Hintergründe und den Ablauf eines Wine-Self-Talk-Rituals. Im zweiten Teil nimmt sich die Autorin dann 15 Lektionen vor. Zum Beispiel, dass Scheitern kein Beinbruch ist, ganz im Gegenteil. Oder dass Langeweile etwas Positives ist, dass Humor und Kreativität Hand in Hand gehen und wir zum problemlösenden Ninja werden können. Nach einem theoretischen Teil mit vielen wertvollen Informationen aus der Psychologie, gibt uns die Autorin Texte an die Hand, die wir verwenden können. Allerdings können wir sie auch verändern und die Affirmationen mit unseren Worten formulieren. Am Ende einer jeden Lektion gibt es noch einen grauen Kasten mit wertvollen Tipps.
Kristen Helmstetter sprüht vor Energie, Tatendrang und Enthusiasmus. Das springt einen in jeder Zeile entgegen. Sie schreibt sehr flüssig und motivierend. Manchmal war es mir fast zu viel des Guten. Ich würde sagen: typisch amerikanisch.
Auf jeden Fall kommen ihr Anliegen und ihre Begeisterung definitiv rüber.
Für mich ein Buch, das gute Laune und Lust auf Neues macht, und darauf etwas in seinem Leben hin zum Positiven zu verändern.
Ein Ratgeber, der motiviert und Spaß macht!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.11.2022

Wie gewohnt sehr gut!

Was im Verborgenen ruht
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Linley und Havers ermitteln dieses Mal in der nigerianischen Gemeinde in London. Eine Kollegin mit nigerianischen Wurzeln wird ermordet. Sie ermittelte in Fällen von Beschneidungen bzw. Verstümmelungen ...

Linley und Havers ermitteln dieses Mal in der nigerianischen Gemeinde in London. Eine Kollegin mit nigerianischen Wurzeln wird ermordet. Sie ermittelte in Fällen von Beschneidungen bzw. Verstümmelungen von Frauen. Ein aufrüttelndes und erschütterndes Thema.
Wie immer nimmt sich Elizabeth George Zeit für die Geschichte, die Charaktere und auch für die Nebenfiguren. Der Roman hat immerhin knapp 800 Seiten, aber langweilig war mir keine Sekunde.
Gut gefallen hat mir auch, dass Nkata dieses Mal mehr im Vordergrund stand bei den Ermittlungen.
Einzig Lynleys komplizierte Beziehungen finde ich etwas überstrapaziert.
Insgesamt mal wieder ein Lesegenuss mit einem interessanten Thema, auch wenn es schon sehr erschreckend ist.

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Veröffentlicht am 30.10.2022

Künstlerisch wunderschön umgesetzt

Nordlicht 01
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Sonja ist ein sympathisches und liebenswertes Mädchen, das ein ganz normales Leben führt. Bis zu dem Tag, an dem sie von ihrem Onkel eine Brosche geschenkt bekommt. Kurz darauf taucht Espen auf, er kommt ...

Sonja ist ein sympathisches und liebenswertes Mädchen, das ein ganz normales Leben führt. Bis zu dem Tag, an dem sie von ihrem Onkel eine Brosche geschenkt bekommt. Kurz darauf taucht Espen auf, er kommt aus Jotundalen, einer anderen Dimension, und er fordert seine Brosche zurück.
Sonja reist mit ihm in diese magische Welt, in der es gefährliche Wesen gibt, wie schlecht gelaunte Trolle und Seeungeheuer. Aber auch einen verbitterten Wikinger, der auf Rache sinnt.
Die Bilder sind wirklich wunderschön. Vor allem die Farbgebung ist toll und Malin Falch schafft mit ihren Illustrationen eine magische, mystische und sehr beeindruckende Welt. Ich habe wirklich jedes Bild genossen.
Die Geschichte fühlt sich allerdings wie angerissen an. Alles und jeder wird vorgestellt, aber nichts zu Ende gebracht, auch nicht zu einem vorläufigen Ende. Auch wenn es Band 1 ist, hängt doch alles sehr in der Luft. Die Entscheidung, dass Sonja einfach so mir nichts dir nichts mit Espen reist und ihre Familie verlässt, erscheint mir nicht plausibel.
Dennoch ist Jotundalen eine Welt, in der man als Leser gerne verweilt. Sie ist besonders, geheimnisvoll und mystisch.

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